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polar-chat.de  Der Hund
Angela2807

„Wenn Sie ihn anschreien, lernt er das nie“ – Wie bitte?

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Halli hallo zusammen,

ich muss mal mein Verständnis einer Hundebegegnung vorgestern Nacht mit eurer Auffassung abgleichen:

Mein Freund und ich waren gegen 22 Uhr letztes Gassi bei uns im Wohngebiet. Nigel (unser Hund sehr klein siehe Bild :) ) läuft frei.

Wir sehen in ca. 100m Entfernung einen Mann mit einem, für mich wirklich extrem großen, Windhund. Ich konnte nicht sehen ob der an der Leine ist oder nicht. Wir also Straßenseite gewechselt und Nigel logischer Weise an die Leine.

Als wir fast parallel mit dem Mann waren fängt dessen Windhund an so ganz tief zu grummeln und beginnt seine Vorderpfoten steif zu machen und fängt das Galoppieren an (ihr wisst schon so Imponiergehabe mit Vorderpfoten steif machen, und hopsen uns so).

Mann zu seinem Hund: Geh weiter. Der Hund war leider an einer voll ausgeworfenen ewig langen Schleppleine und auf direktem Weg zu uns mit gleicher Mimik und Gestik.

Ich dachte ich könne ein an der Straße stehendes Auto als Barriere verwenden und der Mann würde seinen Hund rufen Fehlanzeige. Windhund schießt ums Auto.

Mein Freund wurde dann laut :Hau ab.

Windhund wieder ums Auto und hat es auf der anderen Seite versucht. Mein Freund hat sich wieder zwischen uns und ihn gestellt und ihm dann noch etwas lauter wieder zu verstehen gegeben, sich jetzt besser zu trollen.

Dann hat der Hund den Schwanz eingezogen und ist abgedampft weil er Schiss hatte.

Der Mann hat dem ganzen Treiben völlig regungslos zugesehen und hat die Schleppleine nicht mal ansatzweise versucht kürzer zu nehmen denn der Windhund wäre ohne meinen Freund problemlos an uns herangekommen.

Der Mann meinte dann nur: Wenn Sie ihn anschreien lernt er das nie!

Wie bitte?

Jetzt zwei Fragen:

1) Was meint er damit? Soll ich warten, ob sein Hund sich entscheidet (an meinem Hund angekommen) ob er Nigel mag oder ihn doch lieber vermöbelt?

2) Da ich davon ausgehe, dass unsere Reaktion richtig war: meint ihr nicht, dass manche solcher Hunde vielleicht wenn wir Menschen (also die gegnerische Partei) ihren eigenen Hund oft rigoroser verteidigen würden, vielleicht nicht daraus lernen? Einfach weil sie dann davon ausgehen, dass es Ärger mit den Menschen der anderen Hunde gibt?

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Hm, ich kann jetzt mal eben so nicht beurteilen, wie "feindseelig" der andere Hund denn nun war. Aber prinzipiell hab ich ne Frage: Wechselt ihr immer die Straßenseite, wenn euch größere Hunde entgegen kommen?

Meine beste Freundin hat Lena als Welpe mal erschrocken weggezogen, als die benachbarte deutsche Doggge um die Ecke kam. Danach hatte ich erstmal große Mühe, Lena wieder klar zu machen, dass die Dogge nix schlimmes ist, sondern ganz lieb und vorsichtig, wenn sie mit ihm spielt.

Wenn der Hund allerdings wirklich auf Angriff aus war, hätte ich ihn wohl auch angebrüllt und versucht, zu verjagen.

Ob sie nun daraus lernen, oder nicht wäre mir dann auch relativ egal.

Es gibt immer solche und solche Hundehalter ;) Mein Freund wohnt in einer Gegend, wo zu 99% vollkommen schlecht sozialisierte und erzogene Hunde rumlaufen. Dort lege ich auch keinen Wert auf Hundebegegnungen und gehe weiter, wenn uns ein Hund entgegen kommt.

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Nein, wir wechseln nicht die Straßenseite zwangsläufig.

Wenn ich den Hunde kenne - kein Problem. Auch wenn wir nicht ausweichen könnten, kein Problem.

Nigel hat selbst überhaupt keine Probleme mit Artgenossen. Aber da in dem Fall nicht zu sehen war, ob der Hund frei ist und es ja dunkel war empfand ich es als besser.

