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Hundeforum Der Hund
Catwoman

Wie kann man einen fremden Hund "wegschicken"?

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Hallo,

Folgendes ist mir heute passiert:

Auf dem Spaziergang kam uns erst ein Paar mit zwei Hunde entgegen, ein fast noch Welpe (weiblich) und ein älterer kastrierter Rüde.

Also haben wir uns alle getroffen, es war auch alles sehr harmonisch, alle haben sich beschnüffelt und Candy hat ein bissi mit dem Welpen gespielt. Jordy und der andere ältere Hund haben sich rausgehalten.

So weit so gut. Dann kam ein weiteres Paar mit einem Labrador des Weges. Den kenne ich und weiß, dass er nicht ganz einfach ist, insbesondere mit anderen Rüden. Da ich auch weiß, das Jordy Angst vor manchen Rüden hat, hab ich ihn besser mal angeleint. Denn als ihn einmal ein sehr aufdringlicher Jungrüde besteigen wollte, ist er mir auf und davon gelaufen, da hab ich keine Lust drauf.

Seit dem bin ich auch dazu übergegangen, manche Hunde, insbesondere Rüden, "wegzuschicken", hatte sowas auch mal hier gelesen. Meist reicht dazu schon ein leichtes Knurren meinerseits, manchmal trete ich ihnen entgegen, manchmal brülle ich sie auch an.

So, nun kam also der Labbi, rennt erst mal ne kurze Runde mit den anderen Hunden, kommt dann zu Jordy. Ich hab ihn erst mal schnüffeln lassen, weil er sich auch von einer blöden Ecke genähert hat, wo ich mich nicht so gut in den Weg stellen konnte.

Dann hab ich schon gleich gesehen, dass er ihn besteigen wollte. Viele Rüden reagieren so auf Jordy, wahrscheinlich riecht er halt irgendwie komisch, weil er kastriert ist.

Also hab ich so mein übliches Programm abgezogen, um ihn zu vertreiben, aber war nix zu machen. Problematisch war halt noch, dass Jordy sich an der Leine ständig um mich rum bewegt hat, wir uns also quasi zu dritt permanent im Kreis gedreht haben und dazwischen noch die anderen Hunde rumsprangen! Hab dann versucht, den Labbi am Halsband zu packen und von Jordy runterzuholen. Dabei hab ich rumgekeift, was aber weder den Labbi noch seine Familie interessiert hat.

Der Besitzer fragte nur ständig: "Is die heiß?" - Und das mehrmals, während ich ständig "Runter!" oder sonstwas gebrüllt hab. Was für ein Unsinn! Wenn er doch sieht, dass ich das nicht will und der Hund das nicht will, wieso kann er nicht einfach seinen Hund von meinem runterholen (abgesehen davon, dass ich das nie zulassen würde, wenn es mein Hund wäre)??? Statt dessen steht er da und fragt immer nur, ob "die" heiß wäre!

Hätte echt platzen können!

Wenn ich Jordy losgelassen hätte, wär der sicher unkontrolliert weggerannt.

Also, wie kann ich es denn hinkriegen, dass ich so eine Situation unter Kontrolle kriege, bzw. den anderen Hund wieder wegbekomme?

Ich könnte natürlich beide Hunde an die Leine nehmen und mich direkt bei jeder Hundebegegnung vor sie stellen, das wäre ja kein Problem, damit könnte ich alle Hunde von vornherein abwehren.

Jetzt hat aber Candy sehr gerne Hundekontakt und auch Jordy findet manche Hunde ganz nett. Bisher war das auch trotzdem nie problematisch, die Hunde, die mit Candy spielen wollten, konnten das machen und wenn sie zu Jordy kamen und sich nicht "ordentlich" benommen haben, hab ich sie weggeschickt oder der Besitzer hat sie dann selbst weggenommen.

