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Ampel

Empfohlene Beiträge

@ Martina

Finde es interessant, dass Du so Abstufungen machst, (Start-Ziel) je nach dem von welchem Hund Du sprichst. Ich habe ja selber kein Rudel, aber irgendwie habe ich erwartet dass alle Hunde in einem Haushalt in der wir SIND und leben zusammen Harmonie ankommen. Einfach weil der Mensch die Lebenseinstellung angenommen hat und lebt.

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=) weiter! ich freue mich über eure Beiträge. auch die Rückschläge, gehören nun mal dazu. aber es macht mich wieder etwas geduldiger :):kaffee:

ich finde eure langfristigen Berichte sehr spanndend :winken: und "realistisch" (weiß nicht wie ichs umschreiben soll)

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Ich finde es super, das alles hier zu lesen. Ich habe mir immer selbst den Druck gemacht, daß nun doch alles klappen MUSS, weil bei den anderen (was man so liest) nach einem Seminar auch immer gleich alles "funktioniert".

Ich dachte immer, ich würde etwas falsch machen, weil ich auch Linus nicht helfen konnte mit seinem Gehibbel.

Ich bin froh, hier von anderen Erfahrungen lesen zu können. Mittlerweile hab ich gelernt (hat ja nun lange genug gedauert :Oo ) zu akzeptieren, was IST. Und damit jeden Tag zu leben. Sonst war ich immer damit beschäftigt, mir auszumalen, was ich alles ändern muß. Das hat sich geändert. Es ist so wie es ist und das ist gut so.

Loslassen und akzeptieren, dann kommen die Veränderungen von alleine. Die Ampel ist da nur ein kleiner Teil davon. Sie hilft, Sicherheit zu bekommen und zu vermitteln.

Und wenn ich mal in eine Situation komme, wo es mir zu eng wird (Bsp. enger Weg und entgegenkommender Hund, vielleicht frei) und ich mich damit nicht sicher fühle, kehre ich auch mal um. Ich finde das nicht schlimm. Vorher dachte ich mir immer, das muß ich jetzt aber können... jetzt ist es mir egal. Auch egal, was andere Leute davon denken. Vielleicht fühle ich mich später sicherer und kann dann mit den bestimmten Situationen anders umgehen, und so lange muß ich halt den Weg gehen, den ich gehen mag und den ich gut finde. Ich hab mir endlich selbst den Druck genommen.

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Huhuuu Elisabeth,

ja DAS wäre schön...

Aber ich habe ja zu jedem Hund ein anderes Verhältnis und dazu kommt noch, daß jeder hier im Haushalt anders ist.

Anita war vor über einem Jahr hier, sie attestierte mir klare und gute Kommunikation mit Cleo.

Bei Yuma sagte sie, ich würde da wieder die Mutti rauskehren.

Muß ich weiterschreiben ?? :Oo:Oo

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Hmp, Hope hatte mich ja im Moxon-Thema gefragt, wie ich jetzt mit Chi arbeite, nachdem ausschließlich positive Verstärkung schlimme Folgen hatte.

Die Antwort, obwohl ich leider noch nie ein HTS-Seminar besuchte, passt wohl am besten in dieses Thema.

Die DVDs kamen vor 3 Wochen, wurden intensiv studiert und seit rund 2 Wochen arbeiten wir mit der Ampel.

Allerdings macht das nur einen Teil des Umgangs mit Männlein aus.

Davor kam die Arbeit bzw. die Auseinandersetzung mit mir selbst.

Vllt. kurz zur Erklärung, weil wohl nicht alle die Geschichte kennen: Für Chi suchte ich beinahe ein Jahr lang ein neues Zuhause, weil die Lage (v.a., nachdem er auch noch gebissen wurde) hier völlig eskalierte. Es fand sich jedoch keines und nun ist er seit Längerem wieder bei mir.

Die Auseinandersetzung mit mir selbst dauerte lange. Wenn man einen solchen Hund aufnehmen will, muss man zum gesamten Tier - zu allen Facetten seines Wesens - JA sagen können. Den Hund so sehen, wie er ist und ihn vollständig so annehmen können. Inclusive aller Konsequenzen, die das so mit sich bringt.

