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Hundeforum Der Hund
mala87

Welpe lässt sich draußen leicht ablenken

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Hallo an alle!

Mein Freund und ich haben seit ca 5 Wochen eine 15 Wochen alte Golden Retriever Mischlingshündin.

Wir haben folgendes Problem....

Draußen ist alles interessanter als wir!

Egal ob an der kurzen oder an der Laufleine. Sie hat so gut wie immer die Nase auf dem Boden und wenn wir sie rufen schaut sie nur kurz auf und macht dann weiter.

Besonders schlimm ist es auf dem Feld oder auf der Wiese.

Sie fängt an zu buddeln und Herrchen und Frauchen sind egal.

Wir haben es mit Leckerchen versucht, mit Spielzeug, mit Locken, mit Weggehen etc....

Wenn sie an der Laufleine ist, rufen wir sie dann mit "Hier" und wenn sie nicht reagiert holen wir sie ran....Dann kommt sie kurz und rennt dann zu ihrem Loch zurück.

Aber auch wenn Autos oder andere Menschen kommen sind wir abgemeldet.....

Das Problem bei ihr ist, dass sie bei einem schlechten Züchter war und ziemlich krank war/ist....Sie darf momentan nichts als Diätfutter.

Als Leckerchen hatten wir dann immer das Futter mit, was sie aber nicht so umhaut.

Habt ihr vllt einen Tipp, wie wir sie mehr für uns begeistern könnten und das sie besser kommt, wenn wir sie rufen?

Liebe Grüße mala87

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Hallo,

ich glaube ihr seit draußen einfach nicht interessant genug für eure Fellnase.

Ihr müßt euch also interessanter machen.

Ich hab das ne Weile mal mit nem Quiteentchen probiert, das hat echt gut funktioniert.

Ich denke auch, das man nicht immer mit Leckerchen loben muß, das kann man auch mit der Stimme und Streicheleinheiten machen.

Ein Versuch ist es wert.

Mit nem "feeeeeeeeeiiiiiiiiiinnnnnnn" und in die Hocke gehen und sie mit offenen Armen in Empfang nehmen, lernt sie schnell, das es schön ist, wenn sie das Quitscheentchen hört.

Ich so meine Idee dazu.

Ich wünsche euch viel Erfolg.

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So ist es. Macht euch interessanter. Warum sollte euer Hund zu euch kommen, wenn es so viel Interessanteres in der großen weiten Welt gibt? ;-)

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Wie ist es denn, wenn ihr sie zuhause in der Wohnung ruft? Seid ihr denn sicher das sie die Bedeutung von "Hier" schon kennt?

Lieber erst noch zuhause mit wenig Ablenkung üben und draussen nur dann rufen wenn ihr sicher sein könnt, das sie auch folgt.

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15 Wochen -> knapp 4 Monate

setze ich mit einem 4jährigen Kind gleich,

da wird langsam die Außenwelt spannend und interessant, soll sie auch.

Ich würde bewußt trennen zwischen "Lektionen" und "Hund sein dürfen"

"Hund sein dürfen" heißt schnuppern, buddeln und Umwelt erkunden

hier bekommt Hundi Grenzen (eingezäuntes Grundstück, 5m-Leine o.ä. damit nichts passiert

"Lektionen"

zuerst unter keiner Ablenkung üben - zu Hause

dann in reizarmer Umgebung - für manche Hunde ein leerer Parkplatz oder eine Sackgasse in einem Wohngebiet, für andere ist es eine abgelegene Wiese... das müsst ihr ausprobieren

bei Lektionen belohnen - mit Leckerlies, mit Spiel, mit streicheln, mit ehrlicher Freude - findet heraus, was für eure Kleine "Belohnung" ist

bei "Hund sein dürfen" Führungsqualitäten entwickeln - nicht über Komandos (die die Kleine sowieso noch nicht kann) sondern über Verhalten und Körpersprache

und zum Schluß: ihr habt einen Goldie-Mix - also einen Nasenhund, daß dieser seine Nase auch einsetzen möchte ist eigntlich logisch. Da wäre es eine Überlegung wert dem Hundi eine Beschäftigung zu bieten: Dummy-Arbeit? Fährte? Rettungshundearbeit?

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Für einen Welpen ist natürlich erst einmal alles super interessant. Wir haben unseren kleinen Mann mit 12 Wochen bekommen. Beim Gassigehen haben wir uns dann abwechselnd versteckt (hinter einen Baum gestellt), manchmal auch gleichzeitig zusammen. Das haben wir immer und immer wieder gemacht und auch noch heute bei jedem Gassigang verstecken wir uns. Hund ist dann sofort ungedreht und hat geschaut, wo sind Mama und Papa?! Dann haben wir ihn an einem Baum angebunden und sind kurz weggegangen. Die Abstände des Zurückkommens wurden dann langsam gesteigert. So hat aber unser Hund dann gelernt, ich habe Vertrauen zu meinem Herrchen/ Frauchen, sie lassen mich nicht allein, sie kommen zurück.

Lass den Hund ruhig ein wenig hungern und nimm als Leckerli sein Futter mit nach draußen. Über das Futter läßt sich so ziemlich alles steuern! Dann nimmst Du ein bisschen was davon in die Hand, gehst langsm rückwärts und gibst immer wieder das Kommando 'Hiiiiiiieeeeeer', auch in sehr hoher Stimmlage. Zu Beginn ist es vielleicht nur ein Meter oder zwei. Wenn er Dir folgt, lobe ihn ausgiebig.

