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Hundeforum Der Hund
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Alternative zum Familienhund einsperren/hinter Gitter verwahren, wenn er Probleme macht ...?

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Stimmt - ich bin mal angepampt worden, wie ich den Hund in eine Pferdebox sperren könne. Dagegen werden/wurden Kennel immer hochgelobt... :???

Ich sehe das auch so - bestimmte Mittel sind Hilfsmittel, sonst nix.

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Anja,

mir erschließt sich die Logik nicht.

Das ERG wird verurteilt, weil es missbraucht werden kann. Der Zimmerkennel nicht?

Es ist wie in so vielen Teilen ein ungeheurer Batzen Doppelmoral.

Ich finde das ERG in Ordnung, solange nicht missbraucht.

Und ich finde den Kennel in Ordnung, solange nicht missbraucht.

Auch der Zwinger ist in Ordnung, solange nicht missbraucht.

Aber ERG abzulehnen, Kennel toll zu finden und Zwinger abzulehnen, gibt nullkommagarkeinen Sinn.

Ein Kennel ist bequem - für den Besitzer.

Sorry, aber es sollte möglich sein, einen Hund auf andere Weise zur Ruhe zu bekommen. Dass man verhindern will, dass Welpen unbeaufsichtigt Stromkabel anknabbern, kann ich nachvollziehen, hab ich auch nichts gegen.

Doch viele hören damit eben nicht auf und der Hund landet zeitlebens bei jedem geringen Anlass auf 1qm und soll darin "gefälligst glücklich sein", weil der Besitzer es so haben will.

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Die Box ist wie viele andere Hilfsmittel, richtig angewand, ein gutes Hilfsmittel bei der Erziehung, falsch angewand - Tierquälerei.

Für mich ist da immer wichtig, ob man es als Mittel zur Problemlösung oder zur Problemvermeidung nutzt.

Nutzt man die Box zur Problemlösung der Stubenreinheit, so wird der Hund sehr schnell stubenrein ohne das man dazu die Box weiter benötigt.

Vermeidet man damit nur die Verunreinigung der Wohnung, so lernt der Hund unter Umständen in der Box seine Notdurft zu verrichten und dann sogar noch darin zu sitzen oder zu liegen.

Nutzt man die Box zur Problemlösung des Alleinseins, so wird der Hund sehr schnell in der offenen Box als höhlenartiger Ruheplatz allein zu bleiben, die Tür kann offen bleiben und irgendwann wenn man es möchte auch die Box durch ein Körbchen ersetzen.

Vermeidet man mit Hilfe der Box bloss die Zerstörung beim Alleinbleiben, so wird der Hund leider immer in der Box allein bleiben müssen.

LG Heike

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Ich sehe es bei unserm Nachbarshund. Großer Schäferhund in einer Familie mit 3 Kindern und keiner hat Hundeerfahrung. Der Mann schreit den Hund immer zusammen und ich sehe einfach, dass der Hund arbeiten will, erwartungsfreudig auf ein Kommando wartet, aber dann werden ihm immer gleich 3 Kommandos gleichzeitig zugebrüllt und dann wedelt der Ärmste nur noch verunsichert mit dem Schwanz...

Tagsüber ist er draußen im Garten, aber eben alleine, da hat er dann zwar das Gartenhaus zum zurückziehen, aber in den letzten 2 Jahren hab ich nur 3mal jemanden mit ihm gassi gehen gesehen-.-

Und nachts wird er in den Keller gesperrt. Übrigens sehr zum Leidwesen meines Vaters, der wegen dem Bellen dann nicht schlafen kann. Ich denke das ist so ein Beispiel, die meisten denken anscheinend, dass ein Schäferhund nicht schwierig ist-.-

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Unter diesen Umständen wird JEDER Hund schwierig... :wall:

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dem Hund geht es doch vergleichsweise gut.

Der Hund ist 8h täglich im Keller, wo er sich wenigstens die Beine vertreten und tagsüber frei im Garten laufen kann.

Andere Hund hocken 14h und länger auf 1qm und "sind doch glücklich". Die würden gerne mit ihm tauschen.

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Hallo!

Ich habe bei Nala auch eine Box genutzt. Naja, eine Box war es nicht, sondern ein ausrangierter Laufstall, bei dem man 3 Stäbe herausnehmen konnte. Dieser Laufstall wurde von mir so richtig schön kuschelig mit Kissen und Decken auf Welpengröße verkleinert und mit Laken oben und an 2 Seiten abgedeckt.

Meine Hündin hat (damals noch Welpette) diese 'Box' vom ersten Moment an angenommen. Ich hatte mich seinerzeit auf lange Nächte mit viel Weinen von ihr eingestellt, aber wenn ich es hochrechne, dann hat sie vielleicht zusammengezählt insgesamt 3 min gejammert. Ich hatte immer den Eindruck, daß ihr dieser Laufstall viel Sicherheit gegeben hat.

Sobald Schlafenszeit war, wurde der Laufstall geschlossen und der erste, der morgens aufstand, hat die Stäbe wieder rausgemacht. Die ersten Tage ist Madame damals noch mit aufgestanden, danach blieb sie liegen und hat weiter gepooft. Dieses 'Nachts zu - Morgens auf' haben wird ca. 6 Wochen beibehalten, dann wurde der Laufstall nicht mehr zugemacht.