D.h. auch, kein massivster Druck mehr auf mich, und damit auch auf den Hund, dass dieses und jenes Verhalten gar nicht sein darf, bzw. schleunigst!!! anders werden muss. Nicht mehr schämen und verzweifeln, wenn etwas nicht klappt. Keine Angst mehr vor dem Scheitern haben und keine Katastrophenphantasien mehr, wenn er dies macht..., dann... . Keine Ansprüche an den Hund mehr, er müsse so und so sein oder werden. Er ist, wie er ist.

Erfolgsdruck, Versagensgefühle, Katastrophenängste, Scham, u.v.m. ... machten früher den Hund und mich kaputt. Unter solchen Bedingungen kann nichts Positives entstehen.

Die Hauptarbeit fand mit mir selbst statt - kann ich den Hund so nehmen, wie er ist?

Ja, kann ich. (Diese Entscheidung hat viele Wochen gebraucht)

Männlein ist der gleiche Hund wie früher und dennoch ganz anders. Weil ich anders bin.

Im Tai-ji heißt es: "The mind moves the body" - so ist es, umgekehrt übrigens auch. ;) Meine ganze Haltung (innerlich wie äußerlich) ist heute anders.

DAS sehe war und ist die Hauptarbeit.

Seit etwa 2 Wochen kam die Ampel dazu und damit erreiche ich den Chi besser als über jegliche konditionierten Kommandos. Er versteht, was ich von ihm will. Das löst beim Hund nicht immer wahre Begeisterungsstürme aus, denn er war von mir ganz anderes gewöhnt.

Aber Männlein versteht, was von ihm erwartet wird und akzeptiert es. Je nach Situation muss ich ihm das nachdrücklich glaubhaft machen, aber es geht. Wir verstehen uns!

Wir erleben immer mal wieder Situationen, in denen es nicht so gut klappt, wie es zuvor schon ging. Na und? Bei der nächsten Hundebegegnung geht's dann wieder. Mitnichten Horrorfilm a la: Jetzt geht das wieder los, oh Gott... Nein, manche Situationen sind mit etwas Distanz betrachtet zum Brüllen komisch/absurd, so dass ich herzhaft lachen muss.

Das hier ist sehr wichtig und wir halten es ebenso.

Und wenn ich mal in eine Situation komme, wo es mir zu eng wird (Bsp. enger Weg und entgegenkommender Hund, vielleicht frei) und ich mich damit nicht sicher fühle, kehre ich auch mal um. Ich finde das nicht schlimm. Vorher dachte ich mir immer, das muß ich jetzt aber können... jetzt ist es mir egal.

Zudem gibt es Katastrophennotfallpläne/Managementpläne (allerdings ohne die ständige bange Sorge, wann sie zum Einsatz kommen könnten), wenn mal was daneben geht. Das gibt mir die Sicherheit, Situationen zu regeln, selbst wenn ich gepfuscht oder geschlafen habe.

Keine Ahnung, ob meine Ausführungen für euch Leser etwas bringen, denn ein Generalkonzept enthalten sie nun wirklich nicht. Die Auseinandersetzung mit sich selbst, worin ich den Löwenanteil der Arbeit sehe, ist eine individuelle Sache und fällt wohl auch bei jedem anders aus.

Mein Fazit zur Ampel: Es ist kein Allheilmittel, aber für den Hund wird dadurch viel besser verständlich und klar, was man von ihm will, als mit anderen Sachen. WENN man selbst klar ist. Da liegt m.E. der Hase im Pfeffer.

"Reines" Ampeln, ohne sonstige Veränderungen, wird wohl so viel oder so wenig wie andere Arbeitswege bringen.

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@Christiane =) Klasse, wie Du nun denkst und Eure Beziehung siehst.

@Sabine Ich habe auch schon ab und an Pepper ein Lecker vor die Nase gehalten, wenn es einfach viel zu eng war und sie abgelenkt. Meist ist es dann zu eng, ich bin nicht gut drauf und Pepper schon hochgefahren. Sie bekommt es dann für Blickkontakt. Ich denke, dass ist ähnlich wie mit den Dackeln und den Leckerchen.

