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Hundeforum Der Hund
balu10

Bestrafen ... muss das wirklich sein bzw. wie weit darf man gehen?

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Hallo also mich würde mal interessieren, was ihr so von der Bestrafung eures Hundes haltet und wenn ihr ihn bestraft, wie ihr das macht (mit der Stimme, körperlich bzw. benutzt ihr sonstige Hilfsmittel)!

Glaubt ihr, dass Bestrafung wirklich notwendig ist bzw. glaubt ihr, dass man zu häufige Bestrafung vermeiden kann???

Oder seid ihr der Meinung, dass es nicht notwendig ist, den Hund zu "korrigieren" und ignoriert ihr z.B. aus eurer Sicht das "Fehlverhalten" des Hundes?

Reicht es aus, das gewünschte Verhalten zu verstärken oder muss man "mehr" tun um Konflikte zu vermeiden???

Bin mal gespannt auf eure Antworten!!!

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Natürlich korrigiere ich meinen Hund, wenn er etwas Unerwünschtes tut

z.B. mit einem "NEIN", oder mit anknurren. Das ist ein Negativ-Marker

hat aber meines Erachtens mit Strafe nix zu tun.

Ich stehe auf positive Bestärkung, aber wenn's notwendig ist, sage ich meinen

Hunden auch was ich nicht will.

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Was verstehst du als "bestrafen".

Ich würde sagen, Verhalten, dass ein Hund nicht haben soll, abtrainieren und gewolltes Verhalten, antrainieren.

Nicht gewolltes Verhalten abtrainieren - dafür gibt es viele Möglichkeiten - für mich steht da gewaltfrei im Vordergrund. Ich nutze hauptsächlich meine Stimme - meine Körperhaltung.

Ein/mein Hund soll mir aus Freude folgen.

Ich bestärke gewünschtes Verhalten, wie z.B. am Kantstein stehen bleiben oder sowas.

Knuddeln und Bestechungsgelder (kleine Leckerli) - wenn ein Hund auf Spielzeug anspricht - sollte auch das genutzt werden.

Fehlverhalten einfach ignorieren - woher soll die Nase dann wissen, dass das Verhalten nicht geduldet wird.

Ignorieren ist eine Möglichkeit, aber nicht bei jedem Verhalten.

Wäre z.B. beim Anspringen möglich - wegdrehen - Arme vor dem Körper verschränken - so eine Art Trotz-Haltung (Körpersprache).

Ignorieren wäre auch möglich bei einem bettelnden Hund am Tisch - einfach nicht angucken - nicht darauf reagieren.

Kommt halt immer darauf an, welches Verhalten abtrainiert werden soll und welche Möglichkeiten man jeweils nutzen kann.

Kommt auch auf den Hund drauf an. Nicht jeder lernt gleich - wie wir Menschen ja auch.

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Nun ich halte nichts von Strafe - korrigieren ist in meinen Augen keine Bestrafung.

Ich bin ein Fan von Fehlverhalten ignorieren, aber gleichzeitig ein gewünschtes Verhalten etablieren.

Ich mache sehr viel über Erfolg und Misserfolg (Shapen mit Clicker). Ich verbiete auch keine Verhaltesweisen mit einem Nein oder ähnliches - denn wenn ich dem Hund dann keine Alternative gebe, dann weiß er zwar, das er etwas nicht darf, hat aber immer noch keine Ahnung, was er stattdessen tun kann.

Für mich ist das ein sehr schöner Weg und ich würde diesen auch immer wieder gehen, auch wenn er vielleicht manchmal etwas länger dauert.

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So pauschal kann man das nie sagen, deshalb ist es schwer Dir zu antworten.

Generell gehört selbstverständlich Strafe zur Erziehung. Der Hund muss schließlich begreifen wo Grenzen sind, das kann er aber nicht wenn er diese Grenzen nie übertritt.

Es kommt IMMER auf den einzelnen Hund an, was Strafe ist. Manche Hunde (wie meine derzeitige Hündin) sind extrem sensibel, da reicht ein Blick, ein Wort oder eine Geste. Wenn ein Hund aber hart ist oder gerade im Trieb steht, da interessiert ihn oft nicht ob du ihn vollsabbelst oder mit nem Kottlett vor ihm wedelst, da gehört Strafe selbstverständlich dazu. Nichts anderes machen Hunde untereinander. Aus meiner Sicht reicht nur positive Bestärkung nicht aus.

Was ein Hund austeilt kann er auch vertragen. Sprich: Hast Du einen sensiblen Hund ist Wattebäuschchen oft angesagt, hast Du einen harten Hund kommst Du damit nicht weit.

Es gibt so viele Hilfsmittel und Trainingsmethoden weil es eben viele Hunde gibt. Sehr viele unterschiedliche Hunde.

Es kommt aber auch darauf an um was es Dir geht. Meinst du bestrafen als Reaktion auf ein nicht ausgeführtes Kommando oder meinst Du Strafen wenn ein Hund zubeißt, jagt etc. Da liegen -vorallem was die Maßnahmen anheht, WELTEN zwischen.

Und das ist der Grund warum ich Dir pauschal nicht antworten kann, weil immer das Gesammtpaket betrachtet werden muss.

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Zum Thema Strafe würde ich gern mal wissen , wie ihr den Schnauzenbiss der Hündin beim Welpen einstuft, oder das Wegbeisen beim Futterklau, oder das Anknurren beim Spielistreit.

Ist das Strafe? Sind das nicht alles nur Kommunikationen zwischen Lebewesen?

Wenn man als Mensch dem Hund auf den Kopp kloppt ist das auch Kommunikation, der Hund versteht es nur anfangs nicht, aber er ist lernfähig! Imn Gegensatz zu manchen HF

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:winken::kaffee::winken:

LG:winken:

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Wer meint, dass man allein über positive Verstärkung einen Hund adäquat erziehen kann, der lügt sich selbst in die Tasche.

Brutalität gehört ebenso wenig in die Hundeerziehung wie ein Fisch auf ein Fahrrad.

Dem Hund vermitteln, was erlaubt und was nicht, hat nichts mir Strafe zu tun!

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Wenn mein Julchen über die Straße rennt, um eine Katze zu jagen (beides strengstens verboten, weiß sie genau)

und ich ras ihr nach und stürze mich dann auf das Hundl, reiße sie zu Boden und nagel sie wutschnaubend im Rasen fest -ist das bestrafen?

Wenn ja, dann bestrafe ich sie ab und zu.

Könnte ich bei einem Sensibelchen nie machen, aber Jule ist ein Rhinozeros, und anders kapiert /akzeptiert sie nicht, dass ich es ernst meine, wenn ich was meine.

LG

Antonia

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@ Juline: :D:D:D

(Stelle mir gerade bildlich vor, wie Du ein Katzen jagendes Rhinozeros über die Straße verfolgst und auf dem Boden festnagelst*g*)

Ansonsten würde ich mich zu 100 % Steffis Meinung hier anschließen.

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