Ich hatte selbst 15 Jahre lang so einen Stänkerer :-) und gehe zunächst immer mal davon aus, dass ein Hundekontakt an der Leine nicht immer sein muss.

1) Weil ich für Nigel keinen Stress haben will - er zieht sicher den Kürzeren

2) Weil ich andere Halter nicht in Probleme mit dem eigenen Hund bringen möchte - falls diese eben Schwierigkeiten haben.

Nichts ist schlimmer als wenn man einen nicht so super verträglichen Hund hat und alle anderen rennen auf einen zu und die Herrchen rufen dann "der tut nichts" hinterher. Ja Deiner vielleicht nicht, aber meiner schon musste ich dann immer erwiedern. So eine Situation will ich mit meinem nun verträglichen Hund nicht provozieren.

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Hi du,

ich finde du hast alles richtig gemacht.

Wenn ein Hund an der Kurzen Leine ist lasse ich meinen der an der Schlepp oder Frei ist nicht einfach zu ihm. Erst nach Gespräch mit dem Besi, ob es erwünscht ist. Und wenn du in diesem Moment für dich sagst. Nein der soll jetzt nicht an meinen Hund, dann hast du absolut das Recht den Hund so zu verscheuchen (Wenn der eigentliche Besi nichts unternimmt).

Ich hatte vor kurzem eine Begegnung mit einem Riesen Labbi. Ich kenne ihn und er ist einfach nur knuffig. Bato und er lieben es zu spielen und zu rennen. Nun hatte ich aber, bei der Begegnung, 3 Hunde dabei. Einer an der Leine. Bato und der 3te Hund frei. Dieser Labbi kam auf uns zugetrottet (auch frei und ohne Besi) und da ich weiß, dass einer meiner Hunde absolut schlecht auf Rüden zu sprechen ist habe ich den Labbi zu seinem eigenen Schutz weggejagt(Der Labbi hat das anfangs nicht verstanden, daher habe ich auch recht laut mit ihm gesprochen und die Arme hochgenommen und bin ein Schritt auf ihn zu). Als ich diesen Labbi letztens wieder getroffen hatte, und diesmal hatte ich nur meinen Hund dabei, kam er mit gesenkten Kopf an und er hat mich aus den Augenwinkel gemustert, ist dabei immer mal wieder stehen geblieben. Erst als ich Bato erlaubt habe zu ihm zugehen war wieder alles in Ordnung.

Ich denke, dass sich Hunde solche Begegnungen mit lauten und imposanten Bewegungen sehr wohl merken und daraus auch schließen können was du von ihnen wolltest.

Grüßle Manu

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Für mich liest sich das so, als würde der gute Mann, die Erziehung seines Hundes anderen überlassen.

Vieleicht hat der Windi Probleme mit kleinen Artgenossen, aber dann sprech ich mit den Leute, in dem Fall euch und lass ihn nicht einfach machen.

Ich hätte genauso wie du reagiert.

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Im Falle von versuchten Angriffen gehe ich dazwischen - und es gibt Hunde, die sich das durchaus merken und es dann auch bei späteren Begegnungen nicht erneut probieren. Allerdings gibt es auch die merkbefreiten Hunde, die es jedesmal erneut probieren, bis sie wirklich mal was von meinem Hund auf den Deckel bekommen haben.

Screet

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Dein Verhalten finde ich völlig ok und das von dem anderen HH bescheiden, extrem bescheiden. Wenn ich doch merke, daß ein anderer HH ein Problem mit meinem Hund hat, dann reagiere ich doch, zumal der Hund auch an der Schlepp war.

Sachen gibt's...

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Nicht falsch verstehen. An der Leine gibts bei mir auch keine Hundekontakte. Egal zu welchem Hund. Ist einfach Tabu.

Wie gesagt, wenn der Hund wirklich auf Angriff aus war, hast du meiner Meinung nach völlig richtig gehandelt. Hätt ich auch gemacht.

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Na dann bin ich ja mal beruhigt, dass wir nicht völlig daneben lagen.

Ich war auch völlig erstaunt, dass mein Freund so energisch dazwischen ist. So kenn ich ihn gar nicht :-)

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Ich finde Euer Verhalten in Ordnung, wieso soll es Eure Aufgabe sein, den Hund des anderen zu erziehen, wenn der selber nur passiv da rum steht.

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