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Hundeforum Der Hund
Fleckvieh

Epilepsie beim Welpen

Empfohlene Beiträge

Hallo!

Ich habe in diesem Forum schon einige Erfahrungen über Epilepsie gelesen, aber: hat jemand selbst Erfahrungen mit Epilepsie beim Junghund?

Unser Fellini (Kromfohrländer) hatte am 07.11.2010 im Alter von 3 1/2 Monaten seinen ersten Anfall (2x im Abstand von 4 Stunden). Wir haben gehört, dass das beim Welpen auch eine einmalige Sache sein kann, hätten uns auf Epilepsie aber auch grundsätzlich eingestellt.

Blutuntersuchung zum Ausschließen anderer Ursachen wurde gemacht und keine Anhaltspunkte für Erkrankungen gefunden. Er hat sich auch sehr schnell von dem Anfall erholt und war am nächsten Tag wieder der alte.

Fütterung war bis zu Beginn der Anfälle teilweise Dose (PetFit) teilweise roh mit Gemüseflocken (leider mit Getreideanteil) und frischem Gemüsemuß.

Nach Beginn der Anfälle haben wir das Rohfutter und die Flocken weggelassen, das Dosenfutter hat einen gerinen Getreideanteil.

10 Tage später begann eine Anfallserie von 16 Anfällen in Abständen von 3, 2, 1,5 Stunden und dann stündlich. Nach dem 4. Anfall hat im der Tierarzt Valium gespritzt, damit er von den Anfällen herunterkommt, was aber scheinbar kaum Wirkung gezeigt hat, die Anfälle sind weitergegangen und sogar stärker geworden. Nach dem 8. Anfall hat er im Abstand von 2 Stunden je 25 mg. Phenobarbital bekommen. Die Anfälle sind zu Beginn noch stärker geworden bis zu 5 Minuten mit Harn- und Kotabsatz, danach hat er nichts erkannt, kaum gesehen und ist 1/2 Stunde ruhelos durch die Wohnung gegangen. Zwischen den Anfällen ist er auch kaum noch zur Ruhe gekommen. Dann dürfte die Wirkung des PB langsam eingesetzt haben und die Anfälle sind schwächer geworden und die Zeitabstände länger. Dann hat er noch lange Zeit gejammert und ist dann endlich eingeschlafen.

Am nächsten Tag hat er uns kaum erkannt und wenn, dann nicht wirklich reagiert. Gassi gehen war nicht möglich, weil er sich nur aufgeregt und sich nicht gelöst hat. Bevor er dann aber in die Wohnung gemacht hat, hat er sich natürlich furchtbar aufgeregt.... Auch war er den ganzen Tag unruhig und hat fast durchgehend geheult wie ein Wolf.

Wir waren mit den Nerven natürlich (auch durch die durchwachte Nacht) vollkommen am Ende, offensichtlich hat unser Baby gelitten und wir haben auch schon darüber nachgedacht, wie lange wir das mitansehen wollen....

Unser Tierarzt hat uns glücklicherweise für den gleichen Tag einen Termin für CT und Liquor-Untersuchung organisiert. CT war ohne Befund, Liquor hat auf eine Hirnentzündung hingewiesen, die grundsätzlich auch als Auslöser für epileptische Anfälle möglich wäre.

Da jedoch kein Auslöser (bakteriell, viral, o.a.) für die Entzündung festgestellt wurde, hat ihn unser Tierarzt auf alles denkbare (tut mir leid, wir waren mit den Nerven zu fertig um uns die Medikamente zu merken) behandelt und am gleichen Abend an eine Lactat-Infusion gehängt um der Übersäuerung des Hirns entgegenzuwirken. Prophylaktisch hat er auch weiterhin 2x täglich Phenobarbital 25 mg bekommen.

Rein physisch schien die Therapie gut anzuschlagen, bis er wieder ganz klar im Hirn war und normal "funktioniert" hat, hat es 4-5 Tage gedauert.

Da unser Tierarzt die Entzündung als Auslöser für die Anfälle vermutet hat, haben wir 10 Tage nach den starken Anfällen das Phenobarbital auf die halbe Dosis reduziert, weil unser Tierarzt einem Hund in der Entwicklungsphase nicht auf Verdacht dämpfende Medikamente geben wollte.

