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Hundeforum Der Hund
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Das leidige Thema: Hundekontakte an der Leine

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Jetzt habe ich noch eine Frage zum leidigen Thema Hundekontakte, die mir wirklich auf der Seele brennt:

Hundekontakte (mal abgesehen von meinem Rüden) hat sie ein paar, einige ab und zu, einige einmalig, abgeleint auf sicherem Gelände. Diese sind bisher immer positiv verlaufen.

Meine Kleine ist unsicher, wenn sie einen anderen Hund zum ersten Mal sieht - sie macht dann eine Bürste und knurrt auch leicht, Leine ist dann gespannt. Abgeleint geht es dann, sie benimmt sich welpenkonform. Wie schon gesagt, in den meisten anderen Situationen ist sie sicher und überhaupt nicht ängstlich, fremde Hunde sind ihr aber suspekt.

Bisher haben wir beim Gassi so gut wie nie andere Hunde an der Leine getroffen, ich will das auch nicht wirklich, und zwar aus mehreren Gründen: erstens gibt es hier in der Straße einen Schäferhund, der wirklich schon alles gebissen hat, was herumläuft (Menschen und andere Hunde, inklusive meinen Rüden), sein Besitzer ist ein alter Mann, der den Hund nicht wirklich unter Kontrolle hat. Dem möchte ich nicht begegnen, weil der Hund sich auch öfter mal losreißt. Der zweite Grund ist, dass ich nicht will, dass sie später, wenn sie mal 50-60kg wiegen wird, zu jedem anderen Hund, der ihr entgegenkommt, hinzieht, zum Spielen oder sonstwas. Dann geht es mir nämlich wie dem Opa mit seinem Schäferhund ... und drittens, tja, es sind halt einfach nicht so viele Hunde da, meistens ist man allein unterwegs.

Heute kamen mir beim Gassi (nur mit der Kleinen) aber zwei Hundehalter frontal entgegen, die miteinander gingen - den einen kennt sie, den anderen kennt sie nicht. Blöderweise ist die Straße dort verengt und ich kam nicht wirklich gut an den anderen Hunden vorbei. Alle Hunde waren angeleint und meine stand da an straffer Leine und hat eine Bürste gemacht, die beiden anderen waren superhibbelig und haben zu uns hingezogen, dann haben sich die Leinen mächtig verheddert und der eine Althund, den sie nicht kennt, muss sie wohl zurechtgewiesen haben, denn sie hat einmal kurz gequietscht und bei den nächstbesten Füßen Schutz gesucht. IST JA AUCH OK IM PRINZIP! Nur, dass alles an der Leine war, das war sau-, sau-blöd! Wir haben dann die Leinen entwirrt und ich bin in die andere Richtung gegangen, ohne Heiti und Gewese. Passiert ist ihr nichts, gebissen wurde sie nicht, allerhöchstens abgeschnappt, gesehen habe ich aber noch nicht einmal das.

Im Moment fahre ich also beim Gassi eine Meide-Strategie, da bin ich sehr gut konditioniert durch meinen Leinenpöbler, der sehr schnell sehr hochfährt, zumindest bei seinen Lieblingsfeinden und auf seinen Lieblingswegen.

Mein Gefühl sagt mir, dass das nicht der richtige Weg ist. Aber ich weiß nicht, was ich da machen soll. Wie gesagt, was ich hier so treffe, ist entweder aggro oder superhibbelig, und ich mag weder das eine noch das andere bei meinen Hunden. Wie kann ich ihr beibringen, dass andere Hunde an der Leine absolut tabu sind, egal wie lustig sie zu ihr hinziehen? Und ja, ich weiß und spüre das auch, dass ich meine Unsicherheit heftig auf sie übertrage, aber ich kann nun mal nicht aus meiner Haut! Meinen Rüden, wenn er durchknallt, nehme ich dann kurz und gehe stur weiter. Er kommt dann auch schnell wieder runter. Aber er wiegt halt auch nur 25kg, außerdem kenne ich ihn und weiß ihn einzuschätzen. Mit zwei größeren Hunden könnte das aber unlustig werden.

