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Hundeforum Der Hund
Fiona01

"Schlechte" Begegnungen mit fremdem Hund - eure realistischen Erfahrungen!?

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Meine Hündin war damals nur kniehoch und sehr leicht, Sammy - mit dem ich den einzigen ernsthaften Angriff erlebt habe - war 76cm hoch und 40kg schwer. Also nach meinen Erfahrungen eher das Gegenteil. Das wird sich auch die Waage halten und weniger an der Größe der Hunde liegen, als an dem Verhalten auf beiden Seiten.

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Ich denke auch, dass es überhaupt nix mit der Größe zu tun hat. Felix ist sicherlich kein großer Hund - körperlich. Charakterlich sieht die Sachlage ganz anders aus.

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Ich hab mehrere schlechte Erfahrungen bei Hundbegegnungen gemacht.

Als ich Laika bekam hatte sie keine Bindung zu uns Menschen, hatte vor vielem große Ängste, war nicht wirklich Leinenführig, kannte noch keine Komandos, hörte noch nicht auf den Namen und hatte obendrein extremen Jagdtrieb.

Bitte schön, wie soll man so einen Hund, den man erst wenige Tage oder Wochen hat, für Hundebegegnungen ableinen, damit die das selber unter sich ausmachen können????

Sie hatte mit Sicherheit korrektes Sozialverhalten und hätte wohl selber vieles klären können, schließlich lebte sie zweieinhalb Jahre mit vielen anderen Hunden zusammen, aber Erfahrungen mit Leinenkontakten hatte sie nicht.

Schnell schloss sie sich unserem Jungrüden (damals 6 Monate) an und übernahm für ihn die Beschützerrolle, weil fast täglich irgendein unangeleinter, nicht erzogener Hund einfach meine an der Leine bedrängte und mehr als einmal ist das eskaliert, weil die freilaufenden "spielen" wollten, jedoch meine angeleinten Hunde neben der Strasse alles andere als unbefangen kommunizieren konnten.

Obwohl beide anfangs an der Leine neutral an fremden Hunden vorbeigegangen waren, entwickelten sie nach den bedrängenden Situationen, die mehrfach in Beißereien ausarteten, immer mehr Spannung und schon auf Distanz Droh-und Imponierverhalten.

Mit viel Arbeit konnte ich das wieder in den Griff kriegen und sie konnten auch wieder neutral an anderen Hunden vorbeigehen.........bis zu den Vorfällen, als wir schon an der anderen Hündin vorbei waren, deren Besitzerin sie aber zu früh losliess und die sich dann rücklinks auf meine, bevorzugt Laika ,gestürzt hatte und sie an der Leine, im Kommando stehend, niederbiss.

Diese Besitzerin hat genau wegen solcher Vorfälle schon mehrere Anzeigen von anderen Hundehaltern bekommen.

Und noch eine andere Hündin verhält sich hier ebenso. Immer freilaufend, weil laut Aussage des Besitzers " ist das so anstrengend, den ziehenden Hund an der Leine zu führen, das mag sie nicht, die läuft lieber frei". Hat mehrere Male böse zwischen meine beiden angeleinten Hunde reingefunkt, neben der vielbefahrenen Strasse.

Das ergab dann bei meinen Beiden Leinenaggression vom Feinsten und von Laikas Seite her Vertrauensabbruch.

Ich bin der Meinung, jeder ist für das Wohl seines eigenen Hundes verantwortlich - und nicht nur das: Jeder ist auch dafür verantwortlich, dass sein Hund nicht das Wohl anderer gefährdet.

Selbst wenn sie viel unter sich regeln können, heißt das noch lange nicht, dass sie das tun müssen.

Was ist dabei, seinen Hund ranzuholen und durch Leine oder Kommando zu sichern, wenn ein Hundebesitzer mit angeleintem Hund vorbeigehen möchte?

Was ist dabei, seinen Hund an unübersichtlichen Stellen ranzuholen, damit er nicht alleine vorläuft und andere belästigt, die eben keinen Hundekontakt mit unbekannten Hunden wollen?

Ich hab den Eindruck, dass ganz viele Hundebesitzer, die das so locker sehen und die Haltung vertreten "Die machen das unter sich aus", sich nur auf sich selbst und ihren eigenen Hund beziehen und sich gar nicht in die Lage der anderen Parteien reinversetzen können und wollen.

Natürlich ist niemand perfekt und es kann immer mal wieder passieren, dass man unachtsam ist und eine Situation übersieht..............aber dann sollte man doch bitte am Gehorsam des eigenen Hundes arbeiten und nicht nur passiv mit ihm durch die Gegend schlendern, nach dem Motto

"Ich geh entspannt spazieren und alle anderen Hunde müssen das auch können".

Eigenartigerweise haben meine Beiden zu keinen Zeiten, weder angeleint, noch unangeleint, Probleme mit freilaufenden Hunden gehabt, die ohne Besitzer unterwegs gewesen sind.

Vielleicht liegt das daran, dass sie keinen Besitzer bei sich hatten, für den sie die Führung übernehmen mussten, weil dieser dazu unfähig gewesen wäre?

