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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Junghund trifft auf Artgenossen und wie spielt sich das ab?!

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(bearbeitet)

Hallo ihr Lieben,

hier gehts natürlich um Minos, meinen mittlerweile 16 Monate alten Junghund, den wir vom 5 Lebensmonat an bei uns haben.

Ich muss dazu sagen, dass ich vor Minos zwei erwachsene Hunde hatte und diese Phase, wie jetzt Minos sein Teenageralter erlebt, noch mal ganz neu für mich ist.

Hier bei uns in der Gegend wird viel Freilauf praktiziert und vorab wird meistens von den Hundehaltern geklärt, ob das zwischen den jeweiligen Hunden in Ordnung ist. Meistens deshalb, weil man die fehlenden Prozente sowieso schon kennt. ;)

Das ist natürlich auch die Grundlage dafür, dass man seinen Hund viel "wertfreier" mal machen lassen kann, jetzt nicht ungesteuert, sondern einfach mal etwas als Beobachter.

Wir sehen also von weitem einen Hund, noch für mich unklar, ob Rüde oder Hündin, die Leine ist ab, Halterin signalisiert, das kann auch so bleiben.

Minos je nachdem wo er gerade mit seiner Nase so war, bemerkt Hund und hält ein. Er guckt und wenn es ein fremder Hund ist passiert Folgendes: Er legt sich ins Platz - erst mal nichts Ungewöhnliches, denn das machen schon mehrere Hunde -, stellt einen Kamm (oller Angeber), und merkt dann am Gegenüber, wieviel Eindruck er damit schinden kann.

Minos sprintet irgendwann los und kaum ist er bei dem fremden Hund angekommen und steht bei ihm, hier nimmt er auch die Spannung aus dem Körper, macht sich zwar groß und fängt zu 98 % an den anderen Hund abzuknabbern und zu beschwichtigen. Da wird die Schnauze geleckt und beknabbert was das Zeug hält und dann dauert es vielleicht noch mal gefühlte 2 Minuten, bis die Hunde anfangen zu spielen.

Merkt er, dass der ihm gegenüber stehende Hund kein Interesse hat, im Gegenteil, eher abgeneigt ist, nimmt er sofort Abstand auf und geht aus der Distanz des anderen Hundes heraus.

Was ich interessant finde ist, dass Minos nach seiner "Scheinattacke" sofort anfängt zu beschwichtigen; er ist vom Typ Hund her sowieso eher ein defensiver Hund und kein Draufgänger.

Diese Scheinattacke "benutzt" er auch noch nicht lange und auch nur bei in etwa gleich großen und schweren Hunden.

Ich finde es auf jeden Fall interessant, was für Signale sich bei diesen Begegnungen abspielen und bisher hat auch noch kein Hund, den wir getroffen haben, negativ reagiert, höchstens mal signalisiert, ich will gerade nicht mit dir spielen. ;)

Was meint ihr, klare Kommunikation zwischen den Hunden?

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Morgen!

Das hat er sich wohl von Gemma abgeguckt! Sie macht das auch so. :D

Es scheint ein Wechselspiel aus Signalen von Anspannung und Beschwichtigung zu sein und auch Gemma fuhr damit bisher sehr gut.

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Huhu Tanja,

dann kann er ja nur auf der richtigen Spur sein, wenn er sich das von Gemma abgeschaut hat. ;):D

Ich persönlich finde allerdings, dass er sich die Scheinattacke schenken könnte, wenn er danach sowieso alles abknutscht. ;):zunge:

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Ja...das habe ich auch immer gedacht, aber es stört offenbar wirklich keinen Hund.

Vielleicht hat ja jemand eine schlaue Idee dazu, was sie ihrem Gegenüber damit mitteilen wollen!?

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Was sie da mitteilen wollen kann ich leider nicht beurteilen aber einen Erfahrungsbericht kann ich abgeben warum mich diese Geste mehr als nur ein bisschen stört.

