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Hundeforum Der Hund
Elenya

Mein krankes Pferd und wie enttäuschend Mitmenschen reagieren..

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Ein kleines Hallo an euch,

Was soll ich sagen... ich muss mir hier mal Luft machen!

Ich bin sOOOOOOOOOOO enttäuscht und wütend! :(

Aber mal von vorne:

Mein armes Pferdchen (16 Jähriger Trabermix Wallach) ist schwer krank. Seid Monaten tun wir alles was in unserer Macht steht damit es ihm besser geht. Und bis auf immer wieder kehrende Krampfattacken geht es ihm soweit auch gut.

Vor ein paar Monaten wurde er in einer Pferdeklinik im wahrsten Sinne von vorne bis hinten untersucht. Er hatte vorher seid einigen Wochen unerklärliche Krampfattacken, so heftig dass er zu erst regelrecht ausgerastet ist, in seiner Box oder auf der Weide randaliert hat, regelrecht um sich geschlagen hat, und dann apathisch und zusammen gekrampft da stand. Mit einem großer Angst sind wir dann, nachdem mehrere Tierärzte keine Erklärung hatten, in die Tierklinik gefahren und bekahmen dort wenigstens eine Diagnose.

Er hat eine schlimme Entzündung im Magenausgang/Dünndarm. Die Darmwand war so verdickt, dass die Speisereste nur schwer "vorbei" konnten, letztendlich wäre er daran gestorben (laut Klinik TA) wenn es nicht entdeckt worden wäre.

Laut Tierarzt soll sich das über einen sehr langen Zeitraum entwickelt haben, und leider ist es erst so spät bemerkt worden, so dass die Entzündung wirklich sehr heftig war.

Seitdem wird er schon über Monate hin weg mit Prednisolon (Cortison) behandelt. :(

Er bekommt eine hohe Dosierung, wobei wir jetzt nach einigen Monaten endlich langsam(!) anfangen können es auszuschleichen. (Wir sind nun bei 5 Tabletten täglich).

Zusätzlich wird er mit Akkupunktur, Homöopathie, Schüsslersalßen und allem anderem pipapo behandelt, in der Hoffnung das wir die Entzündung in den Griff kriegen.

Wir sind im Moment einigermaßen guter Dinge, und wir werden mit ihm und um ihn kämpfen so lange es geht!

Nun war es letzte Woche Mittwoch wohl so, dass er Mittags auf der Weide einen so heftigen Krampfanfall hatte, dass sich niemand an ihn heran getraut hat. Er ist auf und ab gerast, und ist regelrecht panisch geworden, hat gebockt und um sich geschlagen.. Leider waren sowohl meine Mutter als auch ich zu diesem Zeitpunkt arbeiten, so dass wir davon nichts mit bekommen haben. Seine Krampfanfälle dauern auch "nur" 5-10 Minuten, so dass niemand von uns rechtzeitig da sein konnte. :(

Kurz danach sprach die Stallbesitzerin uns an, dass sie uns "einen guten Pferdehändler empfehlen könne bei dem wir ein neues Pferd holen könnten", damit wir unseren einschläfern können. Ja hallo?? Mir ist die Kinnlade runter geklappt, ich wusste gar nicht was ich sagen sollte als meine Mutter mir das erzählt hat.

Jedenfalls legt man uns seitdem doch immer wieder nahe dass wir doch nur Geld für ihn ausgeben, ein neues Pferd wäre ja billiger blabla. :motz:

Ok, ihre Einstellung zu Tieren, oder eher Pferden, ist eben einfach eine andere als die unsere.

Für sie sind es "Nutztiere". Was nicht mehr "funktioniert" gehört anscheinden aussortiert.

Wir geben ihn unter gar keinen Umständen auf!

Wir kämpfen weiter, bis zum Schluss (der hoffentlich noch weit weg ist).

Und wir meinen die ganzen Therapien würden langsam auch ein wenig anschlagen.

Aber warum versteht das niemand?

Ich weiß das hinter unserem Rücken darüber geredet wird. Ich werde schief belächelt wenn ich mit meinem Dicken in die Halle komme, wozu noch bewegen.. der kann ja nicht mehr so wie ein gesundes Pferd. :??? Oh man.. wie kann man allen ernstes so denken, das werde ich niemals verstehen. :(

Wie seht ihr das? Vllt auch besonders die mit eigenem Pferd? Ein Pferd ist doch kein Sportgerät das ich zu meiner Belustigung halte solange es eben "funktioniert"? :(

Morgen bekommt er wieder seine Akkupunktur, und am Samstag kommt der Pferdezahnarzt, hoffentlich hilft es alles. Er hat es doch nicht verdient schon gehen zu müssen..

