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Hundeforum Der Hund
Chris46

Eingreifen oder laufen lassen

Empfohlene Beiträge

Also ich persönlich sehe es so:

Ich lebe mit meinen Hunden in dieser Gesellschaft, möchte auch weiterhin MIT Hunden gern gesehen sein, dann muss ich mich auch ein stückweit anpassen.

Und ich selber kanns nicht ausstehen, wenn jeder Hans und Franz seinen Hund zu meinen flitzen lässt, denn WENN meine Hunde das mal in den falschen Hals bekommen dann habe ICH die bösen Hunde an der Leine.

Und ebenso lasse ich meine nicht ungefragt zu jedem Hund rennen ;)

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lese ich da einen kleinen Unterton, der mich irgendwie stichelt...

Der Unterton ist schon da :) . Mir geht die "ICH regel alles für meinen Hund, weil sonst ist der arme Kerl heillos verloren in unserer Zivilisation voll böser "Ich fress dich gleich" Artgenossen" Einstellung, die hier ja teilweise verbreitet ist, ein wenig gegen den Strich. Warum maßen wir Menschen uns an Kommunikation unter Hunden "besser" zu können als sie selbst? Warum meinen wir Hunde sind nicht in der Lage sich untereinander beizubringen wie man sich verhält, und brauchen dazu zwingend menschliche Anleitung?

Es gibt soviele unsozialisierte Hunde hier in Deutschland die ihrer eigenen "Sprache" nicht in ausreichendem Masse mächtig sind, deswegen ist bestimmt nicht alles richtig was ein Hund von anderen lernt. Aber in diesem Fall scheinen mir die Voraussetzungen für "las ihn erstmal machen" nicht die schlechtesten zu sein. Natürlich wäre es interessant zu wissen, wie lange er schon in D ist, wie lange er auf der Strasse gelebt hat, wie alt er ist, etc. Ich denke halt, ein Hund, der sagen wir mal ein Jahr auf der Strasse gelebt hat, der wird schon wissen, wie er sich in Konfliktsituationen zu verhalten hat. Wenn ich mich da im falschen Moment mit einer unangepassten Reaktion dazwischenwerfe, erreiche ich wahrscheinlich mehr Schlechtes als Gutes.

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Ich sag ja, ich kann den Ansatz verstehen.

Allerdings ist mir das Risiko mit einem kleinen Hund zu groß. Du schreibst selber "Es gibt soviele unsozialisierte Hunde hier in Deutschland..." - und da soll ich dann meinen reinrennen lassen? Nein, danke... (Ich persönlich hab halt auch ein Problem mit dem Kleinhundklischee "größenwahnsinnige Kläffer".)

Mein Zweithund ist von einem Golden Retriever gemaßregelt worden - das hätte ihn fast sein Auge gekostet. Und dabei sollte es doch nur eine Maßregelung sein (dem Retriever gehört ALLES Fressbare, was im Gebüsch liegt - das wusste ich nach 1 Woche hier im Haus halt noch nicht). Tja, etwas daneben gezielt, wenn auch sicher nicht "böse" im Sinne von "artgenossenfressend"... Möchte ich diese TÄ-Kosten tragen? Nein. Möchte ich einen einäugigen Hund? Nein.

EDIT: du schreibst, einer der 1 Jahr auf der Straße war, weiß, wie er sich in Konflikten verhalten soll. Allerdings sehe ich das hier eher so (aus den wenigen Posts, also interpretiert), dass der Kleine den Konflikt anfängt. Für mich nicht ok.

Grüßle

Silvia

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Versteh ich, ich würd's als Kleinhundhalter vielleicht auch anders sehen, wer weiss. Ich habe allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass Leute mit unsozialisierten Hunden sich allgemein nicht entspannt in Freilaufgegenden aufhalten (hier bei uns zumindest nicht). Die Gefahr schätze ich daher als nicht sooo hoch an. Wär der Kleine mein Hund, ich würd ihn bei Beginn der "Show" abrufen, weitergehen, fertig.

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Mein kleiner Mix Rüde hat in Spanien wahrscheinlich auf der Straße gelebt.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=62489&goto=1291979

Die Mär vom supersozialisierten Straßenhund hält sich lange, wird davon aber auch nicht wahrer.

Trifft sie zwar auf die Hunde zu, die dort geboren und aufgewachsen sind, so sucht man doch lange nach diesen ultrasozialen Eigenschaften beim Haushund, der irgendwann unfreiwillig dort landete.

Wie gut oder schlecht der auf der Straße klarkommt und wie er diese Erfahrungen verbucht, sieht man erst dann, wenn man das Tier hier hat.

