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Hundeforum Der Hund
caronna

Inflation Mantrailing?

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Vielleicht können wir uns schlicht darauf einigen, dass es unter Hobbytrailern durchaus fähige Hundeführer und gut ausgebildete Spürnasen gibt, aber nicht jede Rettungshundeführeruniform und jede Kenndecke ein gut ausgebildetes Mantrailing-Team darstellt.

Dazu braucht man weder persönlich zu werden, noch unendlich Beiträge zu zerpflücken...

Aber mal wieder gut, dass wir drüber geredet haben :Oo

LG Anja

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Sehr gut Anja. =)

LG

Gudrun

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Moin Anja ,

sorry , aber wenn man ein wenig Kenntnis davon hat ,welchen Zeit-und Kosten-aufwand

ernsthafte RH-Führer betreiben ,und wie sisyphus-gleich sie darüberhinaus kämpfen

um die Anerkennung ihrer Arbeit und den Respekt in den eigenen Reihen von

Dachorganisationen und Polizei , dann ist es mir durchaus nachvollziehbar , wenn

ebenselbe RH-Führer beim Lesen solcher Post`s , dazu neigen ihr Frühstück wieder ans

Tageslicht zu bringen !

Einfach Frage :

Stell dir vor , der Mensch der dir am liebsten ist , wird vermisst.

Welches Hund-Mensch-Suchteam möchtest du bevorzugt am Start wissen...?

LG Jörg

P.S.: dem HV ist es ja auch gestattet persönlich zu werden...

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Jörg... es liegt mir ganz sicher fern, die grundsätzliche Arbeit von Staffeln herab zu würdigen. Wenn Du genau liest, dann wirst Du sehen, dass ich lediglich die Ausschließlichkeit des Anspruches "Staffeltrailing = gut" "Hobbytrailing = schlecht" anfechten wollte, sondern dass es hüben wie drüben Ausreißer gibt.

Leider habe ich im Staffelwesen schon viele Profilneurotiker mit wenig Ahnung und viel Heiligenscheinpolierpotenzial getroffen.

Wenn ein von mir geliebter Mensch vermisst werden würde, würde ich mir generell wünschen, dass GLEICH Hunde eingesetzt werden. Denn DA liegt das Hauptproblem, dass die Staffeln oft erst zum Einsatz kommen, wenn schon zig andere durch das Suchgebiet getrampelt sind.

Dass hier irgendjemand persönlich wird, tut nicht Not, und nur weil einer es tut, muss man doch auf dieses Niveau nicht runter, oder? ;)

LG Anja

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Wenn die Hunde eine geeignete Nasen-Leistung haben, und der Leinenhalter sich nicht gerade superdoof anstellt, findet der Hobby-Hund ebenso zuverlässig.

Was bitte ist soooooo kostenintensiv an der Ausbilung ?

Was wir dazu brauchen bringt der Hund schon mit, nämlich seinen Riechkolben!!!

Aus ALLEM und jedem wird eine WISSENSCHAFT gemacht.

LG :winken:
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=62696&goto=1298696

Hallo Hundeversteher

diese Aussage von Dir ist eine gewaltige Ohrfeige für alle die mit Hunden Vermisstensuche betreiben! Hier gibt es Unterschiede zw. Ehrenamt und z.B. HF bei der Polizei.

Was soooo kostenintensiv ist an der Arbeit?

  • Fahrtkosten zum Training, Prüfungen, Einsätzen, Einsatzübungen
  • Kosten für Fortbildung sei es für den HF oder für den Hund
  • Kosten für Kleidung und entsprechendes Schuhwerk, die PSA wird häufig von Orgas gestellt, häufig aber auch nicht.

Es gibt nicht umsonst Kalkulationen für Diensthunde, diese Kalkulationen lassen sich auch mehr oder weniger auf das Ehrenamt übertragen.

Also bitte, es benötigt schon etwas mehr als nur einen Riechkolben!

tu mir einen Gefallen und informiere Dich zukünftig erst bevor Du irgendwelche Dinge erzählst von denen Du augenscheinlich keinerlei Ahnung hast.

LG

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Danke Jörg,

mir kam grad das Frühstück hoch.

Im Falle einer Vermisstensuche ist das Einsatzmittel Hund eines von vielen. Nicht bei jeder Einsatzlage können Hunde eingesetzt werden. Aus dem großen Pool an Einsatzmitteln muss die Einsatzleitung zusammen mit den Fachberatern das/ die geeigneten Möglichkeiten heraussuchen und entsprechen einsetzen.

Auch werden häufig Entscheidungen von der EL getroffen, die für außenstehende nicht unbedingt nachvollziehbar sind. Die EL hat in diesen Fällen mehr Hintergrundinfos.

nur ein paar Beispiele:

ist z.B. bekannt, dass in diesem Gebiet Giftköder/ Fallen ausliegen würde ich einen Teufel tun meinen Hund einzusetzen. Auch für den Hund gilt der Grundsatz: Eigenschutz steht an erster Stelle.

Person mit Suizidverdacht bewaffnet ist abgängig - auch hier würde ich keinen Rettungshund von einer RHS einsetzen, Stichwort: Eigenschutz.

Es gibt sehr viele Beispiele, auch muss man ab und zu die Suche abbrechen, weil es für die Helfer zu gefährlich wird. Leicht ist es für die Helfer sicherlich nicht.

