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Hundeforum Der Hund
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Mit eigenen aktiven Entscheidungen anderen ein schlechtes Gewissen machen

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Ich weiß die Überschrift gerade nicht besser zu formulieren, aber vor allem in letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass ich Menschen kennen lerne, die mit ihren eigenen Entscheidungen anderen versuchen ein schlechtes Gewissen zu machen. Oder auch um Mitleid zu erhalten.

Beispiel?

PersonA arbeitet im öffentlichen Tierschutz, macht viel Werbung für sich, nimmt jedes Tier auf. PersonA weist einen bei jeder Möglichkeit darauf hin, dass sie ja so wenig Zeit habe und so dermaßen gestresst sei durch die Rescuearbeit und die bösen Menschen und man ihr doch bitte nicht noch mehr zusetzen solle. Sie würde ja nie klagen, aber da gerade ein Hund ihre Türe zerfetzt habe und sie ja keine Spenden sammelt habe sie kein Geld sie zu reparieren. Aber sowas würde sie ja nie sagen!

PersonB erklärt bei jeder Gelegenheit, dass der Hund sie in der Lebensqualität einschränkt durch sein Verhalten. Sie kann ja nie in den Urlaub, in keinen Gastgarten, nie Abends weg. Alles wegen dem Hund. Sie hat sich aber doch aktiv dafür entschieden diesen Hund zu halten und hat sich genauso entschieden nicht an diesen Baustellen zu arbeiten. Aber das sieht man ja nicht ein, nein der Hund ist es Schuld. Er engt ja ein. Nicht die vorher getroffene Entscheidung...

Nun gut, gesagt hat sie es ja augenscheinlich doch. Ich frage mich aber warum Menschen immer wieder versuchen mit selbst getroffenen Entscheidungen anderen ein schlechtes Gewissen zu machen. Ich meine man könnte ja in dem oben genannten Beispiel einfach mal anfangen nicht jedes Tier aufzunehmen oder man könnte Spenden sammeln oder oder. Aber bei anderen damit hausieren, dann aber NICHTS ändern wollen... versteh ich nicht.

Wieso teile ich das dann anderen mit? Wieso ändere ich dann nichts an der Situation? Warum meine ich, dass andere Personen für meine Entscheidungen mittragend sein müssen? Wie kann ich mich über selbst getroffene Entscheidungen beklagen, aber nicht die Absicht haben die Entscheidungen zu verändern?

grübelnde Grüße

Saskia

Ps.: Wenn ein Mod die Überschrift verbessern kann- bitte sehr

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(bearbeitet)

Genau dar√ľber hab ich mich in nem anderen Thread vor ner halben Stunde auch aufgeregt! :D

Ganz schlimm. Man kann ja sagen "Ich habe aus den Gr√ľnden keine Zeit / kein Geld" oder sonst irgendwas... aber dieses Gejammere... furchtbar.

Ich hab durch meinen Hund auch wenig Zeit und kann - zumindest derzeit - noch nicht viel machen. Aber ich bin damit gl√ľcklich - ich WOLLTE ihn und was besseres konnte mir nicht passieren.

Mein Studium wird auch sehr viel Zeit verschlingen und ich wei√ü auch, dass es stressig wird - und wenn mir jemand sagt "Da hast Du Dir aber was aufgehalst" antworte ich "Ich werd mich sicher auch oft genug dar√ľber ausk*** (wohlgemerkt bei mir selbst), aber ich WILL das machen".

Ganz komisches Verhalten - mag ich gar nicht...

Habe auch schon festgestellt, dass ich bl√∂d angemacht wurde, nur weil ich mittags mal meinte "ich bin m√ľde" (Malou hat mich morgens um 5 Uhr aus dem Bett geholt, weil sie sich √ľbergeben hat)... und ich bekam dann "DU WOLLTEST DIESEN HUND" retour... hab dann auch gesagt "Sorry, aber ich hab lediglich festgestellt, dass ich m√ľde bin!?!?!?!!!!"

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Weil man sich dann das Mitleid des Anderen erhofft.

Vielleicht erbarmst du dich ja und √ľbernimmst Hund B f√ľr ein paar Stunden oder Wochen damit Frauchen/Herrschen sich einen netten Abend/Urlaub machen k√∂nnen.

Oder du spendest.

Oder es ist die Hoffnung solcher Menschen, jemanden zu finden, der die Verantwortung f√ľr ihr Leben √ľbernimmt.

Keine Ahnung. Frag ich mich auch des öfteren.

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Mh, Menschen find ich ein schwierigeres thema als Hunde, aber hatte auch meine Gedankengänge zu sowas:

erstmal, warum hast Du ein schlechtes Gweissen mit ;) unnötig...

Manchmal muss man Dinge aussprechen, damit sie greifbarer werden...damit man was ändern kann. Will man mit dem Rauchen aufhören, setzt man sich viel mehr unter Druck, wenn man anderen davon erzählt....

