Jump to content

Klasse, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast! 

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
Tanja81

Drei Wochen nach Mimis Tod

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

nun ist es schon ein bisschen mehr als drei Wochen, dass Mimi über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Lucy macht mir ein wenig Sorgen, sie ist seitdem verändert (verstehe ich natürlich). Zur Bewältigung ihrer Trauer bekommt sie Bachblüten.

Sie hat Samstag und Sonntag sehr schlecht gefressen, auch fast ein Kilo abgemagert. Heute morgen wieder großer Hunger. Auch hat sie bis gestern mittag kein Häufchen mehr gemacht( 2 Tage lang!!!!!!!) , in den Garten geht sie nur in Begleitung.

Draussen spielt sie mit anderen Hunden. Drinnen klebt sie wie ein Schatten an mir, gegen nachmittag wird sie sehr unruhig und legt sich auch nicht auf ihren Platz, sondern läuft hin und her und jammert.

Spielen wollte sie noch nie richtig, ich kann sie jetzt vielleicht für eine Minute dazu animieren.

Ihre " Ringelrute" trägt sie seit Mimis Tod nur noch auf "Halbmast", ausser wenn sie draussen einen anderen Hund sieht.

Bräuchte nochmals wertvolle Tipps, oder bin ich einfach nur zu ungeduldig.

Wir haben auch am Mittwoch abend einen Termin in der Hundeschule, so dass sich unserer Trainerin mal ein Bild von Lucy machen kann.

Wie schon geschrieben, kommt für uns ein Zweithund nicht oder noch nicht in Frage.

Danke schon mal

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey,

tut mir sehr leid für euch.

Vielleicht könnte es Lucy helfen, wenn du neue Rituale einführst. Vielleicht eine besondere Beschäftigung zum Nachmittag hin, bevor sie das Jammern anfangen kann. Ich denke da an solche Denkspiele oder an eine Entspannungmassage, so dass sie eine neue Beschäftigung bekommt und dieses Jammern und die Unruhe nicht zur Gewohnheit werden.

Fühl dich unbekannterweise mal gedürckt.

Grüße

Maike

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

ja, das hört sich gut an. Danke dir.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Als Dein Beitrag über Mimi im Forum landete, hatten wir ja gerade das H**** Problem, und antworten ging nicht.

Ich wollte Dir die ganze Zeit sagen, wie unendlich leid es mir tut, daß sie den Kampf verloren hat.

Den Tipp von Maike für Lucy finde ich gut. Leider konditionieren Hunde ja bestimmte Rituale selber sehr gerne und sehr schnell.

Ansonsten kann ich Dir nur den Rat geben, gib ihr ( und auch Dir ) Zeit. Deine beiden Mädels waren ihr ganzes Leben zusammen, oder ?

Lucy fehlt dann mehr als *nur* eine andere Nase. Ihr fehlt quasi die eine Hälfte ihres Seins. Alles, was sich so ein Hundeteam gegenseitig gibt - Sicherheit vor allem !! - ist nun weg. Sie muß, genau wie Du, ihr Leben erst völlig neu sortieren.

Und ich glaube, auch Du bist noch nicht über den Berg. Trauer ist ein langsamer Prozess, der nicht vorhersehbar von Tag 1 bis Tag 20 geht und dann endet- es braucht einfach seine Zeit, mit allem, was dazu gehört.

Vergiß nicht, auch Wut, Zorn, Neid und andere Emotionen, die wir gar nicht gerne ausleben wollen, gehören zur Trauerarbeit.

Ich glaube, daß auch Du noch nicht an dem Punkt bist, an dem DU für Lucy Ruhe und Sicherheit ausstrahlen kannst - egal, wie sehr Du das willst.

Aber ich weiß, daß Ihr beide da hinkommen werdet. Lass Dich mal feste drücken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es tut mir sehr leid, dass deine kleine Fellnase über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Ich wünsche euch beiden ganz viel Kraft für die nächste Zeit.

Leider habe ich keine weiteren Tipps für dich, als das was schon gesagt wurde.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oh ;o( ich wünsche Deiner Mimi auch das sie gut über die Regenbogenbrücke gekommen ist....

