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Hundeforum Der Hund
mialour

Achtung nicht anfassen! Der Hund am Rande der Gesellschaft

Empfohlene Beiträge

Dafür haben wir ja Samson :zunge:

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Hallo zusammen...okay, ich bin hier noch ganz neu und möchte trotzdem meinen Senf dazugeben ;)

Ich bin wie Paige der Meinung, dass ein Welpe unbedingt lernen muss, mit Menschen umzugehen, auch wenn sie mit "Knuddel-AAAAttacke", weil "der is doch sooo süß" auf ihn zustürzen. Einem erwachsenen Hund, der das nicht gelernt hat, Neutralität beizubringen ist absolut nicht einfach.

Klar gibt es Hunde, die einfach nicht betascht werden möchten, aber der Hund sollte deswegen die "Hundeliebhaber" nicht anbellen, anspringen oder gar nach ihnen hapsen... Kommt gar nicht gut bei den Leuten an: "Uiiii, die is aber böse!"

Mein Spruch zur Zeit, vor allem wenn die "Liebe" schon aus dem "Hundeknuddler" tropft: Nur gucken, Nicht anfassen!

Von sich aus hat Ronja kein Interesse mehr an fremden Menschen, würde aber, wenn man sie lockt auf die Menschen zugehen...und ab da fängt das Problem an: Sie lässt sich streicheln für ziemlich genau 30 Sekunden dann springt sie die Menschen knurr-bellend an. Sie hat bisher noch niemanden verletzt!

Läßt man ihr die freie Entscheidung geht sie nur auf manchen (sehr wenige) Menschen zu und von denen läßt sie sich auch streicheln ohne irgendwelche negative Folgen.

Mein vorheriger Hund ließ sich noch nicht mal locken von fremden Menschen und wich gekonnt elegant den "Hundeknuddlern" aus und den hatte ich schon als Welpe, und der war -mit Paige`s Hilfe- saugut geprägt. Als mein Chuck dann älter wurde, fand er heraus, dass man sich beim Spazierengehen durchaus zusätzliche Streicheleinheiten holen konnte, bevorzugt wurden hier eindeutig ältere Damen, die dann auch noch nett mit ihm sprachen.. Also Paige, denk daran: Abby ist noch nicht alt genug :winken: Und ALT fängt bei Malis nicht vor 10 oder 11 Jahren an

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Ja Paige... einen solchen Hund habe ich... einen, der "sorglose Hundeknuddler" tackern würde.

Uns Menschen wohnt aber so eine Gabe inne, die es einem erlaubt, von seiner Sprache Gebrauch zu machen und auch um Ecken zu denken.

Was irgendwie völlig verloren gegangen scheint, ist die Fähigkeit "das Tier" als Individuum zu erkennen und es dementsprechend zu behandeln.

Bei Menschen untereinander funktioniert es seltsamerweise sehr gut.

Keiner würde (dafür ist der Wille nach der Individualdistanz viel zu ausgeprägt) es schön finden, wenn einfach ein "überschwenglicher Menschenfreund" auf ihn zukäme und ihn ausgiebig streichelt und umarmt.

Jedem wäre auch klar (abgesehen davon, dass eben dieses Bedüfnis danach völlig fehlt), dass er unter (ziemlich wahrscheinlichen) Umständen, mit Konsequenzen zu rechnen hätte und diese wiederum würden allgemein auch als völlig gerechtfertigt und angemessen betrachtet werden.

Ich bin ein großer Hundefreund und dennoch käme ich niemals auf die Idee auf einen fremden Hund zuzugehen und ihn zu streicheln (nicht mal, wenn ich vorher fragen würde).

Das habe ich bisher auch immer so gehalten.

Kommt der Hund auf mich zu und zeigt sich "streichelwillig", ist es etwas anderes.

Komischerweise hatte ich auch noch kein Bedürfnis fellige knopfäugige Welpis anderer Besitzer zu betatschen. Vielleicht fehlt mir da was.. keine Ahnung.

Ich kann das, was du beobachtest (Besitzanspruch/Eifersucht) gar nicht erkennen.

Ich sehe wenn dann immer stolze Hundeeltern, die sich gern zum niedlichen Familienzuwachs gratulieren lassen, während Welpchen vllt. schon einen kleinen See hinterlassen hat.

Es gibt solche und solche.

Und so gibt es solche und solche Hunde.

Beides (tatschen lassen und überhaupt nicht tatschen lassen) kann später trotzdem zum ungewünschten Verhalten führen.