Er hat es immer so schwer gehabt in seinem Leben, jetzt wo es ihm endlich gut gehen darf muss er das doch auch mal genießen dürfen. :( Die Welt ist so ungerecht. :(

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Das würde mich wohl überhaupt gar nicht interessieren, was irgendwer erzählt, wenn ich da noch Hoffnung sehe und das Tier nicht unnötig quäle.

Ich hab zwar kein Pferd, hab allerdings oft gehört, dass die wohl bei vielen Leuten schnell zum Schlachter gehen, wenn man sie nicht mehr "gebrauchen" kann. So eine Einstellung kann ich nicht teilen.

Ich glaube viele hier haben schon so viel Geld beim Tierarzt gelassen, dass sie sich schon einige "neue" Hunde davon hätten kaufen können. Und viele durften sich bestimmt auch schon dumme Sprüche anhören.

Ich persönlich hätte eher ein schlechtes Gewissen, es bei einem Tier nicht versucht zu haben (wenn denn realistische Chancen bestehen), als es einfach so einzuschläfern.

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Ojee, du ärmste.....

Ich versteh solche Leute auch nicht.....hab mein Pferd auch so bekommen...das "Sportgerät" taugte mit ihren 15Jahren eben nicht mehr für den Turniersport, wurde 2 Jahre alleine auf die Wiese gestellt. Hab sie dann zu mir genommen. Die Leute haben auch gesagt ich wär bekloppt, ein 17-jähriges Pferd zu nehmen, würde nur kosten, mit ihr wäre eh nix mehr anzufangen...pipapo....

Naja, jetzt ist sie 23, topfit, wir gehen 3mal die Woche ausreiten, sie ist das beste Pferd was ich je geritten bin, lieb, sanft, kommt mit den Hunden klar usw...Turniere? Wer braucht denn sowas...

Lass die Leute reden und zieh dein Ding durch....dein Pferd weiss es zu schätzen...es gibt eben immernoch viel zu viele Menschen, die sich für die oberste Rasse halten und NULL Respekt für Umwelt oder Lebewesen haben...und ganz ehrlich...wenn die Stallbesitzerin so eine Einstellung hat, wäre ich schon nicht mehr in dem Stall (aber das ist natürlich nicht so leicht getan)

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Hast du vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, dass dein Pferd bei diesen Krampfanfällen ganz schön leidet und es vielleicht besser wäre, wenn du es von seinem Leiden erlösen würdest. Und dass die Ratschläge, die dir andere Leute geben auch gut gemeint sein können und dir keiner etwas Böses will ?

Wenn er jetzt schon über Monate behandelt wird und einen solchen Krampfanfall hatte, kann man dann wirklich von einer Verbesserung sprechen ? Was ist wenn bei einem solchen Anfall ein Mensch in der Nähe ist und dabei zu Schaden kommt?

Ist jetzt wahrscheinlich nicht das was du hier lesen möchtest, aber manchmal macht auch (Tier)Liebe eben blind.

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Waaaaas???? gehts noch???? Wie kann man nur so etwas sagen? Find ich richtig dreist! Ich habe zwar selbst kein Pferd, habe aber eine zeitlang mit Pferden gearbeitet und bin auch geritten. Ich mein egal welches Tier, wie kann man so einen Spruch vom Stapel lassen?? Vielleicht solltest du ihr mal einen Onlineshop für neue Gehirne raussuchen..... >.< Es gibt wirklich dumme Leute.

Aber mach dir nichts draus (ich weiß, leicht gesagt..), was denkst du wie viel Liebe, Freundschaft etc solche Leute im Leben verpassen! Die können ein Tier eben nicht von einem Rasenmäher unterscheiden, verpassen dadurch aber die Vorzüge der Freundschaft mit einem Tier und diese wunderschönen Moment die man als Team hat.

Ich wünsche deinem Pferd alles Liebe und Gute und dir die Kraft dich weiterhin so toll um dein Pferd zu kümmern. Er wird sicher wieder gesund! :) Kopf hoch!!! Und mach einfach weiter so.

Liebe Grüße, ich denk an euch!

Nora

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Lass dich mal drücken,

ich denke du machst das alles schon richtig und würdest ihn sicherlich nicht unnötig Quälen.

Daumen sind gedrückt, das es ihm bald besser geht, dann kannst du den Miesepetern mal ganz gepflegt den den Stinkefinger zeigen :D

Ich kann dich sehr gut verstehen. Als wir Aysha letztes Jahr an der Hüfte operieren lassen haben, da bekam ich auch zugetragen, das man hinter meinem Rücken mit dem Kopf schüttelt und es absolut nicht verstehen kann, das man einen Hund mit 9 Jahren noch so einer OP unterzieht. Vor allem machen sich andere Leute nen Kopf, was das wohl kostet...was man mit dem Geld alles anfangen hätte können :Oo

Als sie dieses Jahr am Kreuzband operiert wurde kannst du dir ja vorstellen, was da los war :so

Also, steh einfach drüber, du bist niemandem Rechenschaft schuldig :)

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Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft - und die meisten tun genau das: Wegwerfen was nicht mehr gut, gesund etc. ist.

