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Hundeforum Der Hund
Hörnchen2311

Leine ziehen

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Huhu liebe Hundefreunde ich hab mal wieder eine Frage wo ich eure Ratschläge gut gebrauchen kann.

Und zwar zieht mein Timmi immer sehr stark an der Leine.

Nun arbeite ich jetz schon eine Weile mit dem clicker und wenn ich Ihm das Kommando Fuß gebe läuft er auch super neben mir her natürlich bekommt er immer ein click und seine Belohnung.

Ich möchte Ihn nicht den ganzen Spaziergang lang bei Fuß haben sondern nur ganz gemütlich an der Leine gehen.

Wie kann ich das am besten anstellen?

Sowie ich mit dem Kommando Fuß aufhöre will er wieder los rennen und zieht wie ein irrer.

Ich will Ihn weder mit Leinenrucken noch sonstigen bestrafen für das ziehen,da muss es ja noch andere Lösungen für geben.

Freue mich auf über Tipps und Ratschläge :)

Hier noch ein aktuelles Bild von Timmi...Man is der groß geworden :klatsch:

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oh sehr schön danke...

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Null Problem!

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Huhu,

meiner Ansicht nach bist Du mit dem Clicker bei der Leinenführarbeit nicht richtig aufgehoben. Mit dem Clicker würde ich einem Hund für wichtige Prüfungen die exakte Fußposition beibringen und andere Feinschliffe in der Ausbildung heraus arbeiten, für die Erziehung, und vernünftiges Gehen an der Leine ist Erziehung, halte ich nichts von diesem Hilfsmittel.

Die erste und meiner Ansicht nach wichtigste Regel ist:

Gehe niemals auch nur einen Schritt in die Richtung des Hundes, sobald sich die Leine spannt. Wenn ein Hund erst einmal gelernt hat, dass er mit Zug zum Ziel kommt, wird er immer wieder versuchen, dieses Mittel einzusetzen, um eben seine Ziele zu erreichen.

Das zweite, was ich sehr wichtig finde, ist, herauszufinden, WARUM der Hund eigentlich zieht.

a) ist er sehr aufgeregt, sobald man das Haus verlässt?

B) muss er dringend?

c) hat er vor etwas Angst?

d) will er einfach nur sein Ding machen und ist dabei sehr durchsetzungsfähig?

e) hat er einfach gelernt, dass er unter Zug vorwärts kommt?

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass an mir herum zerren eine Respektlosigkeit ist, genau so wie anspringen oder ankläffen. Dabei ist es mir auch vollkommen schnurz, ob ich einen 45 kg Hund, einen Welpen oder einen 800g Hund vor mir habe. Die Regeln gelten für alle gleich. ES WIRD NICHT GEZOGEN.

Wenn man diese Handlung als Respektlosigkeit sieht, kann man auch leichter einen Weg finden, beharrlich zu bleiben.

Meine Maßnahmen gegen Zug sind

1) Richtungswechsel an der langen Leine ohne nach hinten zu schauen, bis der Hund neben mir her geht und darum bettelt, dass ich ihn einmal beachten möge. Das ist dann ein guter Zeitpunkt, auch mal zu bestätigen, dazu brauche ich aber keinen Clicker, Lob und Aufmerksamkeit reicht vollkommen aus, nachdem ich zuvor reichlich ignorant war.

2) Spannt sich die Leine nach 1) nur leicht, bleibe ich schon im Ansatz stehen und gebe dem Hund die Möglichkeit, sich selbst leicht nach hinten zu korrigieren und sich an mir zu orientieren. Tut er das nach ca. 3 Sekunden nicht von alleine, gehe ich rückwärts und ziehe ihn so lange rückwärts mit, bis er sich mir zuwendet und den Zug selbst reguliert. Dann geht es mit einem freundlichen Wort weiter. Füttern würde ich in so einer Situation NIEMALS, Hunde fangen dann nämlich an, Zug zu erzeugen, um an Futter zu kommen.

3) Wenn mein Hund nach 1) und während 2) der Ansicht ist, er müsse mit brachialem Einsatz des Körpers nach vorne, dann setze auch ich meinen Körper entsprechend ein. Mit dem gleichen Energiepotenzial, das mein Hund einsetzt +1 gehe ich an der gespannten Leine VOR meinen Hund und schiebe ihn so lange mit dem vorgebeugten Oberkörper in die Richtung zurück, aus der wir kamen, bis er mir in die Augen sieht. In diesem Moment nehme ich den Druck des Körpers wieder raus und wir können gemeinsam gesittet wieder auf das zugehen, was ihn so sehr geereizt hat, dass er den Körper meinte einsetzen zu müssen. Geht das nur wenige Schritte gut, wiederhole ich 2 oder 3, je nach Intensität.

Die Maßnahmen richten sich also immer nach dem, was mir der Hund vorgibt.

