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Hundeforum Der Hund
engelpu

Ein Tierheimhund, ein Seelenhund

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Heute bin ich etwas melancholisch und dachte, ich berichte einmal von meiner Mia und von mir.

Ich erzähle die Geschichte gerne und ich möchte damit vielleicht noch erreichen, dass sich mehr Menschen für einen Tierheimhund entscheiden, anstatt sich einen Hund von einem Vermehrer zu besorgen.

Das wir einen Hund wollen, haben mein Freund und ich entschieden, als Balu der Labrador-Mischling meiner Eltern eingeschläfert wurde und es eigenartig ruhig im Haus wurde. Der Dritte im Bunde fehlte.

Schnell war klar: es wird ein kleines Labradormädchen/Goldiemächen, mit dem ich später eine Therapiehundausbildung absolvieren wollte.

Wir gingen sehr blauäugig daran, schauten natürlich in Zeitungen nach und riefen bei Menschen an, die "züchteten" und "Ups-Würfe" hatten. Wie gesagt, wir gingen sehr blauäugig daran und schauten uns mehrere Würfe an. Bei einer Dame die Golden Retriever Welpen hatte, reservierten wir uns eine kleine Goldiehündin und wollten die "Anzahlung" schon überweisen..

Doch dann kam alles anders. Wir fuhren mit meinen Eltern zu einem "Geschwisterchen-Treffen" von Ramses im Tierheim und dabei sahen wir uns natürlich auch die Insassen an.

Dabei sah ich sie. Den kleinen schwarzen Strubbelhund mit den Zecken im Gesicht. Und mein Herz gehörte ihr sofort.

Ich sprach meinen Freund darauf an, wir gingen mit ihr und Ramses spazieren. Als wir zurückkamen, stand dort schon eine andere Interessentin für Mia, dessen Mann eher skeptisch war. Sie ging dann mit Mia weg und ein sehnsüchtiger Blick verfolgte den schwarzen Hund.

Doch mein Freund wollte sie nicht. Er hatte sich sehr auf den Welpen gefreut und lehnte den ausgewachsenen Tierheimhund ab. An diesem Sonntag fuhr ich traurig Heim und rief dort sofort die "Züchterin" an und blies die Reservierung ab.

Wenn ich diesen schwarzen Hund nicht bekommen sollte, gab es auch keinen goldenen Hund.

Am nächsten Morgen (ein Montag) war ich einfach nur traurig und bettelte meinen Daniel immer wieder an, dass wir doch diesen einen Hund nehmen sollten.

Und irgendwann gab er nach, er saß auf dem Bett und sagte, dass wir den schwarzen Hund nehmen.

Am nächsten Tag fuhren wir direkt zum Tierheim und sprachen mit den Tierpflegern. Wir erfuhren, dass Mia aus Polen kam und vermutlich an der Kette lag. Dann gingen wir mit unserem "Baldhund" eine Runde spazieren und ich war hin und weg. Jeden Tag fuhren wir von nun an zum Tierheim und am 12. Mai nach meiner Matheprüfung (Fachabitur) fuhren wir zum Tierheim und ich konnte Mia mitnehmen. Ich unterschrieb meinen ersten ernsthaften Vertrag und dann fuhren wir Heim. Mia im Gepäck.

Zuhause angekommen, bemerkten wir zuallererst das Mia läufig war.

Und er flippte total aus? Ramses. Mit allem was er bieten konnte, machte er uns deutlich, dass er den läufigen Neuankömmling bemerkt hatte. Die Stimmung in den ersten Tagen? Kaum auszuhalten.

Also musste die Zusammenführung einige Tage warten. Doch sie klappte bei Ramses und Emmy ganz gut und ich begann mit Mia´s Training.

Schnell bemerkten wir, dass Mia andere Hunde nicht so gerne mochte und auf den Kontakt mit den meisten Artgenossen verzichten konnte.

Sie lernte zwar schnell die Grundbegriffe (Sitz, Platz, Bleib, Hier) doch ihr Umgang mit Artgenossen wurde immer schwieriger, als ihre Läufigkeit dem Ende nahe war.

Wir besuchten eine Hundetrainerin, die in der ersten Stunde unseren Hund über die Hundewiese warf, weil sie ihren Rüden verscheuchte. Wir gingen nicht mehr hin.

Ich arbeitete viel alleine mit ihr, bald hörte sie wirklich sehr gut und ein Nachbar half mir etwas und sah sich ihr Sozialverhalten an.

So arbeiteten wir mit ihr, beschäftigten sie und hielten sie von ihren Lieblingsfeinden fern.

Wir mussten einige Dinge verarbeiten, Kritik und Beleidigungen ertragen.

Viele konnten nicht verstehen wie man einen solchen Hund "lieben" konnte und waren beleidigt weil Mia ihre Hunde nicht leiden konnte. Wir leinten Mia fast nur noch an wenn wir andere Hunde sahen und gingen bestimmten Menschen aus dem Weg.

Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass Mia keine Welpen mochte, keine kastrierten Rüden und keine Junghunde. Mia wurde als bösartig bezeichnet und als "gestört".

Gut haben konnten wir das nicht.

Jetzt, ca. ein Jahr später sind wir froh einen Hund zu haben, der schwieriger ist. Wir haben viel gelernt, besonders zu verstehen und zu akzeptieren.

