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Hundeforum Der Hund
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Hundehalter soll/will sich interessanter machen

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Leider finde ich mit der Suche das Thema von heute nicht mehr wieder, wo auch wieder geraten wurde das Hundehalter sich interessanter machen müsste für Hundi, weil Hundi nicht auf rufen oder ähnliches reagiert.

Da eigentlich nie jemand konkret dazu schreibt wie man sich für seinen Hund interessanter macht, vielleicht habt ihr mal paar Beispiele?

Gerade bei Hunden die sich im Freien nicht für Spielzeug oder Leckerchen interessieren ist es verdammt schwer sich interessanter, als die meist auch noch selbstbelohnende Umgebung zu machen. ;)

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Huhu...

oh da kenn ich mittlerweile einiges ;)

Was bei uns am besten geholfen hat:

In die andere Richtung rennen, dabei Hüpfen und ein Lustiges Lied singen und die Arme flattern lassen.....

Oder...

Jeden Tag ein anderes Parfüm benutzen und so dolle einsprühen, dass man selbst umfällt ;)

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Mein Hund liebt Fangspiele. Also entweder lauf ich weg und er muss mich jagen (allerdings hat er mich immer recht fix) oder ich jag ihn, das liebt er noch mehr. Letztens bin ich immer über so eine Steinmauer gehüpft und hab total albern gerufen "Hilfe, hilfe, ein böser Hund". Fand er klasse und hat alles was um ihn herum war ignoriert. Was auch ganz toll ist ist verstecken. Hundi läuft gedankenverloren voraus und ich nutz die Chance um mich in die Büsche zu schlagen, da sucht er dann immer begeistert.

Manchmal nehm ich sein Kaninchenfelldummy Bunny mit und werf es wenn ich ihn abrufe, danach kommt er die nächsten zehn Male sehr zuverlässig in der Hoffnung dass es wieder fliegt. Sein Bunny geht ihm über alles, dabei ist er kein Spielzeugfreak. Aber erstens schmeckt es lecker nach Kaninchen und außerdem ist immer irgendwas ganz Tolles drin.

Dann hilft bei meinem Hund noch ein paar Übungen auf dem Spaziergang einzubauen, das mag er normal gern oder ihm Schätze zu zeigen (von Hundehaufen über tote Enten bis zu Rehspuren war da schon alles bei). Und im Gegenzug auch aufmerksam beobachten was er mir so zeigen will.

Am Allergeilsten findet er es aber eigentlich wenn ich ihm erst nen Stock werfe und dann giggelnd hinter ihm her renn und "gib mir den Stock, gib mir den Stock" quietsche. Das kann er stundenlang spielen und dabei ist seine Umwelt (auch andere Hunde) völlig egal.

Außerdem ist er ein Speedjunkie. Je schneller ich mich fortbewege desto mehr ist er auf mich fixiert. Beim Radfahren hört er beinahe perfekt.

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Jeden Tag ein anderes Parfüm benutzen und so dolle einsprühen, dass man selbst umfällt ;)

*lol* :respekt:

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Leider finde ich mit der Suche das Thema von heute nicht mehr wieder, wo auch wieder geraten wurde das Hundehalter sich interessanter machen müsste für Hundi, weil Hundi nicht auf rufen oder ähnliches reagiert.

Da eigentlich nie jemand konkret dazu schreibt wie man sich für seinen Hund interessanter macht, vielleicht habt ihr mal paar Beispiele?

Gerade bei Hunden die sich im Freien nicht für Spielzeug oder Leckerchen interessieren ist es verdammt schwer sich interessanter, als die meist auch noch selbstbelohnende Umgebung zu machen. ;)


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=60273&goto=1229353

Würde meinen, dass der HH sich nicht krampfhaft interessant machen müsste, weil der Hund sich artgerecht für seine Umwelt und die Vorkommnisse darin interessiert, und auf die Reizflut artgerecht reagiert.

Wenn nun die Reize des HH und der gemeinsame Umgang so strukturiert ist/abläuft, das der Hund weniger bis keine Zeit hat sich um Fremdreize zu kümmern, bleibt er auf seinen HH und dessen Wünsche konzentriert/fixiert und "es fällt dem Hund im Traume nicht ein" sich vom HH weg entfernen zu wollen.

