Jump to content

Schön, dass Du hier bist! 

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
gast

Sozialisierung

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich habe eine junge Hündin von 15 Wochen, die seit ihrer neunten Lebenswoche bei mir wohnt. Heute war ich zum zweiten Mal mit ihr in der "Stadt" (ist ne Kleinstadt und nicht so viel los, aber es gibt ein Parkhaus, eine Art Fußgängerzone und einen Fahrstuhl, ein paar Autos und Busse und ein paar Leute und Hunde). Die Kleine ist schrecklich aufgeregt, schnüffelt, zieht an der Leine, zuckt manchmal zusammen und erschrickt und will in alle Geschäfte rein. Wie gehe ich da am besten mit ihr um? Richtig leinenführig ist sie natürlich noch nicht, aber auf ihren üblichen Spazierwegen (ländlich, kaum Verkehr) klappt das viel besser als heute in der unbekannten Umgebung. Ich habe sie mit so Kußgeräuschen immer mal wieder näher an mich herangelockt, weil sie sich so gar nicht an mir orientiert hat, und wenn sie dann mal neben mir lief und Blickkontakt aufgenommen hat, habe ich das mit Leckerlie bestätigt. Ansonsten habe ich sie nicht herumgetragen, sie auch nicht getröstet, wenn sie erschrocken ist, sondern bin nur einmal die Straße rauf und runter gegangen, dann wieder nach Hause gefahren. Ab und zu habe ich sie mal schnüffeln lassen, ansonsten sind wir halt die Straße lang gegangen. Gelöst hat sie sich auf dem Spaziergang nicht (das macht sie nur im Gras und auf den Fliesen im Haus :Oo ), war wohl zu aufregend.

Die ganze Sache hat ne Viertelstunde gedauert und war ein reiner "Sozialisierungs-Spaziergang", ohne Hektik und ohne Verpflichtungen. Nebenbei konnte sie das Autofahren üben, was auch schon sehr viel besser klappt.

Aber sie hat so gestresst gewirkt, so total unentspannt, und deshalb frage ich mich, ob ich da irgendwas verkehrt angepackt habe. Diese "Sozialisierungssachen", die ich da ab und zu mit ihr mache, scheinen ihr jedenfalls keinen Spaß zu machen (wir waren abgesehen davon mal beim Bauern, am Bahnhof, im Baumarkt, weil es da so gläserne Automatik-Türen gibt, an einem Flüsschen ... solche Sachen eben, immer nur kurz, so ein- bis zweimal die Woche) und sie orientiert sich da auch kaum an mir, sie hechtet immer los und will gucken und riechen, und ich bin dabei nur so eine Art Anhängsel an der Leine, das sie davor bewahrt, sich unter ein Auto zu stürzen - so kommt es mir vor. Wenn ich mich auf eine Bank setze, dann bleibt sie ruhig bei mir sitzen und guckt halt sehr interessiert. Sollte ich vielleicht, statt mit ihr zu gehen, mich mit ihr wo hinsetzen, wo sie die Umweltreize vielleicht etwas ruhiger wahrnehmen kann?

Was mir auch auffällt: sie sitzt im Auto im Kofferraum (Kombi) in so einer Art Box - einem Metallkäfig. Anfangs saß sie so lose im Kofferraum, sie weinte und bellte aber viel. Seit sie in der Box fährt, geht das besser. Wenn wir aber am Ziel ankommen, egal ob irgendwo oder zuhause, dann setzt sie sich in die hintere Ecke ihrer Box und weigert sich, nach vorn zu kommen, wo ich sie besser nehmen und rausheben könnte. Vom Auto weggehen oder davor in die Hocke gehen nützt nichts, sie bleibt hinten sitzen. Als hätte sie Angst davor, rausgehoben und ins Unbekannte "geschmissen" zu werden. Ich "klingele" dann ein wenig an ihrer Leine und locke sie, und nach Bedenkzeit kommt sie dann auch ein zögerliches Schrittchen nach vorn, so dass ich sie rausheben kann.

Sie ist in keiner Weise handscheu und ich fasse sie auch nicht grob an. Sie ist halt nur ziemlich schwer, ihre Box ist eng, und das Rausheben geht nicht mal so locker mit einer Hand, sie wiegt fast 18kg, und wenn sie dann nicht kooperiert, ist das nicht die leichteste Übung.

