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Hundeforum Der Hund
cobweb

Mein "zweiter" Ersthund

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hallo!

meine chica ist nicht wirklich mein ersthund, aber auch wieder schon.

ich hatte 18 jahre lang einen riesenschnauzer, er ist in unsere familie gekommen als ich 4 war und wurde eingeschläfert als ich 18 war.

die haupterziehung hat meine mom übernommen, aber ich bin regelmässig mit auf den hundeplatz in den hundeverein gegangen, und habe "mittrainiert", mit ihm dann auch 1990 im Agility-Turnier den ersten platz belegt-da war ich 8 und er 4.

als ich 12 war durfte ich dann endlich allein mit ihm gassi gehen, ich brauchte nie halsband oder leine, weil er mir von anfang an aufs wort gefolgt hat, wir waren ein tolles team und super aufeinander eingespielt. er hat auch nachts immer in meinem zimmer geschlafen.

jetzt habe ich mir endlich nach 5 jahren einen hund zugelegt, einen labrador-mix aus dem tierheim. ich bin ihr 7. Besitzer !!!! bei einem besitzer ist sie als er in der arbeit war durch das geschlossene fenster gesprungen, bei einem anderen sass sie im 4. stock auf dem fensterbrett als er nicht da war, und musste von der polizei und feuerwehr heruntergeholt werden.

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sie ist von einer tierschutzorganisation im alter von einem 3/4 jahr aus einer tötungsstation von barcelona rübergeholt worden, und hat im spiel noch am selben abend ihren neuen besitzer in die hand gezwickt. darauf hin wurde sie nach 4 stunden (um 22.00h) wieder abgegeben, und musste sich einem wesenstest unterziehen. seitdem ging alles bergab. sie wurde 6 mal zurück ins tierheim gegeben, der längste besitzer behielt sie 1,5 wochen.

jetzt ist sie schon 11 wochen bei mir, sie ist der liebste und gelehrigste hund den es gibt, und seit letzter woche gehen wir zwei in die hundeschule.

ich bin wirklich beeindruckt, dass sie so freundlich, und offenherzig geblieben ist, nach der ganzen sch... die sie erlebt hat!!

hat jemand ähnliche erfahrungen gemacht?

cobweb und chica

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(bearbeitet)

Tja dran sieht man mal wieder das die Anderen Leute die sie vorher hatten einfach keine Geduld hatten. Die würden am liebsten ein Hund haben der alles kann schon und man nichts mehr für machen müsste. Das ist im Traum vielleicht so ;)aber im Realen leben nun mal nicht. Träume sind Schäume :)

Jeder weiß doch das hund kein Spielzeug ist und nur zum Zeigen da ist guckt mal ich habe einen Hund. Hunde machen arbeit und das weiß man vorher. Bei Joys brauch man auch viel Gedult die nehme ich mir aber.

Das halt ein Teufelsbraten manchmal :holy:

Finde es super das du dich ihr angenommen hast und ihr zeigst, das es auch menschen gibt die Geduld haben und sie lieben.

Femke und Joys

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hallo femke!!!

ja, an liebe und gedult mangelt es absolut nicht!!! ich habe noch 4 monate zeit meiner süssen maus beizubringen dass sie ne zeitlang allein bleiben muss. inzwischen sind wir schon auf 1 1/2 stunden, ich werd ab januar 5 stunden arbeiten, aber das schaffen wir!!!

jetzt bei dem schönen wetter machen wir lange radtouren an den see und spaziergänge auf die felder...was sag ich bei schönem wetter...wir machen das bei jedem wetter, sie liebt nämlich regen und wind!

es tut ihr gut, und mir nebenbei auch!

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Hallo, erst mal recht herzlich willkommen im Forum. Du wirst dich mit Sicherhait sauwohl hier fühlen!

Wir haben einen Border aus dem Tierheim, er war damals 4 1/2 Jahre alt. Lt. Aussage des Tierheimes sei es ein absolut kinderfreundlicher, netter, zugänglicher Hund! Falschaussage!

