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polar-chat.de  Der Hund
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Agressiv aus Unsicherheit

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Liebe Freunde,

mal sehen, ob ich kurz und bündig mein Problem mit meinem gerade 2 Jahre altem Max, einem Cocker-Spaniel, darstellen kann.

Es geht um folgendes:

Max ist den meistens Hunden, seien es kleine oder grosse Rassen, gegenüber sehr unsicher, und das zeigt sich wie folgt:

Wir gehen täglich mindestens einmal im Wald spazieren. Dort lasse/liess ich ihn von der Leine, was kein Problem ist, denn rufe ich ihn sobald er mal um eine Ecke biegt, und ich ihn nicht sehe, oder wenn Fahrradfahrer kommen, Kinder oder älter Leute, die Angst haben könnten, kommt Max sofort.

Begegnen wir aber anderen Hunden, seien sie angeleint oder nicht, dann passiert folgendes:

Max kläfft wie verrückt, rast wütend an sie ran mit gesträubtem Nackenfell, und sei kurzen schnappt er, sobald ïhn grössere Hunde (gutartige, gottlob) beschnüffeln, oder aber bei kleineren Hunden will er dominieren, hält seine Schnauze über den Hals/Schultern des andren Hundes, oder legt eine Pfote drauf. Wehrt sich der andere Hunde, käme es zur Beisserei, wenn ich nicht dazwischen gehen würde.

Seine Wut oder Unsicherheit bzw. Wut AUS Unsicherheit steigert sich noch, wenn ich ihn angeleint habe, und auch wenn ich ihn hinter mich bringe bzw. schnell an dem anderen Hund vorbeiziehen. Er kläfft wie verrückt mit gesträubtem Fell.

Leider habe ich hier keine Möglichkeit einer Hundeschule. Die einzige (sollte es überhaupt eine HundeSCHULE sein) liegt eine Autostunde entfernt, und so viel Zeit habe ich nicht. Ausserdem gefielt mir diese "Schule" gar nicht, als ich mit den beiden Eigentümern sprach (das erste, was mir gesagt wurde, war: "Als Mietlied hier bekommst du Hundefutter billiger!!!"). Hmmmm, und schon gingen bei mir die Rolläden runter!

Zum anderen finde ich hier auch keine Hunde bzw. Hundehalter, die mit mir und ihrem Hund oder Hunden im Wald üben wollen.

Und sehe ich deren Hunde, dann ist Max weitaus besser erzogen was Gehorchen betrifft. Max kommt sofort, wenn ich ihn rufe (ausser wir begegnen einem Hund, da haut das nicht richtig hin). Er geht auch brav bei Fuss, auch ohne Leine (im Wald), zerrt auch nicht an der Leine, macht brav "Sitz", legt auch ab (hinlegen, meine Kommandos sind auf Spanisch), und daheim ist er fast ein ruhiger Vertreter, wenn man davon ausgeht, dass Cocker nicht immer ruhige Vertreter sind.

Er weiss auch, dass er auf seinen Platz muss (Körbchen), wenn wir essen, denn betteln gibt es nicht, und sobald wir uns an den Tisch setzen, verschwindet er von selbst in seinen Korb.

Wie gesagt, ich bin recht ratlos, wie ich nun mit seiner "Agressivität aus Unsicherheit" umgehen soll.

Vielleicht kann mir jemand raten.

Herzliche Grüsse,

Rodolfo mit Max

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Um überhaupt beurteilen zu können, ob deine "Diagnose" Aggressivität aus Unsicherheit stimmt, müßte man ein Video von so einer Situation sehen. Aufgrund deiner Schilderung bezweifele ich irgendwie, dass du da die Körpersprache richtig einschätzt.

Ferndiagnosen im Internet sind da doch sehr differenziert zu bewerten, dass müßte sich vor Ort jemand anschauen der sich damit auskennt, alles andere empfinde ich als fahrlässig.