Der Laufstall blieb auch offen, wenn ich kurz das Haus verlassen mußte. War sie z. B. im Flur, wenn ich zur Haustür raus bin, konnte ich davon ausgehen, daß ich sie im Laufstall finde, wenn ich zurück kam, obwohl sie auch die Möglichkeit gehabt hätte, sich auf einen anderen Platz zu legen.

Als wir dann den Laufstall nach ca. 1 1/2 Jahren entsorgt haben, war Madame überhaupt nicht begeistert. Erst als die merkte, daß sie stattdessen ihr eigenes Sofa bekam, konnte sie mit dem Verlust leben ;)

Für uns (und ich zähle meine Hündin jetzt mit dazu) war die Laufstall-Lösung die Beste.

Ich denke, daß man nicht nur schwarz oder weiß sehen sollte. Denn meine Hündin ist so farbenfroh, daß sie in dieses schwarz-weiß-Schema-Denken einfach nicht reinpaßt!

@ Stosh: Ich spreche Dich jetzt mal direkt an, weil Deine Beiträge irgendwie 'Oberlehrerhaft' bei mir angekommen sind. ;)

Die Probleme, die Du in Deinem ersten Posting angesprochen hast, hatten wir auch. Nur habe ich mir (im Gegensatz zu Dir, der einfach nur für eine Ersatzlösung gesorgt hat) die Mühe und Arbeit gemacht, meiner Hündin allein durch positive Bestärkung beizubringen, diese Sachen zu lassen. Denn ich möchte auch, daß sie in einer fremden Umgebung (wo es keine eigenen Kabel, Kloggs, etc., pp., gibt) sicher sein, daß dort nichts angekaut, zerrupft, oder geklaut wird. Das ging nicht von heute auf morgen und wenn ich so recht überlege, schreibe ich eher von Monaten als Wochen, die das Training gedauert hat.

Ich könnte jetzt, genauso wie Du es mit Hundehaltern machst, die für ihren Hund eine Box als Erziehungs- und Rückzugsmittel nutzen, Deine Methoden verteufeln und Dir vorwerfen, daß man nicht viel Erziehungsarbeit leistet, in dem man dem Hund nur einen Ersatz vor die Schnauze hält. Aber das tue ich nicht, denn für Dich und Deinen Hund war genau das passende Lösung des Problems! Und genau darauf kommt es m. M. nach an.

Und das solltest Du im Hinterkopf behalten, bevor Du Hundehalter vorverurteilst. Natürlich nur insoweit, wie eine Box nicht mißbräuchlich genutzt wird.

Viele Grüße

Trollmama

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Andere Hund hocken 14h und länger auf 1qm und "sind doch glücklich".

Woran machst Du fest, dass solch ein Hund "glücklich" ist?

Weil er sich über jede Minute ohne Isolation, mit Sozialkontaktpartner Mensch, freut?

Weil er sich in sein Schicksal ergeben hat und die Isolationshaft durch Ruhe erträgt?

Gerade die Isolationshaltung von Sporthunden in Boxen oder Zwinger zu dem Zweck, dass der Hund jede Minute Sozialkontakt geniesst und vieles dafür tut oder erduldet um sie zu bekommen, halte ich persönlich für tierschutzwidrig.

Wobei ich nicht Box oder Zwinger für tierschutzwidrig halte, sondern nur den egoistischen Umgang der Menschen damit.

LG Heike

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Andere Hund hocken 14h und länger auf 1qm und "sind doch glücklich". Die würden gerne mit ihm tauschen.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=59339&goto=1207882

Das ist doch eindeutig ironisch gemeint, oder nicht?

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Meine Hunde haben beide einen Kennel und ziehen sich darin zurück wenn sie ihre Ruhe haben wollen.

Buddy, der Cocker, hat mit dem Kennel gelernt mal zur Ruhe zu kommen. Er hat sich als wir ihn bekommen haben, tagsüber nie mal hingelegt und geschlafen. Er hatte immer Angst was zu verpassen oder das wir ihn alleine lassen.

Ich habe ihn dann eingesperrt, wenn wir auf der Couch sassen und Kaffee getrunken haben oder wenn ich gekocht habe. Die Tür war allerdings nie länger als eine halbe Stunde zu.

Am Wochenende war bei uns Geburtstagsparty und beide Hunde haben sich in die Boxen zurückgezogen als es ihnen zu viel wurde.

Lanya habe ich allerdings hin und wieder darin eingsperrt wenn ich weg war. Sie hat mir die ganze Wohnung zerstört. Und bei einer 3 Monaten alten Couch, die zerfressen worden ist hört für mich der Spass auf.

Allerdings hat sie sehr schnell begriffen das wir immer wieder kommen und zerstört mittlerweile nichts mehr.

Ich bin der Meinung man sollte die Boxen nicht verteufeln, aber für einen Dauereinsatz sind sie nicht geeignet. Ich finde schlimm, wenn ich höre das Hunde das bis zu 8 Stunden drin eingesperrt sind. Dann wäre ein Zwinger angebrachter.

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