Jump to content
Hundeforum Der Hund
mialour

Frage zum Beschränken/Begrenzen (Hundeschule)

Empfohlene Beiträge

Huhu liebe Leute....

wir haben heute mal eine Trainerstunde genommen und es war für mich mal wieder sehr interessant und auch aufschlussreich. ;)

Normalerweise arbeiten wir ja auch eher HTS-orientiert und deshalb nach Grün-Gelb-Rot und haben auch gute Erfolge damit erzielt.

Z.b. hinten laufen etc....

Wir haben einen Test gemacht, indem ich Chaos an der Leine hielt und verhindern sollte, dass er die Leckerchen aufnimmt, die von der einen Trainerin in seine Richtung geschmissen wurden.

Leckerchen flog- von mir gabs ein Rot, weil Chaos super hibbelig war und dem Leckerchen hinterherwollte.

Hund saß wieder und ging auch nicht mehr ran.

Leckerchen lagen noch auf dem Boden rum, während wir andere Übungen etwas weiter weg machten.

Nächste Übung "Platz/Bleib/Abrufen" auf Distanz und unter Ablenkung.

D.h. ein anderer Hund lief vorbei und die zwei Trainerinnen warfen Spielzeug umher.

Chaos lag - ich war ca. 20m weg.

Die eine Trainerin fragte mich etwas und ich "winkte ab", was meinem "Auflöse-Handzeichen" ähnlich war und Chaos preschte los zu den Leckerchen, die noch immer am Boden verstreut lagen.

Das war aber ca. 40min her, dass wir dort Leckerchen schmissen, d.h. er hatte sich das gemerkt, obwohl wir die ganze Zeit etwas anderes gearbeitet haben und ist dann nochmal hin, als er "durfte"....

Nun meinten die Trainerinnen, dass sie Schwierigkeiten im "begrenzen" sehen, denn der Hund bekommt nur etwas verboten, was er aber immernoch haben will....

D.h ich habe ihm zuvor verboten, die Leckers aufzunehmen- aber WOLLEN tut er die ja immernoch und das verfolgt er auch auf Teufel kommt raus.

Und er ist da seeeeehr gewitzt und seeeeehr schnell- das weiß ich auch.

Aber... was sagt ihr dazu?

Ich war/bin etwas skeptisch, weil wir immer gut gefahren sind und er das, was er nicht tun soll auch nicht tut, wenn ich es sage.

Ein weiteres Argument der Trainerinnen war, dass durch die sofortige Einschränkung oder das sofortige Verbot, dem Hund das "selbstständige Denken" abgenommen würde und er kein richtiges Problemlöseverhalten entwickeln kann.

Konkretes Bsp.:

Die Trainerin nahm sein Lieblingsspielzeug (was ich nur selten benutze und wenn, dann geht die Lutzi ab.. also darauf reagiert er IMMER).. und geht etwas weg.

Ich habe ihn an der Leine und will ja nicht, dass er da hinstarrt oder gar fordert.

Also von mir grün und gelb.

Hund läuft mit, hat aber natürlich Spieli im Kopf.

Ansatz der Trainerinnen:

Stehen bleiben und geifern lassen (an der straffen Leine) und darauf warten, dass Hund Problemlösungen anbietet um zum Ziel (Spieli) zu kommen.

Also: Blick zu mir.

Sonst kein Spieli.

Versteht ihr, was ich meine?

Etwas wirr... aber ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.. :???

Und ich bin auch etwas durcheinander....- wie denn nun?

Was sagt ihr??

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Stehen bleiben und geifern lassen (an der straffen Leine) und darauf warten, dass Hund Problemlösungen anbietet um zum Ziel (Spieli) zu kommen.

Also: Blick zu mir.

Sonst kein Spieli.

Was das mit der straffen Leine soll, weiß ich jetzt nicht genau. Wahrscheinlich soll dein Hund von sich aus lernen, den negativen Druck der Leine abzustellen.

Vielleicht wollten die Trainer an der Impulskontrolle deines Hundes arbeiten? Ich lege manchmal auch Sams Lieblings-Spieli in den Garten, er muss dann bei mir warten bis ich ihn hinschicke und dann muss er es wieder fallen lassen und ich rufe ihn zu mir. Erst wenn er zu mir kommt und mich anschaut, wird weitergespielt.

Aber was die jetzt wirklich wollten ist schwer zu sagen...Wieso hast du die Trainer nicht gefragt, welcher Sinn dahinter steckt? Oder wissen die das selber nicht? :D

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nein, nein... da haben wir uns jetzt missverstanden @OldHemp ... oder ich habe mich nicht gut ausgedrückt :)

Der Sinn ist klar.

Impulskontrolle- er soll nicht hin.

Und er stand von sich aus in der Leine, weil er ja nicht hinkonnte und ich ihn nur halten sollte.

ICH hätte in der Situation das Fixieren des Spielis unterbunden und anschließenden Blickkontakt belohnt.

ABER in dem Fall (so sagten die Trainerinnen) will er das Spieli ja immernoch und ich habe ihm noch dazu die "Entscheidung" abgenommen, indem ich es ihm schlichtweg "verbiete".

Ihr Ansatz wäre, ihn solange in der Leine stehen zu lassen und Spieli fixieren lassen, bis er selbst von sich aus die Lösung zeigt (nämlich Blickkontakt zu mir) und ihn dann dafür zu belohnen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

(...)

