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polar-chat.de  Der Hund
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Unerfahrenem, ängstlichen Hund Gassi gehen beibringen

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Hallo, seit heute Nachmittag wohnt eine kleine Moldavische (ehemalige) Strassenhündin bei mir, sie ist auf ca. 2 Jahre geschätzt und mein Problem jetzt, wie kann ich ihr das an-der-Leine-laufen beibringen? Sie kennt das ja gar nicht und bleibt einfach stehen/sitzen. Ausserdem hat sie Angst vor Treppen bzw. kennt sie diese ja nicht und möchte auch nicht rauf/runter laufen (ich wohne im 3. Stock) Soll ich sie erstmal tragen bis sie sich an mich gewöhnt hat und dann mit der Erziehung anfangen oder schon direkt und wie mache ich das am besten? Ich hatte zwar vorher schon Pflegehunde (aus dem Ausland) gehabt, aber die kannten das an der leine laufen schon, bzw. Treppe steigen. Habt ihr ein paar gute Tipps für mich?

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Hallo,

meine Hündin kam auch als Straßenhündin zu mir, allerdings kannte sie zumindest Leine und Halsband. ;)

Ich würde es ihr jetzt so zeigen, wie ich es einem Welpen zeigen würde. Halsband und Leine anlegen und mit sanftem Druck die Richtung vorgeben. Wenn sie da nicht drauf reagiert, würde ich mich an deiner Stelle mal klein machen (in die Hocke gehen) und wenn sie dann kommt, belohnen. :)

Eine Treppe kannte meine Hündin auch nicht und so haben wir sie die ersten Tage getragen. Das war aber auch keine Lösung, weil sie wohl durch die Kastration noch empfindlich am Bauch war.

Ich habe sie dann stückchenweise an die Treppe gewöhnt; sie hochgenommen und kurz vorm Ziel, so dass sie nur noch 2, 3 Stufen laufen musste, abgesetzt. Dabei habe ich mich hinter sie gestellt, um sie abzusichern.

Die Distanz habe ich dann immer mehr erweitert und nach 3, 4 Tagen ist sie dann alleine hoch. :)

Generell würde ich bei einer Hündin die nichts kennt, ganz kleine Maßstäbe ansetzen, eben wie oben beschrieben, bei einem Welpen.

Viel loben, schon auch zeigen, was du nicht möchtest, aber ihr auch Zeit lassen.

Edit: Vielleicht noch als Tipp, schau mal, ob deine Hündin evtl. mit einem Geschirr besser klar kommt. Meine Hündin mochte anfangs überhaupt kein Halsband und hat viel besser aufs Geschirr reagiert, aber das ist von Hund zu Hund unterschiedlich.

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FERN-HILFE-TIPP's sind nur positiv wirksam, wenn Sie auch so umgesetzt werden wie der Tipp-Geber diesen gemeint hat.

Bevor Du den Tipp durchführst/anwendest ist es wichtig das Du diesen erstmal durchspielst, in Form einer Trockenübung.

ERST wenn Du erkennst was Du genau tun sollst, kannst Du in die Anwendung gehen.

Wenn für Dich etwas unklar ist, vorher dann gleich nachfragen!

Mein F-H-Tipp wäre:

Nimm den Hund ganz eng an Dir geführt,

Leine am Halsband, und Leine ganz kurz nehmen,

dann sehr langsam um den Tisch laufen,

sehr langsam Schlangenlinien durch die Wohnung,

bis zu seinem Napf,

dort bekommt er 3 Brocken zum fressen,

immer wenn er Deine Richtungsänderung beim Laufen annimmt, sagst Du ganz schnell aber sehr leise "Fein" als Verhalten-Lob

und das machst Du so ca. 3 x mit einer 10 Min. Pause dazwischen.

Hund verknüpft wenn er mit Dir geht ist es für IHN positiv/von Vorteil.

Wenn Du merkst das er es verknüpft hat, das neben Dir gehen, gehst Du dann ebenso die Treppe langsam hinunter und wieder hinauf.

Achte darauf dass er neben Dir bleibt

und in DEINEM Tempo die Treppen geht.

Sage+Zeige Ihm an, durch ein "leise gesprochenes FEIN", dass er sich gerade richtig verhält, wenn er mit Dir geht.

Zappelt er,

sofort Sitz-machen lassen,

Ruhe reinbringen,

und "Name+Fuß!" und weiter laufen.

Wichtig ist das Du kein Stress dabei machst, und das Ganze so eher beiläufig passierend abläuft.

Viel Erfolg!

LG :winken:

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Ich habe einen Pflegehund aus Rumänien, der auch noch vor vielen Dingen Angst hat.

Er wollte am Anfang noch nicht mal auf Fliesen oder Laminat laufen. Die offene Treppe in unserem Haus findet er auch noch gruselig.