Im ersten Jahr hatten wir ein "kleines Monster"! Die ganze Nachbarschaft riet uns nach 2 Wochen, dieses "Untier" wieder zurückzubringen!

Wir haben durchgehalten, trotz Anzeige vom Ordnungsamt, Wesenstest und ganz, ganz, ganz, ganz viel Stress!

Mittlerweile ist er eine Seele von Hund, wir haben ihn jetzt 4 1/2 Jahre und würden ihn im Leben nicht mehr hergeben.

Natürlich hat es viel Arbeit gemacht, sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen, aber wir haben es getan. Seit zwei Jahren gehen wir regelmässig auf den hundeplatz und im März macht er als ältester Hund vom ganzen Platz seine offizielle Begleithundprüfung! Ich bin mächtig stolz auf meinen Boomer, wie toll er sich entwickelt hat.

Wir haben noch eine Labrador-Mix Hündin von morgen genau 15 Monaten, die zwei verstehen sich prächtig!

Freue mich schon auf weitere beiträge von dir.

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Unsere Aika haben wir mit einem Jahr von einem TSV in Spanien kommen lassen. Wir haben uns eigentich hauptsächlich für sie entschieden, weil sie mit vier Wochen im Wald gefunden wurde und schon ein Jahr in der Vermittlung saß und sich wegen ihrer großen Scheu und Angst niemand für sie interessierte. Meinem Mann hat sie gleich gefallen, für mich war die Auswahl schon schwer immerhin lagen etwa 60-70 Bilder mit Hunden (vor allem Welpen) vor uns.

Sie lief bei uns zuhause die ersten Tage keinen Schritt von alleine, wir mußten sie überall hintragen. Wir haben sie alle paar Stunden in den Garten gesetzt und genau dort hat sie schnell Pipi und ein Häufchen gemacht und ist stehen geblieben bis wir sie geholt haben. Das ging ca. 1 Woche so. Dann konnten wir langsam anfangen mit Gassigehen (mal ein paar Schritte) und da Liene dabei war, wollte ich Stöckchen werfen. Als ich mit dem Stock in der Hand aushole zum werfen hat Aika total panik bekommen, die ist uns beinahe aus dem Geschirr rausgekrochen sie wollte nur noch weg und ist total ausgeflippt. Das ganze ging so bis wir Mag als Pflegehund bekamen und sie sich sofort in ihn verliebte und seither macht sie fast alles was er auch macht. Da schönste war natürlich, als sie anfing uns ganz arg freudig zu begrüßen und lachend auf uns zurannte (wobei ich beim ersten lachen erschrocken bin, weil ich sowas noch nie gesehen habe). Jetzt haben wir schon seit sieben Jahren zwar keinen mutigen aber einen sehr lieben und dankbaren Hund der seine Macken hat die man aber im Griff hat wenn man einige Dinge beachtet.

Die Leute die sie ein Jahr lang immer wieder übergangen haben wissen gar nicht was sie verpasst haben :D

Ich habe sehr viel :respekt:vor jedem, der sich nicht von den Aussagen dass es sich um einen Problemhund handelt, abschrecken läßt.

Viele Grüße

Cadica

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Hallo,

ich habe nun meine zweiten "Gebraucht"hund und bin mit meinem jetzigen Mann auch darüber einige, dass wir immer wieder eine(n) aus einem Tierheim oder einer Vermittlung nehmen werden. Im Moment kommt sogar manchmal der Gedanke, einem zweiten Hund eine neues "Rudel" zu geben.

Mein erster war ein Rauhhaardackel. Ich hatte sie - Mecki - von einer alleinerziehenden Kollegin mit ca. 10 Monaten geschenkt bekommen. Sie hatte ihn angeschafft, weil die Tochter ihr in den Ohren lag. Die Tochter durfte nicht mehr in den Hort und war nach der Schule allein zu Hause, bis die Mutter von der Arbeit kam. Sie hatte vorher mit mir darüber gesprochen und ich habe alle Register gezogen, sie davon abzuhalten. Ein Hund ist kein Spielzeug, nach 3 Wochen interessiert sich deine Tochter nicht mehr für den Hund. Wenn du einen Hund anschaffst musst du wissen, das du den Hund hast - nicht deine Tochter. Du must ihn erziehen usw.