Die eine Trainerin fragte mich etwas und ich "winkte ab", was meinem "Auflöse-Handzeichen" ähnlich war und Chaos preschte los zu den Leckerchen, die noch immer am Boden verstreut lagen.

(...)

Zwischenfrage:

Dass Chaos (ist der Name etwa Programm? ) dein Abwinken

als Auflösezeichen verstand, kann man ihm nicht verübel.

Aber wärst du denn in der Lage gewesen, ihn von seinem

Vorhaben abzuhalten?

Sprich: einen Abbruch seines Verhaltens zu erreichen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Sorry, habe ich zuerst missverstanden! :Oo

Ihr Ansatz wäre, ihn solange in der Leine stehen zu lassen und Spieli fixieren lassen, bis er selbst von sich aus die Lösung zeigt (nämlich Blickkontakt zu mir) und ihn dann dafür zu belohnen.

Ich weiß nicht, was das soll.Selbst wenn er dich von sich aus anschaut, dann will er doch noch immer zu dem Spieli!? Sam schaut mich freiwillig an, aber natürlich hat er im Hinterkopf trotzdem das Spieli.

Oder ich bin echt zu blöd, das zu kapieren...(Wäre nicht das erste Mal :o )

Edit: Das Spieli wäre ja die Belohnung für das Anschauen des Halters ODER

es geht um ein Abbruchsignal und der Hund darf überhaupt nicht zum Spieli...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Urmelgudrun: JA- der Name ist Programm :D

Und nein, ich hätte es wahrscheinlich nicht verhindern können.

Deshalb bin ich ja da.

Ich habe durchaus ein Abbruchsignal, aber in dem Moment waren die Luken dicht und ich habe es nicht so schnell reagieren können, weil ich gerade mit dem Rücken zu ihm stand und nur hörte, wie er durchstartete.

Also sonst kann ich sowas verhindern, aber in dem Moment nicht, sonst hätte ich es ja getan. ;)

Und ich verübel ihm keinesfalls, dass er losgerannt ist- ich habe es ihm ja quasi erlaubt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich weiß nicht, was das soll.Selbst wenn er dich von sich aus anschaut, dann will er doch noch immer zu dem Spieli!? Sam schaut mich freiwillig an, aber natürlich hat er im Hinterkopf trotzdem das Spieli.

Oder ich bin echt zu blöd, das zu kapieren...(Wäre nicht das erste Mal :o )

Edit: Das Spieli wäre ja die Belohnung für das Anschauen des Halters ODER

es geht um ein Abbruchsignal und der Hund darf überhaupt nicht zum Spieli...

Sorry... ich bin wirklich gerade zu doof, mich richtig auszudrücken- tut mir leid! :(

Das Spieli war in der Situation NICHT die Belohnung fürs "mich anschauen".

Sondern Ziel war es wohl, nicht zu fordern und runterzufahren.

Ich sollte also quasi Blickkontakt zu mir dann mit Leckerchen belohnen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Du bist nicht zu doof, ich bin manchmal etwas langsam :D

Das Spieli war in der Situation NICHT die Belohnung fürs "mich anschauen".

Sondern Ziel war es wohl, nicht zu fordern und runterzufahren.

o.k. Dann ging es eher darum, sein Verhalten zu unterbinden. Aber ich finde es trotzdem normal, dass er weiterhin an das Spieli denkt...Wenn ich Sam von einem Reh abrufe und er kommt brav zu mir und lässt das Reh laufen..dann ist das toll (und er bekommt u.U. ein Leckerli), aber Sam denkt bestimmt immer noch an das Reh (er schaut in den Wald, schnüffelt etc) Wie soll man das einem Hund abgewöhnen?

Dass dein Hund nicht fordern soll und sich runterfahren soll ist doch eine ganz gute Übung, obwohl es da wohl bessere Methoden gibt...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das Spieli war in der Situation NICHT die Belohnung fürs "mich anschauen".

Sondern Ziel war es wohl, nicht zu fordern und runterzufahren.

Ich sollte also quasi Blickkontakt zu mir dann mit Leckerchen belohnen.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=60248&goto=1228733

Mir erschliesst sich nicht der Sinn.

In deinem eingagnspost sagst du:

(...)

Normalerweise arbeiten wir ja auch eher HTS-orientiert und deshalb nach Grün-Gelb-Rot und haben auch gute Erfolge damit erzielt.

(...)

Wenn du feststellen konntest, dass die Kommunikation "nach HTS" funzt, dann such dir doch einen Trainer, der dir und deinem Hund noch weiter auf die Sprünge hilft.

Warum "testet" deine Trainerin?

Es scheint mir sie alte Leier von Kommunikation und Konditionierung zu sein.

Ein Hund verlangt nicht vom anderen Hund Alternativverhalten, wenn er seinen Knochen behalten möchte.

Schwarz - Weiß

Richtig - Falsch

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich frage mich halt nun, ob es tatsächlich so ist, dass das schlichte Verbieten oder Unterbinden (Bsp. Leckerchen nicht aufnehmen) trotzdem das Triebziel nicht unterbindet und der Hund (wie in meinem Fall) dieses Ziel dann eben später weiterverfolgt :D

Also wisst ihr, was ich meine?

Der Lösungsansatz soll also (nach den Trainerinnen) der sein, dass der Hund SELBSSTÄNDIG korrektes Verhalten anbietet, welches man dann belohnt.

Also quasi NICHT korrigieren... sondern (in dem Falle) eigentlich nur abwarten und ggf. loben/belohnen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.