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Hundeforum Der Hund
gast

Sozialisierung

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Hallo,

ich habe eine junge Hündin von 15 Wochen, die seit ihrer neunten Lebenswoche bei mir wohnt. Heute war ich zum zweiten Mal mit ihr in der "Stadt" (ist ne Kleinstadt und nicht so viel los, aber es gibt ein Parkhaus, eine Art Fußgängerzone und einen Fahrstuhl, ein paar Autos und Busse und ein paar Leute und Hunde). Die Kleine ist schrecklich aufgeregt, schnüffelt, zieht an der Leine, zuckt manchmal zusammen und erschrickt und will in alle Geschäfte rein. Wie gehe ich da am besten mit ihr um? Richtig leinenführig ist sie natürlich noch nicht, aber auf ihren üblichen Spazierwegen (ländlich, kaum Verkehr) klappt das viel besser als heute in der unbekannten Umgebung. Ich habe sie mit so Kußgeräuschen immer mal wieder näher an mich herangelockt, weil sie sich so gar nicht an mir orientiert hat, und wenn sie dann mal neben mir lief und Blickkontakt aufgenommen hat, habe ich das mit Leckerlie bestätigt. Ansonsten habe ich sie nicht herumgetragen, sie auch nicht getröstet, wenn sie erschrocken ist, sondern bin nur einmal die Straße rauf und runter gegangen, dann wieder nach Hause gefahren. Ab und zu habe ich sie mal schnüffeln lassen, ansonsten sind wir halt die Straße lang gegangen. Gelöst hat sie sich auf dem Spaziergang nicht (das macht sie nur im Gras und auf den Fliesen im Haus :Oo ), war wohl zu aufregend.

Die ganze Sache hat ne Viertelstunde gedauert und war ein reiner "Sozialisierungs-Spaziergang", ohne Hektik und ohne Verpflichtungen. Nebenbei konnte sie das Autofahren üben, was auch schon sehr viel besser klappt.

Aber sie hat so gestresst gewirkt, so total unentspannt, und deshalb frage ich mich, ob ich da irgendwas verkehrt angepackt habe. Diese "Sozialisierungssachen", die ich da ab und zu mit ihr mache, scheinen ihr jedenfalls keinen Spaß zu machen (wir waren abgesehen davon mal beim Bauern, am Bahnhof, im Baumarkt, weil es da so gläserne Automatik-Türen gibt, an einem Flüsschen ... solche Sachen eben, immer nur kurz, so ein- bis zweimal die Woche) und sie orientiert sich da auch kaum an mir, sie hechtet immer los und will gucken und riechen, und ich bin dabei nur so eine Art Anhängsel an der Leine, das sie davor bewahrt, sich unter ein Auto zu stürzen - so kommt es mir vor. Wenn ich mich auf eine Bank setze, dann bleibt sie ruhig bei mir sitzen und guckt halt sehr interessiert. Sollte ich vielleicht, statt mit ihr zu gehen, mich mit ihr wo hinsetzen, wo sie die Umweltreize vielleicht etwas ruhiger wahrnehmen kann?

Was mir auch auffällt: sie sitzt im Auto im Kofferraum (Kombi) in so einer Art Box - einem Metallkäfig. Anfangs saß sie so lose im Kofferraum, sie weinte und bellte aber viel. Seit sie in der Box fährt, geht das besser. Wenn wir aber am Ziel ankommen, egal ob irgendwo oder zuhause, dann setzt sie sich in die hintere Ecke ihrer Box und weigert sich, nach vorn zu kommen, wo ich sie besser nehmen und rausheben könnte. Vom Auto weggehen oder davor in die Hocke gehen nützt nichts, sie bleibt hinten sitzen. Als hätte sie Angst davor, rausgehoben und ins Unbekannte "geschmissen" zu werden. Ich "klingele" dann ein wenig an ihrer Leine und locke sie, und nach Bedenkzeit kommt sie dann auch ein zögerliches Schrittchen nach vorn, so dass ich sie rausheben kann.

Sie ist in keiner Weise handscheu und ich fasse sie auch nicht grob an. Sie ist halt nur ziemlich schwer, ihre Box ist eng, und das Rausheben geht nicht mal so locker mit einer Hand, sie wiegt fast 18kg, und wenn sie dann nicht kooperiert, ist das nicht die leichteste Übung.

Ich kenne das so gar nicht von meinen anderen Hunden. Bei meinem alten Rüden hat es ziemlich viel Arbeit gekostet, ihn davon abzuhalten aus dem Auto zu springen, bevor ich es erlaube. Dabei ist er ein großer Angsthase, während die kleine Hündin eigentlich nicht ängstlich oder unsicher ist. (weil der alte Rüde so ein Schisser und außerdem manchmal ein Leinenpöbler ist, nehme ich ihn bei diesen Ausflügen auch nicht mit - ich will nicht, dass seine Unsicherheit auf die Kleine abfärbt).