Laß' dich von den Bödmänneren - -frauen nicht beeindrucken - Selig sind die Armen im Geiste, oder so.

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Hi,

ich finde es schwierig, klar hätte die Stallbesitzerin feinfühliger sein können, aber nicht jeder kann diplomatisch sein.

Manchmal hilft so ein Blick von außen aber auch zu erkennen, wie der Zustand des Tieres wirklich ist, manchmal ist der eigene Blick einfach zu verschleiert. Ob das bei euch zutrifft, weiß ich nicht, ich kenne weder euch noch euer Pferd, weiß nicht welche Fortschritte vorhanden sind, weiß nicht wie das Pferd sich ansonsten verhält, kann ihm nicht in die Augen sehen, habe kein Gefühl für es ....

Generell bin ich eher ein Mensch, der versucht objektiv zu entscheiden: lohnt diese Untersuchung/Behandlung sich noch für das Tier (im Sinne von wie sehen die Heilungschancen und das zukünftige Leben aus) oder verlängert es nur das Leiden? Dazu helfen Prognosen von Tierärzten und anderen Fachkundigen. Aber wenn eine Therapie nur noch eine Verlängerung des Leidens ist, dann entscheide ich mich dagegen auch wenn nicht der allerletzte Strohhalm genutzt worden ist. Keines meiner Tiere hat es verdient, zu leiden, nur weil ich mich nicht trennen und sie loslassen kann.

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Leider sind solche Stallbesitzer keine Seltenheit.Erst Recht nicht diejenigen mit Schulbetrieb.

Mein allererstes Pflegepferd,an dem ich wahnsinnig gehangen habe,wurde auch zum Schlachter gebracht,weil es im Schulbetrieb nicht genug genutzt wurde.

Er war zB sehr schwer zu sitzen.Also nichts für kleine Mädchen,die nunmal den größten Umsatz bringen.Also sollte er erst gegen zwei Ponys eingetauscht werden.An diesem Punkt habe ich schon wahnsinnig geweint,wenn ich das mal geahnt hätte...Naja,weil die Ponys noch nicht eingeritten waren,platzte der Deal und ein paar Monate später ist er zum Schlachter gekommen :(

Ein gesundes Pferd von gerade mal 12 Jahren!Er war kein Einzelfall.Viele Pferde die zig Jahre "treuen Dienst geleistet" haben,wurden einfach abtransportiert.

Von daher lass dich von den Leuten in deinem Stall nicht verunsicher!Solang dein Pferd sich nicht quält,weil keine Heilungsmöglichkeit besteht,verhälst du dich genau richtig.Dein Pferd hat dich sicher jahrelang begleitet,da verdient es auch Liebe in schwierigen Zeiten.

Ich wünsche euch ganz viel Glück und schnelle Genesung!

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Wofür Du Dein Geld ausgibst, ist Deine Sache und geht niemanden etwas an. Die Stallbesitzerin wollte wahrscheinlich nur helfen, wenn auch ziemlich unsensibel.

Ich habe einige Pferde in meiner Praxis, die die 30 längst überschritten haben, natürlich nicht mehr aussehen, wie das junge Leben, aber einen schönen Lebensabend haben (der sich bei manchen erfreulich lange hinzieht ;) ) Manchmal können die Besitzer nicht erkennen, wenn es Zeit ist, ein Tier gehen zu lassen, aber die meisten kennen ihre langjährigen Freunde gut und haben zum Glück auch weitestgehend Vertrauen in mein Urteil.

Laß Dich nicht durch Getratsche beeinflussen, gerade in Reitställen werden die Pferde der anderen immer besonders kritisch beäugt. Wenn Du der Meinung bist, Deinem Pferd geht es gut dann ist es ok für Dich, im Zweifel frage in der Klinik nach, die ihn untersucht hat (bezüglich Gefahr für sich und die Umwelt). Kannst Du Dich evt. nach einem netten Rentnerstall umsehen, wo Du unter Gleichgesinnten wärst?

Ich kenne auch ein paar Ponys, die alle 2 -3 Jahre mal einen epileptischen Anfall haben, ich würde deswegen nicht zum Umbringen raten.

Meine 3 Pferde sind übrigens alles Rentner (29 Jahre, 19 Jahre und 5 Jahre, die 5 jährige leicht belastbar), sie bekommen ihr Leben mit allem, was sie brauchen, solange es ihnen gut geht!

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