Ich sehe ein, dass man den Welpen nicht isolieren sollte und kann auch nicht nachvollziehen, dass sie von ihren Besitzern diesbezüglich in Watte gepackt werden, aber noch weniger verstehe ich das Bedürfnis vieler "Tierliebhaber" sich sofort auf alles Vierbeinige zu stürzen.

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Mialour,

du kämst nicht auf die Idee, viele Andere kämen auch nicht auf die Idee und eigentlich sollte es niemand. Aber du kennst die Realität. Und Dazwischengehen ist in Menschenmengen (man stelle sich vor auf dem Bahnsteig oder Gäste im Zug, die vorbeilaufen und dabei schnell mal drüberknuddeln) auch nicht immer möglich.

Wieviel einfacher ist da doch das Leben, wenn man einen sozialkompatiblen Hund hat, den das alles nullkommagarnicht interessiert. Und ein Welpe, der isoliert wurde, wird das eben nur in den seltensten Fällen.

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Hallo zusammen...okay, ich bin hier noch ganz neu und möchte trotzdem meinen Senf dazugeben ;)

JUUUUUUUUUHUUUUUUUUUUUUU, Du hier?????

Jodeljubelfroi!! a080.gif

Bilder! Bilder! Bilder! =)=)=)

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Hallo,

ich bin zwar neu hier und leider noch nicht dazu gekommen mich vorzustellen, möchte aber trotzdem auf den Beitrag reagieren. Vorab: jeder!!! kann nur sein Bestes geben und Toleranz, Achtung und Mitgefühl etc. dem Anderen entgegenbringen. Mehr geht nicht. Trotzdem wird man Frustrationen erleben. Aber um sich Unterstützung zu holen dafür ist ja u.a. so ein Hundeforum gut. Ich finde es total mutig und verantwortungsbewusst, dass Du Deinem Hund einen Maulkorb anziehst. Respekt!

Mal eine andere Perspektive: Als wir noch ohne Hunde lebten, meine Tochter war 1,5 und mein Sohn 3 Jahre alt gingen wir im Ort spazieren (Anleinpflicht!). Aus dem Nichts kam ein großer Hund unangeleint angerannt und sprang an meiner Tochter hoch, so dass sie wie ein gefällter Baum auf den Hinterkopf fiel, danach stellte er sich über sie. Ich blieb ruhig auch dem später eintreffenden Besitzer gegenüber, der sich übrigens nicht entschuldigte. Meine Tochter hat diesen Vorfall, außer einer dicken Beule gut verkraftet. Leider nicht mein Sohn! Er hatte seitdem Angst vor Hunden. Aber das darf man aus Sicht mancher Hundefreunde nicht haben. Ich weiss nicht wie oft mein Sohn von uns unbekannten Hundebesitzern bedrängt wurde, über meinen Kopf hinweg!, er solle doch ihren Futzi anfassen. Die Krönung war eine Schäferhundhalterin, die uns bis ans Auto gefolgt ist und sogar unsere Autotür noch mal geöffnet hat, dass ihr Hund auch ja gestreichelt wird. Und der hatte wahrlich überhaupt keinen Bock darauf angefasst zu werden, das sah man auch als Laie.

In der Nachbarschaft lebte ein alter, sehr ruhiger und großer Hund da ergab es sich durch zwanglosem Kontakt, dass sich die Angst mit 4-5 Jahren legte.

So nun bin ich selbst seit 3 Jahren Hundefrau. Wir haben einen sehr großen Hund, der alle Menschen toll findet (obwohl das der Rassebeschreibung widerspricht. Da stand desinteressiert Fremden gegenüber ;) Sie haben wir von Welpenalter an, haben sie überall hin mitgenommen. Sie hatte viel und nur positiven Kontakt zu Allem und Jedem. Das hat auch so seine Tücken, vorallem wenn der Hund schon als sehr junger Hund sehr groß ist, das Kindchenschema nicht erfüllt (wenige Fremde wollten sie streicheln) und noch nicht 100 prozentig hört. Also war ich wachsam und habe sie immer frühzeitig angeleint.

Seit einem Jahr haben wir die andere Variante. Ihn haben wir erst mit einem halben Jahr gekriegt. Außer einem asphaltierten Hof, 2 Menschen und 50 andere kläffende Hund kannte er nichts. Zu allem Elend war auch noch die Mutter bei der Geburt gestorben. Er will niemand Fremden kennenlernen. Ich denke auch rassebedingt, denn er ist ein peruanischer Nackthund. Da er aber ein Exot ist, wollen viele mal seine Haut anfassen; oft ungefragt. Wird gefragt und ich erkläre er mag es nicht, wird entweder doch mal schnell angetatscht oder "ist er denn böse" gefragt, was mir in der Seele weh tut, denn es ist ein lieber, der auch gerne lieb bleiben würde. Am schlimmsten sind die Hundeversteher und Dompteure, die sich zu ihm runterbeugen und auf ihn einschwätzen. Da muss ich noch an mir arbeiten, dass ich bestimmter auftrete und ihn besser davor bewahre.