Vielleicht brauchen solche Menschen auch Hilfe, oder einen Schubs....weil siesich alleine ohnm√§chtig f√ľhlen

Vielleicht ist es aber auch eine allzu deutsche Eigenschaft gerne zu meckern weil man sonst keine Probleme hat....oder sonst nix zu ezählen hätte...weil man Aufmerksamkeit, Zuspruch, recht, Trost will.....

... mir fällt gerade wieder ein, warum ich Hunde so liebe ;)

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Hallo,

es liegt in der Natur des Menschen Mitleid zu erhaschen. Man w√ľrde ja so gerne, wenn .....

und im Grunde wollen diese Menschen ja gar nichts verändern.

Durch ihren Jammerton erhalten sie Aufmerksamkeit (wenn es um Tiere geht, so wie so) und stehen f√ľr einen Moment im Mittelpunkt des Interesses: frei nach dem Motto "Was ich alles auf mich nehme".

Wer etwas ver√§ndern m√∂chte, sollte nicht jammern, sondern etwas tun. Das w√§re meine Meinung und meine Aussage. Ein schlechtes Gewissen w√ľrde ich mir da nicht machen oder machen lassen.

Warum auch?

Jeder so , wie er es möchte.

Gruß Christa

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So ganz kann ich das auch nicht verstehen - ich jammere auch mal, aber das hält sich in Grenzen...

Mitleid erhaschen? Kein Ego? Ich wei√ü es nicht. Jedenfalls vereinsamen derlei Menschen durch dies Art noch mehr, wenn das √ľberhaupt nocht geht.

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Wieso teile ich das dann anderen mit? Wieso √§ndere ich dann nichts an der Situation? Warum meine ich, dass andere Personen f√ľr meine Entscheidungen mittragend sein m√ľssen? Wie kann ich mich √ľber selbst getroffene Entscheidungen beklagen, aber nicht die Absicht haben die Entscheidungen zu ver√§ndern?

Weil alle Menschen das Bestreben haben, ihr Selbstbild so gut wie möglich zu erhalten. Da passt so etwas wie negative Dinge zugeben nicht herein. Dies dient zum Selbstschutz. Außerdem neigen Menschen generell dazu, die Schuld erst mal in äußeren Faktoren (Umwelt, Mitmenschen) zu suchen, das dient auch zur Aufrechterhaltung des Selbstbildes/Wertes.

Also eigentlich ganz normal, dennoch denke ich, dass man daran arbeiten kann, auch mal Fehler bei sich selbst zu suchen, aber es wird immer Leute geben, die daf√ľr zu schwach sind, die zu stark in ihrer Situation gefangen sind, nicht reflektieren k√∂nnen/wollen etc.

Glaub mir: Es ist viiel einfacher, so zu leben, als sein "Selbstbild" ständig neu zu hinterfragen und neuen Gegebenheiten anzupassen! Deshalb suchen manche Menschen permanent die "Schuld bei den Anderen".

Da machste nix dran!

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Stimmt wohl. Nur ein schlechtes Gewissen braucht man dann nicht zu haben.

Wenn mich eine/r direkt fragt "kannste den Hund mal ein paar Tage nehmen, weil...", w√§re das f√ľr mich kein Problem, aber so dieses Gejammere/Geschleime - n√∂.

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(bearbeitet)

taringa: Absolut einig!!! :D

Kannste meinen Hund mal ein paar Tage nehmen? ;) *kleinerScherz*

√úbrigens auch ganz interessant: Als ich mich dazu entschlossen habe, nochmal zu studieren, waren 98 % total begeistert... nur die 2 % die selbst so unzufrieden im Job waren, haben es mir madig gemacht.

Manche Menschen sind einfach so unzufrieden mit sich, dass es nahezu schon tragisch ist.

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Vielleicht brauchen solche Menschen auch Hilfe, oder einen Schubs....weil siesich alleine ohnm√§chtig f√ľhlen

Ich persönlich habe da auch kein schlechtes Gewissen mehr, denn irgendwie sind solche Leute nie gewillt etwas zu ändern. Oft genug habe ich versucht solche Personen "abzuholen" und mit ihnen den Weg der Entscheidung zu gehen.

Aber mal ehrlich: Wer sich entscheiden will tut es und wer jammern will der jammert irgendwie wohl nur. Da kommt selten was.

Nicht, dass nicht jeder mal jammern w√ľrde. Klaro. Aber ich finde es einfach vollkommen unlogisch, dass ich mir eine Situation schaffe, die ich selbst nicht tragen kann und dann anderen mein Leid aufhalsen will. Das ist unm√ľndig. Und es geht zu Lasten von denen, die helfen wollen und sich immer und immer wieder solchen Personen annehmen.

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