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Bärenkind

Rechtfertigt der Erfolg den Einsatz, wenn auch nur kurzfristig, von jedem Hilfsmittel?

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Desweiteren glaube ich auch irgendwie nicht daran, dass einem "Aua" ausreicht, dass ein Hund lernt, so wie hier auch bei dem "Heisse Herdplatte Fall" schon angemerkt wurde.

Mein Hund z.B. rannte bereits 2 x in seinem Leben gegen den Elektrozaun einer Pferdekoppel bzw. Schafsweide, weil ich nicht aufgepasst habe und hatte dadurch erhebliche Schmerzen. Meidet er deshalb nun alle Zäune? Nein!

Im vergleich zur Herdplatte, wo eine verbale Vorwarnung kam ( in diesem Fall "heiß") bezweifle ich das du deinem Hund den E-Zaum verbal angekündigt hast. So hat er nicht die Chance bekommen, den Schmerz mit einer Verbalen Warnung zu verknüpfen. Und wie oft hat dein Hund wohl Zaunkontakt, ohne einen Schmerzreiz zu erhalten ???

Nach 2 - 3 Stromschlägen war der Reiz weg und die beiden jagten fröhlich weiter!

War nach 2-3 Stromschlägen das Halsband wieder ab oder haben die Hunde trotz Halsband darauf nicht mehr reagiert ??

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Desweiteren glaube ich auch irgendwie nicht daran' dass einem "Aua" ausreicht, dass ein Hund lernt, so wie hier auch bei dem "Heisse Herdplatte Fall" schon angemerkt wurde.

Mein Hund z.B. rannte bereits 2 x in seinem Leben gegen den Elektrozaun einer Pferdekoppel bzw. Schafsweide, weil ich nicht aufgepasst habe und hatte dadurch erhebliche Schmerzen. Meidet er deshalb nun alle Zäune? Nein!

Die Hunde der Eltern meines Freundes wurden auch schon mit Elektorhalsbändern ausgestattet

:( (sie leben in Kanada in der Wildnis auf einem uneingezäunten Grundstück) , um Jagtverhalten abzugewöhnen. Nach 2 - 3 Stromschlägen war der Reiz weg und die beiden jagten fröhlich weiter! Jetzt laufen Sie wieder an der Schleppleine. ;)

Die Wirkung dieser Methoden dauerthaft, ist für mich einfach fragwürdig und dafür ist mir das Experiment zu risikoreich.

LG, Svenja und Ramses
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54751&goto=1096318"

Weil schlecht gearbeitet wurde!

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Es gibt aber auch Hunde die trotz klarer Führung in bestimmten Reizlagen gar nicht mehr ansprechbar sind.

Ich denke da an einen Hund, der z.B. im Angesicht von anderen Hunden sofort so hoch fährt, das er in die Leine steigt, quietscht, schreit, nicht ansprechbar ist. Beim Abdrängen nur den Willen zum Objekt der Begierde im Kopf hat.

Ist die Situation vorbei hat man sofort wieder einen lieben, führigen Hund.

Man kann natürlich solche Situationen vermeiden.

Aber ob das das Mittel der Wahl ist?

Man könnte den Abstand vergrössern.

Aber der Hund gewöhnt sich an den grösseren Abstand und reagiert auch da sobald der Hund im Sichtbereich ist.

Wie willst Du zu diesem Hund einen Zugang in der Situation finden?

Zu jeder anderen Zeit akzeptiert er ja die Führung des Menschen.

Vielleicht hast Du eine schmerzfreie Idee.

Ich lasse mich gerne überzeugen.

LG Heike
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54751&goto=1096298

So einen Hund kenne ich ganz gut - die Hündin meiner Eltern, die ich jeden Abend mit auf der Runde habe.

Sie hat bei jeder Hundebegegnung (auch auf einige Distanz) genau das Verhalten gezeit, dass du beschrieben hast. Und Ja es geht OHNE Gewalt oder Schmerz - aber es dauert seine Zeit, ganz klar.

Vielleicht wäre es schneller gegangen wenn die Hündin ein paar mal eine geballert bekommen hätte, möglich. Vielleicht hätte es auf Grund von etwas zu lahmen menschlichen Reaktionen auch weniger Rückschläge gegeben, auch möglich.