Und Dir und Lucy ganz viel Kraft...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke euch allen, seltsam finde ich auch an Lucys Verhalten, dass sie Sachen übernommen hat von Mimi, Dinge die nur Mimi früher gemacht hat.

Ich werd mir und Lucy einfach Zeit geben um das alles erstmal richtig zu verarbeiten.

Es ging alles so wahnsinnig schnell ich hatte nichteinmal Zeit mich von Mimi zu verabschieden.

Sie wäre am 10.01.11 3 Jahre geworden, dass ist so unfair.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Danke euch allen, seltsam finde ich auch an Lucys Verhalten, dass sie Sachen übernommen hat von Mimi, Dinge die nur Mimi früher gemacht hat.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66177&goto=1390081

Das war bei Indja auch so, nachdem Minou gestorben war, dadurch hatte ich das Gefühl, irgendwie lebt ein Stückchen von Minou irgendwie weiter. Laßt Euch Zeit bei der Trauer und laßt die Trauer zu! Unternehme viel mit Lucy, wenn sie so aufblüht, wenn sie mit anderen Hunden zusammen ist, gib ihr so oft wie möglich die Möglichkeit dazu.

Auch 2,5 Jahre nach Minou´s Tod ist sie immer noch präsent, wenn ich an ihrem Grab vorbeigehe, "rede" ich immer noch kurz mit ihr, auch wenn ich mir Skita direkt 3 Tage später angeschafft habe und inzwischen ein 4 köpfiges Rudel habe.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Danke euch allen, seltsam finde ich auch an Lucys Verhalten, dass sie Sachen übernommen hat von Mimi, Dinge die nur Mimi früher gemacht hat.

Ich werd mir und Lucy einfach Zeit geben um das alles erstmal richtig zu verarbeiten.

Es ging alles so wahnsinnig schnell ich hatte nichteinmal Zeit mich von Mimi zu verabschieden.

Sie wäre am 10.01.11 3 Jahre geworden, dass ist so unfair.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66177&goto=1390081

oje was hatte sie den?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Hündin frisst seit Wochen sehr wenig bis Garnichts

      Weiß nicht ob ich in der Kategorie richtig bin....notfalls verschieben. Und sorry wenn es vielleicht etwas wirr erscheint, aber ich kann schon kein klaren Gedanken mehr fassen...

      Hallo Ihr Lieben,
      ich hoffe Ihr könnt uns vielleicht helfen da Tierärzte und Tierklinik auch nicht weiter wissen und wir mit unserem „Latein“ am Ende sind.
      Unsere Patty fing vor ca. 5 (6 ?) Wochen an ihr Futter nicht mehr so zu fressen.
      Es handelt sich dabei im eingeweichtes Trofu mit Nassfutter gemischt, das haben wir so eingeführt, nachdem unsere Aura damals mal eine Magendrehung hatte und uns das von der TK so empfohlen wurde. Dann haben wir ihr nur Nassfutter gegeben, davon hatte sie etwas gefressen, beim nächsten Mal auch wieder verweigert.
      So ging das mit allem erst fraß sie dies und dann wieder nicht, etc.
      Was allerdings bisher IMMER ging ist Dörrfleisch.