Ich kenne das so gar nicht von meinen anderen Hunden. Bei meinem alten Rüden hat es ziemlich viel Arbeit gekostet, ihn davon abzuhalten aus dem Auto zu springen, bevor ich es erlaube. Dabei ist er ein großer Angsthase, während die kleine Hündin eigentlich nicht ängstlich oder unsicher ist. (weil der alte Rüde so ein Schisser und außerdem manchmal ein Leinenpöbler ist, nehme ich ihn bei diesen Ausflügen auch nicht mit - ich will nicht, dass seine Unsicherheit auf die Kleine abfärbt).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erst einmal finde ich es super, dass Du Dir Zeit für diese Sozialisierungsspaziergänge nimmst. Es ist auch sehr wichtig und daher richtig diese nur mit der Kleinen ohne den alten Rüden zu machen.

Gehst Du jede dieser Spazierstrecken nur einmal mit der Kleinen?

Es wäre sicher für Dich und die Kleine gut manche Stellen noch ein zweites Mal aufzusuchen. Dann wirst Du auch die Fortschritte gegenüber dem ersten Mal sehen, der Stress wird weniger.

Lass Dich bitte nicht verunsichern, wenn die Kleine von einigen Umweltreizen anfangs Stress bekommt. Diesen wird sie sicher mit der Zeit verlieren wenn Du da am Ball bleibst und vor allem wenn Du Dich nicht von ihrem Stress anstecken lässt.

Wenn die Kleine nicht von alleine aus der Box kommt, so solltest Du aufhören sie locken zu wollen. Sehe es als etwas selbstverständliches an und fasse dann einfach beherzt rein und hole sie Dir soweit vor, dass Du sie herausheben kannst. Mit jedem Lockversuch verstärkst Du ihr unsicheres Gefühl.

LG Heike

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich würde sie erstmal nur an eine Situation gewöhnen, ihr lieber im vertrauten Umfeld mehr Sicherheit geben und zusehen, dass sie sich mehr auf mich konzentriert. Und dann nach und nach verschiedene Situationen/Umgebungen hinzufügen. Ruhig auch deinen Rüden mitnehmen. Mit dem Aussteigen aus der Autobox würde ich halt auch langsamer beginnen, einfach Aus u- Einsteigen lassen, Stückle fahren.....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

oh, ich bin mit ihr sehr viel Auto gefahren, gerade weil sie das überhaupt nicht cool genommen hat. Sie hat gebellt und geheult, jede Fahrt war ziemlich schlimm. Ich habe sie kurze Strecken mitgenommen, bin mal nur um den Block gefahren, oder ganz am Anfang auch nur in meiner Einfahrt, einen Meter vor, einen Meter zurück, ich hab ihr Kauknochen im Auto gegeben, mal mit und mal ohne den Rüden gefahren - und vor allem habe ich darauf geachtet, oft ein nur-so-Ziel anzufahren (bei uns: Feld, Wiesen, Misthaufen, Wald), das sie inzwischen gut kennt, wo die Hunde rennen und buddeln dürfen und das auch nur "um die Ecke" ist.

Der Kleinen macht ja auch das Fahren an sich inzwischen nichts mehr aus, sie liegt entspannt in ihrer Box und jammert nicht mehr, ich kann sogar unterwegs anhalten und tanken, alles kein Problem, nur das Aussteigen macht Mühe ...

Den Rüden will ich echt lieber nicht mitnehmen, solange die Kleine noch klein ist. Der ist in ungewohntem Umfeld teilweise sehr unsicher, allerdings ist er auch halb blind, was vielleicht manches erklärt. Wenn auf seiner blinden Seite von hinten was an ihm vorbeirauscht, dann kann er sehr seltsam werden, geradezu hysterisch, wenn die Reize zu viel werden. Und es dauert halt, bis er sich einigermaßen wo zurecht findet und sich wieder abregt. In gewohntem Umfeld hat er da aber keine Probleme, sonst hätte ich auch keinen Welpen zu ihm gesetzt.

Ich habe die Ziele teilweise einmal und teilweise mehrmals angefahren, allerdings nicht so oft, als dass sich daraus eine Gewohnheit ergeben hätte. Sollte ich vielleicht wirklich mal machen.

Zuhause ist sie eigentlich überhaupt nicht gestresst oder unsicher, da geht sie auch besser an der Leine, zumindest zieht sie nicht wie ein Stier, und wenn sie mal Ansätze dazu macht, dann bleibe ich stehen. Sie dreht dann um, kommt zu mir, und wir können ein Stück weitergehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Unter diesen Umständen würde ich den Rüden auch ich mitnehmen......

