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Hundeforum Der Hund
Moonchild

Meine Kleine geht einfach heim...oder: Ist mein Hund asozial?

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Es gibt sowas wie instrumentalisierende Unterwürfigkeit. Manche Hunde lernen, ängstliches oder beschwichtigendes Verhalten einzusetzen, um ihre Ziele zu erreichen.

*unterschreib* Auf die Masche 'armes Tierchen' ist man schnell reingefallen! ;) Meine Huendin laeuft immer eine Runde a la 'gepruegelter Hund', wenn ich ihr das ungeliebte Geschirr angezogen habe. Und das, obwohl sie damit nie - offensichtlichen - Erfolg hat.

Vielleicht auch durch die soziale Kontrolle der anderen Hundehalter - man möchte auf der Wiese ja nicht negativ auffallen ;-)

Auch wenn du es scherzhaft geschrieben hast, kann sowas durchaus mitspielen. Eine schlauer Hund merkt, ob du in gewissen Situationen weniger knackig reagierst als in anderen - und nutzt die Schwachstelle aus!

Ich wuerde sie auf jeden Fall anleinen, wenn sie Anstalten macht, sich zu verabschieden. Am besten, bevor du sie zurueckrufen musst - so dass sie merkt, sie hat keine Entscheidungsgewalt in der Situation.

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Einen ähnlichen Gedanken wie Heike hatte ich auch gleich: verwöhnte Madame.

Mit Fragezeichen natürlich, ich kenne ja den Hund nicht.

Hier im Haus wohnt nämlich so ein Kaliber, eine ältere, grauenhaft verwöhnte Malteserdame.

Wenn sie nicht Misses Mittelpunkt ist, packt sie die Trickkiste aus. Das geht von leidender Mine, elendem Gekläffe, hängendem Schwanz bis hin zu humpeln ;)

Hat sie, wenn ich sie dabei hatte, anfangs alles ausprobiert.

Was, 6 Stunden in den Streuobstwiesen rumhängen, Mensch arbeitet (=kümmert und krault nicht) und auch noch andere Hunde dabei??? Unmöglich, sie "litt" furchtbar. Lag anfangs stundenlang vor`m Auto: bitte heimfahren, aber dalli.

Ich hab das einfach ignoriert, und nach etlichen Malen fing sie an, mit den anderen mit zu ziehen, rumschnuffeln und Mäuse buddeln.

Heute geht sie fast gerne mit.

LG

Antonia

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Na ja, verwöhnte Madame würde ich sie nicht nennen... aber wie ich sagte, in anderen Situationen haben wir das Gehabe auch selbst schnell enttarnt, nur in diesem Zusammenhang brauchte ich wohl nen Schubser :-)

Sie hat auch schon Humpeln und spontane Schmerzschreie durch ohne angefasst zu werden, ein Kläffer ist sie zum Glück nicht. Das haben wir aber schnell aufgedeckt und sie dann ignoriert. Nur eben das Drama auf der Hundewiese nicht...

Und die soziale Kontrolle gibt es definitiv, da war nur der letzte Teil scherzhaft gemeint.

Komisch ist nur, und den Zusammenhang habe ich noch nicht ganz raus, kommt das ja auch nicht immer vor und wir hatten das Problem lange nicht mehr - nur die letzten Male wieder vermehrt.

Ich werde also mal das "böse" Frauchen sein und mich vom einen oder anderen etwas schief angucken lassen müssen, ich wette, sie wird hier und da mal wieder Schmerzschreie ausstoßen, damit alle gucken...da muss ich durch, und sie wohl auch.

Danke noch einmal für die sehr hilfreichen Gedanken!!!!