      Wir waren dann also zum TA schauen was das sein könnte.
      Sie hatte etwas Zahnstein, eine sagt leicht entzündet und der andere sagt da wäre nichts,  aber wir haben es trotzdem wegmachen lassen, man weiß ja nie. Und direkt mal alle Blutuntersuchungen durchgezogen. Kleines und großes Blutbild, Mittelmeerkrankheiten, alle Zeckenkrankheiten, Bauchspeicheldrüse…alles ok
      Danach ging es 1-2 Tage gut mit dem Futter, das wir dachte das es das war.
      Aber danach wurde alles schlimmer, Hundefutter bekam man jetzt gar nicht mehr in sie rein, egal was.  Es sei denn sie hat der Katze ihr Futter geklaut, aber das kann es ja auch nicht sein.
      Also wieder zum TA, alles noch mal durch gecheckt, der wusste auch nicht weiter….also gab es Kortison Tabletten, die sollten den Hunger anregen und falls eine Entzündung „versteckt“ wäre, würde es da auch helfen.
      Da haben wir mal Rinderhack, Hühnerklein und Herzen geholt das ging dann etwas…
      Sie bekommt ja auch Hormone, die konnte man dann gut in die Geflügelherzen drücken und die Tabletten (Kortison und Pantropazol, damit der Magen nicht angegriffen wird) konnte man gut in dem Hack verstecken. Denn Tabletten in Patty reinzubekommen ist ein Akt.   Aber es wurde immer schlimmer, zuhause lag sie fast apathisch da war am Stöhnen wie eine Oma in den letzten Atemzügen, reagiert auf nichts…aber sobald man sich anzog oder man wollte weg, da sprang sie auf uns benahm sich wie ein junger Hund und wollte mit. Also hatte der TA immer ein anderes Bild von dem Hund, als das was wir so zuhause haben. Draußen ist sie aufgeweckt und munter.
      Zuhause sah es immer so aus als müsste man sie erlösen lassen und dann als wenn jemand ein Hebel umstellt, war sie wieder fit…aber fressen wollte sie trotzdem nicht. Sie bekam dann vom TA Breitbandantibiotikum um eventuelle Entzündungen oder so zu behandeln, nach einer Woche den Tabletten, fraß sie jetzt auch das Hack und alles nicht mehr, aber was immer ging war Dörrfleisch.
      Durch einen Blog bin ich dann auch Frostfutter P. gestoßen und habe da mal so ein Paket „Barf für Anfänger“ bestellt, damit Patty frisst hätten wir auch Futter umgestellt.
      Am Anfang nahm sie das Futter gut an, eine Woche lang….und jetzt sah sie es nur an und drehte sich weg.
      Hin und wieder, gerade beim Gassi gehen, geht mit viel Glück steinhartes Frolic noch, aber Dörrfleisch geht immer rein, nur alles andere nicht.
      Wir waren dann wieder beim TA, weil wir sie röntgen lassen wollten, vielleicht wäre da ja sowas wir Tumor oder so oder Probleme im Hals, Rückenschmerzen, etc.
      So sah alles ok aus, der TA meinte bei den Nebennieren sähe es für sein Geschmack komisch aus. Das könne man sonst in der TK nochmal per Ultraschal abklären lassen Nach dem TA-Besuch ging es Patty 3 Tage (?) lang gut, sie war fast die Alte…dann wieder der Rückschlag, sie schwankte hier zuhause rum wir dachen echt das war es jetzt…aber es konnt ja keiner von den TÄ zu einem nach Hause, dann hätten die das selber sehen können. Wir uns also fertig gemacht….und schwupp war Patty wieder fit….
      Wir haben dann ein Termin in der TK gemacht, da wurde sie untersucht, aber so konnten sie nichts erkennen, dort haben wir nur erfahren das ein altes Röntgenbild von der Patty schon mal da war (geschickt von unserem TA, im November), da hieß es die Milz wäre vergrößert gewesen und die Lungen gestaucht, als wäre sie da mal erkältet gewesen.
      Das hatte unser TA uns nie weiter gegeben, es wurde uns da nur gesagt „alles ok, nur blöd geröntgt.“
      Zur Info: Wir hatten sie nach dem Tod von unserem Benji mal röntgen lassen, weil sie da auch schon mal eine Phase hatte wo sie nicht fressen wollte…da schob man es dann aber auf die Trauer, den nach 2 Wochen war da alles wieder ok.
      Wir hatten dann noch einen Termin bekommen für Ultraschall.
      Die Milz war immer noch etwas vergrößert, aber sonst alles soweit ok…also Tumor hatte an jetzt da ausgeschlossen…man könnte natürlich noch eine Biopsie da machen.
      Die TÄ in der Klinik konnte die ganze Medikamentengabe nicht verstehen, sie meinte nur sie hätte erstmal ein Mittel gegeben gegen Übelkeit und nicht etwas was alles schlimmer machen könnte…Wir haben jetzt ein Mittel bekommen gegen Übelkeit was Patty bekommen soll, vor dem Fressen.
      Es ging damit ein paar Tage gut, ihr rohes Futter nahm sie wieder an, Hundefutter geht immer noch nicht, aber Dörrfleisch geht immer.
      Jetzt hat sie wieder seit fast 3 Tagen nicht gefressen
      Kein rohes Futter, kein gekochtes, etc. aber Dörrfleisch würde gehen…das bekommt sie von uns dann auch, wenn uns es zulange dauert bis sie was frisst…
      Alles was sie sonst gerne gefressen hatte wird verschmäht (außer Dörrfleisch, hin und wieder steinhartes Frolic)
      Es ist ein auf und ab hier, wir sind total verzweifelt und wissen nicht weiter…und das geht seit Wochen so…sie kann das eine mal Hühnerklein mögen und das andere Mal dreht sie sich angewidert weg, etc…
      Sie geht jetzt auch seltener raus in den Garten, sonst war sie immer sehr viel draußen und hat sich in der Sonne braten lassen, etc. oder gebuddelt…
      Sie frisst für unseren Geschmack auch zu viel Gras…..
      Es ist soweit alles untersucht, und angeblich alles ok, einige Blutwerte wurden in der TK nachgeschaut, die waren sogar besser als die beim TA…
      Was die TK empfohlen hatte war eine Ernährungsberatung, die nehmen wir noch mit, aber ich denke mal nicht das es uns was bringt. Denn Patty muss ja erstmal was fressen, dann könnte man ja was ändern.
      aus lauter Verzweiflung haben wir jetzt das mal bestellt:  RECONVALES Tonikum für Hunde
      Hat einer von Euch sowas schon gehabt oder vielleicht Ideen ?
      Wir gehen hier echt auf dem Zahnfleisch, wir können doch nicht zusehen wie eine angeblich gesunde Hündin verhungert….

