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Hundeforum Der Hund
gast

"Beute" verteidigen und mobben aberziehen. Wie stelle ich das an?

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(bearbeitet)

Hi die Runde..

Wie vllt. der eine oder andere schon gelesen hat, ziehen wir demnächst um. Dort gibt es auch einen Kumpel für meinen Schnuffi (10 Jahre), einen ganz lieben jungen Maremma-Bulldoggen-Mix (ca. 18 Monate).

Die beiden vertragen sich eigentlich viel besser, als ich das von meinem kleinen Rüpel erwartet hatte. Lediglich ein großes "Streitthema" gibt es: Schnuffi verteidigt schon seit eh und je "Beute" gegen anderen Hunde (nicht gegen Menschen!). Das kann alles Mögliche sein.. Bälle, Seile, Stöckchen, Mauselöcher und Futter sowieso... Nun versuchen wir schon, alle herumliegenden Bälle usw. wegzuräumen und nur unter Aufsicht zu geben. Gestern zeigten sich schon erste Fortschritte: Der "Kleine" durfte mit mit Ball am Schnuffi vorbeigehen und den beknabbern, ohne dass Schnuffi das kommentiert hätte. *freu*

Meine aktuelle Maßnahme dagegen ist nun Rudelausschluss für Schnuffi, wenn er den "Kleinen" grundlos mobbt. Heißt: In die "Schämecke" gehen und 10 Minuten schämen (also er muss einfach wegehen, liegen bleiben und wird von allen ignoriert). Bisher zeigt das ganz gute Erfolge, aber ich hab doch noch ein bisschen bedenken.

Auch mobbt er den Kleinen, wenn es ihm zu wild wird und er ganz aufgeregt ist. D.h. wenn jemand klingelt oder einfach so nach Hause kommt und die beiden wild durcheinander an der Tür herumspringen. (Eigentlich soll Schnuffi warten, bis ich die Tür aufmache aber momentan ist in dem Haus alles noch so neu für ihn und der Kleine kann das mit dem Warten noch nicht so gut und springt immer hinter mir her zur Tür.. Da kann ich von meinem Opi einfach noch nicht erwarten, dass er ruhig liegen bleibt.) Oder auch wenn wir spazieren gehen wollen und die beiden angezogen werden und herumhibbeln. Hier heißt es ebenfalls: Ab in die Ecke und schämen.

Habt ihr schonmal Erfahrung mit sowas gemacht? Meint ihr, das ist der richtige Weg? Sollte man noch was anderes tun? Gibt es evtl. Literatur dazu?

Mein weiteres Vorgehen wäre jetzt so intuitiv, dass man abwartet, bis er es gecheckt hat, dass er den kleinen nicht grundlos angehen darf (wenn ein "Grund" vorliegt, z.B. der Schnuffi seine Ruhe will und auch deutlich vorwarnt, der Kleine das aber ignoriert, dann muss er damit leben, dass er eine gewischt kriegt), würde ich versuchen, die Reizsituation zu erhöhen (z.B. gemeinsames Schweineohren-Knabbern im gleichen Raum, Bälle an beide geben...) und zusehen, dass er sich da korrekt verhält.

Alles in Allem gehts ihm dort richtig gut und ich freue mich sehr, dass wir bald im Grünen wohnen und der Schnuffel nie wieder ewig auf Betonboden herumlatschen muss.

Edit: Schnuffi zeigt ganz deutliche Tendenzen, dass er die Führung übernehmen will. Ist an sich ja ok so, aber er ist ein ganz schön pingeliger "Chef". ;) Ich weiß nicht so richtig, was ich davon halten soll, dass er den Kleinen doch ganz schön unterbuttert. Ist das besser so, weil dann eindeutig geklärt ist, wer der "Herr im Hause" ist, oder sollte man allzu prolliges Gehabe doch eher kritisch bewerten? Der Kleine muckt eigentlich kaum gegen ihn auf. Das Einzige was er manchmal macht, wenn er doch noch ein Spielzeug findet, ist dieses zu präsentieren und vor dem Schnuffi herumzutragen. Kann aber gut sein, dass er einfach nur gerne mit meinem Stinkstiefel spielen will (der das aber noch nicht zulässt, sondern lieber versucht, die "Beute" für sich allein zu beanspruchen.. man muss dazu sagen, dass er früher mit einigen ausgewählten Hundefreunden sehr gerne Zerrspiele veranstaltet hat, ohne dass es zu einem Drama um das Spielzeug kam. Ich hab ja noch Hoffnung, dass sich das wieder einstellt, wenn die beiden sich besser kennen).