Freilaufende Hunde ohne Menschen dabei haben sich ausnahmslos an mir und meinen Hunden orientiert und sich sehr fein kommunizierend verhalten, so dass solche Begegnungen, auch wenn meine angeleint waren, nie eskaliert sind.

Entweder liessen sie sich von mir auf Abstand halten, so dass es zu keinerlei Bedrängungen kam, oder ich ließ Kontakt zu, wenn die Hunde signalisierten, dass sie friedliche Absichten hatten.

Aber sobald ein Mensch irgendwo hinterhertrottet, ohne seiner Aufgabe als souveräner Führer gerecht zu werden, versuchen die Hunde zu klären und unter Umständen ihren Menschen zu schützen. Und dazu gehört eben auch, Fremdhunde zu dominieren, damit sie das eigene "Rudel" nicht gefährden.

Wems zu unbequem ist, seinen Hund aufmerksam zu führen, der kann von mir aus seinen Hund freilaufen lassen,wie er lustig ist, mir egal............solange er ihn von meinen Hunden fernhält!

Tut er das nicht, dann tu ich das inzwischen konsequent. Und ich scheue nicht davor zurück, mich mit Körpereinsatz oder auch Hilfsmitteln für die Sicherheit und Unversehrtheit meiner Hunde einzusetzen.

Meine Hunde haben ein intaktes Sozialverhalten, leben absolut komplikationslos alle zwei Wochen für mehrere Tage mit 5 Afghanen und Mixen zusammen, laufen problemlos im Hundeverein mit vielen anderen Hunden frei, nämlich dann, wenn ich das für richtig halte und die dazugehörigen Menschen verlässlich und verantwortungsbewusst mit ihren Hunden umgehen und wir als menschliche Anführer gemeinsam gewillt und in der Lage sind, unserem anspruchsvollen Job gerecht zu werden.

Ich hab null Bock, mir meine Hunde nochmals durch Hundebsitzer versauen zu lassen, die nicht begreifen wollen, dass Hunde viel mehr sind als "verspielte Schmusetiere",die man sich zur eigene Belustigung und emotionalen Befriedigung hält.

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Sehr sehr schön geschrieben Angie! :)

LG

Antonia

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Gerade hatte ich meine 1. SCHLECHTE Hundebegegnung!

Ich auf dem Rad, Poldi an der 3m Leine auf der linken Seite neben mir. Ich fahre seeeehhhr langsam, damit er schnüffeln und pinkeln kann.

Wir kommen an eine Stelle auf dem Weg, da macht dieser eine leichte Kurve, ist also nicht einzusehen.

Plötzlich kommt eine mir als aggresiv bekannte Hündin hergeschossen - unheimlich leise, aber mit gefletschten Zähnen - und will sich auf Poldi stürzen.

Ich springe!!! vom Rad und schmeisse dieses dann um - in die Richtung des angreifenden Hundes.

Der hat sich GSD erst mal erschrocken und ist einen Schritt zur Seite ausgewichen.

So konnte ich Poldi hinter mich bringen - der war auch sehr still (bellt ja sonst immer an der Leine :Oo )

Gleichzeitig habe ich die Hündim angebrüllt!

Die Besitzerin war dann auch gleich zur Stelle und hat ihre Hündin gepackt und angeleint.

Wir waren beide total erschrocken und erleichtert, dass nichts passiert ist.

Sie hat sich ein paar mal entschuldigt bei mir und auch zugegeben, dass ihr Hund aggressiv ist auf andere Hündinnen - und anscheinend auch auf kastrierte Rüden!

Sie sei auch im intensiven Training mit ihrem Hund! Wenigstens steht sie dazu und versucht etwas zu ändern!

Leider hat sie den Fehler gemacht, an dieser unübersichtlichen Stelle ihren Hund nicht anzuleinen.

Poldi blieb sehr ruhig - ich deute das mal so, dass ich alles richtig gemacht habe und er mir vertraut :)

Auf jeden Fall hat er nach meinem ok die aus dem Fahrradkorb herausgefallenen Leckerlies in aller Ruhe verspeist.

Aber so was brauche ich nicht jeden Tag.

Ich wünschte mir nur für mich, dass ich bei Wildbegegnungen auch so schnell reagiere - da bin ich bis jetzt immer zu langsam :(

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@Juline: Danke

@poldischatz: Ich finde, das hast Du Klasse gemeistert!!!

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@angiem: danke!

Nachdem der Poldi so locker war, denke ich auch, dass ich wohl bei ihm mächtig Eindruck geschindet habe :)

Leider gibt es bei uns sehr viele Hundebesitzer, die es nicht einsehen, ihren Hund, auch wenn er wirklich brav ist, mir zuliebe anzuleinen.

Die verstehen einfach nicht, dass Poldi sich an der Leine unsicher fühlt und dann auch das kläffen anfängt!

Ich will diese Kontakte nicht und gut! Das netteste ist dann noch ein mitleidiges Lächeln, das ich mir bei den anderen Haltern abhole.

Aber inzwischen gehen wir immer etwas später als die ganze "Morgenmeute" und haben dann auch nur wenige Hundekontakte.

Bis auf heute! Aber diese Halterin macht das wohl genauso mit dem später gehen - und heute hats geknallt!!

Aber alles gut ausgegangen.

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