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polar-chat.de  Der Hund
Jannis

Hellenikos Ichnilatis

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Hier ist unserer

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Sorry da habe ich etwas zu schnell auf Absenden gedrückt. Dieses wundervolle Geschöpf haben wir im Juni 2005 aus einer griechischen Mülltonne gefischt, da war er 6 Tage alt und ihn dann hochgepeppelt. Diese Rasse ist die einzige anerkannte griechische Rasse Griechenlands und sogar dort ist er sehr rar. Er wurde vor gut 2000 Jahren aus einem Phoenizischen Laufhund herausgezüchtet. D.h. er ist blitzschnell und ein hervorragender, hochintelligenter Jäger, allerdings nur für die Treibjagd, da er keine anderen Tiere tötet.

Jannis ist sehr schlank und wiegt bei 53 cm Schulterhöhe nur knapp 20 kg. Als Rassestandard wird eigentlich nur ein kleiner weißer Fleck auf der Brust toleriert, bei Jannis ist das ziemlich großflächig, weshalb wir davon ausgehen, dass sich da in grauer Vorzeit ein weißer Hund "hineingemendelt" hat. Diese Tiere gelten als überaus robust, aber auch eigensinnig (man muss ihn überzeugen, eine Bracke halt) aber auch sehr freundlich. Als Etagen- und Familienhund ist er m.E. ungeeignet, weil er sehr viel Beschäftigung und Auslauf benötigt. Auch sehr lange Spaziergänge reichen nicht aus, um ihn auszulasten. Er liebt Fährtenspiele, Hunderennen und Schwimmen.

Es wäre gefährlich, ihn von älteren Menschen oder Kindern an der Leine führen zu lassen, denn wenn er eine Witterung aufnimmt, stürmt er mit einer Gewalt los, die kaum zu beherrschen ist (er hat meiner Frau auf diesem Wege schon drei Finger gebrochen). Nachdem wir ihn haben kastrieren lassen und mit zunehmendem Alter ist er sehr leicht beherrschbar geworden, allerdings haben wir auch einiges an Hundeerfahrung. Er ist sehr gut verträglich mit anderen Tieren. Unser Jannis strotzt nur so vor Gesundheit und er war noch nie außerplanmäig beim Tierarzt.

Wir werden andauernd auf den Hund angesprochen, viele wollten ihn uns schon abkaufen, insbesondere Jäger, die sein Potential natürlich sofort erkennen. - Als wenn man sich für Geld von so einem Schatz trennen würde....

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Schöner Hund, schönes Happy End! Gut, daß Ihr Hundeerfahrung hattet, die Geschichte hätte auch anders ausgehen können. Ich freu mich für Euch - und für den Hund!

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Das ist wohl wahr. Jannis hatte uns damals sehr deutlich unsere Leistungsgrenzen aufgezeigt, zumal die Situation damals noch dadurch erschwert war, dass wir noch einen 16 Jahre alten Westie hatten, der sich sehr empört hat über den Familienzuwachs und den kleinen Jannis ganz schön gemobbt hat.

Jannis selbst hat buchstäblich keine Dummheit ausgelassen, die man anstellen konnte und das Energiebündel war buchstäblich überall gleichzeitig um seinen Unsinn anzustellen, das hat uns anfänglich etliche Schuhe und etwas unvorsichtig gelagerte Steaks gekostet, er hat alle Türen nach innen und außen aufgemacht, egal ob die Klinke nach oben gestellt wurde. Mit Kissen hatte er im Garten Frau Holle gespielt etc., als Welpe hat er einmal sogar sehr gekonnt und sehr freundlich eine größere Schafherde (Wahnsinn, die haben alle auf den Zwerg gehört) zusammen- und dann in den Stall getrieben.

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Klingt nach einem echten Arbeitstier :D . Durch die Handaufzucht habt ihr sicher eine starke Bindung gewonnen. Wenn ich sowas auch keinem Hund wünsche, vielleicht habt ihr aber dadurch einen leichten Vorteil, weil Hundi sonst noch schwerer lenkbar wäre?

Hört sich jedenfalls an, als hättet Ihr viel Freude aneinander. Ist auch optisch ein toller Hund.

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Ja, da hast Du vermutlich Recht. Wahrscheinlich ist die wechselseitige Bindung so hoch, weil wir ihn uns richtig erkämpfen mussten, bis er so problemlos war, wie er heute ist. Autorität (da haben sogar einige Tiertrainer kapituliert) hilft bei der Rasse offensichtlich überhaupt nichts, Einsicht aber schon. Jannis scheint kapiert zu haben, dass unsere Entscheidungen für ihn immer vorteilhaft sind und akzeptiert uns als Rudelführer. Sehr leicht kann man ihn mit Leckerlies als Belohung steuern, weil er sehr, sehr verfressen ist, da zeigt sich die fehlende Mutter. Was uns immer wieder wundert ist, wie toll der von vornherein im Verhältnis anderen Hunden gegenüber sozialisiert ist und das ohne Mutter und Geschwister.

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Ein schöner Hund und eine tolle Geschichte dazu :D

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