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Hundeforum Der Hund
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Grobmotoriker!

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Folgende Situation:

Bei mir nimmt sich meine junge Hündin, 6 Monate, ca. 33kg, wirklich nie irgendwelche Respektlosigkeiten heraus - sie pöbelt nicht rum, springt mich nicht an und beißt nicht in mich rein. Wenn ich mich zu ihr auf den Boden setze, kommt sie natürlich sofort freudestrahlend, aber nie grob, mir kommt es eher so wie "einschleimen" vor, also sie kommt mit zurückgelegten Ohren kuscheln. Nicht, dass jemand das falsch versteht, sie hat keine Angst, weder vor mir noch vor sonst jemandem, es ist wirklich wie Schleimen oder Respekt bekunden oder so etwas.

Ganz anders aber bei anderen Leuten, inklusive meiner 16jährigen Tochter:

da springt sie hoch, kaut drauf rum (ich weiß nicht, ob ihr die Folge vom Rütter mit der englischen Bulldogge neulich gesehen habt - so ähnlich, aber nicht ganz so extrem), jedenfalls ziemlich respektlos. Ich versuche dann, sie wegzuhalten, entweder mit Bodyblocks (stelle ihr mein Bein in den Weg) oder indem ich sie um die Oberschenkel greife (dann kann sie nicht vorwärts) und ich versuche, ihr ein Alternativverhalten zu bieten (sitz und Keks), was aber nicht unbedingt so toll wirkt. Bei Leuten, die selber Hunde halten, naja, bei den meisten zumindest, ist es so, dass sie sie abblocken bzw ignorieren können und damit klar kommen. Aber andere Leute ohne Hunde sind da irgendwie hilflos ... da nützt es auch nichts, wenn ich sage, sie sollen den Hund ignorieren, dann flattern trotzdem die Hände und sie fängt mit ihrem Zirkus an ... absolut und völlig unerzogen!

Wenn sie gerade vorher ausgepowert wurde mit einem Spaziergang und viel Herumrennen, dann ist sie ruhiger. Wenn das aber nicht der Fall ist, dann ist sie absolut grobmotorisch.

Der Labbi meiner Nachbarn, der genauso alt ist, ist ganz genauso. Ist es also eine Altersfrage? Ich bin das so gewöhnt, dass meine Hunde eigentlich ihre vier Füße auf dem Boden behalten, wenn jemand kommt. Mir macht das, offen gestanden, ein wenig Kummer, zum Beispiel, wenn mein Bruder mal mit seinen vier Kleinkindern käme, die liegen dann ja alle sofort auf dem Rücken!

Mit meiner Tochter habe ich da weniger Mitleid, denn die ist selber Schuld ... sie hat das Anspringen zu einem Spiel umfunktioniert, zumindest, wenn es ihr in den Kopp kommt, und deshalb schimpfe ich den Hund in der Situation auch nicht, sondern rede (mal wieder :Oo ) meiner Tochter ins Gewissen.

Mit Pseudo-Besuchern üben läge ja nahe, aber die Erfahrung zeigt, dass das eh keiner macht über einen längeren Zeitraum. Also muss ich mit den Leuten vorlieb nehmen, die sowieso zu Besuch kommen, und das nicht nicht so furchtbar viele.

Wie kann ich ihr das abgewöhnen? Soll ich sie an ihrem Platz festbinden? Kriegt sie nicht eine falsche Verknüpfung und fürchtet Besucher irgendwann?

Ach ja, ab nächste Woche gehe ich mit ihr in die Hundeschule. Da werden auch solche Situationen geübt (Passant gibt die Hand und begrüßt den HF), aber funktioniert das dann auch zuhause? Oder nur auf dem Platz?

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hm Leine dran wenn Leute kommen - besser - auf den Platz packen wenn sie ruhig bleibt darf sie kommen, setz ihr eine deutliche Grenze und zwar immer...

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Ich werde das einmal versuchen, also sie an ihrem Platz anbinden, bis sie runterkommt.

Kann da ganz wirklich keine falsche Verknüpfung entstehen, die sie Besucher irgendwann fürchten lässt?

Da habe ich etwas Angst vor, liegt am Kopfkino wegen ihrer Vorgängerin. Daher bin ich wahrscheinlich auch zu lax, denn eigentlich bin ich froh, dass sie so menschenfreundlich ist, aber andererseits weiß ich natürlich, dass solche Sachen beim Hund überhaupt nicht gehen, und bei einem Hund ihres Kalibers schon gar nicht.

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Heute nachmittag kam jemand, der auch ein bisschen Zeit mitgebracht hat, und da habe ich folgendes probiert: ich habe sie erst einmal angebunden und die Türe geöffnet, danach habe ich sie abgeholt und bin mit ihr zum Besuch gegangen. Sobald sie anfangen wollte zu springen, habe ich sie wieder weggeführt - ein paar Male, dann blieb sie ruhig, so dass ich auch kurze Zeit später die Leine lösen konnte.

Somit habe ich auch verhindert, dass sie nur noch hibbeliger und neugieriger wird, wie wenn ich sie weitab vom Geschehen angebunden hätte. Sie konnte ja sehen, wer da gekommen war, wurde aber erst aktiv dahin gelassen, nachdem sie sich wirklich abgeregt hatte. Sie hat auch relativ zügig Alternativverhalten angeboten. Fand ich soweit gut.

Wenn ich jetzt nur daran denke, das immer zu machen, dann werde ich erst einmal eine Zeit lang so mit ihr arbeiten.

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Das klingt logisch, die nächsten paar Wochen daran arbeiten, dann sollte sie Dir von allein

dieses Verhalten anbieten. Ich wünsche Dir viel Erfolg :)

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