4 Tage später kam die nächste Anfallserie (2x stärker, 2x ganz leicht) >> Phenobarbital wieder im 2 Std. Takt um auf einen Spiegel zu kommen, dann wieder Normaldosis 2x tägl. 25 mg.

2 Tage wieder nicht ganz da...

4 Tage später (heute) der nächste Anfall. Der hat ca. 1 Minute gedauert, war aber nicht sehr heftig, er hat sich aber sehr gut erholt und bis jetzt (Es ist jetzt 5 Std. später, *Holzklopf*) ist es auch ein einzelner geblieben.

Das war jetzt SEHR lang, ich weiß, aber der Verlauf ist so unüblich gewesen.

Unser Tierarzt hat gemeint, dass die Hirnentzündung vermutlich die "normale" Epilepsie verstärkt hat.

Nach dem heutigen Anfall sollen wir zu den 2x 25 mg PB noch 15 mg zusätzlich geben, mehr möchte unser Tierarzt nicht um ihn nicht zu sehr zu dämpfen.

Jetzt stehen wir vor dem Dilemma, dass wir einen Hund in dem Alter haben, in dem er mit möglichst viel neuen Situationen bekannt gemacht werden soll, damit er im Erwachensenalter keine Probleme damit hat - und andererseits könnten diese wieder Anfälle auslösen.... Unser Tierarzt ist aber der Meinung, dass wir da durch müssen, damit die Reizschwelle beim erwachsenen Hund nicht zu niedrig ist.

Wir hoffen auf diesem Wege jemanden zu finden, der Erfahrungen in dieser Richtung gemacht hat!

Fellini und seine leidgeprüften Leinenhalter....

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das tut mir sehr leid :( ich wünsche dir noch viel glück und hoffe das er sich wieder erhohlt :kuss: aber erfahrung damit habe ich zum Glück noch nicht gemacht

und erstmal herzlich wilkommen im Forum :winken:

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Oh ha, das hört sich richtig Heftig an und wünsche DIR alles Gute und starke Nerven.

Mein Dobi holte ich mit ungefähr 1 1/2 bzw 2 Jahre aus schlechter Haltung, er hatte Epi und wurde nie wirklich behandelt mit Tabletten, ich bekam welche von meiner Tierarzt und musste ihm Morgens und Abends je Eine geben, leider weiß ich gar nicht mehr wie das hieß weil der Dobi letztes Jahr nach drei Jahren bei mir starb.

Seine Anfälle dauerten immer (das höchste 10 min) das niedrigste 5 min. Und über 5 minuten durfte ich direkt sofort Rektal Valium geben (per Tierarzt Rezept in normaler Apotheke für Menschen zu bekommen), das zeug in den Darm drücken, das setzt den Hund direkt ausser gefecht, Er bekam jede zweite Woche fast Pünktlich seinen Anfall, manchmal 2 Hintereinander aber das war das höchste. Kurz vor seinem Tod fast jeden Zweiten Tag, ohne Großen Auslöser.

Ich weiß von meiner Tierarzt sie sagte das Epi Hunde möglichst in ruhigem Haushalt leben sollten, zb möglichst ohne Kinder, das rumwuseln kann einen Reiz auf das Gehirn auslösen und enen Anfall später zur Folge haben, auch durch Große Gewöhnung.

Durch die Tabletten war mein Dobi, sehr "zugedröhnt" und ihm war generell die Umwelt egal, ansprechbar so halb. Sein Hobby, bloss nicht sitzen oder liegen immer nur rum laufen (Das hier noch keine Furchen im Teppich sind), es war schwierig sowas mit anzu sehen und besonders die Anfälle gingen mir nahe. Auch wenn das vielleicht viele nicht verstehen können, wenn ich jemals wieder einen Epi Hund erwische gebe ich ihn in bessere Hände, ich kann sowas nicht mehr tragen.

Bei jeder kleinigkeit wenn Paco nachts nen Geräusch ablässt werde ich wach, sowas sitzt tief und habe Mega Angst so einen Hund noch mal zu erwischen.

Zu deiner eigentlichen Frage wegen der Sozialisierung, ich würde sie trotzdem machen aber immer mit größeren Abständen, nicht das er heute in die Stadt geht und morgen nen Bahnhof kennen lernt.

Das fördert das und möglichst Hunde meiden (klar mal kennen lernen lassen) aber möglichst hunde meiden die so keine Erziehung haben, die dauernd nur bellen und an pöbeln, so ein "Normales" verhalten könnte einen Anfall zu folge haben.

