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Hundeforum Der Hund
Schlager

Wer kann hier helfen, kenne mich mit Auslandstierschutz nicht aus

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HELFT DEN HUNDEN IN DAHAB!!

24th January 2010

Liebe Mitreisenden, Hundefreunde, Urlauber!

(For english information please see the end of the text!)

Wir haben in Dahab wunderschöne zwei Wochen verbracht, auf dem Weg durch den Sinai nach Jordanien. Da wir mit zwei Hunden unterwegs sind, treffen wir immer wieder auch andere Hundebesitzer und so auch die in Dahab lebenden Ausländer mit Hunden. Die haben uns allesamt darauf hingewiesen, dass wir vorsichtig sein müssen, da in Dahab Hunde vergiftet werden. Wir waren bei der ägyptischen Tierärztin des Ortes, die das bestätigt hat. Es ist offenbar so, dass die ägyptische Regierung die Hunde nicht will und in regelmässigen Abständen Gift am Strand und in der Stadt auslegt. Das scheint sehr effektiv zu sein, so hat doch so gut wie jeder Hundebesitzer dort schon einen oder mehrer Hunde auf diese Weise verloren. Einige gehen nur noch mit Maulkorb spazieren, damit der Hund nichts fressen kann.

Momentan wird wohl bevorzugt Strichnien verwendet, ein Gift, dass den Hund bei vollem Bewusstsein über Stunden qualvoll verrecken lässt. Mal abgesehen davon spielen auch kleine Kinder am Strand, die gerne alles mögliche in den Mund stecken. Auch die Anzahl von Katzen, für die Ägypten eigentlich ja so bekannt ist, ist deutlich zurück gegangen. Hier und da wird auch mal Vieh erwischt, aber hey, wo gehobelt wird

Der Hauptverantwortliche dafür ist wohl der sogenannte Amtstierarzt von Dahab, der in der Medina seine Clinic hat. Er bekommt das Strichnien von der Regierung und verteilt es. Wie regelmässig das nun statt findet, ob die Beduinen, die im Sommer am Strand campen ihre Finger im Spiel haben, keiner weiss es so genau.

Der Versuch von Touristen, die das mitbekommen haben und nicht gut fanden (wer findet schon gerne einen vergifteten Hund beim Strandspaziergang?!), sich an die Tourism Police zu wenden und Beschwerdebriefe zu schreiben hat zwar immer nur recht kurzfristig geholfen, aber immerhin. Also versucht es weiter!

Nun zu Janet:

Janet ist eine in Dahab lebende Engländerin, die vor einigen Jahren dorthin kam und nach einer Weile, während der sie sich das ganze angeschaut hat, helfen wollte. Sie hat einige der Straßenhunde aufgenommen, ein Wadi (ein Tal) gemietet und sich dort eine kleine Hütte gebaut.

Anfangs war die Unterstüzung wohl da, inzwischen jedoch bekommt sie nur noch Ärger. Leute schmeissen ihr ganze Scharen von Welpen über den Zaun oder binden ihre Hunde, die sie nicht mehr haben wollen einfach bei ihr an. Da Janet nun mal ein Tierfreund ist, nimmt sie die Tiere natürlich alle bei sich auf. Inzwischen handelt es sich um etwa 300 Hunde, die in dem Tal leben. Platz ist genug, wir waren da und haben die Hunde gesehen.

Janet ist in Dahab aus mir völlig unverständlichen Gründen nicht sehr beliebt. Die Beduinen vergiften ihre Hunde über die Berge, beizeiten wird einfach Gift über den Zaun geworfen. Leute, die ihre Hunde dort abliefern geben nicht mal eine kleine Futterspende und lassen sie komplett allein. Sie bekommt nicht mal den Müll der Restaurants in Dahab, den die Hunde fressen könnten. Das mit der Müllmafia ist eine andere seltsame Geschichte in Ägypten, jedenfalls kauft sie die Essensreste aus Sharm El Sheikh für umgerechnet etwa 30 Euro am Tag.

Die Hunde werden halbwegs satt damit, dennoch hat sie nun auch noch den wirklich nicht essbarer Müll zu entsorgen. Hinzu kommt, dass es nur exakt ein Unternehmen gibt, dass bereit ist, ihr die Reste vorbei zu brigen, wenn der also ausfällt passiert gar nichts mehr. Die Beduinen versuchen, ihr diese Futterquelle auch zu versauen, da sie das Zeug gern für ihr Vieh hätten.

Hinzu kommt, dass das ganze natürlich eine Heidenarbeit ist, Hunde mit Futter und Wasser zu versorgen, die Zäune auszubessern, aufräumen und so weiter, und sie das alles komplett alleine macht. Die Menschen im Ort wollen nicht bei ihr arbeiten, denn die Hunde sind ekelig, außerdem haben sie Angst. Die, die kommen, beklauen sie und sind nach drei Tagen wieder weg. Sie bezahlt das ganze aus eigener Tasche und ist am Ende!

Sie braucht Wassertröge, Baumaterialien für die Zäune, Medikamente, Geld für Futter, sie braucht Mitarbeiter. Es waren mal Tiermedizinstudenten da, die ihr circa 80 Hunde sterilisiert haben! Solche Hilfe braucht sie auch!

Wir möchte hier bitten, dass ihr dort vorbei fahrt, wenn ihr dort seid. Macht euch ein Bild, helft Ihr.Bei Rückfragen bitte an die untere Mailadi

Antworten bitte unter der folgenden Mailadresse:dorena-wengler@t-online.de>

Danke.

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