Heute früh wurde jedoch beobachtet, dass er dem Kleinen die Schnute beschlabbert hat. *wunder* Mir war so, als würden das eher rangniedere bei ranghöheren machen? (Müsste da aber nochmal nachlesen..)

Greets,

Ivy

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Mal abgesehen davon, der Zusammenhang "Ungutes verhalten-ab in die Ecke" für den Hund überhaupt nicht herzustellen ist ;) du könntest ihm genauso aus der Bibel vorlesen ;) habe ich ein paar Fragen.

Verstehe ich das richtig, es gibt deinen älteren Hund und einen jungen Hund und noch einen älteren?

Und jedes mal, wenn dein Althund dem Jungspund zeigt, was er darf und was nicht ist das für dich mobben und du "bestrafst" deinen mit Ecke liegen?

Gruß Iris

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Artgerechtes Verhalten kann man nicht "aberziehen".

Man kann es stark lenken und Einfluß darauf nehmen.

Wenn Du als "FÜHRENDER HH von Deinem Hund" wahrgenommen wirst, kannst Du bestimmen und Dein Hund reagiert dann darauf was wer im Zusammenleben mit der Beute machen darf.

AKTIVes zeigen + sagen muss von Dir aus gehen.

Nach Deiner Schilderung sehe ich noch kein Fehl-Verhalten, weil die Hund artgerecht miteinander umgehen, und wir Menschen sollten da nicht unnötig dazwischen funken und Probleme heraufbeschwören wo jetzt noch keine sind.

Entschuldige bitte wenn ich ganz lieb meine das "DU in die Ecke gehen solltes!" und nun ohne Ablenkung Dein Verhalten gegenüber Deinem Hund reflextieren solltet.

LG :winken:

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Wenn ich direkt reagiere und ihn aus der Situation heraus in die Ecke schicke, kapiert er das sehr wohl, was ich von ihm will. Ignorieren und Rudelausschluss sind imho adäquate Bestrafungsmethoden, die vom Hund auch verstanden werden. Ihm aus der Bibel vorzulesen würde dagegen wohl nicht soviel bringen. Ebenso kann ich ihm ja schlecht einen Vortrag halten und sagen, dass das nicht alles sein Spielzeug ist oder ihm gar wehtun, um ihm das klarzumachen.

Es gibt nur meinen Schnuffel und den Jungspund, also zwei Rüden insgesamt. Wenn das "mobben" berechtigt ist, greife ich da auch nicht ein. Nur hat mein Hund nicht jedwede "Beute" zu annektieren und den Kleinen dafür anzugehen, dass er mit seinem eigenen Spielzeug spielt. Er macht das auch draußen bei anderen Hunden, also das ist kein neues Phänomen. Er sieht eben jede "Beute" als sein Eigentum an. Bisher hab ich einfach darum gebeten, wenn wir mit anderen (unbekannten) Hunden unterwegs waren, dass keine Stöckchen und Bällchen geworfen werden, solange die Hunde zusammen laufen. Das klappt dann ganz gut. Nur ist die Situation ja jetzt anders, so dass er lernen muss, dass nicht alles "seins" ist.

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Hi,

wenn ein Hund eine Mauseloch gefunden hatt, oder einen Stock ... und will den nicht mit einem anderen Hund teilen, das sehe ich das nicht als grundlos moppen. klar, kommt darauf an, wie die Nase ihre Meinung mitteilt - wenn das nicht in Beißereine ausartet - dann finde ich es eigendlich normal.

