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polar-chat.de  Der Hund
Renate Haebler

Brauche Euren Rat: Wieso pöbelt sie plötzlich an der Leine?

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Hallo,

folgendes Problem gibt es:

meine Gwenn ( Labrador/Malinois Mischling ca. 3 Jahre ) ist eigentlich eine sehr liebe Hündin.

Menschen gegenüber immer !

Bei manchen Hunden nicht immer.

Heute, bei unserem Spaziergang, hat sie sich leider sehr schlecht benommen.

Wir haben unseren Spazieirgang am Rand der Steilküste gemacht. Eine Frau mit einem kleinen Hund kam mir entgegen.

(Eigentlich leine ich Gwenn nicht immer an, aber auf diesem Weg war mir das zu gefährlich, die Hunde spielen miteinander und der Abgrund erscheint mir dann immer zu gefährlich.)

Gwenn war an der Leine und plötzlich wollte sie mit gestelltem Kamm auf das kleine Hünchen los,

ich konnte sie fast nicht mehr halten und wäre fast gestürzt.

Habt Ihr dafür eine Erklärung ?

Wieso tobt sie so an der Leine ?

Ohne Leine gibt es fast nie Probleme, außer einem kurzen Gerangel ( eher selten ) benimmt sie sich gut.

Sie mußte den ganzen Rückweg bei Fuß gehen, hat sie auch ohne Probleme gemacht.

Sie hat gemerkt wie sauer ich war.

Danke für Eure Tipps.

lg

Renate :???

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Hm, nach einem einmaligen Erlebnis würde ich das nicht überbewerten. Wer weiss,

was der andere Hund für Signale gesendet hat.

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(bearbeitet)

Da wir Leinenhalter sehr viel körpersprachliche Informationen dem Hund ständig übermitteln,

und die Hunde das entsprechend umsetzten

(= PASSIVE Information/Anleitung/Aufforderung/Kommando)

wie wir es still (Ohne Stimme) bei Ihnen konditioniert haben und/oder zur Auslösung bringen,

kommt es zu augenblicklichem Hunde-Verhalten welches wir, unbewußt,

dem Hund aufgetragen haben.

Aus der Sichtweise des Hundes tut er dann gerade DAS was wir bei IHM ausgelöst haben, ohne es bemerkt zu haben.

Wir bestrafen Ihn, durch die Gegenmaßnahmen und den Ärger den wir über Ihn gerade empfinden und das allzuoft "in nicht zimberlicher Form" dabei zum Ausdruck bringen.

Solche erlebten Hunde-Verhalten-Abläufe muss man aufdröseln,

um zu erkennen was in der Folge war/tatsächlich abgelaufen ist!

Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, was ich schon immer wieder so erlebt habe, und vielleicht ist es genau so oder ähnlich bei Dir auch abgelaufen:

Hunde können uns perfekt lesen und erkennen wie wir uns fühlen, freuen, und auch

was uns unangenehm ist/Stressgefühle gerade macht, usw. .

Du läufst da an der Steilküste entlang

"und Deine Körpersprache und Deine Leinenführung"

vermittelt Deinem Hund sogleich ein Anspannung

und deine besorgten Gedanken dass ER jetzt besser an der Leine bleiben muss,

als der "Kleine" entgegen kommt,

erzeugt bei Dir ein Körpergefühl welches Deinem Hund sofort auffällt

und er sogleich darauf einsteigt, wenn bei Dir keine Sicherheit und Ruhe sich sogleich wieder einstellt.

Die Leinenführung ist auch jetzt ganz wichtig,

weil das unruhige und zappelige wirkt

(wie ein Peitschenhieb bei einem Pferd)

sogleich auf den Hund und erzeugt ein VORWÄRTS schicken,

auch wenn wir dann wenn es brenzelig wird

unruhige Aktivitäten zeigen und noch dazu LAUT werden/hantieren

Bürsten wir unseren Hund auf "jetzt Krawall machen" und das wollten wir ja gerade nicht haben, UND haben es doch ausgelöst.

Am Ende bestrafen wir den Hund

weil ER die für Ihn,

durch Uns unsicher angezeigte Situationen

nur klären /Schaden fernhalten wollte???

Wäre in der Spaziergang-Situation sogleich für Deinen Hund klar erkennbar gewesen das Du "regelst" hätte er sich entspannen können, und Dir ALLES weiter überlassen können/wollen.

Ist jetzt keine Kritik von mir an Dir,

sondern lediglich eine von mehreren Möglichkeit auf zu zeigen

wie solche Dinge zum Ausbruch kommen

und der Hund ein Verhalten sogleich zeigt

welches wir Ihm auftragen, aber es soooo nicht wollten.

"Hunde verteidigen Uns auch" weil wir für Sie von enormer Wichtigkeit sind,

auch für die Erlangung und Sicherung Ihrer liebgewonnenen Privilegien.

Könnte auch sein:

Solltest Du Beute/Futter/Leckerchen mitgeführt haben, könnte Dein Hund "seine B.-F.-L.-Brocken" gegenüber dem Kleinen mal eben verteidigt haben, weil da werden selbst ganz friedliche Hunde "mal eben stinkig"!

Kann auch ein Mix aus verschiedenen Abläufen sein???

Meine Gedanken dazu sollen Dir nur eine Anregung sein, und was wirklich war, muss man aufmerksam hinschauen.

Wünsche Dir eine schöne Adventzeit ,

LG :winken:

.

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Hallo lieber Hundeversteher,

alle Deine Erklärungen waren mir nicht neu !

Wenn Gwenn einen anderen Hund sieht, legt sie sich sofort hin. Ist für mich sehr praktisch, denn manchmal erkennt sie einen Hund schon früher als ich :zunge: (obwohl sie nur ein Auge hat ).

Ich sage bleib und leine sie an, wenn ich es für nötig halte.

Gestern habe ich sie nicht immer angeleint, sie hatte auch unangeleint Kontakt mit anderen Hunden . Wir sind vielen Hunden begegnet.

Ein Beaglerüde - mit dem hat sie freudig gespielt.

Eine Labradorhündin - mit ihr gab es ein ernstes "Gespräch" gestellter Kamm usw. sonst nichts.

Ein Bordercollie ( Rüde ? ) mit ihm hat sie ein paar Runden am und im Wasser gedreht )

Die Reaktion auf das kleine Hundchen ( Katzengröße ) war deshalb für mich, unverständlich.

Gwenn ist jung, ungestüm und macht beim Spielen keinen Unterschied ob der Hund groß oder klein ist.

Nur bei Welpen, da ist sie sehr sanft und zart. Ein 4 monatealter Cockerspaniel war auch da.

Gwenn hat sich sofort hingelegt und hat mit ihm "liegend" gespielt. Ganz Mutter !!

Verstehst Du, was mich an der ganzen Situation so verunsichert ??

Achso, Leckerlies gab es keine.

Geärgert hat mich, daß ich sie fast nicht mehr halten konnte und daß sie so wütend war.

Danke für Deine Antwort, ich werde das weiter beobachten.

lg

Renate

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