      Schon mal danke für`s lesen und eventuelle Tipps
      Eure Sabine

      in Hundekrankheiten

    • Hundebett für 12 Wochen Welpen Labrador

      Wir bekommen zu Weihnachten einen 12 Wochen alten Labrador. Wegen dem Schlafplatz überlegen wir einen Laufstall zu holen. Wss raten die Experten? Wir wollen nicht, dass er nachts in der ganzen Wohnung rumsaust

      in Hundezubehör

    • Chihuahua welpe 14 Wochen alt und seine ersten Impfungen

      Hallo ihr lieben hundefreunde   Mein kleiner süßer chihuahua welpe Ricko ist nun 14 Wochen alt und hat gestern seine Impfung bekommen.   Er war auch sehr sehr tapfer aber nach 3 Stunden fing er an zu jaulen und schreien wenn ich ihn anfassen oder aufheben wollte bis heute...   Ich bin mit ziemlich sicher das ihm die Impfung bzw der Einstich weh tun wird aber wisst ihr vl wie lange sowas dauern kann???   er tut mir so furchtbar leid :(   habt ihr Tipps wie ich ihm helfen kann das es ihm besser geht?? Oder soll ich ihn einfach die tage lassen??   Fressen, trinken und sein Geschäft macht er brav er spielt auch wie verrückt und springt herum solange man ihn eben nicht anfasst :(   Danke für eure antworten   LG eine Hundemami

      in Hundewelpen

    • wir haben einen 4 jährigen jack Russel und ab september einen 12 wochen alten welpen

      Hallo zusammen   Wir eine 3 köpfige Familie haben einen 4 jährigen Jack Russel Terrier und haben uns heute einen 4,5 Wochen alten Jack Russel Welpen ausgesucht 🙂 Jetzt habe ich ein paar fragen an die erfahrenen Hunde Besitzer?  wir werden die erste Woche wo der Welpen zu uns kommt komplett zuhause sein, was ist danach? wenn sich die 2 von anfang an gut verstehen kann ich beide zusammen alleine lassen oder sollte ich sie in der ersten zeit räumlich trennen?  wenn sie sich nicht verstehen dann denke ich ist das keine frage. Ich habe bedenken das der große dem kleinen was antut falls ich nicht da bin. es wäre natürlich nur stunden weise.      ich denke das ist erstmal genug ich freue mich über ratschläge und Erfahrungen     lieben gruß  Dominique   

