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Hundeforum Der Hund
wautzi

Ressourcenverteidigung - wie würdet ihr damit umgehen???

Empfohlene Beiträge

Mein Gasthund (Border Collie, fast 2 Jahre, unkastrierter Rüde) verteidigt so ziemlich jeder Ressource, die er nur igendwie ergattern kann. Er ist jetzt schon seit August 2010 regelmässig bei mir. Anfangs war er im Wohnzimmer an der Treppe angebunden, da er ständig Arni angeknurrt hat (das war damals einfach der pure Streß für ihn, keine Ahnung die wievielte Betreuung ich schon war), sich auf Arnis Plätze gelegt hat (wieder geknurrt) und bei der kleinsten Bewegung von mir oder meinem Freund stand er vor der Tür. Er stand damals ziemlich unter Strom und hat lange zum Einleben gebraucht.

Hier in der Wohnung gibt es Regeln an die sich die Hunde halten müssen. Dazu zählt unter anderem, das ich KEINE Auseindandersetzungen dulde. Keine geknurre, kein gestarre oder sonst was. Da der Border nur ein Gasthund ist und immer mal wieder paar Tage da ist, hat er auch wenig Privilegien. Das resultiert aus seinem Verhalten (er dreht total durch, wenn man ihn streichelt und kratzt; deshalb streichel ich 2 Sek. er dreht durch, Streicheln und Aufmerksamkeit vorbei) und das Arni einfach mein Hund ist. Ich empfinde es als falsch, das sich mein Hund einem ungesittetem Rüpel unterordnen soll. Allerdings schätze ich die Rangordnung so ein, das Arni grundsätzlich das Sagen hat (z.B. wenn Besuch kommt liegt Arni zwischen uns Herr Border ganz weit hinten).

Mittlerweile ist es so, das er keine Leine mehr braucht. Er hat sich gut eingefügt und lebt unser Leben mit. Nur ist mir heute Abend als ich in der Küche war geknurre aufgefallen. Ganz leise. Ich konnte es nicht einordnen und bin schauen gegangen. Arni stand vor seiner Box und Borderlein lag in der Box. Eben wieder das Gleiche. Er verteidigt seinen Platz in Arnis Box. Mir ist klar das Hunde nicht so Denken wie ich, aber letzte Woche lagen sie noch gemeinsam drin und haben auch gespielt (auch in der Box). Dafür das geknurrt wurde, fliegt er aus der Box (von mir).

Nun das Problem: Ich habe das Gefühl, Arni nimmt das Knurren nicht ernst. Er stand da, in einer für mich freundlichen Haltung, und hat sich durch das Knurren nicht stören lassen. Nur wenn es Herr Border zu viel wird schnappt er auch nach Arni und dann steigt Arni ein.

ODER: Arni bringt seine Spielsocke (er teilt gerne) und bietet sie dem Herrn Bordern an. Herr Border spielt ganz lieb mit und Arni freut sich nen Ast ab. Bis Herr Border die Socke hat, dann ist das Spiel zu Ende, weil er anfängt zu drohen und die Socke zu verteidigen. Darauf steigt Arni natürlich dann auch wieder ein.

So, ich habe hier Arni der gerne teilt und auf mich einen positiven Eindruck macht. Das hat nichts damit zu tun, das er mein Hund ist. Aber ich höre ihn so selten knurren. Meist fängt Herr Border das an. Auch hatte er vorhin vor der Box eine lockere Körperhaltung, halt so fluffig, wie er immer da steht. Wenn er droht sieht das anders aus.

Und dann habe ich hier einen ressourcenverteidigenden Border. Noch dazu erwähnt: Er orientiert sich stark an Arni im Alltag, da er sehr unsicher ist und sich sehr schnell erschrickt. Wenn er sieht Arni reagiert nicht, passt es meistens.

So und nun zur Frage: Wie würdet ihr hier handeln? Warum reagiert Herr Border so extrem? Ist es einfach sein Charakter? Oder übersehe ich hier was wichtiges?

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hm... ich wueder dem Gast glaub ich einen strategisch unguenstigen Platz zuweisen, an dem er dann gerne liegen darf, wenn er sich nicht im Griff hat...