Und zum Thema Mantrailer von RHS oder vom Sportverein. Da bin ich echt dankbar, dass ich in Hessen wohne. Hier dürfen nur MT die von der Polizei überprüft worden sind in den Einsatz. Gleiches gilt übrigens für die Staffeln, auch diese müssen im Bereich Flächen/ Trümmersuche von der Polizei überprüft werden und müssen mind. 5 geprüfte RH-Teams vorweisen können, ansonsten gibt es keinen Vertrag mit dem hessischen Innenministerium und somit keine Alamierung.

Bayern ist meines Wissens nach auf einem ähnlichen Pfad. Es wäre schön wenn sich weitere Bundesländer dem anschließen könnten.

Und ja es gibt sicherlich RHS die ein trauriges Gesamtbild abgeben

Und es gehört für den Einsatzfall mehr dazu als, dass mein Hund gut suchen kann!

LG

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Nun,

dass die Staffeln oft erst zum Einsatz kommen, wenn schon zig andere durch das Suchgebiet getrampelt sind.

...über diese Thematik bin ich auch informiert. Und ich wage ernsthaft anzuzweifeln ,

das sich die Situation dadurch verbessert , wenn der Irrglaube verbreitet wird , das

die auf langem Training basierende Arbeit eines Rettungshundes genausogut von jedem

anderen Hund getätigt werden kann , nur weil er " einen Riechkolben " hat !

Dass hier irgendjemand persönlich wird, tut nicht Not, und nur weil einer es tut, muss man doch auf dieses Niveau nicht runter, oder?

Absolut d`accord !

Aber wenn man es bei dem Einen nicht ermahnt ,kann man es bei dem Anderen doch auch lassen !!

Prinzip der Gleichbehandlung ! ;)

LG Jörg

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Hi,

nicht umsonst wird überall bei der Polizei nun auf selbst ausgebildete Mantrailer gesetzt.

Ein Problem was das Mantrailen betrifft war, dass diese Hunde als Wunderhunde und das Non Plus Ultra in der Personensuche bezeichnet worden sind. Am Anfang sind viele Hobbytrailern eingesetzt worden nur weil sie auf dem K9 "Mantrailer" stehen hatten.

Diese sind nicht nur im Bereich der Vermisstensuche eingesetzt worden, sondern teilweise auch zur Aufklärung von Straftaten.

Mittlerweile gehört das Mantrailen bei der Ausbildung in den Rettungshundestaffeln dazu und das ist auch gut so.

Wenn die Polizei nach wie vor Hobbytrailer für die Aufklärung von Straftaten einsetzt und auf ihnen bekannte Trailer setzt und dafür ein stattliches Honorar bezahlen und in den wenigsten Fällen dabei wirklich ein Ergebnis dazu raus kommt, ist das ihre Sache.

Überhaupt nicht abzustreiten ist, dass es jedoch auch im Bereich der Hobbytrailer wirklich gut ausgebildete Hunde gibt. Das alleine jedoch ist meiner Meinung nach nicht ausreichend.

Ihnen fehlt jegliche Ausbildung die in einer Rettungshundestaffel auch für die Hundeführer im Bereich Vermisstensuche geschult werden.

Ist es dem Hobbytrailer möglich, eine exakte Standortangabe mittels Kartenmaterial durchzugeben, wo er sich gerade befindet? Das ganze dann bitte per Funkgerät, da in vielen Bereichen außerhalb der Wohngebiete eine Handyverbindung nicht besteht. Gerade im Bereich Mantrailen ist das besonders schwierig, da der Hundeführer sich auf seinen Hund konzentrieren muss und dabei nicht ständig in die Karte schauen kann. Meist ist der Vermisste im Wald und nicht auf einer ausgeschilderten Straßenecke.

Ist es dem Hobbytrailer möglich im Falle eines Fundes, augenblicklich die Lage zu erfassen in der sich der Vermisste befindet? Hier adäquat Erstversorgung mittels Erster Hilfe zu leisten, sprich richtige Lagerung bei dementsprechenden Symptomen des Vermissten, ihn zu betreuen, Wärmeerhalt etc.?

Ist es dem Hobbytrailer bewusst, welche Situationen er vorfinden kann und ist er hierfür ausgebildet mit diesen auch umgehen zu können? Sprich mit Suizid? Wissen die Hobbytrailer überhaupt wie es ist und wie es aussieht wenn sich jemand in den Kopf geschossen hat?

Vermisstensuche ist nicht immer nur toll weil man die Oma vor dem Erfrieren gerettet hat. Vermisstensuche beinhaltet so viel mehr... Auch unter anderem die Betreuung der Angehörigen, wie geht man mit diesen um bis ein KIT eingetroffen ist. Das geht einem selbst manchmal ganz schön nahe...

Das alles ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem was in einer Rettungshundestaffel geschult wird und die dem Hobbytrailer fehlen. Da gehört einfach mehr dazu als den Hund an die Leine zu nehmen, ein paar Meter hinter her zu laufen und hinter dem nächsten Busch eine sich freuende Oma zu finden...

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Ein gravierender Unterschied zwischen Rettungsstaffel und Hobby-Trailern liegt für mich vor allem in der Ausbildung des Hundeführers. Der muss nämlich am meisten lernen und muss seinen Hund in jeder und in allen schwierigen Situationen richtig "lesen" können. Das fehlt den meisten Hobby-Trailern...

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wenn es reicht, dass der Hund ne gute Nase hat um mantrailer zu sein, reicht es auch, dass mein Hund ne gute Nase hat, um ein guter Jagdhund zu sein.

Ich schwör´s: die findet sie alle, alles was kreucht und fleucht.

Wozu ausbilden? Die kann das alles. Weiß nicht, was die Jäger immer ein Gesch... um die Ausbildung ihrer Hunde machen *ironieaus*

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