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Hundeforum Der Hund
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"Platz" direkt vor der Beute; realistische Erwartung?

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Huhu,

erwarte ich zuviel von Männlein?

Wir treffen im Park öfter diverse Katzen und mittlerweile hat der Hund längst begriffen, dass diese Tiere nicht fixiert, gejagt,... werden, sondern sich der besonderen Gunst seines Menschen erfreuen.

Soweit so gut.

Gestern trafen wir ein heuriges Märzkätzle, dem wir häufiger begegnen. Alles lief wie immer: Hund abgelegt in knapp 0,7m Entfernung und das Tierchen gestreichelt und beschmust.

Während wir knuddelten, entdeckte ich eine Maus, direkt neben der Katze. Ebenso wie das Kätzlein, war die wohl noch jung und ebenfalls hitzebeeinträchtigt. Jedenfalls saß sie seelenruhig vor uns allen. Ich animierte die Katze, doch die Maus zu fangen, woraufhin sie einige halbherzige Spielversuche unternahm.

Männlein wurde dadurch auf die Maus aufmerksam und erhob sich aus dem "Platz". Er fing sich einen Rüffel ein und wurde wieder abgelegt.

Als sich die Katze doch etwas intensiever mit der Maus befasste, stand er wieder auf und begann zu fiepen. Das Kommando ließ sich nicht wirklich durchsetzen, denn er lag dann zwar wieder, robbte dafür aber Richtung Maus.

Schlussendlich musste ich den Abstand auf gut einen Meter zur Maus vergrößern und ihn dort wiederum ablegen, damit er unten blieb.

Mich hat das sehr geärgert, aber vllt. erwarte ich einfach zu viel von ihm. Wie seht ihr das?

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Ne, find ich nicht. Aber man müsste die Situation wohl öfter üben, was aber schwierig ist ;)

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Naja, zu viel sicher nicht. Aber man muss sich im Klaren sein, dass man hier gegen Urinstinkte "kämpft". Und das war ja anscheinend eine völlig neue Situation.

Wie ich gehört habe, gehören Mäuse/Ratten/etc auch genau ins Beuteschema des Hundes (berichtigt das, wenn das Quatsch ist, ich habs nur gehört) und dementsprechend ist die Verlockung natürlich sehr groß.

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Er darf halt im Feld nach Mäusen buddeln (nach Erlaubnis) und fängt manchmal auch welche. Für ihn sind Mäuse definitiv Beute.

Hm, also ist es doch keine übertriebene Erwartung, dass er abliegt.

Aber wie übe ich das?

Abliegen vor Futter, etc... ist kein Problem, weil es ihn auch nicht so interessiert.

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Wenn Du einen Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb hast, der nicht jagdlich geführt wird, finde ich Deinen Erziehungsansatz einfach nur überflüssig. Aus dem machst Du nie und nimmer einen Jagd unfähigen Schoßhund.

Ansonsten würde ich Gehorsam an anderen Dingen bei einem Hund üben, als ihn von einer jagdbaren Maus fernhalten. Ich würde die Maus ignorieren und schauen dass der Hund die auch nicht bemerkt.

Einerseits fixierst Du durch Dein Maus- und Katzenspiel die Aufmerksamkeit und das ganze Interesse des Hundes auf genau die Dinge und versetzt ihn in Stress, die er ja eigentlich als uninteressant einstufen soll.

Aber vielleicht ist dies eine neue Erziehungsmethode. Was soll die denn bei Deinem Hund erreichen, Dass egal was Du und die Umwelt machst, er nie regieren soll. Keinerlei Art gerechtes Verhalten mehr an den Tag legen darf.

Also grundsätzlich, Du hast einen Hund ausgewählt, mit den Eigenschaften, die er nun einmal hat.

Die kriegt man durch Erziehung nicht weg, sondern man kann sie nur ein bischen umlenken und Umlenken bedeutet nicht, ihn permanent Reizen und Stress auszusetzen. Du überforderst den Hund meiner Meinung nach.

Das ganze kann auch total nach hinten losgehen, dass der Hund Dich einfach total ignoriert, weil sein Instinkt ihm was ganz anderes sagt.

Also es kann ja sein, dass ich nicht auf dem neuesten Stand von Hundeerziehung bin, aber auf so eine Idee bin ich einfach noch nie gekommen - nichts für ungut.

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Wenn Du einen Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb hast, der nicht jagdlich geführt wird, finde ich Deinen Erziehungsansatz einfach nur überflüssig. Aus dem machst Du nie und nimmer einen Jagd unfähigen Schoßhund.

:??? Wo habe ich das denn je geschrieben? :???

Nein, keineswegs habe ich die Absicht, einen Hütemix jagdlich zu führen oder aber als Schoßhund zu halten. :Oo

Zur Info: Der Hund lebt hier mit zwei Katern zusammen.

Draußen wollte er früher welche hetzen, aber das ist lange vorbei. War auch rasch geklärt.

Bei Wildspuren steht er vor, das wird von mir zur Kenntnis genommen und der Hund weiter geschickt. Alles kein Thema.

Meine Frage war, ob es realistisch ist, die Einhaltung des Kommandos in der o.g. Situation zu erwarten. Nicht mehr und nicht weniger.

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Ich glaube,

Ich für mich hätte ganz einfach den Ort des Geschehens verlassen und ihn noch einmal abgelegt, und damit wäre das für mich dann erledigt gewesen ;)

Ist aber denke ich Geschmackssache :)

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Doch es ist eine realistische Erwartung. Ich finde man kann von seinen Hunden erwarten, das sie sich auch mal beherrschen.

Ich kann mich leider auch nicht auf jeden Marsmlichshake (extremlecker!!!) stuerzen, der mir unter die Augen kommt...

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Nicole, als wir den Abstand vergrößerten, ging's dann ja auch und er blieb liegen. ;)

War aber recht sauer auf ihn, weil er vorher aufgestanden ist, etc... Und habe mich halt gefragt, ob das überhaupt berechtigt war.

Die Katze (kein Problem) und die Maus waren eigentlich "meins" und er hat es nicht akzeptiert. Deshalb war ich sauer.

Andererseits darf er Mäuse (nach ausdrücklicher Erlaubnis!) halt ausheben. Deswegen die Zweifel, ob meine Erwartung zu hoch war.

Allerdings gilt das nur im Feld und er kennt den Unterschied genau.

Hmm, jetzt bin ich genauso schlau wie vorher. ;)

Edit: Kathi, genau das waren auch meine Überlegungen. Er kann ja nicht auf alles losgeiern, worauf er Bock hat.

Und wenn Katze und ich mit der Maus spielen, sollte er (so war meine Vorstellung) das akzeptieren, dass er da nicht mitmachen darf.

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Ich wär wohl ähnlich vorgegangen wie Nicole...

Streng genommen müsste mans wahrscheinlich durchsetzen, aber so wie ich Dich verstehe, sind Mäuse ja seine "erlaubte" Beute, im Gegensatz zu Katzen, Wildtieren usw. So lange er das Verhalten nur bei Mäusen zeigt, finde ich es nicht schlimm. Schließlich trifft man ja nicht jeden Tag ne Maus mit Hitzeschlag, die seelenruhig sitzen bleibt.

LG Anja

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