Eine Welpenspielgruppe gibt es hier zwar, aber ich finde die nicht so gut. Die Stunde dort sieht so aus: alle Halter und Hunde stellen sich in eine Reihe, dann wir einmal Sitz und einmal Platz gemacht. Dann gehen alle gemeinsam in so einen abgetrennten, kleinen Bereich, die Hunde werden abgeleint und die Herrchen stehen rum. Nach einer Stunde geht dann alles wieder nach Hause. Ich sehe da, offen gestanden, nicht so die Sinngebung. Im Moment sind da auch nur Welpen bzw. Junghunde, die ein gutes Stück älter sind als meine, nämlich so 5-6 Monate.

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Also, ja ich gebe Dir Recht eine Welpenspiel -Kaffeklatschrunde bringt es nicht, aberrr, falls in der Nähe nix ist, dann trotzdem regelmässig hingehen, denn die Wauzis gucken auch von den anderen ab.

Desweiteren Hundekontakte n i c h t meiden. Es ist völlig normal, dass der Kleine Angst hat. Ganz langsam und immer gute Kontakte suchen, die positiv aufgenommen werden.

Wenn Du den Schäferhund von weitem siehts, gehe woanders hin und suche mal das Gespräch mit dem älteren Mann, ohne Hund versteht sich, indem Du ihm sagts, dass er den Hund doch anleinen sollte, aber nett.

Mal sehen, wie es wird.

Ist Dein Hund wirklich gebissen worden, oder nur "gekniffen"?

Ich frage deswegen, weil so ein Erlebniss(Biss) traumatisch ist und auch hier gilt weitermachen, sicher sein und laangsam immer neue Kontakte zulassen.

Ich frage immer vorher: Okay mit einem Rüden, dann gibts ne Antwort. Ist sie positiv, klar spielen, negativ mit einem gewissen Abstand vorbeigehen.

Ja und auch meiner wird mal eine "imposante" Erscheinung. :winken:

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Eine Gruppe von 5 - 6 Monate alten Hunden ist definitiv keine Welpenspielgruppe mehr. Diese sind schon in der Rangordnungsphase und wollen sich dann an einem jüngeren Welpen beweisen, probieren sich dann an diesem aus und das ist für kleine Welpen oft traumatisch.

Besser als eine Welpengruppe, die gar keine ist, ist der Kontakt zu einzelnen gut sozialisierten und souveränen Althunden, die Erfahrung haben und selbstsicher rüberbringen was der Welpe darf und was nicht. Findet man so einen Hund nicht in der Umgebung, so ist das auch nicht so schlimm wenn der eigene Welpe noch mit einem anderen Hund zusammen lebt.

Bei Begegnungen mit anderen Hunden würde ich mit einem Welpen immer versuchen die Leine mit einem Spielraum locker zu lassen und dabei versuchen den Welpen zum Seitenwechsel auf die dem anderen Hund abgewandten Seite zu bringen. So bin ich zwischen meinem Welpen und dem begegnenden Hund und vermittel ihm dadurch Sicherheit. Den Seitenwechsel an der Leine hinter mir übe ich schon vorher ohne Hundebegegnungen z.B. indem ich dicht mit dem Hund an ein Hindernis gehe, so das er hinter mir die Seite wechseln muss um zu passieren. Bevor er dies nicht tut geht es nicht weiter. Habe ich dann die entsprechende Technik für mich und meinem Hund dafür entwickelt, so kündige ich diese Übung immer kurz vorher mit "Andere Seite" an und der Hund lernt auch ohne Hindernis auf dieses Kommando hinter mir die Seite zu wechseln. (Später wende ich das dann auch am Fahrrad an.)

Auch versuche ich unvermeidbare Hundebegegnungen an der Leine nie zielstrebig direkt frontal zu machen - ich laufe immer einen kleinen Bogen. Damit nehme ich die eventuell mögliche Provokation einer direkten Frontalbegegnung.