LG :winken:

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Verstecken, wegrennen, "Fange" spielen wurde ja schon genannt.

Im Wald bietet es sich an, über und unter Stämme zu krabbeln/den Hund locken, balancieren auf Baumstämme, Slalomlaufen durch Baumgruppen.

"Minze suchen"...Hunde wurden auf einen Teebeutel konditioniert.

Ist man zu Zweit, kann man auch toll in weiterer Entfernung, den Hund locken/sich abwechselnd verstecken. Unsere rennen dann mit großer Begeisterung von Einem zum Anderen.

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Gibts nicht noch mehr Ideen? ;)

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Meiner Ansicht nach ist die Idee des Interessantmachens von Grund auf falsch.

Interessant sollte ich für meinen Hund dadurch sein, dass ich nicht permanent verfügbar, berechenbar und erziehbar bin.

Interessant bin ich, weil ich führe, weil ich die besseren Entscheidungen treffe, weil man sich an mir orientieren kann, etc.

Interessant bin ich für einen Hund, wenn ich ihn verstehe, wenn ich mich verständlich machen kann, wenn ich Grenzen setze, wenn ich mich durchsetzen kann, wenn ich fair bin.

Brauche ich ein Bällchen oder ein Quietschie, um überhaupt Aufmerksamkeit zu bekiommen, läuft doch im Grundsatz schon etwas verkehrt. Ist mein Hund extrem auf Artgenossen fixiert, dann meist deshalb, weil er sich von mir nicht verstanden fühlt und mich nicht versteht. Zumindest ist das die Erfahrung mit dem Teil meiner Kunden, die für ihren Hund einfach völlig uninteressant sind.

Deren Hunde wissen genau:

1) Auf Nichtbefolgen von Ansagen passiert genau nix.

2) Der Hundename wird inflationär benutzt.

3) Der Hund wird tot gequatscht.

4) Der Mensch ist immer präsent.

5) Wenn ich lange genug warte, geht die Hand in die Tasche und ein Motivationsobjekt kommt zutage.

6) Der Mensch wartet eh auf den Hund, wenn er noch schnüffeln, jagen, mal eben zu nem anderen Hund hin muss.

7) Der Mensch ist immer verfügbar. Jedes Stupsen, Maulen, Bellen führt zu Aufmerksamkeit.

8) Hund kennt keine Ruhe, sondern nur Dauerbespaßung und permanent Programm.

Diese Liste ließe sich endlos fortführen, natürlich müssen nicht alle Punkte zutreffen, es reichen schon einige wesentliche...

LG Anja

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Hm, also spontan denke ich folgendes:

Viele HH machen den Fehler, immer sofort auf die Wünsche ihres Hundes einzugehen- sind gleich für ihn da, sabbeln ihn den ganzen Tag voll und machen full-time-entertainment...

Da ist es nur verständlich, wenn der arme Kerl dann in Ruhe draußen mal seiner Wege ziehen will.

Diejenigen, die sich auch mal abgrenzen, haben es meist nicht nötig, sich extrem zum Affen zu machen, weil der Hund schon ganz begeistert ist, dass HH dann gemeinsam mit ihm was erlebt und somit bereits auf kleinere Ansprache reagiert.

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Wow Anja, genau meine Gedanken, hätte sie nur nicht so toll in Worte fassen können :D

Nur mal als Beispiel.

Ich habe den ganzen Tag meine Hunde um mich herum, daher sind sie als Rudeltiere zufrieden und ausgeglichen. Das heißt aber noch lange nicht, daß ich uninteressant bin, obwohl sie mich den ganzen Tag sehen. Die Aufmerksamkeit und Freude von ihnen ist riesengroß, wenn ich mir nur für sie Zeit nehme. Ich lasse ihnen aber auch ihren Freiraum, das Einzige was ich erwarte ist, daß sie hören, wenn eine für mich vermeindliche Gefahr besteht und das nicht im Spaß sondern mit bitterem Ernst ;)

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