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Hehe, solche "Schmerzensschreie" kenn ich :D

Wir hatten mal einen Hund zur Pflege, der anfangs hererbärmlich geschrieen hat, wenn man ihn an den Ohren berührte. Er hatte gelernt, mit seinem Gewese die Ohrenreinigung zu vermeiden :Oo

Und unser Kater fing immer dann entsetzlich zu humpeln an, wenn der Futternapf leer war... :kaffee:

Ja ja, man darf sie nicht unterschätzen die lieben Tiere ;)

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So, Hundewiese die Erste: Gleiches Spielchen, nach wenigen Minuten bricht meine Kleine auf - diesmal ging es an die Leine und fertig, keine Aufmerksamkeit für sie, aber sie war voll da, bei Fuß, Sitz, das Ganze ohne Kommandos...und schmachtet mich an...wie fies, sie hat ist ein Labbi-Dackel-Mix, die Augen sind sooooo treu :-/

Nach ein paar Minuten kam die Leine ab - Hund blieb... Ich bin zwei Schritte gelaufen, Hund kam mit, weiter schmachtend. Kurz danach war auch das erledigt und die Liebe hat sich wieder verabschiedet. Diesmal zumindest abrufbar...

Oh Mann, bis sie sich entspannt wird es wohl noch ein Weilchen so weitergehen. Aber wenigstens habe ich weniger Skrupel es durchzuziehen...wobei auch die anderen Halter überrascht waren, wieso sie die Nummer auf einmal abzieht...

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Hallo noch einmal, nach 2 Tagen Hundewiese nun folgender vorläufiger Befund:

Wr kommen an, Leine ab, Hunde frei und alles ist ok.

Nach einer Weile, und das hat nicht unbedingt einen Zusammenhang zu der Aufmerksamkeit zu ihr, durchaus aber zur Anwesenheit anderer Hunde in unserer Nähe, weshalb ich es dennoch als Ausdruck von Eifersucht, nicht ausschließlich von Kontrolle interpretieren würde, geht Madame also heim. Körperhaltung: Rute beschwichtigend wedelnd, aber eher eingeklemmt, Kopf unten, sie ist angespannt. Beim ersten Mal rufe ich sie freundlich und sie kommt sofort angelaufen. Sie wird gelobt. Macht "Sitz" (nicht setzt sich, sondern macht es kommandoartig - ohne Kommando...) und sitzt starr neben meinen Beinen. Ab und zu bekommt sie einen Blick, Ansprache oder Streicheleinheiten - bezogen auf die Problematik: soll ich das lassen???

Nach einigen Minuten trabt sie wieder los, gleiche Körperhaltung. Diesmal reagiert sie nicht auf freundliches Rufen, kommt aber bei strengem zurück. Wenige Minuten später zum dritten Mal Aufbruch, keine Reaktion auf freundlich, bei streng bleibt sie stehen, dreht sich um, wedelt stärker, ist noch angespannter, kommt aber nicht - ich gehe auf sie zu, kurz bevor ich bei ihr bin kommt sie angelaufen, extrem angespannt und zitternd, unterwürfig, wirft sich automatisch auf den Rücken. Ich nehme sie an die Leine, schaue sie nicht an, leine sie an unserem "Strafpfahl" an. Da bleibt sie etwa 2 Minuten, dann hole ich sie ab. Sie freut sich wie blöd, zittert am ganzen Körper (als hätte ich sie den ganzen Tag eingesperrt, so würde ich es beschreiben) und weicht ir nicht von der Seite....für etwa 2 Minuten...usw. usw.

Beim x-ten Mal lief sie los, lief und drehte sich um, fast auf dem Bauch kriechend, lief aber weiter UND SCHNELLER, JE NÄHER ICH KAM!!!!! Ich habe sie also eher unsanft eingeholt und das Geheule war groß - zum Glück ist die Runde auf der Hundewiese, wie ich inzwischen merke "Kummer gewöhnt" und jeder hat Verständnis, was "rabiates" Vorgehen natürlich einfacher macht...

Um es zusammenzufassen (am kurz machen bin ich schon immer gescheitert...)