Kannst du ihm denn das Spielie abnehmen? Das Knurren wuerde ich ihm nicht verbieten... ist ja in Ordnung, dass er vorwarnt... und wenn Arni ihn nicht ernst nimmt, dann meint er es wohl auch nicht wirklich ernst... (vorausgesetzt Arni kennt ernstgemeintes knurren... davon gehe ich jetzt einfach mal aus, dass er das einschaetzen kann....)

ich wuerd ihn aus solchen Situationen einfach rausnehmen und auf "seinen" Platz bringen... einfach Spielverderber sein :D

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So, ich habe hier Arni der gerne teilt und auf mich einen positiven Eindruck macht. Das hat nichts damit zu tun, das er mein Hund ist. Aber ich höre ihn so selten knurren. Meist fängt Herr Border das an. Auch hatte er vorhin vor der Box eine lockere Körperhaltung, halt so fluffig, wie er immer da steht. Wenn er droht sieht das anders aus.

Und dann habe ich hier einen ressourcenverteidigenden Border. Noch dazu erwähnt: Er orientiert sich stark an Arni im Alltag, da er sehr unsicher ist und sich sehr schnell erschrickt. Wenn er sieht Arni reagiert nicht, passt es meistens.

So und nun zur Frage: Wie würdet ihr hier handeln? Warum reagiert Herr Border so extrem? Ist es einfach sein Charakter? Oder übersehe ich hier was wichtiges?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66061&goto=1387385

Ein Hund der "gerne teilt" kann aber doch auch eher ein unterwürfiger Hund sein. meine teilt auch, aber weniger weil sie ja ach so lieb ist (wie menschlich), sondern weil sie sich meist überall einschleimt um ja keine Haue zu bekommen. Auch wenns wehtut, weils der eigene Hund ist, es kann ungut sein in die Charaktermäßig gegebene Ordnung reinzupfuschen. Auf der anderen seite schreibst du ja, dass er sich an Arnie orientiert.

Ich nehme mal an Du hast wenig Ahnung, wie der Gastborder so groß geworden ist. Verständlich aus seiner Sicht finde ich aber durchaus im zigsten Gasthort mal zu sagen. Hab die Schnauze voll lass mich in Ruhe und verpiesel Dich von meinem Platz. Gib ihm einen Platz an den er sich zurückziehen darf, gib ihm Sicherheit (ne Box für ihn alleine?). Einzugreifen wenn sie gegenseitig doof werden ist ok, aber versuche nicht zu emotional zu entscheiden. Aus der Box schmeißen, wenn er sich zurückziehen möchte. Ich weiß nicht ob das wirklich Resourcenverteidigung im Sinne von: Alles meines ist - oder eher...ich brauch mal Ruhe. meine ist übrigens auch so schleimig in ihrer Unterwürfigkeit, dass sie dem anderen hund unter Umständen gar keine Ruhe gibt. deshalb hatte mein Gasthund einen Platz zum Zurückziehen, der für mein Mädchen tabu war. Wollten sie zusammen liegen - ok, aber jeder der beiden hat auch einen Platz, der für den anderen tabu war. Ich hatte einen so überängstlichen Spitzmix zu Gast, der die ersten 3 Tage mal nur Angriff als beste Verteidigung empfunden hatte. Er war sozial absolut inkompetent. Er war einfach auch extrem unter Streß, Herrchen im Krankenhaus, andere Hunde kannte er nur an der Leine im weiten Bogen und plötzlich sollte er sich in ein Rudel einfügen in dem auf einmal Regeln galten...ohweia, ich hab auch erst gedacht Du dumme Zimtzicke. Auch wennin dem Fall meine (seltener Fall) die souveränere Hündin war das Recht auf Rückzug hab ich dem Spitz gegeben, gerade Tagsüber. Abends wenn alle auf Sofa saßen, gabs manchmal zickereien, die dulde ich in nähe meiner Gliedmaßen auch nicht. Also Spitz jedesmal runter vom Sofa auf seinen Platz. Innerhalb von 3 Tagen ging das auch ganz ohne gezicke, wobei die beiden niemals dicke Freunde geworden wären. Dazu hatte der Spitz einfach viel zuwenig Interesse an anderen Hunden (Polenmarkthund, seit Welpenalter an kein richtiger Kontakt zu anderen Hunden)

Ich kann das so aus der ferne so schlecht beurteilen, mag sein, dass ich total daneben liege.