Fakt ist nur, dass sie auch ohne Schmerz gelernt hat, das es gar kein Problem gibt wenn wir ganz friedlich an anderen Hunden vorbeilaufen.

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Du kannst aber die Hunde auch nicht vergleichen. Bei Fiona hätte bei der Autoproblematik auch keine derartige Einwirkung geholfen. Der Schuss wäre zu 100% nach hinten losgegangen.

Hunde zeigen ähnliches Verhalten ja aus unterschiedlichen Motivationen heraus. Und deswegen musst du das Verhalten deines Hundes verstehen und dafür brauchst du eben Wissen bevor man irgendwas blind rumprobiert.

Beim Jagdtrieb ist es halt in dem Sinne relativ einfach, weil da immer der Hetztrieb im Hintergrund steht. Da geht es eher nicht um Unsicherheiten oder Ängste.

Es ist wie überall eine individuelle Geschichte.

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Jedes Hilfsmittel kann ich nicht unterschreiben. Aber es gibt Hilfsmittel, die gezielt und kurz eingesetzt, dem Hund die Möglichkeit einräumt, so frei wie in unserer Gesellschaft möglich sich zu bewegen. Das heißt für mich, ohne Leine und mit viel Freiraum. Und das nicht erst, wenn er erwachsen ist.

Ich habe gute Erfahrung gemacht mit dem Spray-Commander. Ich habe aber immer nur mit meinem Kommando und wenn nicht sofort Reaktion beim Hund erfolgte, dann den Piepton eingesetzt, um normales Fehlverhalen sofort zu korrigieren. Damit konnte ich schon von Klein auf die Hunde frei laufen lassen und eine Korrektur war auch auf Distanz möglich.

Den Sprüheinsatz habe ich pro Hund nur jeweils 1x anwenden müssen, nie am Anfang, sondern in der ersten Notsituation, Reh sprang vor dem Hund aus dem Wald - Motorcrossfahrer kam durch den Wald gerast etc.

Da sie sehr frei dadurch groß wurden, hatte ich nie Probleme, wenn sie mal an die Leine mußten. Leinenzug nach vorne, Seite oder hinten kenne ich gar nicht.

Jeder muß für sich selber entscheiden, was für ihn in der Hundehaltung das erste Kriterium ist und für mich war es immer die freie Bewegungsmöglichkeit der Hunde von Klein auf und wenn der Hund genug Freiraum hat, läßt er sich viel leichter und ohne Stress auch mal einschränken, wenn es notwendig ist. Er weiß ja, es ist immer nur für eine kurze Zeit.

Aber dieses Hilfsmittel ist absolut ungeeignet für die Grundbindung zum Hund und die Grunderziehung des Hundes, wie Sitz, Fuß, Platz etc.

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So einen Hund kenne ich ganz gut - die Hündin meiner Eltern, die ich jeden Abend mit auf der Runde habe.

Sie hat bei jeder Hundebegegnung (auch auf einige Distanz) genau das Verhalten gezeit, dass du beschrieben hast. Und Ja es geht OHNE Gewalt oder Schmerz - aber es dauert seine Zeit, ganz klar.

Vielleicht wäre es schneller gegangen wenn die Hündin ein paar mal eine geballert bekommen hätte, möglich. Vielleicht hätte es auf Grund von etwas zu lahmen menschlichen Reaktionen auch weniger Rückschläge gegeben, auch möglich.

Fakt ist nur, dass sie auch ohne Schmerz gelernt hat, das es gar kein Problem gibt wenn wir ganz friedlich an anderen Hunden vorbeilaufen.

Der von mir beschriebene Hund hatte kein Problem mit anderen Hunden, ich hatte ein Problem damit, dass er zu jedem Hund wollte.

Klar, man hätte auch warten können bis der Hund erwachsen ist. Dann hätte sich das Verhalten von alleine gelegt.

Aber darauf hatte ich keine Lust. Ich wollte nicht 2 oder 3 Jahre so durch die Gegend laufen, ich wollte mir nicht meine sonst gut klappende Führung untergraben lassen und ich wollte nicht, dass sich andere meiner Hunde eventuell dieses Verhalten abgucken. Mit drei sich so gebärdenden Riesenschnauzern hätte ich rein kräftemässig keine Chance gehabt. Diese 110 kg hätten mich dann dahin bewegt, wo sie hinwollten.