Hatte aber alles nix genützt. Als der Dackel dann ca. 10 Monate alt war, kam sie bei mir an - Jutta, du hattest recht. Es funktioniert nicht. Ich möchte die kleine aber nicht in ein Tierheim geben. Wollt ihr sie nicht nehmen...

Hm - mein damaliger Mann war noch Student und viel zu Hause - ich hatte in Schichten gearbeitet. Wir haben uns dann gefragt, wollen wir - geht's? Ja, ok, machen wir. Wir hatten in Hamburg eine Paterrewohnung mit kleinem Garten.

Wir haben die Dackeldame dann abgeholt und wurden begrüßt als wenn sie uns schon ewig kannte. Ich hatte dann damit gerechnet, dass sie erstmal die Nacht über weint usw. - Nix - sie fühlte sich gleich zu Hause. Sie konnte aber noch garnichts. Sie hat uns noch in die Wohnung geschittert und gepischert. Also habe ich begonnen ihr alles beizubringen.

In unserer Wohnung war ein sehr langer Flur - das war mein "Hundeplatz". Letztlich konnte ich in HH ohne Leine mit ihr gehen. Wieviel Geduld und Nerven das gekostet hat, bei einem doch recht eigensinnigen, dickköpfigem Dackel weiß ich heute erst richtig abzuschätzen, nachdem wir Tessa haben.

Leider mussten wir unseren Dackel im Alter von ca. 6 Jahren einschläfern lassen. Sie hatte eine üble Krankheit. Wir waren nicht nur bei verschiedenen "normalen" Tierärzten, auch bei Homöopaten - es hat alles nix geholfen. Es war sehr schmerzhaft, dass wirklich nichts mehr half.

Seit zwei Jahren haben nun mein zweiter Mann und ich unsere Tessa. Wir hatten schon öfter gesagt, wenn wir in Rente sind, dann gibt es auch wieder einen Hund. Mein zweiter Mann hatte nämlich auch schon mal einen Bobtail mit seiner ersten Frau.

Nachdem mein Mann schwer erkrankt war und mit Erwerbsunfähigkeitsrente zu Hause. Haben Tessa aus einem Tierheim zu uns geholt. Uns wurde da gesagt, sie wurde von einer Familie mit drei kleinen Kindern abgegeben und soll nach den Kindern geschnappt haben. Darum soll sie nicht in eine Familie mit kleinen Kindern vermittelt werden.

Mein Mann hat drei Kinder - aber nicht mehr klein - meine Stiefkinder. Die an Wochenenden und in den Ferien bei uns sind. Da freut sich Tessa immer riesig.

Mit den kleinen Nachbarkindern gibt es auch kein Problem.

Tessa ist so eine liebe und ausgeglichene, dass wir denken, da sie auch schon Welpen in der Familie vorher gehabt haben soll, dass die Familie sich wohl nicht mit ihr beschäftigt hatten und die Kinder den Hund vielleicht geärgert haben. Vielleicht die Welpen immer wieder weggenommen usw.

Das ein Hund sich das nicht immer gefallen läßt ist für mich selbstverständlich. Es sind im Prinzip die Menschen, die mit den Hunden nicht artgerecht umgehen, sodaß es zu sogenanntem "Fehlverhalten" oder "Problemhunden" kommt.

Es gibt eigentlich keine Problemhunde - wenn dann Problemmenschen. Davon bin ich überzeugt.

Tessa konnte auch so gut wie nichts. Sie hat aber so schnell gelernt, dass ich immer wieder erstaunt bin. Ich habe ja nun den Vergleich zum Dackel.

Uh - ist jetzt ganz schön lang geworden -

naja - ich wollt's mal schreiben

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