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polar-chat.de  Der Hund
Corinna

Unsere Hündin trauert... was tun?

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Hallo,

wir haben folgendes Problem. Vor knapp 2 Monaten mussten wir unseren Rüden Portos abgeben. Der Grund, er knurrte ab und zu nach unserem Sohn Phillip (3 Jahre alt). Unser Sohn war krank, die Oma passte auf ihn und unsere zwei Hunde bei uns daheim auf. Unser Sohn kommandierte Portos rum, schnitt ihm den Weg ab, wurde 3x von der Oma ermahnt, aber ohne Konsequenz und als unser Sohn sich dann noch knurrend vor Portos stellte, sprang er hoch, biß ihm zwischen Oberlippe und Nase.

Er musste genäht werden, es war "nur" ein kleiner Biß, aber Phillip hatte danach massive Panik, Angstzustände und Albträume. Portos bekam zur Sicherheit einen Maulkorb an, lag nur noch in seinem Körbchen, knurrte trotz Maulkorb weiterhin nach unserem Sohn und fletschte auch, als Phillip an ihm vorbei krabbelte die Zähne.

Dies mal zur Vorgeschichte. Schweren Herzens kam Portos ins Tierheim, wurde aber drei Tage danach zu einer Frau vermittelt. Ihm geht es dort sehr gut (Bericht vom Tierheim und auch ich habe mit seiner neuen Besitzerin telefoniert).

Unsere Hündin Kira geht es aber nicht gut. Die beiden waren seit knapp 5 Jahren ein Team und er beschützte sie immer vor allem. Seit Portos weg ist, wollte Kira nicht mehr trinken. Sie weigerte sich komplett, im Haus zu trinken. Wollte alle halbe Stunde raus und trank dort aus Wasserpfützen oder leckte Wasser von der Terrasse. Sie jammert und heult sehr oft (vor allem, wenn sie das Gefühl hat, dass sie alleine ist). Sie hat keinen Antrieb mehr. Sie ist zwar am Anfang beim spazieren gut dabei, nach 10 Minuten spielen, ignoriert sie ihr Spielzeug und läuft einfach nur noch hinter mir her, meist mit hängenden Ohren. Sobald wir dann das ganze Abbrechen, rennt sie freudig ans Auto.

Daheim liegt sie entweder in ihrem Körbchen oder liegt bei Wind und Wetter auf der Terrasse und schaut in die Luft. Einmal in der Woche rennt sie ihre Runde durch den Garten (was sie vorher mehrmals täglich gemacht hat).

Ansonsten jammert sie einfach ständig, sobald sie merkt, dass wir uns fertig machen und aus dem Haus gehen wollen. Sie läuft uns auf Schritt und Tritt hinter her und pienst und jammert.

Es war klar das sie Portos vermisst, dass du ich heute auch noch jeden Tag. Aber wie können wir ihr helfen, wann hört das trauern auf?

Wäre es eine Alternative ihr wieder einen Partner zur Seite zu Stellen?

Kira ist jetzt übrigens 5 Jahre alt.....

Für Antworten wäre ich echt dankbar, sie tut mir so leid.

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Was erwartest Du von uns bei Deiner Schilderung.

Du warst nicht in der Lage als Rudelführer sowohl Deinen Hunden gegenüber gerecht zu werden, noch Deinem Kind und der Aufsichtsperson klare Regeln aufzuzwingen, die notwendig sind, wenn alles harmonisch ablaufen soll.

Du wirst es auch nicht bei einem anderen Hund schaffen. Weil um der Hündin gerecht zu werden, müßte dieser Hund die gleiche Rudelstellung wieder einnehmen wie Dein abgegebener Hund, damit die Hündin wieder Führung und Sicherheit erhält.

Mein Rat, frage die Dame, die den abgegebenen Hund hat, ob sie Deine Hündin nicht auch aufnehmen würde.

Man zerreißt als Hundehalter nicht ein gut funktionierendes harmonisches Paar Hunde.

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Mit so einer Antwort hab ich schon gerechnet.