WEnn wir im Rudel spatzierengehen, dann gibt es auch immer mal Geplänkel unter den Hunden. Die klären das erstaunlich schnell. ein Knurren, eine kurze Scheinattake - und alles ist klar.

Ich finde, da muß der jüngere und rangniedere Hund durch. Kein Grund zum Schämen für den Hanghöheren Hund. Schämen - das machen Hunde, glaube ich, eh nicht. Also so: "Oh wie peinlich, was ich da gemacht habe" und ob der nach 2 Minuten noch weiß, warum er in der Ecke sitzt, glaube ich irgendwie auch nicht.

Für mich hört sich das so an, als ob Du dem Jungspund den Rücken stärkst. Ich glaube nicht, das dies so gut ist.

Gruß Chris

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Für mich hört sich das so an, als ob Du dem Jungspund den Rücken stärkst. Ich glaube nicht, das dies so gut ist.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=59769&goto=1215816

Denke ich auch. Damit bringst Du eine "natürliche" Rangordnung unter den Hunden durcheinander und dadruch könnte es ordentlich krachen.

Ich finde das Verhalten Deines "alten" Hundes absolut normal. :)

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Ich habe ja nun auch einen Welpen bei meiner Hündin. Die Sachen, die sozusagen "ihr gehörten" und ihre Lieblingssachen sind, bleiben auch ihr. Manche Sachen geben wir Ihr auch nur dann, wenn die Kleine nicht da ist (weil einer von uns z. B. gerade mit ihr draußen ist) und bei anderen Sachen kann sie selbst entscheiden, ob die Kleine ran darf oder nicht.

Ein kurzes Geknurre / Zurechtweisen ist m. E. total normal ... der Welpe muss ja schließlich auch lernen, wie weit er gehen darf und wann Schluss ist.

Das gehört dazu.

Eigentlich macht Dein Großer (sofern er den Kleinen nicht "zerfetzt, aber so liest es sich nicht) in meinen Augen sogar alles richtig.

Bei meinen gehe ich ganz selten dazwischen und wenn, dann nur soweit, dass ich die Aufmerksamkeit beider habe und nicht meine Große bestrafe, weil sie die Kleine mal zurechtweist.

Und zum Fall zur Tür gehen finde ich es auch sehr schön zu sehen, wenn die Kleine wir irre rumhüpft, meine Große, die als Border Mix ja auch ne hibbelige ist, leicht grummelt und der Kleinen "sagt", dass sie stiller sein soll.

Und dann sitzen beide-

In diesen Dingen ist meine Große gar eine Erziehungshilfe ;)

Ich finde, das Ausschließen ist keine gute Idee - das KÖNNTE später nach hinten losgehen, wenn Du nicht da bist ...

Nur meine Meinung :)

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Wenn ich direkt reagiere und ihn aus der Situation heraus in die Ecke schicke, kapiert er das sehr wohl, was ich von ihm will. Ignorieren und Rudelausschluss sind imho adäquate Bestrafungsmethoden, die vom Hund auch verstanden werden. Ihm aus der Bibel vorzulesen würde dagegen wohl nicht soviel bringen. Ebenso kann ich ihm ja schlecht einen Vortrag halten und sagen, dass das nicht alles sein Spielzeug ist oder ihm gar wehtun, um ihm das klarzumachen.

Es gibt nur meinen Schnuffel und den Jungspund, also zwei Rüden insgesamt. Wenn das "mobben" berechtigt ist, greife ich da auch nicht ein. Nur hat mein Hund nicht jedwede "Beute" zu annektieren und den Kleinen dafür anzugehen, dass er mit seinem eigenen Spielzeug spielt. Er macht das auch draußen bei anderen Hunden, also das ist kein neues Phänomen. Er sieht eben jede "Beute" als sein Eigentum an. Bisher hab ich einfach darum gebeten, wenn wir mit anderen (unbekannten) Hunden unterwegs waren, dass keine Stöckchen und Bällchen geworfen werden, solange die Hunde zusammen laufen. Das klappt dann ganz gut. Nur ist die Situation ja jetzt anders, so dass er lernen muss, dass nicht alles "seins" ist.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=59769&goto=1215813

1.