Ich denke, langsam beginnen, ist einfach mehr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Ich werde es so machen. Ein bisschen was zeigen, aber nicht überfordern, und vor allem die gleiche Situation (die, die wichtig sind, z.B. Stadt) ein paar Male wiederholen. Und ich werde sie nicht mehr so zart locken, wenn sie in ihrer Box sitzt (sowieso kommt die eh bald weg, denn dann passt sie nicht mehr rein. Der Kofferraum wird dann wieder durch ein Metallgitter abgetrennt).

Vielen Dank für die Tipps!

Ich habe noch eine Frage zu Hundekontakten, aber dazu mache ich einen extra-Thread auf.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Tips zur Sozialisierung?

      Ich will mir innerhalb der nächsten zwei Jahre möglicherweise einen Welpen zulegen - wenn ich mich für eine Rasse entscheiden kann, wobei mir bis jetzt keine gut genug vorkommt... Eines meiner Hauptprobleme ist es, dass meine beiden jetztigen Hunde, sowie fast alle anderen Hunde, die ich kenne, bei Begegnungen mit fremden Hunden nicht ganz unproblematisch sind. Nicht falsch verstehen - unkontrollierbar sind sie nicht, aber ich lasse sie bei fremden Hunden eigentlich nurnoch Fuß laufen, weil's mir sonst zu riskant wäre, wenn der fremde Hund eine falsche Bewegung macht... Zu Hundewiesen oder einem Hundebadesee, wo sie bei heißem Wetter schwimmen könnten, traue ich mich nicht.  Bei meinem nächsten Hund will ich mich das aber trauen können. (Das Problem ist auch wirklich nur die Begegnung selber, nach den ersten zwei Minuten mit dem fremden Hund ist alles bestens.) Deswegen habe ich zurzeit nicht soviel Vertrauen, dass ich das mit der Sozialisierung richtig hinbekommen würde. Erstens besteht ja die Gefahr, dass der junge Hund sich was bei meinen älteren abguckt. Zweitens kenne ich kaum Hunde in der Gegend, mit denen ich Begegnungen üben könnte. Als meine Freundin sich einen (Parson Russel) Welpen gekauft hat, hat sie versucht, die wenigen freundlichen Kontakte bei uns zu kompensieren, indem sie zur Welpengruppe und Hundewiesen gegangen ist. Jetzt ist der Hund zwar dazu konditioniert, dort freundlich zu sein, flippt aber trotzdem noch aus, wenn wir in der eigenen Nachbarschaft Hunden begegnen... Über die Alternative, mir einen erwachsenen Hund zuzulegen, denke ich auch nach. Allerdings habe ich da die Befürchtung, dass ein solcher Hund dafür meinen anderen Ansprüchen nicht entsprechen würde. (Verspielt, sportlich, ausdauernd, kein Jagdtrieb, die richtige Größe und so-wenig-wie-möglich haarend...) Ich will aber auch nicht zu lange warten (eben ca. 2 Jahre), da meine ältere Hündin schon 10 ist und sie, falls ich mich für den Welpen entscheide, noch körperlich in der Lage sein soll, mit diesem zu spielen. (Der jüngere Hund ist viel zu faul zum spielen.)   Was würdet ihr also an meiner Stelle tun?

      in Hundewelpen

    • Sozialisierung / ängstliche Hunde

      hallo ihr lieben ich brauche eure Hilfe . Ich habe einen kleinen chiauhiaua Rüden mittlerweile 18 Wochen alt . Waren heute mit einem befreundeten Pärchen im Park spazieren und dort lief ein Welpe rum der sehr neugierig und wild war . Mein Hund ist ziemlich ängstlich gegenüber anderen Hunden und war aber an der Leine der andere Nciht . Der lief zu meinen und meiner versuchte zu flüchten und verfing sich mit der Leine an den Beinen meines Freundes und konnte so schnell natürlich Nciht weg. Der Hund aber trotzdem hinter her und mein Monty lag und der Seite und schimpfte ( misch masch zwischen jauln und bellen und kleines Knurren) seit dem ist er noch ängstlichen und hat jetzt sogar Angst vor kleine Geräusche die ihm vorher gar Nciht interssiert hat . Ich habe Angst das er jetzt ein Trauma hat . Gehe ab nächste Woche zur Welpenschule. Was soll ich jetzt machen ? Mit freundlichen Grüßen

