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polar-chat.de  Der Hund
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Erziehungsziel Nachgiebigkeit

Empfohlene Beiträge

Monika,

ich meinte das Thema ernst. Ich glaube, dass viele dieses Erziehungsthema bearbeiten, ohne sich wirklich darüber Gedanken zu machen. Und wenn man es nicht tut, kommt so etwas wie dieser Beagle bei raus.

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P.S. ich weiß, dass Flockenhund gehackt ist. Also werte ich die Kommentare entsprechend ;)

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Hallo Paige, hier die echte Kage,

Sturheit läßt sich in meinen Augen am besten unterbrechen, wenn man normal sehr ruhig und leise mit Hunden ausgibig spricht. In Notsituationen: Mit scharfen kurzen Worten. Namen des Hundes und das Wort:' hören' ruft - sofort zum Hund hingeht, den Kopf des Hundes unter der Schnauze hochnimmt dass er einen anschaut und dann erst denn gewünschten Befehl ihm mitteilt.

Also nicht ihm das Kommando geben, so lange er Dich nicht anschaut. Sondern ihm beibringen, Du kannst Schnüffeln aber wenn ich rufe Canelo hören. Dann hat er aufzuschauen und dann erst den Befehl geben. Fuß oder Achtung Radfahrer oder was Du halt möchtest.

Manche Hunde sind so stur, dass sie auch öfters einen Ansprechwechsel benötigen.

Also nicht immer nur den Namen des Hundes rufen:

Sondern Herr Canelo hören oder Hey Canelo hören oder Liebling hören.

Vor allem bei Rüden findet sich Sturheit bei vielen Rassen - ich glaube nicht das es Beagle typisch ist.

Ich finde dies mehr Rüden spezifisch.

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Es ist aus meiner Sicht eine der höchsten Künste, einem von Haus aus nicht sehr kooperationsbereiten Hund den eigenen Wunsch/Willen als das zu verkaufen, was er eh schon immer mal gerade ganz besonders gerne tun wollte.

Mein Hund hat auch etliche Dinge, die mir wichtig sind, die er aber total überflüssig findet, für die ich manchmal um viele Ecken denken muss, um sie zu erreichen.

Manchmal liegt auch das Ziel so leicht und nah, dass man es gar nicht sehen kann.

Druck erzeugt halt fast immer Gegendruck. Du, Paige, bist eine Mali-Frau, ich glaube, dagegen ist ein Beagle in voller Ausprägung wirklich gruselig...

LG Anja

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In meinen Augen ein Fall von Gewöhnung statt erwünschter Sensibilisierung.

Vorrausgesetzt der Hund versteht was man von ihm möchte ( und das bringe ich immer erst ablenkungsfrei und positiv motiviert bei) - und dabei ist es egal ob es körpersprachliche oder verbale Signale sind - kommt immer irgendwann der Punkt wo die Interessen des Hundes meinen entgegenstehen. Dann bekommt der Hund sofort massiv, ihn beeindruckend zu spüren, dass es eine dumme Idee ist seine Interessen meinen gegenüber vorzuziehen.

Das bedeutet z.B. ich sage "Ran" und meine, dass der Hund sofort in meine unmittelbare Nähe kommt. Wie gesagt, der Hund kennt dieses Signal, entscheidet sich aber in der Situation, dass Schnuppern gerade wichtiger ist als in meine Nähe zu kommen. Dann erfolgt sofort eine Einwirkung, die den Hund so stark beeindruckt, dass er dies nicht so schnell wieder erleben will. Beim nächsten Mal in ähnlicher Situation reicht meist schon ein Andeuten und irgendwann reagiert der Hund dann auch auf kleinste Signale, wie dem Leinenzuppeln.

Viele Menschen haben aber eine Hemmschwelle ihrem Hund eine starke Einwirkung anzutun - der arme Hund! Da wird dann ein bisschen gezuppelt, ein bisschen mehr und irgendwann so stark man kann - und der Hund reagiert nicht. Er hat sich an die Einwirkung gewöhnt.

Bekommt man nun so einen Hund, der bei Leineneinwirkung nicht mehr reagiert, so muss man eine andere Einwirkungsmöglichkeit nutzen - und diese gleich von Anfang an stark beeindruckend, damit nicht wieder eine Gewöhnung passiert und hat dann die Möglichkeit den Hund darauf sensibel zu bekommen.

LG Heike

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Viele Menschen haben aber eine Hemmschwelle ihrem Hund eine starke Einwirkung anzutun - der arme Hund!

LG Heike
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66190&goto=1390310

So wie ich. Ihr seit ja so nett und sprecht von starker Einwirkung und Paige schrieb was von fliegen lernen. Nun ja, ich habe auch das Problem mit Cooper bezüglich Fröschen, hatte da mal von geschrieben. Nun hat Cooper das Problem selber gelöst: Er frißt sie an Ort und Stelle.

Gestern ging ich die letzte Runde mit ihm und Herr HUnd fand eine tote Taube die am Strassenrand lag. Als er dahin sprintete schrie ich Nein und schmiß die Leine. Ich traf ihn auch weil er jaulte (Später sah ich dann sein rotes Auge, habe ihn wohl mit dem Carabiner getroffen) trotzdem fraß er rup zup das tot Ding auf.