Was die Treppe angeht, würde ich es auch so machen, dass du den Hund trägst und kurz vor Ende absetzt, dass sie die letzten 2-3 Stufen selber gehen kann. Evtl auch ein Leckerchen nach oben werfen. Setze dich einfach neben Sie und lass sie mal machen. Mein Pflegi wird dann immer erst mal ganz steif und braucht eine Weile, bis er sich bewegen kann.

Das Halsband und die Leine würde ich z. B. beim Füttern dran machen, dass sie ein paar Schritte angeleint mit zum Napf geht. Ohne Leine kannst du sie ja schlecht nach draußen mitnehmen.

Evtl erst mal eine dünne Schleppleine, die hat nicht so viel Gewicht. Draußen würde ich den Hund absetzen und mal eine handvoll Leckerlies verstreuen. Dann kann sie angeleint suchen, so merkt sie, dass sie sich auch mit Leine bewegen kann.

Ich würde das Ganze vollkommen ohne Zwang und Druck aufbauen, wenn der Hund ausweicht kurz nachgeben um zu signalisieren, dass du ihre Angst respektierst und wieder ermutigen und einladen mitzugehen.

Gib dem Hund noch etwas Zeit, und wenn man nicht zu viel Brimborium darum macht, lernen die "Ausländer" das im Handumdrehen.

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Kommt darauf an was der Hund versteht/verknüpft!!! :???

Wenn man den Hund trägt und ein Stück unsicheres Verhalten dabei bestätigt,

wird der Hund dann an der Treppe stehen bleiben (nicht weiter gehen dürfen = dabei erlernen)

und warten bis er auf den Arm genommen wird,

WEIL man Ihm ja DAS gezeigt hat "das AB der Treppe wird er getragen die Normalität ist".

:???:???:???

Erst zu Ende denken, dann handeln?

LG :winken:

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Wieviele erwachsene Straßenhunde hattest du schon, Ewald?

Wenn der Hund das erste Stück der Treppe getragen wird und dann schon das Ende vor Augen hat, wenn er heruntergelassen wird, ist es für ihn einfacher, als wenn er die Treppe von Anfang an vor Augen hat, so meine Erfahrung. :)

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Erstens soll der Hund ja so schnell wie möglich immer mehr Stufen gehen, wie Fiona01 schon beschrieben hat, dann ist der Käse warscheinlich in spätestens einer Woche gegessen.

Zweitens sieht der Hund das Getragenwerden nicht unbedingt als Bestätigung (meiner versucht dann immer abzuhauen).

Und drittens hat der Hund nach EINEM Tag in Deutschland warscheinlich noch nicht sooo viel Vertrauen in die Menschheit, dass ein überzeugtes "Wir gehen da jetzt mal hoch" ausreicht.

Mein Pflegehund sieht die ganze Zeit überzeugte "Die Treppe ist nicht gefährlich"-Hunde die Treppe rauf und runter rennen, und glaubt selbst seinen "Rudelgenossen" in dem Fall kein Wort......

Liebe Grüße

Ariane

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...nur so ein Gedanke,

weil meine Tötungsstation-Hündin Turron auch vor vielen Dingen erstmal argwöhnisch war....

Sie wollte Treppen NUR OHNE Leine laufen -

in ihrem Tempo.

mit Leine ging nicht. Ohne schon.

und hochgehoben habe ich zu Beginn Turron auch nicht,

und die Mini Piroschka hatte auch extremen Horror vor Hochheben.

ich hab alles umgekehrt gemacht.

erstmal dafür gesorgt,

daß die Hunde mir hinterherlaufen.

egal ob draußen oder drinnen.

und dann erst hab ich die Leine drangemacht.

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Ich finde die auf den ARm nehm Nummer auch total unförderlich....Begib Dich mit Deinem Hund auf Augenhöhe, schenk ihr Vertrauen und zeig ihr das die Treppe kein Monster ist!!

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Das allerwichtigste ist,dass du nicht auf ihre Angst eingehst und sie bemitleidest.Ich hatte hier eine alte Zuchthündin,die ihr Leben im Stall verbracht hat.Sie kannte vom Menschen nur Schläge und Gewalt,von der Umwelt hat sie gar nichts mitbekommen.

Sie hat nur Rüden zum Decken gehabt und Welpe.

Bella bestand nur aus Angst und Panik.Halsband und Schleppleine waren auch in der Wohnung dran.Ohne Garten und meinen normalen Hunden hätte ich das nie mit ihr geschafft.

Wir konnten so nach 3 Monaten das erste Mal mit Leine gehen,davor lag sie nur am Boden gepresst da.

Ich habe sie in der ersten zeit nur in den Garten gelassen,gelöst hat sie sich bestimmt 3 Monate nur in der Nacht im Wohnzimmer.

Nimmt deine Maus Leckerlies an?.Benimm dich ganz normal,auch im Haus.Wenn sie vor dir auch Angst hat,keinen Blickkontakt.

Kannst dich ja in die Nähe setzen,mit dem Rücken zu ihr.Sie muß Vertrauen bekommen und das geht nur in ganz langsamen Schritten.

Wie groß und wie schwer ist sie denn??

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