Und es scheint, als würde Mia dadurch ruhiger werden, lockerer. Wir haben nun nicht mehr solche Angst, dass unser Hund verurteilt wird. Denn wir wissen das unser Hund keine schöne Vergangenheit hatte, vielleicht schreckliche Erfahrungen gesammelt hat und dennoch der beste Hund der Welt ist. Wir lassen unseren Hund nicht mehr verurteilen, wir reagieren nicht mehr mit Unbehagen auf Unverständnis und wir lassen uns Entscheidungen nicht mehr abnehmen. Auch wenn die Welpenbesitzer sagen: "Lasst sie, er muss das lernen" rufen wir sie zurück, ebenso lassen wir so frei, wenn der Schäferhundbesitzer meint, seinen Hund zu uns laufen zulassen.

Fragt uns jemand, warum Mia immer noch keift zucken wir nur mit den Schultern und sagen deutlich, dass wir daran arbeiten.

Sie reagiert nicht mehr mit dieser Wut, wie zu Anfang. Sie lässt sich mehr runter kriegen und ist sehr aufmerksam.

Denn wir sind froh, dass wir Mia haben. Dass Mia so ist wie sie ist. Denn sonst wäre sie nicht unsere Mia.. Wir freuen uns über jeden Fortschritt, doch wenn es mal nicht weiter geht, dann ist das nun mal so.

Und mein Freund der den Hund ursprünglich nicht wollte, ist nun ganz verrückt mit seinem "Mädchen". Immer wieder am schmusen, kuscheln und purzeln.

Wir lieben sie ganz doll und wir glauben, dass sie uns auch ganz gerne mag ;)

So das ist unsere Geschichte..

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Eine wirklich schöne Geschichte.

Ich finde es immer wieder toll, wenn sich jemand für einen Hund aus dem Tierheim entscheidet, den diese haben auch ein zu Hause verdiehnt. Und es ist schön, dass ihr sie so akzeptiert wie sie ist und euch da nicht rein reden lasst :)

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(bearbeitet)

Schöne Geschichte :D

Bei mir war es eher spontan einen TH Hund zu nehmen, zum einen weil ich nicht zum Züchter wollte aber wollte natürlich auch keinen vom Vermehrer.

Bei Paco war es super.

(Obwohl ich nie einen PODI wollte!!!! )

Als ich noch meinen Dobi hatte (aus schlechter Haltung geholt) wollte ich einen zweitn, meine Eltern verneinten das da ich mitten in der Ausbildung (Landwirtin), konnte aber den Hund mit zur Arbeit nehmen.

weil ich einen Welpen wollte schaute ich im Internet vom Nachbar örtlichen TH und sah ihn einen ANGEBLICHEN Galgo Boxer Mix, nun shit ich hatte mich verliebt, aber ich durfte ja keinen.

Nun nahm das Schicksal ein jahr später seinen Lauf die Epileptischen Anfälle von meinem Dobi wurden immer schlimmer. Bis ich ihn leider tot auf finden musste nach der Arbeit :(

Schnell war klar ich wollte wieder einen Hund! Nicht um Cesar zu ersetzen, NEIN, (jeder Hund ist anders und jeder hat seinen eigen Platz bei mir!) Ich schaute eine Woche später in dem gleichen TH, verliebte mich sofort in den PODI PACO. Ich überredete meine Eltern und ne Woche später fuhren wir dahin.

Ich fragte nach Paco, mir wurde er gegeben zum Gassi gehen... Wichtig war mir er soll keinen "Killer" spielen an der Leine wenn andere HUnde kommen. Er hatte aber eher panische Angst.

Nun ja, beschlossene Sache, er soll es sein!

Ich unterschrieb den Vetrag, bekam dann seinen Ausweis. Und ich war *baff*

Auf seinen Pass ist ein Welpen Foto, genau das Welpen Foto was ich vor dem Jahr aus gesucht hatte! (ich hatte das noch ausgedruckt zuhause. Ich hatte ihm im Endeffekt schon vor einem Jahr ein Zuhause gegeben, er musste nur Warten bis er zu mir konnte!

Mir liefen die Tränen, vor Freude, weil ich den Hund bekommen hatte den ich die ganze Zeit wollte!!!

Das TH sagte mir, er war als Welpe sehr stabil, aber auch windig das er deswegen als Galgo Boxer drin stand. Aber im Alter sah man, besonders als er steh ohren bekam, das es eher ein Podenco (-Galgo?) ist.

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Ja- so eine "Liebe auf den ersten Blick" gibt es. Und gerade weil dieser Weg nicht der "einfache" ist, liebt ihr eure Maus so sehr!!!! Ich finde es toll, dass ihr sie so akzeptiert, wie sie ist und euch nicht mehr durch die "Meinung" der anderen Mitmenschen beeinflussen/verunsichern lasst. Ihr habt euren Weg gemeinsam gefunden! Hut ab! :klatsch:

Ich bin noch nicht ganz so weit, aber auch schon viel gelassener. ;) (Ich hab aber auch ganz liebe Menschen, die uns den Rücken stärken und uns auch so mögen, wie wir sind!!!)

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Wir haben noch immer unsere "Höhen" und "Tiefen" beispielsweise werden wir unseren Traum vom Zweithund nicht verwirklichen können, zumindest in der nächsten Zeit nicht..

Und an manchen Tagen pöbbelt sie wirklich sehr schlimm und lässt sich kaum bändigen.

Im nächsten Moment ist sie dann wieder das pfiffige Mädchen..

Und ja, wir lieben sie.

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Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mir richtig zu Herzen geht! Mia hat das große Los gezogen! :kuss:

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Eine wunderschöne wie auch rührende Geschichte. Es freut mich wahnsinnig, dass Ihr Eure Mia liebt, denn sie liebt Euch ebenso zurück. Schön, dass sie bei Euch ein glückliches Leben führen kann. Und Leute die nicht mögen, die guckt Ihr einfach nicht an. Punkt!!!!

Herzliche Grüße und Streicheleinheiten für Mia.

Rodolfo mit Max

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