Nun kann ich ja sagen das ich es ja probiert habe und ihm dabei fast das Auge raußgehauen hätte was ja nicht meine Absicht war und ich könnte auch auf meinen Mann hören der da sagt ich solle ihn mal kräftig ins Genick packen. Aber sorry, ich kann das wirklich nicht, ja es fällt mir schwer meinem Hund weh zu tun. Immer kann man in Büchern lesen das man den Hund nie schlagen soll, es könnten Nebenwirkungen auftreten. Aber wenn ich euch so lese sagt ihr ja das Gegenteil.

Was ist den nun richtig? Was versteht ihr denn unter Fliegen lernen und starker Einwirkung?

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Weißt Du, Mali, es ist eine Typfrage, ob Autorität vom Hund auch respektiert wird, oder ob man nur etwas tut, weil ein paar Leute sagen, mach es mal so.

Ich erlebe das oft, dass ich bei Kunden bin, mich minimal vorbeuge, dem Hund in die Augen schaue, und er weicht respektvoll zurück, unterbricht seine Idee, mich respektlos anzuspringen und sagt sich auch ansonsten, dass es sich möglicherweise lohnt, mit mir zu kooperieren.

Bei seinen Besitzern besteht jedoch eine Biografie, die nimmt er schlicht nicht ernst. Da muss er erst einmal wieder LERNEN, Respekt zu haben, sich etwas sagen zu lassen, sich im Status nach unten fahren zu lassen.

Auf gut Deutsch, manche könnten ihre Hunde "halbtot" schlagen, sie würden genau nichts erreichen, andere sind in sich und im prinzip immer eher autoritär, kommunizieren klar und konsequent, strahlen das auch aus, und dann braucht es letztlich wirklich nur einmal kurz die Erinnerung.

Hinzu kommt vielleicht, dass die geworfene Leine im Zweifel gar nicht mit Dir in Verbindung gebracht wurde. Ich bin ja eher der Verfechter dessen, dass Einwirkungen auch mit mir in Verbindung stehen dürfen, da ICH ja schließlich auch die Ansage dazu gemacht habe.

Das Lernen auf den Verzicht der Frosschenkel findet jedenfalls definitiv NICHT draußen am Graben statt, wo sie wohnen, sondern im Alltag in 1000 kleinen Entscheidungen, die Dein Hund anders trifft als Du. Es ist eine Frage des Statusses, ob er Dir einräumt, dass Du entscheidest, was gejagt und gefressen wird. Und dieser Status entscheidet sich ständig in Kleinigkeiten des Alltags, zuhause, bei der Leinenführung, bei was auch immer.

Man muss nicht Schmerzen zufügen, man muss nicht ständig auf den Hund eindreschen, um Respekt zu bekommen, um dem Hund den Status zuzuweisen, der ihm zusteht und innerhalb dessen er sich so verhalten kann, wie es uns gefallen könnte.

LG Anja

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dass Druck Gegendruck erzeugt ist bekannt. Aus diesem Grund gehe ich rein von meinem Naturell her schon nicht her und ziehe vorsichtig nach dem Motto "ach mach doch bitte". Das geht immer schief.

Und wenn es mein Hund wäre, hätte ich ihm schon längst vermittelt, dass das Ignorieren meiner Wünsche unangenehme Folgen hat.

Wäre spannend zu sehen, wie ein Hund wie dieser Beagle auf so etwas reagieren würde.

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@ Paige

Wenn ich das richtig gelesen habe ist der Beagle dein Gassihund. Und das was ich aus deinen Beiträgen rauslesen kann sagt ja auch das du ganz genau weißt wie und was du zu tun hast.

Was hindert dich daran es dann zu probieren? Erstens bist du doch mit ihm alleine und zweitens willst du ihn doch nicht töten!

@ Bärenkind

Dein Beitrag macht mich sehr nachdenklich, aber nicht weil ich böse bin sondern weil ich dir Recht geben muß. Habe irgendwo noch geschrieben das ich wieder mal üben müßte ect. weil ich schleifen lasse da es ja funktioniert. Nur bei der Beute abgeben eben nicht. Und da ich das Problem eben nur als eins sehe das ab und zu auftritt habe ich es nicht sooo ernst gesehen. Aber so wie du das erklärst ..... sollte ich wohl wieder strenger werden bevor es wo anders auch anfängt zu hapern.

Zu deiner Erklärung über Autorität weiß ich schon was du meinst, kenne auch solche Leute die alleine mit ihrem Auftreten Respekt bekommen. Darüber habe ich in einem Hunderatgeber (ich sagts mal so platt) gelesen das, wenn wir auch nicht wirklich so fühlen, es aber trotzdem lernen können als Respektsperson aufzutreten wenn wir mit unserem Hund unterwegs sind.

Ich werde an mir arbeiten.

Danke für deine verständliche Erklärung.

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Darfst Du denn, wenn Du ihn regelmäßig mit nimmst, nicht dafür sorgen, dass er Deine Wünsche zu respektieren lernt? Mir ist das dann immer relativ schnurz, ob das mein Hund ist, oder nicht, denn ICH muss dann mit ihm zurecht kommen.

Wäre doch mal ein interessantes Experiment???

LG Anja

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