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Hundeforum Der Hund
mia lustig

Die Beurteilung und andere Geschichten von Mia Lustig

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Mein Name ist Mia Lustig, ich bin eine Französische Bulldogge und bin im Moment 20 Monate alt.

Meine Leute sind zu mir gekommen, wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind.

Aber das ist eine andere längere Geschichte.

Mein Frauchen hat sich dann Gedanken gemacht, wegen Gassigehen, Beschäftigen, und hat eigentlich fast alles für mich gemacht. Sie hat versucht, viel zu lernen und hat unsere Erlebnisse und Erfahrungen während der Weihnachtsferien 2009 niedergeschrieben.

Man, da hat sie sich aber auch richtig auf die Schippe genommen.

Das sind unseren Erlebnisse aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.

Hier: wie alles begann

1.Geschichte - die Beurteilung

Beurteilt wird Mia Lustig, französische Bulldoggenhündin 1 Jahr 8 Tage alt

Farbe: Schwarz mit weißem Brustlatz und kleiner weißer Blesse an der Stirn

Mia ist für ihr Alter körperlich gut entwickelt.

Sie ist ein großrahmiger sehr muskulöser Rennbully

Die Nase ist sehr gut ausgefahren, die Ohren sind überproportional groß,

wahrscheinlich hört sie deshalb nicht so gut, weil die Ohren auf Durchzug gestellt sind.

Die Geräuschentwicklung ist sehr leise, nur bei ausgeprägten Träumen werden leise Fieplaute geäußert. Schnarchen tut nur das Herrchen.

Pupsen tun beide, aber die ausgestoßenen Lüftchen von Mia riechen stärker.

Mia ist wahrscheinlich hoch intelligent (im Gegensatz zu ihren Hundehaltern) hat aber

ganz starke Defizite in der Aufmerksamkeit. Die richtet sie überhaupt nicht auf Frauchen o. Herrschen, wenn andere Hunde, Katzen, Menschen in der Nähe sind, da ist die Leine dauerstramm.

Bei den langweiligen Leuten kann ich dass verstehen, aus Hundesicht total uninteressant die Menschen.

Egal, was sie versuchen um Ihren Hund zu erziehen, es ist zum Scheitern verurteilt.

Wer so wenig Ahnung von Hunden hat, sollte erst Bücher lesen, sich in Foren schlau machen,

bei der Hundeschule mal schauen, was man alles so falsch machen kann,

und sich dann erst eine so untypische hyperaktive Bullydame ins Haus holen.

Oder es am Besten bei Kater & Katze belassen.

Nun ja, sie haben es getan, haben ihren persönlichen Herzschrittmacher zu Hause, müssen den Tag

planen, als wenn Kleinkinder im Haus sind und das kann ich bescheinigen, das klappt gut, da ist

noch Übung aus der Zeit vorhanden, als die eigenen 3 Kinder klein waren.

Mia`s Frauchen geht jeden Sonnabend zur Hundeschule (Welpenspielstunde, Junghundeausbildung); nützt ihr aber nicht viel, die Entwicklung bleibt weit hinter

der ihres Hundes zurück. Androhungen, das Tier ins Tierheim zu geben, werden von den Hundetrainern regelmäßig ignoriert, die Arme wird dann ganz besonders vor den anderen

Teams niedergemacht. Das Herrchen muss an solchen Sonnabenden dann zu Hause wieder Aufbau-Arbeit leisten (am Frauchen) mit solchen Sprüchen wie: Hauptsache, der Hund/Mia hatte Spaß.

Und die hat dort Spaß mit den anderen Hunde. Sie lebt regelmäßig jedes Mal auf dem Hundeplatz

ihre verrückten 5 min ca 1 Stunde lang aus. Ist der Klassenclown für die anderen, macht sich zum Hasen, selbst mit den Bordercollies und Shelties, die ja nun wirklich sehr windschnittig sind, rennt sie um die Wette und fordert alle zum Spielen auf.

Das Timing-Problem hat Mias Frauchen leider im letzten dreiviertel Jahr nicht wirklich in den

Griff bekommen, trotz ständigen drauf rumreiten von den Hundetrainern,

Sie ist zwar multitasting-fähig, aber leider nicht in der Lage, sich auf längere Zeit zu 150%

auf den Wuzz zu konzentrieren, und dass nutzt das Hundchen unverschämterweise sofort aus.