Eine Zeitlang hab ich auch jeden Hund von Jordy abgewehrt, aber da hatte ich den Eindruck, dass er dadurch sehr unsicher wurde, deswegen lasse ich ihn jetzt immer ganz gerne selbst entscheiden, ob er mit demjenigen was zu tun haben will oder nicht.

Wenn nicht, "befreie" ich ihn von dem anderen Hund.

Nur heute ging es nicht. Wie hätte ich denn noch reagieren können?

Letztendlich hat sich übrigens dann der Besitzer doch selbst dazu bequemt, seinen Hund anzuleinen...

LG!

Anja und Hundis

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Hm...irgendwie kenne ich solche Situationen! Meine Büdi steht auch voll auf andere Hunde, aber der Berner trifft sich nur mit "Ausgewählten"

Ich lass halt, wenn ich den Hund an der Leine habe, überhaupt keinen Kontakt mit anderen Hunden zu. Wenn der Große nur absitzt oder -liegt, dann schon, aber auch dann nur, wenn ICH das will!

In der von dir beschriebenen Situation hätte ich wahrscheinlich versucht den Labbi mit den Füssen von Jordy runter zu schieben, notfalls auch etwas unsanft...vorallem, weil die Besitzer erstmal selber nicht reagiert haben! Hast du sie denn angesprochen, dass sie ihren Hund da weg nehmen sollen?

Oder ich hätte ihm mit der Leine eine auf die Nase gehauen...ich hab, gerade wenn Büdi läufig ist, für solche Situationen immer ne dritte Leine im Schlepp!

Manche Hundebesitzer sind echt ohne Worte!!!!

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@Angela, das mit der Leine auf die Nase ist gar kein schlechter Tipp, ist halt bissi unnett für den anderen Hund, aber wenn es anders nicht geht...zumal ich ja Candys Leine eh dabei hatte, weil die ja nicht angeleint war!

Ich geb auch zu, dass ich den Besitzer nicht direkt gebeten habe, den Hund runterzunehmen, weil ich zunächst zu sehr damit beschäftigt war, ihn selbst runterholen zu wollen.

Außerdem hatte ich gerade vorher erklärt, weshalb ich Jordy jetzt anleine und dass er eben manchmal Angst vor anderen Rüden hat.

Und ich dachte halt, dass mein Rumgekeife Anlass genug gewesen wäre, ihn dort selbst runterzuholen, zumal ich den Mann ja kenne und mich auch öfter schon mit ihm unterhalten hab, da war nur Jordy noch nicht da.

Als Candy läufig war, hing der Labbi auch auf ihr drauf, da hat ihn halt mein Mann runtergeholt. Ich hab ihn auch schon mal von Candys kleinem Freund, dem Scotch Terrier runtergeholt, als die sich grad richtig am Fetzen waren.

In beiden Fällen hat der Besitzer nicht reagiert. Da war es aber einfacher, weil er sich da nicht im Kreis gedreht hat und nicht noch mehr Hunde dazwischen gesprungen sind. Candy springt mir bei so Gelegenheiten immer gern ins Gesicht, weil sie merkt, dass ich aufgeregt bin. :Oo

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Hallo

Bewaffne dich mit einer Wasseristole in die du Wasser mit etwas Zitrone einfuellst.

sehr wirksam,besonders wenn du die Nase des Hundes triffst.

also immer auf die Schnauze zielen :D

:D

Viel Erfolg

L.G.Wotan

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Hm, auch ne Variante. Bisserl umständlicher als mit Leine, aber schmerzfreier. ;)

Hoffentlich friert das Wasser dann nicht ein, bei den Temperaturen! :o

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Hallo Anja,

eigentlich kann ich dir da auch nur den Rat geben, im Vorfeld eine klare Entscheidung zu treffen und entsprechend zu agieren :-)

Entweder die Hunde duerfen Kontakt haben, dann gebe ich meinen Hund auch frei und schicke ihn aus meinem Bereich zu dem Hund oder ich lasse keinen Kontakt zu - also bitte ich die Besitzer rechtzeitig ihren Hund zu rufen und/oder verjage den Hund bevor er meinen nerfen und penetrieren kann.