      in Hundezucht - Prägung - Sozialisierung

    • Erfahrung mit Sozialisierung erwachsener Hunde

      Hallo,   meine Fellnase ist aus einer Beschlagnahmung und wurde nicht mit "anderen" Hunden sozialisiert. Nach langer eigenerfundener Übung haben wir es soweit gehabt das er sich beschnüffeln lässt und dann weiter geht, er is höchstens mal aus der Situation rausgehüpft. Jetzt hat er einen Kastrationschip bekommen und wie erwartet vergessen wie mans macht (heißt wenn einer zum Schnüffeln kommt wird er steiff lässt sich kurz beschnüffeln und geht dann nach vorne, um den anderen Hund wieder auf Abstand zu bekommen), jetzt wollte ich gleich professionellere Ansätze verfolgen. Ein vor ihn stellen ist für mich keine langfristige Alternative.   Hat vielleicht schon jemand damit Erfahrungen mit seinem Hund gemacht?  

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Sozialisierung bei unsicherem Welpen

      Hallo,   wir haben seit 2 Wochen ein neues Familienmitglied. Unser Boxermischlingsmädchen. Sie ist jetzt 10 Wochen und seit 2 Wochen bei uns. Sie hat sich soweit gut eingelebt und ist seit 2 Tagen nun auch mit 2 kleinen Ausrutschern stubenrein. Nun sind wir uns noch etwas unsicher mit der Sozialisierung. Auf unserem Grundstück und im Haus fühlt sie sich sicher. So macht es den Anschein, denn wenn wir alle im Wohnzimmer sind geht sie mal in den Flur. Und sie bleibt auch liegen wenn ich den Raum verlasse. Im Garten und auf dem Hof bewegt sie sich selbstsicher und düst auch schon mal los aus unserem Blickfeld raus. Das Grunstück zu verlassen traut sie sich noch nicht so recht. Nur mit viel zu reden. Sie folgt dann auch, aber mit gewinselt. Wir machen es daher im Moment so, dass wir ein Stück mit ihr fahren und dann dort ein bisschen spazieren gehen. Sie folgt uns auch. Wird sie unsicher kommt sie wenn wir sie rufen. Sind wir noch in der Nähe vom Auto und rufen sie nicht, läuft sie zum Auto zurück. Es wird aber tgl besser. Im stall waren wir auch schon. (unsere Tochter reitet) Das klappte recht gut. Nun sollen die Kleinen ja jede Menge kennen lernen in der Phase der Sozialisierung, aber macht das Sinn mit ihr in die Stadt zu fahren, so lange der Verkehr einer mittelmäßig befahren Straße ihr noch Streß bereitet? Ich will sie einfach nicht überfordern. Zumal sonst alles gut klappt. Sie ist ruhig im Haus, tobt draußen mit Kindern (5-6 Jahre), verträgt sich mit unseren Katzen. Sie geht auf Fremde zu und schnuppert, weicht aber zurück wenn man versucht sie anzufassen. Bellt aber nicht und geht auch wieder hin, wenn die Hand weg ist ;-) Sie fährt Auto und wartet dort auch mal (bisher max 45 Minuten) Ich habe sie beobachtet. Sie legt sich hin und schläft.   So....langer Text ;-) Ich danke Euch schon mal füs Lesen! Vielleicht würdet ihr mir eure Erfahrungen schilden. ich will sie nicht über- aber auch nicht unterfordern.   LG   P.S. Wir sind ein mal in der Woche zur Welpengruppe und haben Kontakt zu erwachsenen Hunden.

      in Hundewelpen

    • Unglücklich mit der Sozialisierung

      Hallo liebe Gemeinde,   ich bin momentan ziemlich geknickt. Meine Maus (Loomie 9 Wochen) soll doch viele Hundis kennenlernen dürfen, jedoch finde ich einfach niemanden hier in München. Ich hab Anzeigen geschaltet bei Ebay Kleinanzeigen usw.. Die Hundeschule sind hier verdammt teuer. Wie habt Ihr diese Probleme gelöst? Habt Ihr Euch einfach an der Hundewiese hingesetzt und auf Hunde gewartet? Loomie hat Angst vor großen Hunden. Jetzt weiß ich einfach nicht weiter:  Wie vermeide ich negative Eindrücke und finde aber tolle Erfahrungen ohne das Risiko einzugehen, dass uns schlecht sozialisierte Hunde begegnen? Soll ich sie auf den Arm nehmen und tragen bis wir jemand tolles finden bzw. treffen? Ich bin gerade total geknickt. Heute sollte es eigentlich in die Welpenspielstunde gehen und wir haben uns total verlaufen und für 9 Wochen alte Babys sind einfach 1 Stunde öffentliche Verkehrsmittel schon viel zu viel Aufregung, oder?

      in Der erste Hund


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.