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@Christiane =) Klasse, wie Du nun denkst und Eure Beziehung siehst.

Danke Simone! :)

Weißt du, kognitiv war mir von diesen Sachen einiges klar, aber authentisch in mir drin so empfinden, es leben, konnte ich's damals noch nicht.

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@Sabine Ich habe auch schon ab und an Pepper ein Lecker vor die Nase gehalten, wenn es einfach viel zu eng war und sie abgelenkt. Meist ist es dann zu eng, ich bin nicht gut drauf und Pepper schon hochgefahren. Sie bekommt es dann für Blickkontakt. Ich denke, dass ist ähnlich wie mit den Dackeln und den Leckerchen.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=56368&goto=1137099

Wenn ich die Leckerchen verstreue zum Suchen, dann ist mein erstes Ziel, dass alle Dackel zügig den Weg verlassen, sich an einem Ort einfinden und dort die Nase auf den Boden senken. Das ist für sie und auch für die entgegenkommenden Hunde in der Regel sehr viel entspannter, als wenn meine Dackel mit 6 Augenpaaren, den entgegenkommenden Hund anstarren. Das Hinschauen kann ich natürlich auch verhindern, in dem ich sie zu mir schauen lasse und sie dann belohne, das scheint aber - zumindest meine Erfahrung mit meinen Hunden - für sie schwieriger zu sein, denn dann sind sie angespannter, der Blick von KImba huscht dann schon immer mal schnell zu dem anderen Hund. Wenn sie Leckerchen suchen, nehmen sie den Hund in der Regel erst wahr, wenn er quasi vor ihnen steht, das geht besser und verhindert dieses abrupte auf ihn Zufliegen. Meist geht dann der ein oder andere Dackelkopf mal kurz hoch, schaut zu dem Hund und geht dann wieder runter. Es kommt auch mal ein Bellen, aber das Leckerchensuchen ist wichtiger und was auch sehr wichtig ist, ich kann gezielt den einzelnen Hund ermahnen, weil alles sehr viel langsamer abläuft.

Ausserdem wirkt das Schnüffeln auf dem Boden auf andere Hunde entspannend. Und ich kann mir den Zeitgenossen erst mal in Ruhe anschauen. Die Hauptspannung ist raus.

Das Ranrufen und Leckerchenstreuen übe ich seit Jahren, mehrmals täglich, sie schauen nicht, ob und was da jetzt kommen könnte, denn meist kommt nichts und niemand.

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Mein Fazit zur Ampel: Es ist kein Allheilmittel, aber für den Hund wird dadurch viel besser verständlich und klar, was man von ihm will, als mit anderen Sachen. WENN man selbst klar ist. Da liegt m.E. der Hase im Pfeffer.

.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=56368&goto=1137091

Hallo Christiane,

genau so sehe ich das auch.

Die Ampel ist überhaupt nur dann die Ampel, wenn man selbst klar ist. Sonst ist es nichts weiter als ein sinnloses und albernes Herumgezische und bringt genauso wenig wie andere ständig herumgebrüllte Kommandos.

(Ich finde das Ampelsystem nach wie vor genial und für mich ist es sehr wichtig. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst schon vorher relativ klar war und es nur nicht richtig ausdrücken konnte.)

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@ChiChi

Männlein ist der gleiche Hund wie früher und dennoch ganz anders. Weil ich anders bin. Im Tai-ji heißt es: "The mind moves the body" - so ist es, umgekehrt übrigens auch. Meine ganze Haltung (innerlich wie äußerlich) ist heute anders.

Ich finde, dass das total super ausgedrückt ist und ich finde mich selbst in dem Satz wieder. Obwohl ich von Ampel oder anderen Dingen noch nie gehört habe, hat es bei mir und meinem Hund auch geklappt, als ich das oben erwähnte endlich umsetzen konnte. Denn auch mit diesem Satz sprichst du mir voll aus dem Herzen:

Reines" Ampeln, ohne sonstige Veränderungen, wird wohl so viel oder so wenig wie andere Arbeitswege bringen.

:respekt:

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