"Ich empfinde es als falsch, das sich mein Hund einem ungesittetem Rüpel unterordnen soll. "

Schmeiß den Gedanken mal ganz schnell weit weg und boabachte lieber emotionslos. Ganz oben in der Rangordnung steht erstmal nur einer: Du. Alles andere finde ich erstmal zweitrangig.

Ich kann mir gut vorstellen dass der Gastborder weniger ein blöder Rüpel, als eher ein ziemlich verstörter Hund ist, daran trägt er keine Schuld. Nimm Dir auch die Zeit mit beiden einzeln etwas zu unternehmen, wenn möglich.

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hm... ich wueder dem Gast glaub ich einen strategisch unguenstigen Platz zuweisen, an dem er dann gerne liegen darf, wenn er sich nicht im Griff hat...

Kannst du ihm denn das Spielie abnehmen? Das Knurren wuerde ich ihm nicht verbieten... ist ja in Ordnung, dass er vorwarnt... und wenn Arni ihn nicht ernst nimmt, dann meint er es wohl auch nicht wirklich ernst... (vorausgesetzt Arni kennt ernstgemeintes knurren... davon gehe ich jetzt einfach mal aus, dass er das einschaetzen kann....)

ich wuerd ihn aus solchen Situationen einfach rausnehmen und auf "seinen" Platz bringen... einfach Spielverderber sein :D
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66061&goto=1387463

Ja, Spieli oder Futter abnehmen ist kein Problem ;) Einen richtigen Platz hat er nicht, da er nirgends richtig lieben bleibt. Würde es nach ihm gehen, würde er den ganzen Tag jemand hinterherlaufen. Das geht natürlich nicht! Der Auszeitplatz ist hinterm Sofa (das steht bei uns mitten im Raum) von da aus kann er die Tür nicht sehen und er liegt nicht im Weg.

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Ein Hund der "gerne teilt" kann aber doch auch eher ein unterwürfiger Hund sein. meine teilt auch, aber weniger weil sie ja ach so lieb ist (wie menschlich), sondern weil sie sich meist überall einschleimt um ja keine Haue zu bekommen. Auch wenns wehtut, weils der eigene Hund ist, es kann ungut sein in die Charaktermäßig gegebene Ordnung reinzupfuschen. Auf der anderen seite schreibst du ja, dass er sich an Arnie orientiert.

Es ist ein Gasthund, der mal paar Tage da ist und dann wieder bei seiner Besitzerin, die ihn abartig vermenschlicht. Es ist dieser Hund...

Hobbys/ Unarten eurer Border Collies

Das er unsicher ist, ist glaube ich von mir eine richtige Einschätzung. Ein souveräner Hund lässt sich nicht auf Leinenpöbler ein, erschreckt sich nicht vor einem Regenschirm, erschreckt sich nicht vor Plastikverpackungen, erschreckt sich nicht vor Müllsäcken, etc.

Ich nehme mal an Du hast wenig Ahnung, wie der Gastborder so groß geworden ist.

Weiß ich nicht, aber es war wohl alles sehr chaotisch und ungünstig für einen Border.

Verständlich aus seiner Sicht finde ich aber durchaus im zigsten Gasthort mal zu sagen. Hab die Schnauze voll lass mich in Ruhe und verpiesel Dich von meinem Platz.

Finde ich nicht verständlich, wenn mein Hund nicht mehr da sein darf. Er hat Arni ständig attackiert. Am aller schlimmsten, als die Besitzerin noch dabei war. Noch ein Beispiel für Arnis Coolnes: Bei der ersten Übergabe hat die Bestizerin -wie immer- ihren Hund einfach aus dem Auto gelassen. Er ist dann bestimmt 5 Minuten lang (die Besitzerin hat das Verhalten nicht unterbrochen, nur gesagt das er lieb sein soll und ewig geredet und war selbst extrem nervös) in ca. 50cm Höhe an Arni vorbei gesprungen und hat nach ihm geschnappt. Man hat die Zähne in der Luft zusammen klappen gehört. Arni hat da nix gemacht, stand unbeteiligt hinter mir. Er hätte auch fast mich getroffen. Dann ist Arni natürlich darauf eingegangen. Und die Beiden haben sich gekloppt. Er hat sich dann hinter seiner Besitzerin versteckt, als er merkte so wird es nix.

Als sie weg war, hat er das so extrem nicht mehr gemacht. Aber in der Wohnung hat er jede Situation genutzt Arni anzupöbeln. Auch wenn Arni nur zufällig in seiner Nähe war. Er hatte seinen Platz, an den durfte Arni nicht. Er wird hier also nicht belästigt.