Wenn Frauchen das Dorfhundchen extra in die nahegelegene Kreisstadt mitnimmt um

zu üben, sieht das echt peinlich aus. Leine ist immer stramm, Hund immer mit der Nase woanders, aber nicht von Frauchen abrufbar/ansprechbar. Bei Fuß gehen klappt dann überhaupt nicht,

Warum tun sie sich dass an?

Bei der 1. Hundewanderung über geschätzte 7 km ist Mia ca die 3fache Strecke gelaufen, Frauchen ließ es da gemütlicher angehen, sie kann aber inzwischen nicht leugnen, auch viel besser in Form zu sein, als noch vor der Zeit mit Mia. Wenn Frauchen & Herrchen zusammnen mit Mia spazieren gehen, was sehr selten vorkommt, rennt ganz vorn der Hund, dahinter Frauchen und dann irgendwann das Herrchen ganz ganz ganz gemütlich also praktisch kann von zusammen spazieren nicht die Rede sein.

Naja, es ist eben bildlich beschrieben so, als wenn Eltern mit nicht gemachtem Hauptschulabschluß

ein hochbegabtes hyperaktives Kind haben. Das kriegen die ohne Hilfe, Anleitung, Privatlehrer auch nicht hin. Nur Liebe und gutes Futter allein reicht da nicht.

Apropos Futter: da kann das Tierchen nicht meckern es gibt hauptsächlich rohes Fleisch, Knochen, Eier, Obst, Nüsse, Gemüse, Zwar nicht hochwissenschaftlich zusammengestellt, Wie denn auch, wenn die Leutchen nicht so besonders helle sind und die eigenen Ernährung auf den Reihe bekommen. Aber sie vermitteln ihrem Schützling: Essen macht Spaß.

Und geben auch mal Kekskrümel, Gummibärchenbeine, und anderes Naschzeug in nanogramm ab.

Um es mal ganz dolle kurz zusammenzufassen:

Das Problem mit Mia ist am anderen Ende der Leine.

Hier muss die Tabelle Rein!!

Zusammenfassend kann man sagen, dass Mia in der Erziehung und Entwicklung schon weiter wäre,

wenn sie Menschen hätte, die Ahnung von Hunden haben.

Einer Abgabe ins Tierheim könne wir unter gar keine Umständen zustimmen.

Die Menschen sind gewillt, mit ihr das Leben. Essen, Bett zu teilen und sind auch bereit, zu lernen,

dass sie das in dem Alter nicht mehr so schnell können, ist zwar schade für diese nette kleine

Bullydame, aber es gibt bestimmt viele Hunde, denen es schlechter geht.

Gez. Müller-Meier-Schulze-Schmidt

geprüfte Beurteilerin in Hunde-Menschen Beziehungen

Leider ist Frauche heute Abend auch zu blöd, die olle Tabelle einzubauen, wird in der Vorschau leider nicht angezeigt. Trotzdem viel Spaß beim Lesen

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*lol* Serh lustig geschrieben. :D

So sind sie die Bullys, meiner war früher auch so. Überdreht, unaufmerksam, extremst distanzlos gegenüber anderer Hunde.

Mit viel Übung(und mit dem Alter des Hundes :Oo ) wird es bestimmt auch bei euch besser.

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Wirklich toll geschrieben :klatsch::klatsch::klatsch::klatsch:

Ich denke den entscheidenen Punkt hast du ja schon erfasst.

Um es mal ganz dolle kurz zusammenzufassen:

Das Problem mit Mia ist am anderen Ende der Leine.

...und den Rest bekommst du auch noch hin, da bin ich mir sicher :D

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Das ist ja mal ein schöner Thread zum aufwachen! :klatsch:

Sehr gut geschrieben und Respekt vor soviel Selbstkritik.

Scheint aber als wenn das viel zu langsame Frauchen sich große Mühe gibt die arme missverstandene Mia zu verstehen! :D

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Hi Leute, :danke :danke , dass Ihr das gelesen habt.

Gleich danach habe ich dann folgenden Text über die Beziehung von Mia und ihren Menschen geschrieben - aus ihrer Sicht. Viel Spaß

Hey, Ihr Bully-Mädels und Jungs, Fellnasen, Schmusemonster, und Frauchen und Herrchen.