LG Heike

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Was die Rangordnung anbelangt, kann man dazwischen gehen. Mir geht es um den Kontakt zu anderen Hunden. Aber wie Heike schon sagt, Kontakte gezielt, nicht frontal, beibehalten.

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danke für die Antworten!

Also zunächst einmal - nee, die Kleine ist nicht gebissen worden, allerhöchstens, wenn überhaupt, zurechtgewiesen. Der Schäferhund war bei dieser Begegnung auch nicht dabei. Auch ist er grundsätzlich immer angeleint - nur reißt er sich halt manchmal los (oder die Flexi reißt oder was weiß ich). Wenn ich den von weitem sehe, mache ich sowieso kehrt, denn das ist keine potentiell riskante Hundebegegnung, das ist schlicht der Supergau.

@ Heike: genauso sehe ich das auch - die Hunde, die zur Zeit da in der Welpengruppe sind, sind definitiv eine andere Schuhgröße. Das passt nicht in meinen Augen. Ich meine, wenn man so einen Junghund mal wo trifft (hatten wir auch schon) ist das ok, aber eine ganze Gruppe davon, dazwischen so ein Welpie, das wird nix. Ich werde wohl mit ihr den Gehorsamskurs in dieser Hundeschule besuchen, denn den machen sie ganz gut und macht auch Spaß. Dort war ich auch mit meinem Rüden mal und mit meiner verstorbenen Hündin. Die Welpenspielgruppe werde ich mir aber wohl schenken.

Und die kleine Hündin wächst ja nicht isoliert auf, sie lebt mit meinem Rüden zusammen, und sie hat auch ab und zu Kontakte zu Hunden aller möglichen Altersgruppen, nur halt nicht im Verein.

Das Kommando "andere Seite" habe ich auch, bzw. heißt das bei mir "geh da" mit Handzeichen, wo "da" eben gerade ist. Die Hündin kann das aber noch nicht. Ich werde das mit der Kleinen wie von dir beschrieben üben im Lauf der Zeit.

Wie meinst du das, die Leine mit einem Spielraum locker zu lassen? Was mache ich, wenn sie dann anzieht?

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Mit dem Spielraum der Leine meine ich, das man diese bewusst nicht so verkürzt, das sie dadurch straff wird. Viele HH neigen dazu in kritischen Situationen, und dazu zähle ich auch die unvermeidbaren Hundebegegnungen, sich aus eigener Unsicherheit an der Leine festzuhalten und damit ihrem Hund unbewusst durch die von ihnen verkürzte und damit gestrafte Leine Signale zu geben. Ich rate immer dazu sich einen Knoten da in die Leine zu machen, wo man den maximalen Radius des locker an der Leine laufenden Hundes nach eigenem Ermessen haben möchte. Mit dieser Hilfe kann man dann bewusst am Knoten festhalten um das Straffen der Leine zu verhindern.

Zieht oder ruckt dann der Hund an, so muss man natürlich festhalten und dann kann man in die Gegenbewegung gehen - so nach dem Motto: Je mehr Du da hinwillst, umso weiter geht es weg.

Ist genügend Platz vorhanden, so kann man daraufhin die Richtung ändern. Ist es sehr eng (in der Stadt auf engem Gehweg), so zuppel ich dann an der Leine um es dem Hund unangenehm zu machen bis die Leine wieder im durch den Knoten gekennzeichneten Radius locker ist.

So lernt der Hund das ich solange stresse bis er wieder im vorgegebenen Radius (lockere Leine) den Ausweg aus dem Stress findet.

LG Heike

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danke für deine Erklärung! Das klingt einleuchtend. Normalerweise tendiere ich dazu, den Hund ziemlich kurz zu nehmen, weil ich dann das Gefühl habe, ihn besser halten zu können, wenn er losprescht. Ich muss das mal probieren mit dem Knoten.

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