Da hatte ich meinen Hund gerade mal 2 Wochen und er war noch sehr schreckhaft und leicht panisch. Ich war da mit ihm bei ner Bekannten und ihrer alten Hündin. Wir sind dann paar Schritte gegangen und ich hab meine Schwiegermutter mit ihrem Dobimädel getroffen. Bis dato wusste ich noch nix von ihrem Ticken zum Scheinangriff. Hm meiner war offline weil sich alle 3 kannten. Die Dobihündin ist dann auch von der Leine gemacht worden und hat sich auch promt hingelegt, nur um ein paar Sekunden später durch zu starten. Mein Hund hat sie bis dorhin kaum wahrgenommen, waren nich so nah bei uns. Tjoa bis Madam bei uns war.... er hat sie gesehen hat das große Grausen bekommen.... auf den Haxen kehrt gemacht und ab in die Pampa..... Shit.

Ich hab ihn dann mit Winken zu mir koordinier und der Dobi hat dann auch abgelassen als sie gemerkt hat das der andere schneller ist. So eine Panikattacke hatte er danach nie wieder aber auch keinen mehr der so was gemacht hat... bin ich auch bisschen froh drüber. Mittlerweile macht er das bei gut bekannten Hunden auch wenn ich ihn früher von der Leine lasse wobei das eher selten ist.

LG Anna

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Hallo Astrid,

wenn die anderen Hundehalter von weitem ihre Zustimmung signalisieren, kannst du ihn machen lassen.

Problematisch ist sein Verhalten nur, wenn er auf einen ängstlichen Hund trifft, der dann so reagiert wie oben beschrieben oder mit Aggression auf diesen (Schein)Angriff hin.

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Huhu Kristin,

das ist mir klar. :)

In dem Fall sichere ich Minos auch mit der Leine ab und im Zweifelsfall stehen wir dann mit der Halterin des ängstlicheren Hundes erst einmal zusammen und quatschen ein Ründchen. ;):)

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später, wenn sich die Hunde dann schon öfter getroffen haben, kann dieses Jagdlauern auch sofort in eine wildes Jagdspiel übergehen.

Auch der Kamm, den er stellt und sein ganzes Gehabe wird vom Gegenüber eher als Unsicherheit erkannt - so sie sozial kompetent sind - und sie werden entsprechend wohlwollend reagieren.

Ist schon immer faszinierend, was man beobachten kann, wenn man es zulässt :)

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Hallo Astrid,

geht ihr immer den gleichen Weg?

Oder anders gefragt (weil ich mir das kaum vorstellen kann), macht er das immer so, also auf bekannten Wegen genauso wie auf unbekannten?

Warum ich das frage: Jule ist auch eine Scheinattackiererin (wasn Wort), aber nicht überall.

Sie macht das z.B. wenn ich auf einer Wiese arbeite und es kommt ein Hund -aber dann auch nur bei gleich großen oder größeren. Auch auf Wegen, die wir sehr oft gehen. In ihr unbekannten Gebieten fast gar nicht.

Ich vermute da spielt ein wenig territoriales Verhalten mit rein, und das ganze Geschehen, wie du es auch beschreibst (erst wild hinrasen, dann beschwichtigen) entspringt zwei verschiedenen Motivationen. Die eine: wegjagen (meine Wiese), die andere: spielen/ kennen lernen wollen.

Gibt es ja oft, diese Mischmotivationen.

Neugier und Angst etwa sieht man oft nebeneinander.

stellt einen Kamm (oller Angeber), und merkt dann am Gegenüber, wieviel Eindruck er damit schinden kann.

Den Kamm würde ich anders interpretieren. Nicht unbedingt als Angeberei, sondern einfach als Erregung.

So wie Schwanzwedeln nicht immer Freude ist.

LG

Antonia

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Huhu Antonia,

da Minos das mit den Scheinattacken noch nicht so lange macht, kann ich dir deine Frage wegen der gewohnten oder nicht bekannten Umgebung gar nicht beantworten.

Auf den hier bekannten Strecken macht er es und auf Strecken, die er mit uns vielleicht 2, oder 3 Mal gelaufen ist in näherer Umgebung, macht er es auch.

Bei wirklich ganz fremden Strecken, müsste ich mal drauf achten.

So zeigt er aber bisher kein terrotoriales Verhalten, auch nicht bei uns im Garten, wenn uns hier Leute mit Hund besuchen gekommen sind. :)

Mit Sicherheit ist der Kamm bei ihm auch Erregungspegel, da hast du Recht.

Der Angeber war von mir auch mehr aus der Tatsache heraus geschrieben worden, weil ich eben genau weiß, dass er wenn er einmal am Gegenüber angekommen ist, lammfromm ist. ;)

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