Ich bin Mia Lustig und ich kann Euch sagen, ich hab vielleicht ein paar Menschen erwischt,

einfach cool.

Also konsequent sind sie ja alle beide mit Gassi gehen, Beschäftigung, regelmäßig Futter &

Naschereien aber Konsequenz in meiner Erziehung: Fehlanzeige. Auch gut, ich mach mir da sowieso nicht soviel draus

aus der Erziehung.

Hauptsache Frauchen macht sich immer Gedanken, wie sie mich dann am Besten bespielt und fördern kann, dann passt das schon.

Am Besten ist immer der eine Vormittag, wenn sie nicht arbeiten muss und mit mir zu den vielen anderen Hunde fährt.

Klar, Menschen sind da auch, sogar welche, die sich richtig gut mit uns Hunden auskennen,

aber was wollen die mir? Ich bin sowieso schneller.

Wenn Frauchen mich dort aus dem Spielen heraus zu sich ruft, renne ich nach der 3. Anrede

in ihre Richtung, aber mit Karracho dran vorbei, umdrehen, Anlauf und wieder dran vorbei.

Dabei muss ich immer Frauchens Gesicht beobachten, wenn sie kurz vorm Heulen ist, gehe ich zu ihr,

lass mir gleich noch ein Leckerli andrehen und tue so, als wenn ich sie jetzt verstanden hab.

Ich muss sagen, manchmal kommt der Schalk in mir durch, dann übertreibe ich maßlos und wenn Frauchen richtig sauer ist,

droht sie schon mal mit dem Tierheim. Ich weiß nicht was das ist, aber

die anderen Menschen auf dem Platz wissen dass auch nicht, jedenfalls wird das immer totgeschwiegen und solche Ansagen von Frauchen ignoriert.

Naja, wenn ich ganz ehrlich bin, ich ignoriere die Befehle auf dem Platz regelmäßig mit Absicht.

Wenn Frauchen nämlich denkt, ich kann das alles, fährt sie vielleicht nicht mehr mit mir zu den anderen Hunden

und das wäre echt schade und würde der langweiligste Tag der Woche werden.

Außerdem bringe ich sie immer wieder mit den Leckerchen in Verlegenheit.

Sie hat inzwischen so ca 5 Sorten in der Tasche: Hundefutter, Katzenfutter, Pansensticks, ekel-frolic, Würstchen. Das nützt aber nix, wenn die Trainerin mit mir was vorführt, pariere ich aufs Wort und nehme ganz artig die angebotene Leckis.

Als ich bei meinen Menschen ankam, war die Rangfolge:

Herrchen + Tochter, Kater Fips, Katze Schuschi, nichts, Fische im Aquarium, Frauchen.

Heute ist die Reihenfolge bei uns: Frauchen, Herrchen + Tochter + Fips, Schuschi

Wie Frauchen das geschafft hat? Sie hat immerzu in so ein kleines Teil gestarrt, das war weiß mit kleinen schwarzen Dingern (Buch mit Hunden sprechen). Seitdem besteht sie darauf, als 1. durch die Tür zu gehen, stellt mir Futter zu unterschiedlichen Zeiten hin,

nur mit dem mich ignorieren, wenn sie zur Tür reinkommt, tut sie sich echt schwer. Naja, bei dem Theater, was ich dann mache, kein Wunder.

Zur Not greife ich eben Fips an, der knurrt dann so laut und böse, das Frauchen panisch dazwischen geht, und ich hab sie

die Aufmerksamkeit, die ich haben wollte, hihi.

Mein Herrchen ist ein ganz gemütlicher, runder, nur Nachts macht er mir manchmal Angst.

Er gibt Geräusche von sich, als wenn er mit der Motorsäge Holz kleinmacht und plötzlich ist er dann ganz lange ganz leise. Ich hoffe, es ist nichts Ernstes.

Ansonsten habe ich die beiden gut im Griff, die hören praktisch aufs Wort, wenn man das mal so ausdrücken will.

Wenn mir langweilig ist, und keiner für mich Zeit hat, fange ich einfach an, Blödsinn zu machen:

Kosmetikeimer im Bad begnagen, unter der Komode randalieren, weil da eine Nuss drunterliegt aber am Besten ist immernoch, Fips zu ärgern und foppen.

Der alte fette Kater springt aber auch jedesmal drauf an und knurrt und grummelt dann vor sich hin.