Später einmal wird er dann auch mal genau so z.B. auch aus einem Rudel Hunde abrufbar werden. Dafür brauchen sie dann allerdings eine gewisse Reife. Unser Dobi läßt sich jetzt (mit einem Jahr) auch aus einer Horde spielender Hunde abrufen.

Wenn er Dir jetzt nicht folgt, gehe einfach weg von ihm, ohne was zu sagen. Er wird unsicher werden und Dir nachlaufen. Nimm ein Spielzeug mit, unser Attila steht total auf Frisbee-Spielen. Oder seinen Ball - das ist das Höchste. Er hat so ganz nebenbei auch das Appotieren gelernt, was er heute perfekt beherrscht. Wir verstecken den Ball im hohen Gras und er muss ihn suchen. Ganz nebenbei macht das den Hund auch schön müde.

Du bist jetzt der 'Animateur' Deines Hundes. Mit etwas Geschick kannst Du auch bereits schon jetzt kleine Lernphasen einbauen, Gehorsam üben. Das macht Welpen riesig Spaß, wenn sie beschäftigt werden und in diesem Alter lernen sie sehr schnell und auch nachhaltig.

Vielleicht unterstützt Du das ganze noch mit regelmäßigen Besuchen in einer Hundeschule.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit der kleinen Maus!

bombo

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Wie unsere Hunde so alt waren, haben wir uns immer wieder getrennt und haben sie dann abwechselnd gerufen. Dann in die Hocke und Arme aufmachen. Dann sind sie sofort beide angedüst (wenn sie nicht unterwegs zu streiten begonnen haben ;-)).

Und verstecken hilft auch. Das haben wir auch zuerst abwechselnd gemacht. Eine hat die Hunde abgelenkt, die andere sich versteckt, dann sind sie suchen gekommen.

Dann wurden sie jeweils sehr gelobt.

Und wenn einmal was sehr interessant ist, ruhig einmal stehen bleiben und schnüffeln lassen.

Alles Gute!

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Meine ist auch so alt und hat das gleiche Problem (bzw ich habe es *g*)

Sie fährt aber total auf ein Quietschhündchen ab und lässt sich damit schnell herbeirufen. Dann gibt's ein kleines Fang- oder Zerrspiel mit dem Quietschhund, und dann kann sie wieder abzischen zu ihrer Schnüffelstelle. Den Quietschhund gibt es als Spielzeug nur sehr, sehr selten und ich halte ihn strikt unter Verschluss, so behält er seinen Reiz.

Ich rufe sie nicht nur am Ende eines Spaziergangs heran, um sie wieder anzuleinen, sondern auch zwischendurch immer mal wieder - so lernt sie langsam das Abrufen, und vor allem lernt sie, dass das Gerufenwerden auch sehr lohnenswert sein kann und nicht nur Schluss mit lustig bedeutet.

Abgesehen davon ist sie sehr verfressen und über Futter gut zu motivieren, aber das fällt bei euch wegen dem Diätfutter ja weg. Darf sie vielleicht winzige Bröckchen getrocknete Rinderlunge? Frag mal deinen Tierarzt - ich kenne keinen Hund, der nicht verrückt danach ist. Lunge besteht quasi nur aus Luft, ist völlig ohne jeden Nährwert.

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Also ich kannte das auch

heut ist das auch noch so wenn andere Hunde kommen oder ein Hase daher läuft -klar. Paul ist ja auch "erst" sechs Monate alt.

Aber ich hab auch ewig und in jeder Situation den Clown gemacht und ihn von allem weggerufen. Und dann natürlich überschwenglich gelobt und belohnt ( wie schat es mit Pute oder Hähnchenfleisch aus zum Leckerli-frag mal den TA, bei normalier Diät - hatten wir auch bereits, dürfte das kein Problem sein, aber erstmal Tierarzt fragen, ich weiss ja nicht warum die Diät )

und das Fleisch hat ihn "umgehauen" :)im positiven Sinne

Heute kann ich ihn -fast- in den meisten Spielsituation mit anderen Hunden sogar abrufen, und er kommt sofort angerannt. Freu ich mich jedesmal drüber, und auch heute wird er noch dafür belohnt, aber nicht mehr JEDES mal :)

Ein ganz tolles Spielzeug ist auch ein gutes Lockmittel.

Viel Glück

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Danke für eure Antworten!

Als das "Hier" kennt sie schon. Wir haben das am Anfang erst in der ganzen Wohnung geübt und das klappt auch gut.

An der Schleppleine klappt das mittlerweile auch nicht schlecht....Sie muss nur manches Mal noch mit einem kurzen Ruck erinnert werden und kommt dann auch....Wir haben jetzt angefangen, wenn sie schnuppert, sie zu rufen und dann los zu laufen/springen...Dann kommt sie meist ganz schnell.

Das mit dem Quietschetier werden wir mal versuchen.....Und Leckerchen dürfen wir mittlerweile auch in Maßen verfüttern.

Und hoffentlich in 3 Wochen, dann auch endlich zur Hundeschule!

Liebe Grüße

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