Gut, ich habe als Hundeführer versagt und bestimmt einige Fehler gemacht, heute seh ich einiges auch anders. Leider bin ich nicht als allwissender Hundetrainer auf die Welt gekommen.

Weiter möchte ich darauf jetzt nicht mehr eingehen.

Danke für deine Meinung.

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Hi,

hast Du sie mal beim Tierazt vorgestellt. vielleicht interpretierst du ja Krankheitssymptome als Sehnsucht, weil Krankheit und die Weggabe von Paco zufällig zusammen trafen.

Wenn sie gesund ist, kannst du ja vielleicht eine Beschäftigung (Hundesport?) finden, die deiner Hündin Spaß macht?

Ich finde, du hast verantwortungsvoll gehandelt.

Es müssen viele Menschen mit Schiksalschlägen fertig werden. Eltern, Kinder, Partner sterben .... , ich denke, auch für einen Hund läuft es nicht immer rosig und er muß sich, wie seine Besitzer auch, an veränderte Situationen anpassen.

Den Rat, auch gleich den anderen Hund abzugeben, finde ich völlig unnötig.

Was, wenn ein Herrchen stirbt und der Hund leidet - den Hund einschläfern? Unzählige Beispiel zeigen, dass sich Hunde an veränderte und neue Situationen anpassen und dann ein tollen Leben führen können.

Gruß Chris

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Hallo,

Vor knapp 2 Monaten mussten wir unseren Rüden Portos abgeben.

Nicht Paco, Portos hieß er :D

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Hallo,

danke für deine Antwort.

Es ist uns sicherlich nicht leicht gefallen, unseren Rüden abzugeben. Und es war auch nicht so, dass wir sein Verhalten seit drei Jahren ignoriert haben. Wir hatten 3 verschiedene Trainer in den Jahren bei uns, alle mit verschiedenen Ansichten und verschiedenen Methoden.

Es war ja auch nicht ständig, dass Portos geknurrt hat. Er hat es z.B. geliebt wenn wir unseren Sohn ins Bett gebracht haben. Er ist dann schwanzwedelnd mit gelaufen, hat sich vor Phillps Bett gelegt. Morgens hat er ihn freudig begrüsst, er hat sich auch von ihm füttern lassen oder die Bällchen vor seien Füße gebracht.

Dann gab es wieder Tage, da knurrt er ständig gegen ihn, was wir aber nicht geduldet haben. Schimpfen, weg schicken ihn "antippsen", bestrafen, nichts hat geholfen.

Unsere Hündin war bis zu dem Tag an dem Portos bei uns "auszog" top fit. Wie gesagt, sie rannte durch den Wald mit ihm, war total scharf auf Bällchen schmeißen und machte auch sonst keine Probleme. Seit Portos weg ist, bewegt sie sich wie beschrieben so gut wie nicht mehr und gestern hatten wir sie auf der Waage, sie hat trotz etwas Futterreduzierung 3 kg zugenommen, was alleine auf "Bewegungsmangel" zurück zu führen ist.

Ich hab mich vielleicht verantwortungsvoll meinem Sohn gegenüber verhalten, aber dennoch kann ich das ganze nicht verstehen und kann heute noch nicht fassen, dass er nicht mehr bei uns ist. Das schlimme ist, er hat alle anderen Kinder geliebt, nur unseres scheinbar nicht.

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Puh, gar nicht so einfach dazu was zu schreiben.

Als Mutter kann ich dich verstehen, nur wären meine Bedenken jetzt in der Richtung, dass es nicht wieder eskaliert, wenn dein Sohn, wo er noch so klein ist, nicht mit einem absolut souveränen und "verständnisvollen" kinderlieben Hund zusammentrifft.

Hast du nicht die Möglichkeit, für deine Hündin andere Hundebekanntschaften zu nutzen, die euch evtl. dann einen bedingten Ersatz für einen Zweithund bieten?

Gibt es da niemanden in eurer Nähe, der mit euch die Gassigänge zusammen machen könnte?

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Ich verstehe, weswegen du ihn abgegeben hast, auch wenn ich es nicht zu 100% tue, da ich einfach kein Kind habe und ich meine Nelly so sehr liebe...