Das mich da ab und an mal eine Kralle in meinen Falten erwischt geschenkt. Seine Ohren

schlecke ich auch gern aus, obwohl die nicht so groß sind wie meine, aber ganz bestimmt viel sauberer.

Leider ist Fips nicht so der Läufer, er kommt zwar ab und an beim Gassigehen ein Stück mit, aber so eine richtige abgedrehte Rennrunde hält der alte Kerl einfach nicht durch. Schade.

Dafür ist Frauchen aber inzwischen viel schneller geworden, als zur Zeit meines Einzugs.

An der Figur sieht man das zwar nicht wirklich, aber sie keucht nicht mehr so doll, wie damals, wenn wir unsere Runden drehen.

Aber bei einer Sache scheint sie immer langsamer zu werden:

wenn sie sich ihre vielen Klamotten anpröhlt, um mit mir rauszugehen.

2 paar Socken, Pullover mit Kapuze, Kapuze wieder abmachen, Mütze, wieder die Kapuze, der Reißverschluß der Jacke klemmt, der Schuhanzieher hängt immer woanders,

MANNO: manchmal wird es echt knapp, da hängt das Würstchen schon fast aus meinem Popöchen.

Aber das wird hoffentlich wieder besser, wenn es draußen wärmer wird.

Mein Herrchen geht auch glatt im T-Shirt mit mir die Pipi-Runde. Selbst im Winter..

Eine über 80jährige Nachbarin hat im März mein Frauchen gefragt, welche kräftige Frau

denn mit einem kleinen schwarzen Hund kurzärmlig im Winter spazieren geht.

Da war mein Frauchen echt schlagfertig, sie hat gesagt: Frau XY, die Frau ist mein Mann. Hihi,

So, ich hoffe, ich habe Euch nicht gelangweilt. Ich habe jedenfalls keine Langeweile bei meinen Menschen. Sie lieben mich abgöttisch, teilen sogar das Bett mit mir. Was will man als Bully mehr?

Ich hoffe, Ihr hattet genauso viel Spaß beim Lesen wie bei der Beurteilung durch Frau

Müller-Meier-Schulze-Schmidt

Eure Mia Lustig :sun & ihre Menschen

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Einfach genial, hab mich köstlich amüsiert, ihr beide habt einen tollen Schreibstil :klatsch:

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Hihi, ist das süss geschrieben :klatsch::klatsch::klatsch:

Und das an der Leine gehen, kriegt ihr bestimmt auch noch hin :)

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Hi hi, auch deine zweite Geschichte ist toll geschrieben. :D

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Hi Ihr Bully-Mädels und Jungs, Fellnasen, Schmusemonster, und Frauchen und Herrchen.

Hier bin ich wieder, Eure Mia Lustig.

3. Die Geschichte mit den Rehfüssen

Es war im letzten August. Frauchen und Tochter sind mit mir nachmittags unseren Lieblingslandweg in Richtung Heidelow gegangen. Da fahren fast nie Autos, links und rechts ist Acker, links vom Weg ist ein etwas breiterer Feldrain mit vereinzelten großen Bäumen.

Auf dem rechten Acker waren Kartoffeln, die teilweise schon gerodet waren.

Schade, es hat so einen riesen Spaß gemacht, zwischen den Reihen langzujagen.

Ohren nach hinten gestellt, damit nicht soviel Wind reinpfeift, den Kopf ein bischen runtergenommen,

damit ich nicht so schnell von der Seite/vom Wegrand zu sehen bin und dann VOLLGAS.

Oder quer über die Reihen hopsen, elegant wie ein Rehkitz.

Das ging leider nicht mehr, weil die Tüften nun raus waren, der Acker war glatt, bis auf ein paar Haufen,

die die Maschine an den Enden gelassen hatte, wo altes Kraut, Dreck, Knollen liegengeblieben sind.

Jedenfalls waren wir schon wieder auf dem Heimweg, da sah, nein, ich roch, fand, erschnüffelte es:

Ein Rehbein mit Huf, Wade mit Fell, am Knie abgetrennt.

Ich höre es schon, Euer IHHHHHH, nicht nur Eurer, auch meine beiden Frauchen-Weiber schleuderten mir ein Pfui, Nein, IHHHH, NICHT entgegen.