Gib ihm einen Platz an den er sich zurückziehen darf, gib ihm Sicherheit (ne Box für ihn alleine?).

Ne eigene Box, niemals. Die müsste ich selbst kaufen und das mache ich nicht. Ich zahle schon einen Teil des Futters, weil er sein Trockenfutter nicht wirklich gut verträgt.

Aus der Box schmeißen, wenn er sich zurückziehen möchte. Ich weiß nicht ob das wirklich Resourcenverteidigung im Sinne von: Alles meines ist - oder eher...ich brauch mal Ruhe.

Ne, ein ich brauch mal Ruhe kennt dieser Hund nicht. Wirklich nicht. Und Arni hat die Box nicht betreten. Es ist meiner Meinung nach Ressourcenverteidigung. Er ist letzte Woche Abends auf den Teppich gegangen (darf er nicht, strengstens verboten), um schnell Arnis Kauhuf zu verputzen. Dabei hat er schöne Sabber-Kauhuf-Flecken auf dem Teppich hinterlassen. Zum Glück habe ich es gehört und hab ihn vom Teppich befördert. Ich räume mittlerweile auch alles weg!

Ich kann mir gut vorstellen dass der Gastborder weniger ein blöder Rüpel, als eher ein ziemlich verstörter Hund ist, daran trägt er keine Schuld. Nimm Dir auch die Zeit mit beiden einzeln etwas zu unternehmen, wenn möglich.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66061&goto=1387490

Ja, das ist er. Aber da die Besitzerin nur einen Minibetrag für die Betreuung bezahlt und ich teilweise selbst zu füttere, weil sie immer wieder vergisst mir Futter mitzugeben mach ich nichts extra mit ihm. Es ist auch ziemlich sinnlos, da er dann wieder zu Hause ist und die Besitzerin ihn wieder kirre macht. Letzte Woche haben wir uns noch kurz unterhalten bei der Übergabe, da kam Herr Border mit jedem seiner gefühlten 100 Spielzeuge und hat es ihr vor die Füsse geworfen. Sie sagte dann immer in kindlicher Stimme "Nein wir spielen jetzt nicht!" und hat es ihm dann mit einem quitschigem "Hepp, Fangs, Jiepiiiiieeee!!!" in die Schnauze geworfen.

Er zeigt hier bei mir nur noch extrem selten sein stereotypes Verhalten. Ohne Leine läuft er noch immer nicht, da er dann sofort die imaginäre Schafherde zwischen uns hütet. Das Cool-Down hier bei mir tut ihm sehr gut.

Aber danke fürs lesen meines Monstertextes und deine Einschätzung ;)

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"Finde ich nicht verständlich, wenn mein Hund nicht mehr da sein darf. Er hat Arni ständig attackiert. Am aller schlimmsten, als die Besitzerin noch dabei war. Noch ein Beispiel für Arnis Coolnes: Bei der ersten Übergabe hat die Bestizerin -wie immer- ihren Hund einfach aus dem Auto gelassen. Er ist dann bestimmt 5 Minuten lang (die Besitzerin hat das Verhalten nicht unterbrochen, nur gesagt das er lieb sein soll und ewig geredet und war selbst extrem nervös) in ca. 50cm Höhe an Arni vorbei gesprungen und hat nach ihm geschnappt."

Na da hast doch schonmal den ersten Salat, dann hast ja ungefähr ne Ahnung, das solches Verhalten unbewusst verstärkt wurde.

Zeigt er denn auch Verhalten, dass man loben möchte, oder bekommt er überwiegend "Schimpfe"?

Gelernt hat er ja scheinbar schonmal mehr nicht so schönes Verhalten.

Und wenn der Hund keine Ruhe kennt, dann wirds Zeit das ers lernt. Ob ich in dem Fall ihn aber auf den "Volltrottelplatz" hinter Sofa schicken würde, weiß ich nicht. Ausschluß ist ja eher ne Strafe.

