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Hundeforum Der Hund
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"Hunde leben nur im Hier und Jetzt" ist es Realität oder Unsinn?

Empfohlene Beiträge

Es verblasst aber auch wenn man es nicht permanent wieder abruft. Es gerät sozusagen in Vergessenheit.

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Ich kann mich "paige´s" Ausführungen nur anschliessen. Natürlich machen sich Hunde keine

"Gedanken" wie wir es menschlich sehen, aber im hier und jetzt, leben sie nur begrenzt.

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Ich glaube, sie leben insofern im "Hier und Jetzt", als dass sie sich nicht groß Gedanken über Vergangenheit und Zukunft machen, Sie grübeln nicht über schlimme Dinge (auch nicht über schöne Dinge) , die sie erlebt haben und machen sich keine Sorgen um ihre Zukunft. Vom Tod an sich wissen sie nichts, können ihn deshalb auch nicht fürchten wie wir.

Aber sie erinnern sich an besondere oder andauernde Schreckmomente (wie auch an langandauernde Schöne Momente) und können von daher Dinge oder Geschehen mit positiv, negativ oder egal (mit Abstufungen) unterscheiden. Es geht aber nicht so nach dem Motto: Mich hat mal ein Mann geschlagen, jetzt mag ich keine Männer mehr, sondern fürchte sie. Wenn sie vor ein Auto laufen und schwer verletz werden, haben sie nicht zwangsläufig Angst vor Autos, aber vielleicht vor Dingen/ Geräuschen... die sie in dem Moment wahrgenommen haben.

Beneidenswerter Weise machen sie sich über ihr zukünftiges Werden und das, was mal aus ihnen wird, keine Gedanken, alles was sie tun, wird in erster Linie von Instinkten geleitet (Priorität: Arterhaltung) und von Erfahrungen beeinflußt.

Beispiel: wenn ein Rüde eine Hündin deckt, freuen die beiden sich nicht über ihre gemensamen Kinder und ein glückliches Leben miteinander, sondern sie folgen einzig ihrem Instinkt. Eine Hündin ziert sich beim ersten Mal oft, der Rüde ist unbeholfen, beim zweiten Mal haben sie schon mehr Erfahrung, verknüpfen das aber trotzdem nicht mit "Oh fein, dann habe ich süße Babys..."

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Ein Hunde lebt im hier und jetzt, dass heisst aber nicht, dass er keine Errinerungen hat.

Kein Hund liegt im Körbchen und denkt drüber nach, dass er z.B. mal geschlagen wurde.

Natürlich können Situationen aufkommen, in denen der Hund ein bestimmtes Verhalten zeigt, weil er die Situation mit etwas vergangenem verknüpft.

Das heisst natürlich errinert sich ein Hund situationsabhängig an vergangenes, wenn aber im hier und jetzt alles gut ist, wirds für den hund auch gut sein.

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Was ist wenn die Hunde was nicht kennen und Angst davor haben? Da spielt sich doch mit Sicherheit auch ein Film im Kopf ab...
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=63963&goto=1334115

Da wirkt dann ein Reiz auf den Hund zu dem er noch "kein Verhaltensmuster" verknüpfen konnte.

Wenn wir HH "kein gewünschtes Verhalten auf den neuen Reiz" dem Hund sofort sagen+zeigen, reagiert der Hund "durch selber Versuchen" wie er am besten damit klarkommt.

Dieses gerade "Suchen+Finden" wollen des Hundes macht auf uns meist einen unruhig, unsicheren, ängstlichen Verhaltens-Eindruck.

Sehr sensible Hunde können mit stark erhöhtem Stress-Level dabei reagieren.

Es macht deshalb ganz viel Sinn, dem Hund "sofort das von uns gewünschte Verhalten auf den neuen Reiz verknüpfen zu lassen!"

Beispiel:

Jogger, Fahrradfahrer tauchen plötzlich auf, und der dabei entstehende und auf den Hund wirkende Reiz muss nun vom Hund mit einem zukünftigen Verhaltensmuster verknüpft/abgearbeitet werden.

Wir "sagen+zeigen" das er sofort zu uns auf die "Fuß-Position kommen muss", und die Freizeit-Teilnehmer bleiben un-behelligt.