Aber wieso?? Wenn Frauchen den komischen Ball mit Strippe vor meine Nase hält und immer wieder ruft:wo ist die Beute???,

dann ist das für mich IHHHH, aber doch nicht so ein Rehbein, das ist echte Beute, das riecht, schmeckt und hat mal gelebt.

Das ist spannend.

Was haben die beiden denn?? Was, die versuchen mich zu fangen, jagen mich, wollen die mir das etwa wegnehmen??

Jippi!!! Fangen spielen, mit Frauchen, so macht mir das Spaß.

Also Rehbein ordentlich in der Schnauze zurechtgerückt, so dass es schön mittig in meinem Maul lag,

Kopf ganz nach oben gereckt, dass mich auch jeder sieht und dann:

Vollgas, immer an den zeterenden Weibsen vorbei,

umdrehen, Hintern hoch, Kopf runter, egal, dass dabei mein Kinn im Sand liegt, Hauptsache, das Bein festhalten;

Vorsicht, die Frauen kommen, also wieder Vollgas.

Eh Leutchen, das Spielchen ging so 20-30 min.

Die Frauchen wurden immer langsamer, das Gezeter immer leiser.

Und ehrlich, ich hatte auch nicht mehr wirklich Lust, obwohl, an meiner Kondition lag es echt nicht,

es wurde eben nur einfach langweilig, weil sie mich nicht fangen konnten.

Sie sind ganz langsam in Richtung von unserem zu Hause gegangen, immer noch auf dem Acker.

Ich habe das Rehbein in so einem Haufen versteckt, damit ích es beim nächsten Mal wieder holen kann.

Als nächstes habe ich mich an die Beiden von hinten angeschlichen,

Uih waren die froh, mich ohne das in ihren Augen doofe, eklige Bein zu sehen.

Ich haben mich auch anstandslos an die Leine nehmen lassen, aber glaubt ihr, die haben mich überschwänglich gelobt,

als ich wieder da war???

Das müssen sie echt noch üben, mich auch dann ganz doll zu loben, wenn ich erst nach der

25sten Ehrenrunde zu ihnen komme.

Wir sind nach Hause gegangen, man hatte ich Durst, es war warm und so lange waren wir schon lange nicht mehr unterwegs.

Hab erst mal ganz gemütlich abgeschnarcht (ganz leise).

Übrigens: von wegen die Rehbeine sind tot. Irgendwie finde ich immer wieder welche und komischerweise auch immer woanders. Wie die wohl an immer neue Stellen am Wegrand kommen? Wahrscheinlich sind sie doch nicht tot.

Nur mein Frauchen hat jetzt eine neue Strategie entwickelt.

Immer wenn ich wieder so ein Teil gefunden habe, stellt sie sich stur, straft mich mit Nichtbeachtung, dreht sich weg.

Ja mein Gott, sie ruft mich nicht mal mehr ständig, eh das ist gemein, nicht lustig und richtig langweilig.

Ich laufe dann immer mal mit Bein im Maul ganz dicht an ihr vorbei, aber das nützt nichts,

sie schaut demonstrativ weg.

Also suche ich mir für mein geliebtes Rehbein ein Versteck, und trotte wieder zu ihr.

Nur das mit dem überschwängliches Lob, das klappt immer noch nicht.

Manchmal schnuppere ich am Feldrain lang und dann sind da so komische Spuren, die riechen genauso wie mein Rehbein.

Aber wenn ich dann in die Runde schaue, kann ich nix sehen.

Also brauche ich auch nicht über`n Acker rennen, um zu sehen, wie der Rest, der an den Füßen dran ist, aussieht.

Mein Herrchen sagt dazu: Jagdtrieb ist nicht vorhanden. Frauchen sagt dazu: zum Glück, Jagdtrieb, gepaart mit dem Nicht zurückkommen wollen weil Dickschädel wäre ja wirklich fatal.

Naja, es reicht ja erst mal, dass ich mutig bin und keine Angst kenne.

Mal sehen, vielleicht geht es in ein paar Tagen weiter mit den Geschichten von mir und meinen Menschen.

Ich hoffe, ich konnte Euch wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern und Ihr hatte Spaß beim Lesen

Viele Grüße Eure Mia Lustig :sun

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Wie die anderen Geschichten auch, toll geschrieben, man hat die Bilder direkt vor Augen. :klatsch:

Ich bin auf die nächste Erzählung schon sehr gespannt.

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