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Erst einmal finde ich es super, dass Du Dir Zeit für diese Sozialisierungsspaziergänge nimmst. Es ist auch sehr wichtig und daher richtig diese nur mit der Kleinen ohne den alten Rüden zu machen.

Gehst Du jede dieser Spazierstrecken nur einmal mit der Kleinen?

Es wäre sicher für Dich und die Kleine gut manche Stellen noch ein zweites Mal aufzusuchen. Dann wirst Du auch die Fortschritte gegenüber dem ersten Mal sehen, der Stress wird weniger.

Lass Dich bitte nicht verunsichern, wenn die Kleine von einigen Umweltreizen anfangs Stress bekommt. Diesen wird sie sicher mit der Zeit verlieren wenn Du da am Ball bleibst und vor allem wenn Du Dich nicht von ihrem Stress anstecken lässt.

Wenn die Kleine nicht von alleine aus der Box kommt, so solltest Du aufhören sie locken zu wollen. Sehe es als etwas selbstverständliches an und fasse dann einfach beherzt rein und hole sie Dir soweit vor, dass Du sie herausheben kannst. Mit jedem Lockversuch verstärkst Du ihr unsicheres Gefühl.

LG Heike

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Ich würde sie erstmal nur an eine Situation gewöhnen, ihr lieber im vertrauten Umfeld mehr Sicherheit geben und zusehen, dass sie sich mehr auf mich konzentriert. Und dann nach und nach verschiedene Situationen/Umgebungen hinzufügen. Ruhig auch deinen Rüden mitnehmen. Mit dem Aussteigen aus der Autobox würde ich halt auch langsamer beginnen, einfach Aus u- Einsteigen lassen, Stückle fahren.....

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oh, ich bin mit ihr sehr viel Auto gefahren, gerade weil sie das überhaupt nicht cool genommen hat. Sie hat gebellt und geheult, jede Fahrt war ziemlich schlimm. Ich habe sie kurze Strecken mitgenommen, bin mal nur um den Block gefahren, oder ganz am Anfang auch nur in meiner Einfahrt, einen Meter vor, einen Meter zurück, ich hab ihr Kauknochen im Auto gegeben, mal mit und mal ohne den Rüden gefahren - und vor allem habe ich darauf geachtet, oft ein nur-so-Ziel anzufahren (bei uns: Feld, Wiesen, Misthaufen, Wald), das sie inzwischen gut kennt, wo die Hunde rennen und buddeln dürfen und das auch nur "um die Ecke" ist.

Der Kleinen macht ja auch das Fahren an sich inzwischen nichts mehr aus, sie liegt entspannt in ihrer Box und jammert nicht mehr, ich kann sogar unterwegs anhalten und tanken, alles kein Problem, nur das Aussteigen macht Mühe ...

Den Rüden will ich echt lieber nicht mitnehmen, solange die Kleine noch klein ist. Der ist in ungewohntem Umfeld teilweise sehr unsicher, allerdings ist er auch halb blind, was vielleicht manches erklärt. Wenn auf seiner blinden Seite von hinten was an ihm vorbeirauscht, dann kann er sehr seltsam werden, geradezu hysterisch, wenn die Reize zu viel werden. Und es dauert halt, bis er sich einigermaßen wo zurecht findet und sich wieder abregt. In gewohntem Umfeld hat er da aber keine Probleme, sonst hätte ich auch keinen Welpen zu ihm gesetzt.

Ich habe die Ziele teilweise einmal und teilweise mehrmals angefahren, allerdings nicht so oft, als dass sich daraus eine Gewohnheit ergeben hätte. Sollte ich vielleicht wirklich mal machen.

Zuhause ist sie eigentlich überhaupt nicht gestresst oder unsicher, da geht sie auch besser an der Leine, zumindest zieht sie nicht wie ein Stier, und wenn sie mal Ansätze dazu macht, dann bleibe ich stehen. Sie dreht dann um, kommt zu mir, und wir können ein Stück weitergehen.

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Unter diesen Umständen würde ich den Rüden auch ich mitnehmen......

Ich denke, langsam beginnen, ist einfach mehr.

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(bearbeitet)

Ich werde es so machen. Ein bisschen was zeigen, aber nicht überfordern, und vor allem die gleiche Situation (die, die wichtig sind, z.B. Stadt) ein paar Male wiederholen. Und ich werde sie nicht mehr so zart locken, wenn sie in ihrer Box sitzt (sowieso kommt die eh bald weg, denn dann passt sie nicht mehr rein. Der Kofferraum wird dann wieder durch ein Metallgitter abgetrennt).

Vielen Dank für die Tipps!

Ich habe noch eine Frage zu Hundekontakten, aber dazu mache ich einen extra-Thread auf.

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