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Hundeforum Der Hund
Sheriff

In den Schwanz beißen = nicht ausgelastet?

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Hallo,

laut meiner Hundetrainerin ist ein Hund meistens gelangweilt / unterfordert, wenn er mit seinem eigenen Schwanz spielt.

Floyd macht das ca. 4-5 mal täglich, obwohl ich der Meinung bin, dass er gut ausgelastet ist. Er schläft immer noch viel, morgens mittags und abends gehen wir jeweils 15-25 Minuten, wir toben unten auf dem Rasen (täglich 10 Minuten), verfeinern das Apportieren (mit Futtersäckchen) (täglich 5-10 Minuten), machen Suchspiele (täglich 5 Minuten) und üben Platz, Sitz, Bleib und Pfötchen geben (täglich 10 Minuten). Gekuschelt wird ca. 2 Stunden täglich :D

Meint ihr, dass ich ihn nicht genug auslaste? Oder besteht auch die Möglichkeit, dass er einfach so gerne "seinen eigenen Schwanz jagt"? Ist das eine Welpen- /Junghund-Sache oder machen das auch erwachsene Hunde?

Danke für eure Antworten,

Steffi

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(bearbeitet)

Wie ich das lese, ist er ein Welpe?

Soweit ich weiß, ist das normal. In dem Alter entdecken sie die Umwelt und sich selbst und beginnen erst zu registrieren, dass das Teil dahinten zu ihnen gehört - das "wissen" die zu Anfang noch nicht ^^

http://www.yinyang4ever.de/?p=521

Hier hat's bald wieder aufgehört und icch würde es im Normalfall nicht sonderlich beachten.

Wenn's aber blutig wird, oder zu extrem, dann lass es mal untersuchen. Habe gelesen, dass dann auch verstopfte Analdrüsen dran Schuld sein könnten.

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Natürlich ist "bessenes Schwanzfangen" nicht normal und deutet auf manche Probleme hin, aber eben nicht immer, schon garnicht wenn das ab und an mal passiert. Vieleicht hat er durch Zufall mal bemerkt, daß man da schön hinter her laufen kann und auch reinbeißen kann.

Mach dich locker, du machst genug mit deinem Hund ;)

Beachte das Schwanzfangen vorerst nicht, dann wirds auch nicht wichtig.

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Unser Pudelchen hat das anfangs (da war er schon 11 Jahre) auch gerne und oft gemacht, weil dem wirklich langweilig und er nicht ausgepowered war. Der kann sich gut alleine beschäftigen.

Wenn der das heute macht, warte ich ab bis er sich wieder beruhigt hat und spiele nochmal Ball o.ä. mit ihm - für mich ist das immer ein Zeichen, daß dem Hund nochwas an Beschäftigung fehlt.

Soll einer mal sagen, daß ältere Opi's keinen Elan mehr haben... :D

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Na ja, die Sache ist nur, ich halte mich ja so "einigermaßen" an die 5-Minuten Regel. Das heißt, öfter und länger Spazieren gehen fällt schonmal weg.

Mit der Beschäftigung und dem Spielen will ich es auch nicht übertreiben, sonst erziehe ich mir einen hyperaktiven Nimmersatt heran. Gerade bei Jack Russel ist das ja so ein Thema. Ich bringe ihm auch bei, auch mal zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Deshalb will ich eigentlich gar nicht mehr mit ihm täglich machen (er wird ja Anfang September erst 5 Monate), ich finde unser tägliches Programm reicht völlig aus.

Ein Zwiespalt, wenn er wirklich nicht ausgelastet ist...

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Auch ich kenne das Sich-um-die-eigene-Achse-drehen mit In-den-Schwanz-beissen.

Oftmals ist es eine Übersprungsreaktion, das bedeutet der Hund möchte gerade etwas tun, was er nicht kann oder darf. Aus Frustration wird dann diese Schwanzjagd veranstaltet.

Wenn das aus diesen Situationen entsteht, so kann man dem Hund eine andere Lösung seines Problems vorgeben, ihm also zeigen was er in solchen Situationen machen kann und darf.

Was mir bei Deiner Aufzählung von Aktivitäten mit Deinem Hund fehlt sind Beutespiele ( egal welche Beute er jagen, fangen und daran zotteln dar). Ist der Junghund durch die Zahnung, so könnte man seinen Beutetrieb auf ein Spielzeug kanalisieren, dem er nachjagen darf und an dem dann auch gezottelt wird. Anfangs vielleicht mit einer Reizangel.

In dem Alter, in dem Dein Kleiner ist, entwickelt sich bei kleinen Rassen wie dem JRT der Beutetrieb. Wird dieser gleich richtig in ein vorgegebenes Spielzeug kanalisiert, so muss der Hund nicht selber eine Beute suchen. Dies könnte nämlich ein rollendes Rad von Auto oder Fahrrad, Nachbars Katze oder der Vogel im Garten oder auch die eigene Rute sein.

Versuch mal ihm eine Ersatzbeute anzubieten!

Halte das Spiel kurz - Du beginnst und beendest es!

LG Heike

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Die Idee von Heike ist gut - und das du den Hund nicht überdrehen willst, finde ich seehr löblich.

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Hmmh... Also meine Hundetrainerin hat mir "verboten" diesen Jagdtrieb aus ihm raus zu locken, indem ich irgendetwas weg werfe und er hinterher hetzen kann. Wir üben erstmal das Apportieren (vorher macht er sitz und apportiert erst, wenn ich ihn freigebe. Finde ich total toll, dass er das mit nichtmal 5 Monaten schon kann *herzchenindenaugenhab*). So können wir in ein paar Wochen / Monaten, kontrolliert (!!) zusammen auf "Beutejagd" gehen, wobei er erst loslaufen wird, wenn ich ihn "frei gebe" und er mir anschließend selbstverständlich die Beute bringt.

Was das Hinterherjagen von Radfahrern, Joggern, Katzen betrifft: Mit Radfahrern und Joggern hat er überhaupt keine Probleme, die interessieren ihn gar nicht (habe die ersten Wochen mit ihm gut genutzt, habe zum Beispiel bei einem lauten Gewitter auf dem Balkon gespielt, er ist total furchtlos :-)). Meine Nachbarin hat Katzen, die morgens mit uns auf dem Rasen sind. Da er wirklich perfekt auf "nein" hört, habe ich es ihm schon beim ersten Mal abgewöhnen können, den Katzen hinterher zu jagen. Genau so mit Vögeln und Wespen.

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Du brauchst bei einem Hund keinen Jagdtrieb rauslocken oder auch nicht, denn dieser ist bei jedem Hund vorhanden, das kann man nicht ignorieren. Man kann den Jagdtreib kanalisieren und kontrollieren, man kann ihn fördern oder auch nicht, aber er ist da!

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Okay, dann benenne ich es halt anders. Ich will seinen Jagdtrieb nicht fördern. Wir haben genug Balljunkies in der Nachbarschaft, die zeigen, wie man es besser nicht machen sollte... Und die Grenze zum Balljunkie verschwimmt leicht, finde ich.

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