      in Hundewelpen

    • Drei Tage mit Apollo

      Eine Freundin von mir hat einen ziemlich großen Besitz in Rumänien an der Donau. Ich durfte dort wieder einmal einige Tage verbringen.   Das Haus und die Nebengebäude werden nur Frühjahr bis Herbst ab und zu genutzt, im Sommer arbeiten über mehrere Wochen Künstler dort. Ganzjährig gibt es ein Hausmeisterehepaar im Küchenhaus.   Vor zwei Jahren nun wechselte das Hausmeisterehepaar und es gab plötzlich keinen Hund mehr. Im Herbst dann kam ein Schäferhundwelpe - Apollo -  von einer guten Zucht auf das Grundstück in die Obhut der Hausmeister. Ich wurde gefragt, wie sie ihn behandeln sollten, es sollte kein Kettenhund werden. Ich bestand auf: viel frei laufen lassen, möglichst immer dabei haben, nachts als Welpen nicht wegsperren, sondern im Haus halten.   Meine Hoffnung war, dass das Ehepaar eine gute Beziehung zu ihm entwickelt. Jetzt haben die Menschen in Rumänien natürlich eine andere Einstellung zu Hunden - aber es hat vieles funktioniert in der ersten Zeit: er schlief im Haus (er bekam einen mit Bauzaun abgetrennten Käfig in einem der Räume), er lief überall mit.   Das änderte sich im letzten Sommer - er blieb nicht mehr auf dem Grund, biss sich mit streunenden Hunden, klaute ein Lamm, welches später einging. Er begann, Autos zu jagen. Er prügelte sich mit Besucherhunden.   Also bekam er seinen Käfig auf dem Grund zwischen zwei Gebäuden: ein mit Bauzaun eingezäuntes Grundstück - 15 x 35 m = 525m2 - immerhin - mit Zugang zu einem kleinen Raum mit Holzboden und einer kleinen "Terasse" davor. Aber - dort kam er nicht mehr raus. Hatte keinen Kontakt zu den Leuten außer bei der Fütterung. Entwich, wann immer es ihm möglich war.   Jetzt passieren Hirten mit sehr großen Herden und mehreren Hunden zweimal täglich den Grund dort, weiden, lagern, u.a. eine Naturschutzmaßnahme. Wenn Apollo nun hier die Tiere jagd und es verenden welche, ist er schneller erschlagen, als man denken kann und niemand würde es je erfahren. Autos jagen ist nun auch keine gesunde Tätigkeit.   Ich wurde um Rat gefragt. Er sollte noch andere Optionen haben als nur in seinem Käfig zu sitzen. Es stellte sich aber auch heraus, dass er noch niemals an einer Leine geführt worden war, er besaß noch nicht einmal ein funktionierendes Halsband.     Nun: Ich stellte erstmal klar: In drei Tagen werde ich nichts ändern können am Schafe und Autos jagen, sich mit wilden Hunden prügeln, weglaufen. Vielleicht bring ich ihn dazu, an einer Leine zu laufen, dass man ihn wieder mitnehmen kann auf dem Grund. Und dass man mit ihm spazieren gehen kann. Es war fraglich, ob er das zulassen würde.   Ich war bewaffnet mit einer Ballschleuder - mit der wollte ich bei ihm in seinem Käfig erstmal Energien abbauen, dass er überhaupt zugänglich wäre für meine Versuche, ihn auszuführen. Dann einem Zergel, hier wollte ich ungutes Verhalten mit ablenken, umlenken. Vielleicht auch mit zergeln belohnen. Und zwei Dosen Tubenleberwurst und einer Tüte voll Leckerlies.   Energien abbauen war nun wirklich nicht nötig - in seinem Riesenkäfig raste er wie ein Verrückter hin und her. Die Bälle verschwanden auch sofort im hohen Gras und waren nicht mehr auffindbar. Leckerlies interessierten ihn nicht. Den einzigen Moment, in dem ich den Zergel hätte gebrauchen können, hatte ich dafür keine Energie mehr.   