Merke: Jeder Schritt, den der Hund unter Zug geht, ist einer zuviel. Speziell, wenn man nicht strafen will. Von Leinenrucken halte ich übrigens überhaupt nix. Bei 1) gibt es automatisch Leinenrucke, wenn der Hund in die Leine rennt, weil ich mich bereits umgedreht habe. Daher empfehle ich ein gut sitzendes Geschirr für diese Arbeit.

Grundsätzlich ist es ratsam, einen Trainer für diese Übungen hinzu zu ziehen, da vieles von der richtigen Körperhaltung, dem richtigen Timing und von einigen anderen Faktoren abhängt.

Wollte Dir nur meinen Weg aufzeigen, damit Du siehst, dass Clicker und Futter da vermutlich wenig ausrichten wird. Es geht ja nicht darum, ein Hörzeichen "Fuß" zu konditionieren, sondern es geht darum, dem Hund klar zu machen, dass nicht an Dir herum gezerrt wird.

LG Anja

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Toller Beitrag, Anja :)

Mit Clicker, Leckerlis und so manch anderer Methode konditioniert man den Hund auch gerne falsch, nämlich auf "Ich ziehe gewaltig an der Leine - bleibe stehen - gehe zum Menschen - bekomme ein Leckerli". Hunde sind nicht doof und verknüpfen gerne mal ungewollte Ketten.

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Man kann aber zum Beispiel Loben/Clicken, wenn der Hund sich vor Leinenende umorientiert - sofern man denn möchte, daß der Hund vor einem läuft.

Ansonsten finde ich Anjas Variante auch prima.

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Der Beitrag ist super!!! Ich werde es jetzt auf diese Art in Angriff nehmen.

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Hallo Anja,

danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, dass mal so ausführlich zu beschreiben! Ich habe hier ebenfalls Probleme das durchzusetzen, weil mein Welpe ja "ach so zart" ist " ;) . Meine Grosse läuft an der Leine wie eine eins und würde nie ziehen, daher bin ich in diesem Punkt verwöhnt.

Ich werde das jetzt auch mal in Angriff nehmen, denn die Kleine zieht auf dem Heimweg immer stark, auf dem Hinweg nicht.

Kannst Du nochmal kurz erklären, aus welchen Gründen es wichtig erscheint, WARUM der Hund zieht? Gibt es Gründe, aus denen heraus Du dann anders vorgehen würdest? Und bei Punkt 3. habe ich noch nicht ganz verstanden wie die Leine gespannt bleibt, wenn Du vor den Hund gehst:

3) Mit dem gleichen Energiepotenzial, das mein Hund einsetzt +1 gehe ich an der gespannten Leine VOR meinen Hund und schiebe ihn so lange mit dem vorgebeugten Oberkörper in die Richtung zurück, aus der wir kamen, bis er mir in die Augen sieht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du das nochmal kurz erklären könntest, ich stehe mir da irgendwie auf dem Schlauch...

Vielen lieben Dank!

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Wir haben mit unserem das Leinenführungstraining gemacht. Dies aber unter Aufsicht des Hundetrainers (war Teil eines Antiagressionstrainings, was ich in einem anderem Thread beschreiben werde).

Hier muss man sagen, dass unser Rüde (Mischling, 2 Jahre, vor 6 Monaten aus dem Tierheim geholt) sehr stark gezogen hat, so dass er schon fast röchelte teilweise. Der "Leinenruck" ist keine Bestrafung, das ist völlig falsch. Er zeigt nur, dass DU die Führung hast und den Weg bestimmst. Es immer wichtig, wie Du ihn einsetzt, nämlich wenn er nach vorne ziehst, du "Peitschenartig" die Leine Ruckst und dann dbei SOFORT die Richtung um 180grad änderst. DU bestimmst wo es lang geht. Nicht der Hund.

Nachdem wir das Training absolviert hatten (60 Minuten) geht er an der Leine wie eine 1. UND - es macht ihm Spass! Dadurch, dass man ihn ständig dabei lobt, "strahlt" er über das ganze Gesicht und seine ganze Konzentration ist auf Dich gerichtet. Gleichzeitig "nimmst" Du ihm die Last, auf alles aufpassen zu müssen.

Er muss bei uns nicht ständig an der "kurzen Leine" laufen, sondern nur teilweise während der Gassi runde. Die Leinenführung ist aber m.E. nur unter professioneller Hilfe zu erlernen.

Also ich bin ein Riesenfan davon, weil ich die tollen Ergebnisse selbst erlebt habe. Und das alles funktioniert auch ohne das ständige Stopfen mit Leckerlis...

Und seitdem kann ich auch mit ihm auf vollen Strassen gehen, und er läuft 1A neben mir.

Also mein Rat: Hundetrainer suchen und loslegen.

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