Braucht es keine Bestrafung!

2.

Der Hund muss es nicht lernen wie er mit Beute umgehen kann.

Die Hunde Verhalten sich genetisch bedingt so,

und wenn der andere Hund IHM seine Beute überlässt

ist das völlig normal so.

3.

Wenn es Dich aus welchen Gründen stört, kannst Du ja den "Ober-Hund" abgeben

und dann darf/muss Dein Hund Dir die Beute gleich bringen

und Du übergibst/teilst die Beute dem anderen Hund zu und hälts Deinen Hund davon ab!

Die Reihenfolge Deines richtigen Handelns ist dabei sehr wichtig!

LG :winken:

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Naja, solang sie das draußen machen ist es ja ok. Aber drinnen ist nunmal - obwohl eigentlich reichlich groß - doch nicht sooo viel Platz und ich hab Angst, dass sie sich dabei irgendwie verletzen könnten.

Es ist auch nicht so, dass Schnuffi nur selbst gefundene Sachen verteidigt, sondern er fordert diese auch von anderen Hunden ein. Hat der Kleine was gefunden, will Schnuffi es unbedingt haben. (Auch wenn noch tausend andere Stöckchen im Wald rumliegen).

Wirklich beißen tut er nicht. Es sieht zwar immer böse aus und gibt viel Gezeter, aber eigentlich wirft er den Kleinen bloß um (bzw. wirft sich dieser selbst hin) und dann ist gut. Er "kneift" auch mal, aber nie wirklich ernsthaft. Bisher gab es eine einzige kleine Schramme bei dem Jungspund, aber an einer doofen Stelle mit wenig Fell.

Solange es eben nicht um "Beute" geht, sehe ich da auch keine Probleme. Ich hab nur etwas sorge, dass der Streit um die Spielsachen irgendwann mal ausartet, da der Schnuffel da halt echt nicht mit sich spaßen lässt.

Und natürlich weiß ich, dass ein Hund sich nicht schämen wird. Das war mehr so ein Wortspiel. ;) Rudelausschluss wird doch aber auch unter Hunden praktiziert oder nicht? Irgendwie muss ich ihm ja sagen, dass ich, als sein Chef das nicht gutheiße, wenn er es allzu bunt treibt um seine "Beute". Vortrag halten wird eben leider nicht so viel bringen..

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Naja, solang sie das draußen machen ist es ja ok. Aber drinnen ist nunmal - obwohl eigentlich reichlich groß - doch nicht sooo viel Platz und ich hab Angst, dass sie sich dabei irgendwie verletzen könnten.

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Solange es eben nicht um "Beute" geht, sehe ich da auch keine Probleme. Ich hab nur etwas sorge, dass der Streit um die Spielsachen irgendwann mal ausartet, da der Schnuffel da halt echt nicht mit sich spaßen lässt.

Und natürlich weiß ich, dass ein Hund sich nicht schämen wird. Das war mehr so ein Wortspiel. ;) Rudelausschluss wird doch aber auch unter Hunden praktiziert oder nicht? Irgendwie muss ich ihm ja sagen, dass ich, als sein Chef das nicht gutheiße, wenn er es allzu bunt treibt um seine "Beute". Vortrag halten wird eben leider nicht so viel bringen..
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=59769&goto=1215836

Es macht einen wesentlichen Unterschied ob im Wohnbereich oder beim Spaziergang Dein Hund das beschriebene Verhalten zeigt.

In Deinem Wohnbereich wird es so sein, das Dein Hund gleich noch zusätzlich

mit artgerechter Teritorial- Aggression gegenüber anderen Hunden aggiert,

besonders heftig verstärkt dann wenn da dann auch noch "Futter im Napf herumsteht, usw." .

Bei Beute steigert sich das hundeartgerechte Verhalten,und das kann einen unerfahrenen HH gleichmal heftig erschrecken wenn er an der Stelle sooooo ahnungslos überrascht wird.

Mit " Irgendwie und noch dieses und jehnes nicht wissend berücksichtigen können " kann man kein CHEF sein?

LG :winken:

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