Klar ist das eher weniger Deine Aufgabe, hast den Hund ja nicht zu dem gemacht was er ist - aber Du hast verantwortung für dein Wohlergehen übernommen. Sch... mal drauf wie die Besitzerin ist und ob sie nun Futter zahlt oder nicht. Ich war mit Spitz wohlwissend, dass er zuhause wieder verzogen wird erstmal in Junghundegruppe, nicht weil ich dachte das das nachhaltig hilft, mehr weil es ihm auch nicht geschadet hat mal noch andere Dinge zu erleben als zuhause. Der Hund konnte doch nix für wo er gelandet ist....also hat er das gleiche Recht auf lernen, beschäftigung und positive erfahrungen wie mein eigener Hund. Ich hab mich wirklich schwer zusammenreißen müssen in den ersten Tagen ihn nicht nur als agressives, total verblödetes Monsterhündchen zu sehen. Aber ich hab angeboten ihn aufzunehmen, also hab ich zumindest versucht ihn ebenso liebevoll zu betrachten wie meinen Hund (wenn auch nicht ganz so ^^). Hat meine Nerven geschont und Spitz das gefühl gegeben wirklich dazuzugehören und nicht nur Gast zu sein. Ich glaub das hat etwas dazu beigetragen für alle Zwei und Vierbeiner das ganze etwas harmonischer zu gestalten.

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Der Platz hinterm Sofa ist kein Deppenplatz :D da ist ja auch mein Arbeitsplatz. Er liegt da nur nicht im Weg und hat keinen Blick auf die Tür nach draußen. Ich denke ja, dass das Verhalten bei der ersten Übergabe immer dazu geführt hat, das er nicht in die Betreuung musste. Border lernen ja schnell und deshalb hat er sich dieses Verhalten angewöhnt.

Loben ist schwer, da reagiert er gar nicht drauf. Er lernt hier glaub ich sehr, sehr viel und obwohl er nicht frei laufen darf und ich nicht mit ihm Spiele (siehe Beitrag oben) ist er hier glaub ich gut ausgelastet. Seit dem Winter lernt er Leinenführigkeit, nicht an Häuser zu pinkeln, Klettergerüste gehen, wackelige Sachen begehen und das man mit Leine nicht einfach wild um Laternen rumlaufen kann. Er reagiert leider sehr schlecht auf stimmliches Lob und Leckerli muss man in seine Schnauze schieben, dann schluckt er sie. Aber so wie bei Arni, der bei "Priiima!" sich nen Ast abfreut und schaut, wo er wieder was richtig machen kann tut er nicht. Vor dem Leinentraining hat er auch gar nicht auf den Mensch an der Leine reagiert. Draußen hat er nur Interesse am Rennen. Ich hab schon mal versucht UO mit ihm zu machen. Das ging gar nicht (und ich trainiere in der Staffel mit den Neuen die UO). Er ist immer rückwärts vor mir gegangen und hat ab und zu mal einen Pseudo-Ball gejagt. Leckerli sind draussen uninteressant. Drinnen fehlt gänzlich die Konzentration, er glotz dann Löcher in die Luft, als wenn er gar nicht da wäre.

Wir machen wirklich viel, aber die normalen Sachen im Alltag sind für ihn schon anstrengend. Er ist halt sehr schnell gestresst. Und in der Wohnung kommt er ja schon gut runter.

Naja, vielleicht ist er demnächst noch häufiger hier, weil Besi Freund in USA hat :( Abgeben will sie nicht, ist ihr einzigstes Familienmitglied und bester Freund.

Über weiter Meinungen über Eingangspost würde ich mich freuen ;) Nun sind ja viele Erklärungen bezüglich Herr Border da ;)

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Mh, eine Frage hab ich noch. Du hast irgendwo geschrieben, dass er bei Streicheln total abgeht? Inwiefern? Wäre das eine Möglichkeit ihn zu loben?

Ha, Du machst ja doch was mit ihm ^^ kam eben nicht so ganz rüber.

Schade, wenn der Hund nie so ganz gelernt hat, was Lob ist - aber wie Du schon schreibst: Border lernt schnell ;) Viel Erfolg noch!

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Er springt hoch, haut mit seinen Pfoten rum (hatte durch meine Jeans blutige Kratzer am Bein) und versucht mit der Nase ins Gesicht zu kommen. Draußen funktioniert das nicht, er reagiert im Zusammenhang auf, z.B. ein richtig um die Laterne gehen, und ein "Prima" und dazu streicheln nicht. Man hat das Gefühl er bekommt das gar nicht mit. Aber er lernt es trotzdem. Bei ihm ist eh viel Ruhe gefragt, sonst tickt er sofort.