Am ersten Abend - es war spät und bereits dunkel, ging ich zu ihm und versuchte vorsichtig, ihn durch das Gitter zu streicheln. Immer auf der Hut, er könnte mich beißen. Er genoss die Streicheleinheiten.   Der erste Tag: Am Morgen nun bei Licht weitere Streicheleinheiten, ich wurde da immer mutiger und kraulte, er mochte es. Dann der erste Besuch im Käfig, man musste über eine Balustrade klettern, mehrere Drähte aufbiegen, den Hund am Entweichen hindern. Aber er wollte gekrault werden und ich begann, ihn durchzukneten. Beim Versuch, ihm das Halsband anzulegen stellte sich heraus, dass es zu groß war, ich musste etwas improvisieren. Beim zweiten Besuch kurz darauf im Käfig, um ihm das Halsband anzuziehen, schloss ich zwar die Gittertüre, aber brachte von innen die Drähte nicht wieder an. Er hatte das sofort bemerkt, war sofort an dem Gitter, quetschte sich drunter, die Tür flog auf, das Halsband irgendwohin ins hohe Gras und der Hund war weg. Ich schnappte mir meine 3m Leine und rannte hinterher. Er rannte sofort ohne zu zögern zum Haupttor (hier gibt es an zwei Seiten einen Zaun, der Rest des Grundes ist offen), eine Strecke von ca. 200 m, prompt kam natürlich ein Auto und er raste hinterher, zum Glück innerhalb des Zaunes, sodass ich das Tor schließen konnte. Es war mir klar, dass ich ihn niemals einfangen konnte und er hatte in diesem Moment keinerlei Interesse an mir. Nun, ich hörte auf zu rufen, stellte mich an das Tor und dachte, dass ich hier nun erstmal wachen würde, dass niemand das Tor offen stehen lässt und er hier auf die Strasse entwischt. Irgendwann kam er zurück zu mir in die Nähe, ich drehte mich um und schaute immer in die andere Richtung (wie ich es mit meinen pubertierenden Hunden immer gemacht habe) und beschäftigte mich an den Bäumen, im Gras, sammelte Früchte auf, etc.. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie er sich doch einmal näherte. ich guckte weiterhin weg- und siehe da, plötzlich lehnte er sich an mein Bein!!! Ich hab dann ihn erstmal wieder durchgeknuddelt, gekrault etc und dabei langsam meine Leine um seinen Hals und seinen Brustkorb geschlungen. Immer in der Angst, dass er mich auch beißen könnte. Er wollte geknuddelt werden. Irgendwann musste ich mich ja aber auch wieder mit ihm zurück bewegen. Er wollte nicht. Da habe ich ihn vorsichtig geschleppt, fast getragen! Und er hat es sich ohne Proteste gefallen lassen!!! Alle zwei Meter absetzen, heftiges Knuddeln, enormes Loben. Weiter. Unglaublich - ich glaube, jeder andere Hund hätte mich gebissen. Zurück bei seinem Käfig hatten wir ja nun noch immer kein Halsband, draußen konnte ich nichts machen, also habe ich ihn auf die Balustrade gehoben und einfach reingeschubst und das Gitter geschlossen und dann von außen meine verknotete Leine wieder gelöst, während er sich kneten ließ.   Als nächstes habe ich das Halsbandproblem gelöst, ein zweites vom Besucherhund mit verwendet, zwei Leinen angebracht und auf gings. Türe auf....... Hund will nicht raus. Lässt sich nicht überreden. Bis ich, draußen stehend, wieder in die entgegengesetzte Richtung geschaut habe, da springt er plötzlich ohne zu zögern über die Mauer. Und so blieb das auch - wenn man ihn direkt anschaute, tat er nie, was jetzt der nächste Schritt gewesen wäre, erst, wenn man sich abwendete.   