So habe ich 2 oder 3mal nach Vorankündigung richtig stark im Stachel eingewirkt. Ergebnis war das anfangs dann die Ankündigung reichte, später bedurfte es nicht einmal dieser. Der Hund hatte ganz schnell gelernt, dass sich so ein Verhalten nicht lohnt.

Er hat ein Alternativverhalten ( Hinlegen bei Hundesichtung) erlernt. Dies ermöglicht im Freilauf ein Anleinen oder einen Richtungswechsel zum Weiterlaufen.

LG Heike

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@schnüffelnase:

Habe die Dissertation gefunden =)

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/boehmi_ss09.pdf

Ansonsten hätte ich noch eine Verständnisfrage: Wenn ich Hund am Stachler an Schleppleine führe... ich stelle mir jetzt mal meine Schleppleine vor, gummiert, weil ich die dünnen Nylondinger im Zweifelsfall nicht festhalten kann... hm, das bedeutet, da ist die ganze Zeit ein Gewicht am Stachel. Wird der Hund da nicht desensibilisiert für den Stachel? Schon allein durch den Zug beim Hinterherschleifen der Leine?

LG Sonja

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Bravo, Du bist ein Mensch der hinschaut was wirklich passiert!!!

Und wenn die vollgesaugte und verschmutzte SL ...... die ungewünschte Wirkung ausführt kann einem der Hund da vorne nur noch .......!

LG :winken:

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Du kannst aber die Hunde auch nicht vergleichen. Bei Fiona hätte bei der Autoproblematik auch keine derartige Einwirkung geholfen. Der Schuss wäre zu 100% nach hinten losgegangen.

Hunde zeigen ähnliches Verhalten ja aus unterschiedlichen Motivationen heraus. Und deswegen musst du das Verhalten deines Hundes verstehen und dafür brauchst du eben Wissen bevor man irgendwas blind rumprobiert.

Beim Jagdtrieb ist es halt in dem Sinne relativ einfach, weil da immer der Hetztrieb im Hintergrund steht. Da geht es eher nicht um Unsicherheiten oder Ängste.

Es ist wie überall eine individuelle Geschichte.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54751&goto=1096360

Und weil "das SOOO und nicht Anders ist" =)=)=) muss man den Hund gleich individuell an seinem Verhaltungspunkt abholen können :kaffee: , und das dann auch mit seinem Halter tun :??? ...... !

LG :winken:

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Ich denke das Problem vieler, die eine totale Abneigung gegen diverse Hilfsmittel haben, ist, dass sie einfach noch nicht mit derartig Hunden in Kontakt getreten sind, die einem grundsätzlich in gewissen Situationen den Mittelfinger zeigen und wenn du noch so deutlich deinen Führungsanspruch zeigst.

Und es gibt Hunde die sehr exakt austesten, wo deine Grenze ist und GENAU wissen, wann du definitiv keinen direkten Einfluss mehr auf sie hast. Die so schlau sind zu wissen, dass ihr Tun keine Konsequenz hat, die sie groß beeindrucken würde.

Und wenn ihr tun dann Gefahr für sie selbst oder andere bedeutet, finde ich eine schnelle Lösung absolut gerechtfertigt.

Und Jemand mit viel Hundeverstand macht eben nicht jahrelanges Schleppleinentraining, wenn er genau weiß, dass der Hund zu clever dafür ist, sondern klärt es sofort.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54751&goto=1096328

Gibts hier keinen Daumenhochsmilie? Bin Deiner Meinung. Vor ein paar Jahren hätt ich auch gesagt.. nie ein Starkzwangmittel. Aber ich hab auch andere Hunde gesehen. Und wie Du schon sagst, richtig angewendet erspart es manchen Hunden viel Stress.

Meine würdest damit kaputtmachen.

Und zum Schleppleinentraining. Da ist es genauso wie mit anderen Hilfsmitteln. Falsch angewendet bringt sie rein gar nix. Ist eventuell nur nicht so gefährlich wie ein Stachler etc. Oft sehe icht, dass die Schleppe eben als verlängerte Leine eingestetzt wird. Und was bringt das? Gar nichts. Ist ja kein Notnagel sondern man muss aktiv mit der Schleppe arbeiten.

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