Mehr kann ich leider nicht schreiben, ich hoffe ich konnte dir Etwas helfen. :Oo

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Hallo, ich habe eine Bekannte bei Wien die auch Hunde hat, hab sie eben mal gefragt und sie meinte Du sollst, wenn es geht, mit den Untersuchungsergebnissen mal zu:

Dr. Leschnik, Veterinärmedizinische Uni Wien (Neurologie)

gehen, der wäre supergut...

Wünsche Dir für Deinen Wuff alles alles Gute...

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Hi!

Phenobarbital ist ein Barbiturat, stark beruhigend bzw. Schlaffördernd. Kein Wunder also, dass Euer Wuffchen so neben der Spur ist.

Ich kenne mich zwar nicht mit Epi bei Hunden aus, aber ein wenig bei Menschen. Leider wird dort in den meisten Fällen keine Ursache für das Krampfleiden gefunden. Manchmal dauert es auch eine Weile, bis man das perfekte Medikament gefunden hat, also gib nicht so bald auf.

Ich kann mich LilaLauneHund nur anschließen. Wende Dich an einen Arzt, der sich mit Epi bei Hunden gut auskennt.

Alles Gute!

Christina

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Hallo, ich habe eine Bekannte bei Wien die auch Hunde hat, hab sie eben mal gefragt und sie meinte Du sollst, wenn es geht, mit den Untersuchungsergebnissen mal zu:Dr. Leschnik, Veterinärmedizinische Uni Wien (Neurologie) gehen, der wäre supergut...

Danke, werden wir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, falls wir in absehbarer Zeit auf keinen grünen Zweig kommen! Unser Tierarzt hat parallel ohnehin schon mit Kollegen gesprochen - wir werden mal ergründen, ob da auch Spezialisten dabei sind.

Kurz vor seinem Tod fast jeden Zweiten Tag, ohne Großen Auslöser.

Das klingt je furchtbar!! War die Epilepsie der Grund für seinen Tod????

Das mit dem ruhigen Haushalt ist so eine Sache - das wäre nicht das Problem, wir haben keine Kinder und auch selten Besuch. Allerdings leben wir in der Stadt in einem belebten Gebiet und alleine das auf die Straße gehen ist schon mit relativ viel Reizen verbunden, was wir auch nicht ändern können. In den ersten 14 Tage, die er bei uns war, war das auch ein Problem, weil er Angst hatte, dann hat er sicher allerdings sehr gut an den Straßenverkehr gewöhnt und auch eigentlich kein Problem damit - ausser direkt nach den Anfällen, da versuchen wir nur über Seitenstraßen zu seiner Gassi-Wiese zu gehen. Gewisse Reize können wir also unmöglich vermeiden, Rettungsautos, Müllabfuhr, Straßenbahn ist Alltag!

Die unruhigen Nächste könne wir sehr gut nachvollziehen, wir werden auch bei jedem Schmatzer den unser Hund im Schlaf wacht sofort hellwach!

Hi!Phenobarbital ist ein Barbiturat, stark beruhigend bzw. Schlaffördernd. Kein Wunder also, dass Euer Wuffchen so neben der Spur ist.

Das mit dem neben der Spur ist mit der bisherigen Dosierung überraschenderweise eigentlich gar kein Problem. Er ist schon ruhiger, aber will trotzdem Laufen und Spielen wie bisher. Komplett daneben ist er nur, wenn er mehr als einen Anfall am Tag hatte.....

Danke an alle, die so schnell gepostet haben!!!

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Hallo,

bei unserem Hund trat die Epi erst später auf, und er bekommt seine Anfälle *nur* alle 3 Monate, fast pünktlich auf den Tag. Der erste Anfall trat mit knapp 2 Jahren auf, daher kann ich Euch nicht wirklich viel zu Epi bei Welpen sagen.. leider, ich würde Euch gerne Mut machen und irgendwie helfen.

Allerdings heißt es aktuell : er bekam Anfälle. Denn der letzte Anfall ist mehr als 6 Monate her. Im Sommer waren wir mit Tyler bei einer THP .. eigentlich mit wenig Hoffnung, denn ich ging nicht davon aus, daß diese die Epi wegzaubern kann.