Wir gingen dann spazieren. Jetzt weiß ich, was kreiseln ist. Es macht einen verrückt. So schnell kann man die Leinen gar nicht wieder entdrehen, wie er sich damit fast stranguliert, ich hatte schon selbst einen Drehschwindel, weil ich mich so oft mitdrehen musste. Puh! Ich ging langsam in eine Richtung, er wollte nicht, ich gab dem nach bis er wieder nicht mehr in eine Richtung wollte, irgendwie kamen wir aber vorwärts. Irgendwann war auch er so kaputt, dass er freiwillig in seinen Käfig sprang.   Zweiter Spaziergang. Er kam ohne Probleme mit mir mit. Weniger kreiseln. Keinerlei Interesse an Leckerlies. Nur am Knuddeln.   Der zweite Tag: Erster Spaziergang weniger Kreiseln, wir kamen dahin, wo ich hin wollte. Kamen Autos, drehte er enorm auf. Ebenso bei den Herden, wenn sie sich näherten. Der zweite Spaziergang noch besser. Auf dem Rückweg begegneten wir Jaques,einem Tervueren, dem Besucherhund, mit dem er sich schon im Jahr davor mehrfach geprügelt hatte. Alle dachten damals noch, wie schön es wäre, wenn die beiden Sommerfreunde sein könnten..... Es hatte geheißen, Jaques macht gar nichts. Ich blieb also stehen, Apollo fest im Griff. Was macht Jaques? Läuft direkt zu uns hin und steht 20 cm vor uns. Apollo geht ihn geifernd an und Jaques steigt ein. Er wurde dann von seinem Halter eingesammelt und wir hatten zwei zum Glück unversehrte, nur vollgesabberte und ein wenig gerupfte Hunde. Da hatte ich dann auch eine andere Seite von Apollo kennengelernt.   Der dritte Tag: Spaziergänge wurden immer leichter. Es war den Künstlern dort klar geworden, dass die Konstruktion der Türe zum Zwinger keine dauerhafte Lösung bleiben konnte und es wurde eine neue gebaut an anderer Stelle, ohne hinderliche Mauer. So hatte ich Apollo 4 Stunden an der Leine, da sein Käfig offen war. Am Anfang gingen wir einen langen Spaziergang, dann setzte ich mich auch einmal auf einen Stuhl im Park. Er war anstrengend, drehte sich immer wieder um meinen Stuhl. Schließlich setzte er sich doch - o Wunder - und irgendwann lag er ruhig neben mir. Es hielt nicht sehr lange, aber immerhin. Irgendwann hatte er keine Lust mehr und sprang mir mit einem Satz auf den Schoss. Das war das einzige Mal, dass ich ungehalten war, auch weil ich mich erschrocken hatte und ihn einfach wieder runterschmiss. Er kroch dann halb auf meinen Schoß und fing an, mit einer enorm Zartheit mich anzukauen, die Hände, die Arme. Ich hatte noch nicht mal einen Schrammen. Das war eine Situation, für die ich den Zergel mitgenommen hatte, ich hatte aber zu dem Zeitpunkt keine Energie mehr, nun zu zergeln. Also ging ich wieder langsam mit ihm über das Grundstück, in den Park. Bis wir die neue Türe einweihen konnten.   Damit war meine Zeit mit Apollo zu Ende. Dieser Hund hat mich enorm berührt. Ich vermisse ihn.   Was bleibt nun für ihn?   Er hat die Türe. Man muss nun nicht mehr drei Drähte entwirren und über eine Mauer klettern. Und es besteht wirklich die Hoffnung, dass man mit ihm - wenn auch nur mit Leine - spazierengeht. Das Hausmeisterehepaar wird dies ganz sicher nicht tun. Es wird aber eine Laufleine vor dem Haus installiert, an die er tagsüber kommen soll, dass er so zumindest Kontakt halten kann zu den Menschen, die dort leben. Und zu Besuchern. Denn wenn eines allen dort deutlich geworden ist: Er braucht und vermisst den Kontakt zu Menschen, er will angefasst werden, gekrault werde. Und ist dem Menschen gegenüber in keiner Weise agressiv.   Was für ein wunderbarer Hund!    

      in Hundeerziehung & Probleme


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.