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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Rechtfertigt der Erfolg den Einsatz, wenn auch nur kurzfristig, von jedem Hilfsmittel?

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So eine Art moralische Kosten-Nutzen-Rechnung ;)


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54751&goto=1096114

So sehe ich das auch. Dem Hund für sportliche Ziele Schmerz zufügen: absolutes NoGo. Bei 1x Schmerz im Gegensatz zu lebenslang 20 m Schleppleine würde ich eventuell auch überlegen.

Ich glaube aber ich würde mich sehr schwer tun einen Trainer zu finden, der wirklich weiss was er tut, und dem ich zutrauen würde, das Hilfsmittel auch wirklich sachgerecht anzuwenden.

Und es gibt Hunde die sehr exakt austesten, wo deine Grenze ist und GENAU wissen, wann du definitiv keinen direkten Einfluss mehr auf sie hast. Die so schlau sind zu wissen, dass ihr Tun keine Konsequenz hat, die sie groß beeindrucken würde.

Die sind dann aber auch bestimmt so schlau genau zu wissen, wie und von wo der Schmerz kam und somit zeitlebens an das Hilfsmittel zumindest als Attrappe gebunden.

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Der von mir beschriebene Hund hatte kein Problem mit anderen Hunden, ich hatte ein Problem damit, dass er zu jedem Hund wollte.

Dann sage +zeige Ihm das von Dir gewünschte WWW-Verhalten!

Klar, man hätte auch warten können bis der Hund erwachsen ist. Dann hätte sich das Verhalten von alleine gelegt.

Aber darauf hatte ich keine Lust. Ich wollte nicht 2 oder 3 Jahre so durch die Gegend laufen, ich wollte mir nicht meine sonst gut klappende Führung untergraben lassen und ich wollte nicht, dass sich andere meiner Hunde eventuell dieses Verhalten abgucken. Mit drei sich so gebärdenden Riesenschnauzern hätte ich rein kräftemässig keine Chance gehabt. Diese 110 kg hätten mich dann dahin bewegt, wo sie hinwollten.

So verhalten Hunde sich nicht weil SIE keine Menschen sind.

Riesenschnauzer haben viel Maße und Kraft, aber auch DIE regieren auf "Führungsreize" sofort!

So habe ich 2 oder 3mal nach Vorankündigung richtig stark im Stachel eingewirkt. Ergebnis war das anfangs dann die Ankündigung reichte, später bedurfte es nicht einmal dieser. Der Hund hatte ganz schnell gelernt, dass sich so ein Verhalten nicht lohnt.

Er hat ein Alternativverhalten ( Hinlegen bei Hundesichtung) erlernt. Dies ermöglicht im Freilauf ein Anleinen oder einen Richtungswechsel zum Weiterlaufen.

LG Heike
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54751&goto=1096364

Möchte Dir da klar widersprechen, weil "ein 2 oder 3 mal" auch keine Dauerwirkung erzielt.

Wie oft Du eine Auffrischung dieses Stark-Reizes ausführst kann man die Hunde nicht konkret befragen.

Schon beim ANZIEHEN gehen die Hunde ins Meideverhalten, und "Schmerzenausweichen ist kein Dauerlernen lassen!!!"

LG :winken:

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@Hundesversteher: deutsche Sprache, schwere Sprache .

Riesenschnauzer haben viel Maße und Kraft, aber auch DIE regieren auf "Führungsreize" sofort

EDIT: Gemeint ist sicher:

Riesenschnauzer haben viel Masse und Kraft, aber auch die reagieren auf "Führungsreize" sofort.

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Möchte Dir da klar widersprechen, weil "ein 2 oder 3 mal" auch keine Dauerwirkung erzielt.

Wie oft Du eine Auffrischung dieses Stark-Reizes ausführst kann man die Hunde nicht konkret befragen.

Schon beim ANZIEHEN gehen die Hunde ins Meideverhalten, und "Schmerzenausweichen ist kein Dauerlernen lassen!!!"

Bloss zum besseren Verständnis.

Ich führe nie einen Hund permanent im Stachelhalsband.

Der Hund wird im normalen Halsband geführt.

Die Einwirkung am Stachelhalsband kommt von mir mittels zweiter Leine (Kurzführer), zielgerichtet und nur nach Ankündigung.

Der Hund lernt dies sehr schnell zu vermeiden.

Er meidet weder mich noch die Situation.

Er lernt nur das unerwünschte Verhalten zu vermeiden.