Ich halte es da auch wie Angela, angeleint lasse ich generell keinen Hundekontakt zu - gerade weil sich aus einer Situation, wie du sie beschrieben hast, schnell mal ein Konflikt ergeben kann. Alleine das ins Halsbandgreifen kann u.U. schon zu Schwierigkeiten fuehren und dann hast du den Salat.

Also nicht aufregen sondern ueberleg dir fuers naechste Mal vorher was du willst und wie du handelst und zieh es durch. Mit so nem bisschen "ich mag das nicht" kommst du da nicht weiter.

Kopf hoch, morgen ist ein neuer Tag.

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Ich habe mir angewöhnt, JEDEN unangeleinten Hund von meinen angeleinten weg zu schicken, wenn ICH das nicht möchte, egal ob`s ein bekannter oder fremder Hund ist!

Bevor er zu nah ist, wird er schon von mir mit Gebrüll verscheucht, was auch in den meisten Fällen toll klappt.

Schwierig ist es natürlich, wenn ich beide an der Leine habe, Boomer meint, Theater machen zu müssen und Shelly nach vorne zum Spielen will! :(

Ich hab mir zwar schon blöde Blicke und doofe Bemerkungen anhören müssen, das ist mir aber inzwischen egal! ;)

Kenne ich Hund und Besitzer, wird von weitem schon abgeklärt, ob gespielt wird oder nicht.

Auch bei fremden Hunden bitte ich, den Hund zurück zu rufen, geschieht das nicht, geht mein *Indianergeheul* los! ;)

Das mit der Wasserpistole, aber nur mit Wasser, finde ich nicht schlecht, aber handhabe das mal mit zwei Hunden an der Leine! ;)

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Ja, ich muss wahrscheinlich einfach auch schneller reagieren. Es hat ja auch bisher immer ganz gut funktioniert. War nur heute eine blöde Situation, weil erst mit den anderen zwei Hunden alles ok war und dann der andere dazu kam.

Dann hab ich Jordy zwar angeleint, aber in dem Moment auch nicht schnell genug darauf geachtet, dass der andere Hund nicht schon zu nahe kam.

Im Normalfall lasse ich die Hunde angeleint auch gar nicht zusammen, ist nur blöd, wenn alle zuerst unangeleint sind.

Ist halt schwierig, wenn ich Candy Hundekontakt erlauben möchte und Jordy besser keinen hat!

Mein Problem ist auch, dass ich mich so schnell selbst nicht entscheiden kann, was ich will oder was besser oder sinnvoller ist. Und es dann auch noch umzusetzen bzw. schnell genug durchzusetzen, dauert dann ja noch länger. :Oo

Naja, ich werde das üben und vielleicht demnächst auch eine Wasserpistole für alle Fälle mitnehmen! :D

Danke für die Antworten und Tipps!

LG!

Anja und Hundis

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Hier in Cux gibt es eine Frau mit zwei allerliebsten Hunden, die hat immer Pfefferspray dabei - wobei ich ehrlich gesagt den Besitzer in den Genuss hätte kommen lassen.

Weiß noch nicht ob ich das so toll finde, allerdings ist Gioconda auch mal richtig fies gebissen worden, da hätte ich am liebsten Bezitzer und Hund eingenebelt. Also der eigene Hund geht bei mir vor.

LG Meike

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Das mit dem Pfefferspray ist so ne Sache und je nachdem von wo der Wind kommt kann es den eigenen Hund oder dich selber treffen.

Hast du die möglichkeit das du deinen Hund zuverlässig absitzen lassen kannst und dem Hund entgegen gehst und ihn abfängst ??

Ansonsten kann ich auch hier wieder nur raten auch wenn die Leute nicht deiner Bitte nachkommen den Hund anzuleinen das man eine Wurfkette mithat und die bevor er überhaupt in meine Nähe kommt, ihm vor die Füße wirfst.

Lg Birgit

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