Wir füttern seit geraumer Zeit das Rohfutter so natürlich und naturbelassen wie möglich : Das heißt :so haarig und fellig wie möglich, Getreidefrei und mehrmals die Woche Herz ( wegen dem Taurin).

Wir haben Tyler seit letztem Jahr nicht mehr impfen lassen, und wir verwenden keine Scalibor-Halsbänder und keine Spot-Ons wie Exspot.

Die THP nun hat ihm parallel dazu eine einmalige Dosis eines auf ihn abgestimmten homöopathischen Mittels verschrieben, und weitere Globuli für den nächsten Anfall. Der bisher nicht eingetroffen ist. ( Wie oben geschrieben, ich erwarte keine Wunder, aber jeder Anfallfreie Tag ist ein guter Tag ..)

Tyler ist Umwelttauglich, obwohl wir lange Jahre auch Stress und Umweltgifte, Düngemittel, Gülle und Co im Verdacht hatten, das zu begünstigen. Nach dem Umzug in ein 400-Seelen Örtchen hat sich gezeigt, daß die Epi nicht damit zusammenhing.

Ich wünsche Euch alles Gute und drücke die Daumen feste für den Zwerg !!

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Wir hatten einen Pudel der auch an der Epilepsie erkrankt war.Die Krankheit ist damals sie war noch ein Welpe,durch einen Unfall gekommen ist.Sie wurde von einen großen Hund gebissen ,und war schwer Verletzt,durch den Schock wurde die Epilepsie ausgelößt.Die Tabletten die sie bekam haben nicht viel gebracht.Wir haben gemerkt das durch Aufregung die Epilepsie stärker wurde.Also haben wir alles vermieden,wo wir wußten,das sie sehr aufgeregt ist.Das war garnicht so einfach.Unser Pudel ist trotz dieser Krankheit 13.Jahre geworden,und ist nicht an dieser Krankheit gestorben,sondern an Nierenversagen.

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Hallo,

es tut mir sehr leid, was Ihr im Moment durchmachen müsst. Ich selbst habe einen Hund an dieser tückischen Krankheit verloren und es verfolgt mich immer noch.

Zum Austausch mit anderen Hundebesitzern deren Hund an Epilepsie erkrankt sind, kann ich Dir diese Forum empfehlen: http://www.epiforum.de/forum/index.php

Dort kannst Du Dich mit anderen Betroffenen austauschen und nachlesen wie viele verschiedene Wege es geben kann die Epi u behandeln.

Desweiteren habe ich Dir hier eine Seite, wo die Epilepsie bei Krohmfohrländern thematisiert wird. Vielleicht magst Du Dir diese Seite mal durchlesen (man muss ein wenig nacht unten scrollen)

http://www.beepworld.de/members96/familienkromi/corny_feet.htm

Ich wünsche Euch alles Gute und viel Mut dieses Krankheit anzugehen.

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puh, das ist ganz schön krass was dein Hund und ihr zur Zeit durch macht!

Als ich Cassie übernahm hatte sie auch jede Menge Epianfälle.Alles neue war so aufregend das gleich darauf ein Anfal kam.Manchmal bis zu 12 minuten.Sie konnte weder Kot noch Urin halten und nach so nen Anfall war sie "komisch" lies sich kaum anfassen, reagierte kaum oder schlecht.Wir stellten auf Lupovet um, weil man uns sagte es würde die Anfälle lindern wenn man getreidefreies Futter füttern würde.

Nach nen guten 3/4 Jahr wurden die Anfälle regelmäßig , sprich, heute bekommt sie alle 2 Monate nen Anfall.Mal nen schwachen , mal nen starken.

Man braucht viel Karft , starke Nerven um das durch zustehn :( schon allein der Anblick eines Anfalls am Anfang brachte mich zur Verzweiflung.Man konnte es sich fast nicht mit ansehn.

Aber mit der Regelmäßigkeit ,kommt auch die Routine (klingt jetzt echt doof) und du weißt wie du sich verhalten musst!

Mit Tabletten kannst du die Anfälle ganz gut in den Griff bekommen , jedoch kanns ewig dauern bis sie eingestellt sind!

Hast du dich mal bei den Züchtern erkundigt ob nen Elterntier oder Vorfahre EP hatte?Es gibt 2 verschiedene EP´s die angeborene und die erworbene.

ich drück euch die Daumen, ihr schafft das!!!

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