LG Heike

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Hi nochmal.

@Stephi/2712:

Klar, eine wirkliche kontrollierte verbale Vorwarnung kam nicht. Die Situation war einmal so, dass er die Schafe gesehen hatte und hin wollte, ich ihn zurückgerufen habe, er aber nicht gehört hat und PENG voll gegen den Zaun (er hat ihn einfach überrannt und mir war nicht klar, dass da Strom drauf ist). Es war keine "gewollte" Vorwarnung, aber ein Rückruf der nicht beachtet wurde und damit ja auch irgendwie indirekt gestraft wurde, auch wenn völlig ungeplant.

Und bei dem zweiten Fall (die Hunde in Kanada), ja die Hunde hatten die Hasbänder noch an. Generell sollten sich die Hunde auf dem Grundstück in einem bestimmten Radius bewegen, aber nicht in den Wald rennen. Wenn sie sich weiter entfernten, kam ein Rückruf und wenn dieser nicht beachtet wurde, kam der Elektorschock.

In dem Fall wo der Elektorschock nicht "wirkte", hatten die Hunde Sichtkontakt mit Wild, missachteten den Rückruf und dann auch den Elektorschock.

@Cucca: Klar, das eine ist ein "Zufallsbeispiel", was mich einfach nur erstaunt hat, das mein Hund von da an nicht jeden Zaun gemieden hat. Und ob sauber konditioniert oder gearbeitet wurde, spziell bei meinem zweiten Beispiel kann ich nicht beurteilen. Elektroschock kam halt auf nicht erfolgten Rückruf und es machte den Eindruck, dass es die Hude eben nicth die Bohne interessiert, weil Wild halt wichtiger ist.

Ich bin auch generell gar nicht pauschal gegen solche Hilfsmittel. Wenn ich sie vielleicht mal professionell angewandt sehe und mit eigenen Augen sehen kann, dass es dem Hund nichts langfristig schlechtes tut und das Vertrauen wirklich nicht geschwächt wird, könnte ich es vielleicht sogar akzeptieren.

Für meinen unsicheren Hund, könnte ich es mir allerdings gar nicht vorstellen! Und wenn der Umgang mit solchen Dingen wirklich eine punktgenaue, saubere Arbeit braucht, würde ich persönlich auch zukünftig die Finger davon lassen.

LG, Svenja und Ramses

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Und bei dem zweiten Fall (die Hunde in Kanada), ja die Hunde hatten die Hasbänder noch an. Generell sollten sich die Hunde auf dem Grundstück in einem bestimmten Radius bewegen, aber nicht in den Wald rennen. Wenn sie sich weiter entfernten, kam ein Rückruf und wenn dieser nicht beachtet wurde, kam der Elektorschock.

In dem Fall wo der Elektorschock nicht "wirkte", hatten die Hunde Sichtkontakt mit Wild, missachteten den Rückruf und dann auch den Elektorschock.

Frage:

- War das Haslband richtig angelegt?

- War es aktiviert worden?

- War es hoch genug eingestellt oder waren die Hunde mit niedrigen Stärken daran gewöhnt

worden?

- Waren die Hunde noch in Reichweite?

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Klar, eine wirkliche kontrollierte verbale Vorwarnung kam nicht. Die Situation war einmal so, dass er die Schafe gesehen hatte und hin wollte, ich ihn zurückgerufen habe, er aber nicht gehört hat und PENG voll gegen den Zaun (er hat ihn einfach überrannt und mir war nicht klar, dass da Strom drauf ist). Es war keine "gewollte" Vorwarnung, aber ein Rückruf der nicht beachtet wurde und damit ja auch irgendwie indirekt gestraft wurde, auch wenn völlig ungeplant.

Wie hast Du reagiert, als Dein Hund den Stromschlag am Zaun bekam. Warst Du erschrocken und hast Mitleid mit Deinem Hund gehabt ( sehr menschliche Reaktion, aber kontraproduktiv).

Dein Hund hat sicher öfters Zaunkontakte gehabt, die nicht schmerzhaft waren.

Wie oft ist Dein Hund noch über Deinen Rückruf erfogreich hinweggegangen, ohne das es für ihn echt unangenehme Konsequenzen hat?

LG Heike

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Und bei dem zweiten Fall (die Hunde in Kanada)' ja die Hunde hatten die Hasbänder noch an. Generell sollten sich die Hunde auf dem Grundstück in einem bestimmten Radius bewegen, aber nicht in den Wald rennen. Wenn sie sich weiter entfernten, kam ein Rückruf und wenn dieser nicht beachtet wurde, kam der Elektorschock.