Jetzt ist er z.B. im Garten, alleine und läuft ganz normal rum, schnüffelt und lag grad vor der Tür. Anfangs undenkbar, er ist im Garten hin und her gerannt, als wenn ein anderer Hund dabei wäre und sprang 2m in die Luft. Mit seinem üblichem irren Blick.

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Ich habe hier häufig zwei Gasthunde, die beide Ressourcen verteidigen und einen eigenen, der dies nicht tut und mal mehr und mal weniger bereitwillig alles den anderen überlässt.

Im Großen und Ganzen mische ich mich da nicht ein! Ich sehe zu, dass mein Hund in ruhe fressen kann und sie ihm das nicht abnehmen, aber ansonsten haben hier Gasthunde diesbezüglich nicht weniger Rechte als der eigene, da dies in meinen Augen etwas mit dem Charakter der Hunde und nicht mit der Rudelposition zu tun hat.

Mein Hund hat es einfach nicht nötig wegen so etwas Konflikte anzufangen! Das ist es ihm nicht wert! Würde er "piep" sagen, würden dies beide Hund akzeptieren!

Mische ich mich ein bestätige u.U. das Verhalten noch und das sollte ja nicht das Ziel sein.

Situation Kennel:

Gasthund liegt im Kennel, Arnie kommt, BC fühlt sich bzw. seine Ressource bedroht und droht. Du kommst und schmeißt ihn raus, BC fühlt sich bestätigt, er hat die Situation richtig erkannt, seine Ressource war tatsächlich bedroht!

Ich hätte schlicht und ergreifend meinen Hund abgerufen und ihm einen anderen Platz zugewiesen. BC lernt, wenn ich knurre, dann darf ich es behalten. Ist in meinen Augen besser, als zu lernen, beim Knurren verliere ich es trotzdem und beim nächsten Mal, schnappe ich gleich zu!

Explizit BCs haben ja nun mal die Eigenschaft, dass drohen nicht ihre Stärke ist und ich "freue" mich über jeden BC, der dies tut!

Wobei der Kennel ja auch sehr besonders ist, da der Hund ja selbst wenn er wollte nicht weichen könnte! Da würde mein Hund auch drohen und nicht, weil er seine Ressource verteidigt, sondern weil er seine Individualdistanz verteidigen würde.

Ein sehr typisches BC -Verhalten im Übrigen.

Ressourcenverteidiger ist ein Hund oder nicht! Natürlich muss es Regeln geben und der Hund darf nicht willkürlich alles verteidigen, aber in den von dir geschilderten Beispielen sehe ich kein übersteigertes Verhalten.

Ich habe hier regelmäßig eine Hündin, die explizit Dinge klaut, nur um sie verteidigen zu können! Sie liegt dann Stunden vor ihrer Beute und geht alles an, was sich in einem Umkreis von 3 m um sie herum bewegt. An diesem Verhalten wurde gearbeitet, da dies zum einen auch für Unbeteiligte gefährlich werden konnte und zum anderen purer Stress für den Hund war.

Ohne Mitarbeit der Besitzerin wirst du wahrscheinlich nicht viel erreichen können, trotzdem stelle ich an mich den Anspruch, dass es den Hunden, wenn sie bei mir sind, so gut wie möglich geht. Und einem Hund, mit dem von dir beschriebenen Verhalten, geht es nicht gut!

Wenn er ständig und von allem gestresst ist, muss sein Stresspegel "einfach" weiter runter gefahren werden. D.h. keine Spielis im Haus, nur ein bissel gassi, draußen gar nichts vom ihm erwarten. Ihn zum Ruhen und Schlafen "zwingen".

Wenn deutlich ist, dass er etwas runter gefahren ist, dann langsam zu hause und in kleinen Schritten eine sinnvolle Beschäftigung aufbauen.

Z.B.: Nasenarbeit, kleine Suchspiele, Bodenarbeit etc.

Wenn er bei Berührung hochfährt, dann auch dies komplett lassen bis er auf einem "normalen" Stresspegel ist und dann ganz langsam und es sehr wohl dosiert in Ruhephase aufbauen.

Wenn er mal länger bei dir ist und du dies erfolgreich durchgezogen hast, dann würde ich es der Besitzerin einfach mal vorführen,viellt. sieht sie dann ein, dass dies für ihren Hund schöner ist.

Lg Tina

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