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Hundeforum Der Hund
JU Lia

Klassische Konditionierung - Sinn oder Unsinn?

Empfohlene Beiträge

anlässlich zum Seminar (Wolfswinkler Hundetage/Wissen)

mit dem

Thema: Formen des Spiels

möchte ich kurz berichten und fragen, was die User hier davon halten.

das Seminar war super! alle Referenten haben Interessantes zum Thema berichtet

und z.T. vorgeführt (z.B. Prof. Ekard Lind was auch mitunter sehr lustig war)

das Spannende oder möglicherweise für einige Teilnehmer Verwirrende waren die z.T. extrem widersprüchlichen Aussagen der referierenden Forscher, Biologen oder Trainer.

wo sich alle einige waren: Spielen ist immer freiwillig/sollte so sein.

spielen wird nie mit Futter belohnt, ansonsten ist es kein Spiel.

Futterbälle sind kein Spiel.

Bällchenjunkies sind verhaltensgestörte/süchtige Tiere, wenn das Verhalten stigmatisiert ist

(es ist also kein Spiel sondern eine Art Sucht, der Hund kann nicht mehr anders).

große Uneinigkeit besteht jedoch noch immer zum Thema Konditionierung:

wo sich Jan Nijbor und Günther Bloch offenkundig einig sind, Zitat J.N.:

"Konditionierung ist die Deformierung der Individualität"

was durchs Blochs Aussagen im Grunde bestätigt wurde mit dem Hinweis auf die Forschung im Bereich der Kognition (ich nehme an er meint Vilmos Csanyi/Adam Miklosi)

allerdings ganz entgegen der Ansicht von Frau Dr. Ute Blaschke-Berthold,

die ganz klar darauf hinwies Konditionierung sei richtig und wichtig.

allerdings ging Herr Bloch mit einigen anderen Aussagen von Frau Dr. B.-B. sehr konform.

dafür, dass aber ingesamt sehr konträre Aussagen gemacht wurden, war die anschließende

Podiumsdisskussion recht ruhig und weniger themenbezogen.

Herr Bloch mit seinen Aussagen und seiner Art, seinem politischen Apell

"Leute, haltet zusammen, alle HH, eagl ob kleiner oder großer Hund, seid politisch, tut was,

dann könnt ihr echt was bewegen" hat mir insgesamt am besten gefallen,

er hatte auch viele Lacher auf seiner Seite.

Schade ist, dass Herr Bloch im November endgültig nach Canada auswandert und er

keine Seminare oder Referate in Deutschland halten wird.

Das finde ich einen wirklich großen Verlust. Dieser Mann hat eine Menge bewegt.

Aber zurück zum Thema:

Konditionierung

ist die Klassische Konditionierung richtig, wichtig, falsch, unnötig,

deformiert die Individualität der Persönlichkeit eines Hundes?

was ist eure Meinung dazu?

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Hm, hört sich interessant an das Seminar bzw der Vortrag!

Zu Deiner Frage:

Ich denke schon das klassische Konditionierung die Individualität der Persönlichkeit verändert!

Aber das ist meiner Meinung nach ja auch erwünscht!

Würde es nicht so sein, könnte der Hund unter den Bedingungen, wie er es heutzutage muss, nicht mit uns in dieser Gesellschaft leben!

Denn klassische Konditionierung ist ja nichts anderes wie ein Teil der Erziehung!

Leider muss der Hund im gewissen Maße erzogen sein.

Also ist es schon wichtig! Ob es richtig ist im Sinne des Hundes, kann ich nicht unbedingt sagen. Um Konflikten aus dem Weg zu gehen schon aber um ein hündisches Leben zu geniessen, eher nicht!

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Da die klassische Konditionierung lediglich Reflexe betrifft, kommt sie in der Hundehaltung kaum vor - das meiste läuft über operante Konditionierung, die Verhalten formt. Und ja in gewisser Weise ist Konditionierung eine Verbiegung, aber das ist Erziehung allgemein, denn der Hund muss heute bestimmte Dinge lassen, die für ihn eigentlich natürliches Verhalten wären - und das Abgewöhnen läuft über Erziehung.

Konditionierung ist in meinen Augen wichtig, denn auch unsere Körpersprache lernt der Hund erst - wir laufen halt nicht auf allen Vieren rum und haben auch keine Rute. Also lernt er im Zusammenleben, was unsere Zeichen zu bedeuten haben. Je ähnlicher wir dabei sind, umso einfacher.

Ob jetzt aber die Konditionierung von Kommandos so wichtig ist? Eigentlich nur der Rückruf, das Bleib und Aus. - Alles andere kann aber ist kein muss mehr. Man kann es sich aber auch zu Nutzen machen, weil es gemeinsame Beschäftigung ist.

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Ich verstehe nicht so ganz, wie Konditionierung richtig oder falsch sein kann. Es ist doch ein Mechanismus (wenn man es so nennen will), der einfach da ist, ob man will oder nicht. :???

Gab es Beispiele für das eine wie das andere?

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Oh man, Brett vorm Kopf abnehm!

Danke Cookie, ich und klassisch und operant!

Immer wieder vertausche ich die Begriffe!

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Konditionierung ist in meinen Augen wichtig, denn auch unsere Körpersprache lernt der Hund erst -

.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=61161&goto=1254517

hier beginnt die Meinung zu bröckel

wissenschaftlich ist mitlerweile sicher das Hunde einiges schon "können" es ist sogar genetisch fixiert

z.b. Zeigen mit der Hand

Hunde könne auch die Augen des Menschen lesen.

ich schätze da kommt noch mehr raus.

Hunde leben vielleicht schon 100 000 Jahre mit dem Menschen zusammen, symbiotisch - sie ahben also "genetisch"gelernt Menschen zu "lesen"

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Es fließt so viel (klassische/operante) Konditionierung mit in das Alltagsleben ein, ohne dass wir uns dessen bewusst sind (auch bei Kindern, Schulalltag etc.)

Wenn mein Freund einen Joghurt isst, dann weiß Sam, dass er den Deckel ablecken darf. Um das zu "lernen" brauchte es nur ein einziges Mal.

Kind hat Hausaufgaben vergessen....es gibt eine Strafarbeit.

Mein Freund zuckt immer mit dem Auge, wenn ein Glöckentön ertönt (Versuch aus der Uni)

Konditionierung begleitet uns unser Leben lang. Wenn wir uns dessen aber bewusst sind, können wir darauf achten, was genau wir tun und uns auch vor Automatismen besser "schützen".

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Konditionierung ist in meinen Augen wichtig, denn auch unsere Körpersprache lernt der Hund erst -

Das stellt für mich keine wahre Konditionierung dar. Ein Hund ist domestiziert und in Ruhephasen beobachtet er uns, um uns haargenau analysieren zu können. Hunde können in uns lesen wie in einem Buch und verstehen und erkennen unsere Signale wesentlich besser als wir ihre. Aber mit Konditionierung hat das in meinen Augen gar nix zu tun...

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Ich verstehe nicht so ganz, wie Konditionierung richtig oder falsch sein kann. Es ist doch ein Mechanismus (wenn man es so nennen will), der einfach da ist, ob man will oder nicht. :???

Gab es Beispiele für das eine wie das andere?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=61161&goto=1254525

nein gab es nicht. ich gehe aber ganz stark davon aus, dass alle Referenten sich auf die

Klassische Konditionierung bezogen, nicht auf die Operante.

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Aber dann verstehe ich es noch weniger. Was waren denn Blochs Aussagen diesbezüglich?

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