Aber als Mutter sieht man das ganze sicherlich nochmal etwas anders, gerade bei einem Hund der dann eben nicht immer sehr gut auf das Kind reagiert.

Auch wenn jetzt mehrer meckern (werden), hätten viele sicherlich genauso gehandelt.

Zu der "Sehnsucht" bin ich der Überzeugung, dass das aufhört. Wenn der Zweithund stirbt ist das nichts anderes.

Nelly ist bei so etwas (zumindest nach außen hin) überhaupt nicht betroffen, aber vor einem Monat gab es bei uns Zuhause Stress und mein Freund ist mit Lucy ein paar Tage zu seiner Familie gezogen.

Nelly hat sich kein bisschen verändert in dieser Zeit, Lucy dagegen hat regelrecht gelitten, jeden Tag gejammert und die ganze Zeit nur an meinem Freund geklebt, trotz dass sie die Umgebung seiner Familie kannte und sonst auch liebte.

Ohne Nelly geht bei Lucy überhaupt nichts mehr und ich denke auch, dass das einige Zeit anhalten würde.

Es gibt solche und solche Hunde, aber ich bin überzeugt, dass das aufhört. Das beste was man machen kann, ist dem Treiben garkeine Beachtung zu schenken, so schwer wie das fällt. Guck nach ob ihr nicht einen Sport findet, der ihr gefällt, ansonsten würde ich es dabei belassen.

Das ändert sich schon wieder.

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Diese Gedanken hab ich mir auch gemacht. Allerdings ist Phillips Verhalten gegenüber unserer Hündin total anders, als es bei Portos war. Vor der "Eskalation" war es so, dass Phillip einfach ausgetestet hat, wie Portos auf bestimmte Sachen reagiert. Wenn Portos knurrte, lachte sich Phillip kaputt und knurrte einfach zurück.

Unsere Hündin liebt er. Er streichelt sie, spricht mit ihr, möchte sie an der Leine führen und geht total liebevoll mit ihr um. Als ich Phillip sagte, dass Portos auszieht und in eine neue Familie kommt, hatte er sofort Tränen in den Augen und sagte: " Die Kira bleibt aber hier, oder?".

Deswegen denke ich, dass er mit einer jungen Hündin wahrscheinlich (mit viel Hilfe) auch so umgehen würde. Es hört sich zwar doof an, aber es war irgendwie ein Kompetenzgerangel zwischen ihm und Portos.

Mit Kira ist das schwierig. Wir bekam sie mit zwölf Wochen, da lebte sie schon 7 Wochen bei einer Familie die überhaupt keine Ahnung von Hunden hatte. Kira wurde geschlagen und vernachlässigt. Wir brauchten 3 Monate, bis sie Vertrauen zu uns hatte und nicht vor lauter Angst durch die Wohnung rannte und alles voll pinkelte. Das passierte schon, wenn man sie nur anschaute oder an ihr vorbei in Richtung Küche oder Telefon ging.

Portos brachte ihr damals sehr viel bei, sie kannte bis dahin keine anderen Hunde. Sie verhält sich beim spazieren eher zickig anderen Hunden gegenüber (es sei denn, sie sind noch jung). Da sie auch Menschen gegenüber sehr zurück haltend und ängstlich ist, wird es wohl schwer werden, ihr einen Spazierpartner zu organisieren.

Vor zwei Wochen waren wir zu Besuch bei unserer Verwandtschaft. Die haben einen Retriever Rüden. Er wollte mit ihr spielen, sie rannte ihm bellend hinter her und vertieb ihn eigentlich nur, statt mit ihm zu spielen. Es gab ansonsten keine Probleme, sie standen oder lagen auch oft nebeneinander, aber so richtig Lust hatte sie nicht auf ihn.

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Im Februar, wolltet Ihr doch auch die Hündin schon abgeben :think: aus privaten Gründen und Zeitmangel.....

Wäre es dann nicht besser gewesen ein nettes Heim für beide Hunde zusammen zu finden, anstatt sie zu trennen?

Nicht böse gemeint.

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