Du schreibst selbst "wahrscheinlich". Nix genaues weiß man also nicht. ;)

Es gibt soviele unsozialisierte Hunde hier in Deutschland die ihrer eigenen "Sprache" nicht in ausreichendem Masse mächtig sind...

Jop, leider.

Letztlich gibt es für den beschriebenen Hund nur zwei Möglichkeiten:

Entweder man lässt ihn in sämtliche Rüden weiterhin reingeigen und seine Show abziehen. Dann müssen Hund und Halter damit leben, dass es mal die volle Packung gibt. Nicht jeder Hund duldet so ein Verhalten.

Und im Fall der Fälle die Backen halten, denn man hat es selbst laufen lassen.

Je weniger "Hund" das Gegenüber spricht, umso drastischer kann die Reaktion ausfallen.

Oder aber, der Halter übt mit seinem Hund, dass er sich etwas runterfährt.

Dann kann er genauso mit anderen Hunden kommunizieren. Dafür entfällt das Risiko einer deutlichen Zurechtweisung und das Hund+Halter-Gespann wird dann bei Hunden und Menschen meist gerne gesehen.

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Trifft sie zwar auf die Hunde zu, die dort geboren und aufgewachsen sind, so sucht man doch lange nach diesen ultrasozialen Eigenschaften beim Haushund, der irgendwann unfreiwillig dort landete.

Naja, kommt wahrscheinlich drauf an, wie lange der Haushund auf besagter Strasse gelebt hat. Ich denke, ein ausgesetzter Haushund wird sich die sozialen Eigenschaften zwangsläufig aneignen müssen, sonst kriegt er entweder nix zu essen oder ständig irgendwelche Bisswunden und psychischen Stress, und wird nicht lange überleben.

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Was auf der Straße offenbar nicht genug gelernt wird: Spielen. Juno konnte scheinbar die Spielaufforderungen einiger Hunde hier absolut nicht verstehen. Vor allem, wenn die dabei auch noch bellten.

Inzwischen ist das besser, aber es gab etliche Situationen, wo ich wußte, das der andere Hund mit ihr spielen möchte, sie nicht einnmal bedrängte - aber sie den gleich auf 180 angehen wollte.

Da sie größer ist, klappt das mit dem Sozialisieren durch andere Hunde auch nicht so einfach, denn die haben oftmals zu große Angst und sind selbst nicht so Kommunikationserfahren.

Alles regeln ist sicher falsch, aber es gibt Situationen, wo menschliches Eingreifen sehr hilfreich ist. Dadurch hat Juno überhaupt erst angefangen, abgestuft zu kommunizieren.

Screet

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@ Carole

Sicherlich.

Aber der springende Punkt bei den ganzen sog. Straßenhunden ist doch, dass man in den allerseltensten Fällen weiß, wie der Hund dort hingelangte, ob dort geboren, ausgesetzt, etc...

Entsprechend weiß man eben auch nicht, wie er dort klarkam, über welchen Zeitraum und welche Erfahrungen er von dort mitnimmt.

Deshalb geht die Gleichung: Straßenhund = immer superultragut mit anderen Hunden sozialisiert, keineswegs immer auf.

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Hallo,

wollte mich mal kurz melden.

@Silvi-p er würde deinen nicht anmachen da er ja nur Hunde anmotzt die völlig relaxt reagieren.

Noch kurz ein paar Infos er ist mit zwei Jahren gefunden worden und schon seit zwei Jahren bei mir. Ich habe schon viel mit ihm erreicht, als ich ihn bekam war er seelisch völlig fertig. Dadurch haben wir ihm vielleicht zu viel durchgelassen.

Was auch sehr interessant ist, er hat viele Hundefreunde. Sie spielen gerne mit ihm. Außer seinem schlechten Benehmen bei manchen Hunden ist er ein fröhlicher Clown, der sich gerne von Großen jagen läßt.

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Aber hier gelten nun andere REgeln als auf der Straße

Zweifellos' nur frage ich mich, muss ich in [b']diesem[/b] Fall eine große Sache draus machen? Der Hund düst zu anderen Hunden und macht den Clown, die anderen Hunde interessierts nicht die Bohne, nur wir Hundehalter machen uns ein Problem, weil "auf andere Hunde zurennen" von uns Menschen halt nicht gern gesehen wird.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=62489&goto=1292392

Ich habe ALLGEMEIN ein Problem mit Hunden, die auf Sam zugestürmt kommen und ihn so bedrängen. Er hat dann Panik!

Können Hundehalter nicht respektvoller miteinander umgehen???

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