In der "HH+Hunde-Beziehung" schon fortgeschrittene Teams können es so händeln, dass der Hund sich auch in einiger Entfernung in eine stabile SITZ-Position dann begibt, und erst wenn der HH die SITZ-Aufforderung-Zeit durch ein "Geh Voran" wieder aufhebt, geht der Hund seiner unterbrochenen Aufgabe wieder nach.

Würden wir den Hund entscheiden lassen, würde er hinrennen/bellend mitrennen oder knurrend wegrennen oder aggressiv abdrängen, oder schutzsuchend sich zwischen die Beine seines HH stellen, oder auch gleich mal schnappen und beißen, usw. , ja nach ererbten Rasse-Anlagen.

LG :winken:

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....

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:yes: auch so sehe :)

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Fall-Beispiel:

Der Hund (Beagle-Rüde)habe eine große Angst vor der Tageszeitung

und würde wenn er mit der Zeitung das Wohnzimmer betritt

sofort panikartig hinter die Coach gehen und dort knurren und die Zähne dabei

zeigen, erzählte der Kunde.

Am Ende kam heraus, das der Hund von seinem Vorbesitzer

mit der Zeitung geschlagen/aggressiv angegangen wurde(weil man das mit der Hand nicht tun soll)wenn der Hund auf das Sofa ging.

Der Auslöser-REIZ "hier und jetzt" war die Tageszeitung

auf die der Hund aggressiv mit dem vom Vorbesitzer konditionierten Abwehr-Verhalten reagiert hat.

Nun musste man das NEGATIV-Verhalten in ein Positiv-Verhalten umlenken, und dafür durfte der Hund die Zeitung von Draußen holen und ins Wohnzimmer tragen, und dort wurde in kleinen Schritten für ein "gutriechendes Leckerchen" der Besitz getauscht.

Mit der ersten Zeitung rannte der Hund gleich hinter die Coach und zerflättert diese.

Danach an der Leine den Hund "anleitend geführt", kam die positive Verknüpfung zustande.

Auslöser für das alte und neue Verhalten ist der selbe Reiz (Tageszeitung) und wir haben nur das Verknüpfungsverhaltens-Muster total verändert.

LG :winken:

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Alzheimer-Patienten leben im Hier und Jetzt.

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Fall-Beispiel:

Der Hund (Beagle-Rüde)habe eine große Angst vor der Tageszeitung

und würde wenn er mit der Zeitung das Wohnzimmer betritt

sofort panikartig hinter die Coach gehen und dort knurren und die Zähne dabei

zeigen, erzählte der Kunde.

Am Ende kam heraus, das der Hund von seinem Vorbesitzer

mit der Zeitung geschlagen/aggressiv angegangen wurde(weil man das mit der Hand nicht tun soll)wenn der Hund auf das Sofa ging.

Der Auslöser-REIZ "hier und jetzt" war die Tageszeitung

auf die der Hund aggressiv mit dem vom Vorbesitzer konditionierten Abwehr-Verhalten reagiert hat.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=63963&goto=1334463

Aber das hat doch nichts mit der Fragestellung zu tun, dieser Fall war ein klassischer Fall einer negativ belegten, operanten Konditionierung.

Gut kann man jetzt diskutieren, Hund hat galernt ergo Einfluß der Vergangenheit.

Ich denke auch ein Hund LEBT im hier und jetzt, aber ein Hund lernt auch. Und da lernen durch Erfahrungen geprägt werden hat die Vergangenheit einen Einfluß darauf wie der Hund im hier und jetzt lebt. In Schlüsselmomenten werde da sicherlich Erinnerungen abgerufen die zu entsprechenden Verhaltensmustern führen.

Aber der Hund denkt ja nicht nach: Och Mensch wenn damals das nicht passiert wäre dann, ja dann......

Ebensowenig glaube ich, dass meine Hund sich sagen: wenn ich auf diesem Turnier super laufe, dann komm ich in eine höhere Klasse, oder das Beispiel Decken war auch sehr gut.

Daher lebt ein Hund für die Gegenwart, mit den Erfahrungen der Vergangenheit.

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