Lange Rede, kurzer Sinn. Man sollte sich ab und zu in die Lage seines Gegenüber versetzen und versuchen ihn möglichst vorurteilsfrei und tolerant zu begegnen. Und dieser Beitrag regt ja dazu an die Schublade Maulkorb ist gleich böser Hund in Maulkorb ist gleich verantwortungsvolle Hundehalterin zu verwandeln.

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Ich bin mir gerade nicht ganz im Klaren darüber, ob wir nicht vllt sogar dasselbe meinen Paige, oder ob du einfach nur noch einen Schritt weiter gehst mit deiner These, als ich.

Nochmal meine Meinung:

Hätte ich einen Welpen, würde ich ihm Begegnungen mit Menschen durchaus auch positiv vermitteln und viele gute Situationen schaffen, in denen er lernt, sie richtig einzuschätzen und auch richtige Entscheidungen zu treffen (Problemlösungen zu entwickeln).

Ich gehe da mit, wenn du sagst, dass man sich als HH nicht immer dazwischenwerfen sollte.

Deshalb würde ich persönlich bspw. eine Hundegruppe bevorzugen, die soetwas gezielt trainiert (Stadtgänge/Bahnfahren/Einkaufspassagen etc.) und dann Situationen stellt, die so auch alltäglich vorkommen könnten (Mensch tatscht auf den Kopf/rempelt HH an... oder oder oder).

Eben das übliche Alltagsprogramm.

Dafür muss ich aber (meiner Meinung nach) nicht immerzu jeden meinen Hund streicheln lassen.

Denn das hat (in meinen Augen) auch nichts mit den (Stress-) Situationen zu tun, in denen ein Fremder plötzlich auf einem vollen Bahnsteig von hinten den Hund umarmt.

Oder meinst du, dass ein Hund, der sich von jedem streicheln lässt, auch in Stresssituationen automatisch cool reagiert?

Ich weiß es nicht- ich hab da irgendwie noch keine richtige Meinung zu.

Aber ich kann auch *nur* mit meinem "gestörten Second-Hand-Hund" dienen und habe keinen Welpen-Sozialisations-Erfahrungen.

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Kurzer Nachtrag, denn mein Beitrag hat etwas länger geruht.......

Auch Menschen, insbesondere Säuglinge und Kleinkinder werden ungefragt angetatscht, egal wohin, hochgenommen und wenn`s sein muss auch abgeknutscht; von Wildfremden!

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Auch Menschen, insbesondere Säuglinge und Kleinkinder werden ungefragt angetatscht, egal wohin, hochgenommen und wenn`s sein muss auch abgeknutscht; von Wildfremden!

Finde ich genauso unverschämt wie bei Hunden...

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Ja,...habe ja immer wieder als Gast mitgelesen...aber jetzt wollte ich mal meinen Senf dazugeben.

Und es gibt definitiv nix besseres als einen sozial-kompatiblen Hund, das ich vorher ein Goldstück der besonderen Art hatte, weiß ich seit Ronja gaaanz genau.

Ich hatte den berühmten "Pfennig: Wenn Du ihn brauchst, ist er da und wenn nicht, dann fällt er nicht auf"....das war super-angenehm, aber mein Ronschilein lernt noch

Bei ihr kommt es wahrscheinlich von der absolut blödsinnigen Ansicht, dass ein angehender Rettungshund Menschen mögen muss....VOLLQUATSCH!! Chuck hat immer super-toll gearbeitet, auch wenn die anderen Hunde keinen Bock mehr hatten, und er mochte keine fremden Menschen. Aus seiner Sicht galt: Es ist ein Job, und der wird erledigt, basta!!

Ronja muss dies noch alles lernen, aber wir verzeichnen enorme Erfolge: Jogger werden ignoriert - kannste Dich noch erinnern Paige :) Radfahrer lassen wir auch links liegen, an den fremden Hunden arbeiten wir auch noch

Zusätzlich lernt sie Detachieren, Unterordnung, Gegenstände suchen usw. Volles Programm, eben :klatsch: Jede neue Übung schafft Vertrauen und Sicherheit ....auf BEIDEN Seiten

So, und nun ab ins Getümmel, Ronja möchte raus...SPIELEN

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