In dem Fall wo der Elektorschock nicht "wirkte", hatten die Hunde Sichtkontakt mit Wild, missachteten den Rückruf und dann auch den Elektorschock.

Frage:

- War das Haslband richtig angelegt?

- War es aktiviert worden?

- War es hoch genug eingestellt oder waren die Hunde mit niedrigen Stärken daran gewöhnt

worden?

- Waren die Hunde noch in Reichweite?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=54751&goto=1096437

Huhu!

Klar, das sind alles Fragen, die man sich stellen sollte, ob man so ein "Gerät" auch bedienen kann ;) . Ich traue den beiden durchaus zu, das da vielleicht ein Fehler in der Handhabung passiert ist. Nach Aussage von Herrchen und Frauchen war aber wohl alles richtig.

Und die Hunde waren auch noch in Sichtweite. Das die Hunde vielleicht sich wirklich bei niedriger Stärke dran gewöhnt hatten, kann natürlich sein.Das war auch damals mein erster Gedanke.

Der Fall hatte sich wohl auch noch ein oder zweimal wiederholt und dann kam irgendwann die Entscheidung "Sie müssen an die Leine bzw. dürfen nicht mehr unbeaufsichtig sein".

Wie schon erwähnt, vielleicht muss man wirklich erst lernen Hunde richtig zu konditionieren und ein Feeling für Handhabung, Timing etc. bekommen bevor man solche Hilfsmittel benutzt. Und wenn Menschen wissen was sie tun, dann toleriere ich auch gewisse Methoden.

Der Eingangsgedanke "Lieber 2 - 4 mal "aua" und anstatt jahrelanges Schleppleinentraining" erschließt sich mir aber immer noch nicht so ganz. Meiner Meinung nach kann man einfach zu viel kaputt machen. Von daher finde ich das Elektrohalsbandverbot hier in Deutschland auch okay und richtig und ich bin generell kein Fan von "der Zweck heiligt die Mittel", auch in anderen Bereichen des Lebens nicht.

LG, Svenja und Ramses

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Wie schon erwähnt, vielleicht muss man wirklich erst lernen Hunde richtig zu konditionieren und ein Feeling für Handhabung, Timing etc. bekommen bevor man solche Hilfsmittel benutzt. Und wenn Menschen wissen was sie tun, dann toleriere ich auch gewisse Methoden.

Und damit wären wir wieder dabei, dass Hilfsmittel gut sein können,

jedoch nur von qualifizierten Leuten angewendet werden sollten!

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schnauzis

Wie hast Du reagiert' als Dein Hund den Stromschlag am Zaun bekam. Warst Du erschrocken und hast Mitleid mit Deinem Hund gehabt ( sehr menschliche Reaktion, aber kontraproduktiv).

Dein Hund hat sicher öfters Zaunkontakte gehabt, die nicht schmerzhaft waren.

Wie oft ist Dein Hund noch über Deinen Rückruf erfogreich hinweggegangen, ohne das es für ihn echt unangenehme Konsequenzen hat?

LG Heike[ql="topic.php?id=54751&goto=1096445"

Heike, ich habe mich natürlich erschreckt und dachte im ersten Moment "Oh Gott, armer Hund!" und bin auch zu ihm hingelaufen.

Er hatte auf jeden Fall Schmerzen, denn es kam ein kurzes "aufheulendes Quietschen" (was ich sonst gar nicht von ihm kenne, denn bei Spritzen z.B. zuck Ramses nicht mal mit der Wimper!).

Nach dem Quietschen kam dann aber nur ein kurzer "Schüttler" und alles war wieder okay, von daher habe ich ihn nicht übermäßig bemitleidet, als ich gesehen habe, dass es wohl eher der Schreck und kurzer Schmerz war.

Ich war damals sehr Zwiegespalten, dachte "Hmm...naja, von Zäunen hält er sich jetzt bestimmt eine Weile fern" und andereseits auch "Komisch, dass er sich so schnell erholt hat."

Naja, und generell war es so, wenn Ramses nicht auf einen Rückruf reagierte, dass ich ihn dann holte und anleinte und wenn er zu weit weg war bin ich gegangen und er kam hinterher. Negative Konsequenzen gab es in solchen Momenten nie, da ich unerwünschtes Vehalten ignoriere.

LG, Svenja und Ramses

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