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Hallo Rodolfo,

hat sich das Verhalten was Max zeigt, von jetzt auf gleich eingestellt, oder war er immer schon so zu anderen Hunden, oder hat er in der Vergangenheit mal schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht?

Gibt es auch noch andere Situationen, wo er extrem schnell so hoch fährt?

Kann es sein, dass seine Reaktion auch eine körperliche Ursache hat?

Ich stelle dir hier mal einen Link zum Thema "Cockerwut" ein, wobei ich damit jetzt nicht sagen will, dass das auf deinen Max zutrifft, denn das kann ich nicht beurteilen.

Einfach mal zur Info für dich:

http://www.cocker-spaniel.info/html/cockerwut.html

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Liebe Fanta,

vielen Dank für Deine Antwort.

Stimmt, eine Ferndiagnose, OHNE die Situtation und das Verhalten gesehen zu haben, ist wohl unmöglich.

Allerdings bin ich mir zu 99 Prozent sicher, dass es bei meinem Cocker Unsicherheit/Angst ist, bzw. eine Art "erst knurre oder schnappe ich", damit ihm keiner zu Nahe kommt. Kommt mal ein fremder Hund angesprungen, so in freudiger Erwartung "Da-ist-einer-mit-dem-ich-spielen-kann!", dann rennt Max weg und zieht den Schwanz ein, aber bleibt der andere Hund stehen, dann stürmt er drauf kläffend und mit gesträubtem Fell auf ihn zu.

Ich werde mal versuchen, ein Video mit meiner Digicam von dieser Situtation zu machen.

Andrerseits liebt Max seine Freunde (da hat er drei), vor allem den Dogge-Rüden Dak, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Allerding duckt er sich, wenn Dogge Dak freudig angallopiert kommt, denn Dogge Dak findet manchmal die Bremse nicht, und schmeisst Max um, und Dak ist nun mal ein über 80 kg schwerer Hund, Max dagegen wiegt etwas über 12 kg. .......

Hier ein Video von Max mit Dogge Dak.

Herzliche Grüsse

Rodolfo

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Liebe Astrid,

danke für Deine Antwort.

Nein, die Cockerwut - von der ich gehört und gelesen habe - hat Max nicht.

Max war vom Welpenalter anderen Hunden gegenüber immer sehr scheu bzw. "vorsichtig".

Schlechte Erfahrung hat er nie gemacht, aber sein unsicheres und nun auch manchmal agressives Verhalten steigert sich je älter er wird.

Physisch ist er laut Tierarzt kerngesund, und ich sehe ihm auch nichts an. Er ist ein fröhlicher Hund, rennt gerne durch den Wald, freut sich über jeden Menschen (Nachbarn) oder Leute, die er kennt.

Daheim ist er ruhig, jedenfalls für einen Cocker, liegt auf seinem Platz hier im ARbeitszimmer oder in seinem Korb im Wohnzimmer.

Habe ich Besuch, klappt das bestens .... vielleicht mit einer Ausnahme: er möchte manchmal der Mittelpunkt sein, wenn ich mit mit Freunden/Besuch unterhalte, aber da verweise ich ihn in seinen Korb und Punkt.

Herzliche Grüsse,

Rodolfo mit Max

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Ich kann jetzt auch nur sagen was ich in deimem Text lese und das sieht aus, als würde er Pöbeln weil er sich nicht anders zu helfen weiß.

Da es schwer ist Hunden alternativlos etwas "abzugewöhnen" bring ihm doch einfach etwas bei, was er tun soll wenn er andere Hunde sieht. Z.B. dich ansehen.

Verabrede dich mit einem anderen Hundehalter (dessen Hund er nicht mag) und dann geh auf eine Entfernung von dem anderen Hund weg, auf der deiner noch auf dich reagiert.

Wahlweise bring ihm das anschauen vorher allein ohne Ablenkung bei und verabrede dich dann mit anderen, wo du auf Entferung vom anderen das Verhalten von deinem Hund bekommst. Dann die Entfernungen und die Hunde ändern und irgendwann sollte es auch bei unverhofften Begegnungen funktionieren.

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