1. Sie geht weiterhin und geht demonstrativ und immer "aggressiver" (wenn ich das weglaufen vor mir so bezeichnen darf)

2. Wenn sie dort ist, ist sie das Gegenteil von entspannt, egal was wir machen - sie will Mittelpunkt sein oder weg.

Meine Fragen:

Wäre es besser, sie von Anfang an an der Leine zu lassen? Ich habe dann die Assoziation, dass sie dann hat was sie will - nämlich mich an der Leine...schließlich bleibe ich die ganze Zeit in der Nähe und sie bekommt jeden Hundekontakt mit. Andererseits denke ich, dass sie jedes Mal, wenn ich auch nur ein Stück hinterherlaufe die Kontrolle dann doch hat - wenn es wirklich das ist.

Wenn ich sie ableine und sie sich verabschiedet, sollte ich sie lieber anleinen oder anleinen und entfernt von mir anbinden? Sie an der Leine bei mir zu behalten hielt ich immer für keine große Strafe, aber wenn sie einmal in diesem Modus ist, versucht sie auch dann sich wegzuschleichen. Als ich sie aber angebunden habe, hat sie sich hingesetzt und gewartet, war aber völlig zittrig, wenn ich sie losgemacht habe. Ich möchte sie ja auch nicht völlig verunsichern und das war sie heute definitiv. Eine gerade Linie will ich also finden.

Ich bin verwirrt, der Hund war ein Nervenbündel nach dem heutigen Ausflug...und ich hoffe, jemand kann mir sagen "Lass es sein" oder "Glaub mir, du bist auf dem richtigen Weg" oder gibt mir einen Tipp für die kommenden Tage, denn wenn dann richtig und wir gehen jetzt täglich...irgendjemand...?

Und noch eine Frage: Sie hatte diese Masche vor etwa einem Jahr schon einmal drauf - das hat sich schnell gelegt und sie konnte entspannen und die ganze Zeit über dösen, auf Holz rumkauen etc. Die Problematik kam so plötzlich wieder, vor ein paar Tagen - woran könnte das liegen??? Es ist der gleiche Ort, gleiche Leute und gleiche Hunde...

Danke fürs Durchhalten beim Lesen und Danke für hilfreiche Antworten.

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Hallo,

offensichtlich hat der Hund kein Interesse, andere Hunde zu treffen und mit ihnen zu spielen. Das wirst du nicht ändern können.

Da sie auf der Wiese aber von den anderen Hunden nicht bedrängt wird und dein anderer Hund ja gern dort ist, würde ich sie auch weiterhin mitnehmen und die Leine erst einmal dran lassen, und zwar ein paar Wochen lang. Danach kannst du es ja wieder ohne probieren.

Das Weglaufen und Zurückgeholtwerden macht für sie die Wiese bestimmt nicht angenehmer.

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Sehe ich wie Kristin,

lein sie einfach an, das erspart euch beiden Stress.

Sei freundlich und entspannt zu ihr, ohne sie zu betüddeln.

Warum sie diese Phase hat?

Ach wer kann schon in so ein Hundeköpfchen gucken.

Irgendein Vorfall oder eine Idee, wo du nichts von weißt vielleicht.

Meine erste Hündin hatte im Alter auch so Spleens, einmal wurde sie von spielenden Hunden am Popo angerempelt (!!!!!!!!!) und lief eingeschnappt nach Hause.

LG

Antonia

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So werde ich es wohl machen, einfach an der Leine behalten..und hoffen, dass sie nicht so schrecklich angespannt bleibt :-/

Heute Morgen hatten wir auch schon wieder das Schmerz-Schrei-Wehklagen ohne Grund. Wir haben also offensichtlich eine Zick- / Testphase...na großartig...

Danke für eure Antworten.

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Hallo Moonchild,

fiel mir eben ein, als ich las:

Meine erste Hündin hatte auch mal diese Schmerzschreie wie aus heiterem Himmel.

Die TÄ fand ein HWS-Syndrom, also Probleme in der Halswirbelsäule. Die Schmerzen kamen wohl wie Stiche nur bei bestimmten Bewegungen.

Nur mal so als Anregung, woher das auch kommen könnte.

Ich sträube mich immer erst mal, wenn es heißt, der Hund "simuliert".

LG

Antonia

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