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Einzelkind

Kann ein Vermieter die Kastration einer Hündin des "Hausfriedens" wegen verlangen?

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Nein, keine Panik :D , kein existierender Fall, nur graue Theorie, weil ich mich vorhin mit einer Rüdenhalterin unterhalten habe und wir auf das Thema "Hündinnen, Mehrfamilienhäuser, Läufigkeit" zu sprechen kamen, weil Paula ja auch im Dreh Februar-April wieder dran sein sollte... ebenfalls in der Theorie ;)

Daher:

Kann ein Vermieter, in der Theorie, verlangen, dass eine Hündin kastriert wird oder andere Gegenmaßnahmen gegen die regelmäßig wiederkehrenden Läufigkeiten unternommen werden, wenn weitere Hunde - insbesondere sehr leidende Rüden - im selben Haus leben? (Ihre Auffassung: Ja, er kann eine Kastration - nur - der Hündin verlangen!)

Oder ist das eher ein Fall von: Jeder Halter ist seines Glückes Schmied und wenn Herr Rüde nicht mit Läufigkeiten, die natürlich sind, klar kommt und daher das ganze Haus zusammenbrüllt, ist der Halter des Rüdens "angepecht"? (Wäre meine Auffassung, obwohl ich so freundlich bin und diverse Gegenmaßnahmen in MEINEM Rahmen einleiten würde, jedoch NICHT kastrieren!)

Bitte nur die rein rechtliche Seite.

Ich will kein "Wenn ein Vermieter das Verlangen würde, dann würde ich SOFORT ausziehen!" oder "Das wäre ja so unverschämt!" hören, sondern Fakten, eventuell sogar abgeschlossene Fälle und sowas halt.

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Du fragst Sachen...

Also, m.E. kann er das nicht, denn er würde ja quasi eine Sachbeschädigung verlangen.

Vielleicht ist das aber auch ein Denkfehler von mir :think:

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Kann mir nicht vorstellen, dass ein Vermieter das verlangen kann :think:

In unserem Haus sind von den 8 Hunden 3 unkastrierte Rüden und 4 unkastrierte Hündinnen ;)

Und Gejaule gabs bisher noch nie.

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Nein, eine Kastration kann kein Vermieter verlangen .... allerdings die "Entfernung" der Hündin, bei wiederholter "Störung des Hausfriedens", da die Hündin während der Läufigkeit ja Auslöser für das Verhalten (Jaulen/Heulen etc) der mit im Haus lebenden Rüden ist.

Der Vermieter kann ebenso auch nicht verlangen, dass die Rüden entsprechend (um)erzogen werden, so das sie nicht mehr darauf reagieren ...

Im Schlimmsten Fall kann der Vermieter die "Entfernung" sämtlicher Hunde in der Mieteinheit verlangen und sowas kann zu einer Menge Unfrieden in der gesamten Mietgemeinschaft führen ...

Die sogenannte "Sicherung des Hausfriedens" hat absolute Priorität auch wenn eine Hundehaltung generell erlaubt ist .... den jder Vermieter hat lieber zahlende Mieter als jaulende Hunde ...

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Ich denke, das kann er nicht, denn das ist eine Anstiftung zu einer Straftat ;)

Ohne med. Grund ist die Kastration ja eh verboten und DAS was er verlangen würde ist kein med. Grund.

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Also fassen wir zusammen: Eine Kastration anordnen kann er nicht. Aber die Entfernung der Hündin ODER des Rüden ODER aller Hunde.

Mehr wollt ich nicht wissen ;)

Ah. Doch: Muss er die Möglichkeit zur "Problembeseitigung" geben oder darf er fristlos entscheiden, dass nerviger Rüde und/oder läufige Hündin abgeschafft werden sollen?

Was ist im Falle dessen, dass die Hündin zuerst im Hause war und der Rüde später eingezogen?

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Ich gehe davon aus, dass Unfrieden unter den Hausbewohnern wegen der Hundehaltung kein Grund zu einer fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses ist. Aber es kann eine Abmahnung bringen und im Wiederholungsfall dann zur Kündigung führen.

Da ich ja selbst mit vier Hündinnen in einer Mietwohnung lebe ( drei davon intakt und eine vom Tierschutz kastriert) und im Haus auch zwei intakte Rüden wohnen habe ich die Erfahrung gemacht, das gegenseitige Rücksichtnahme auch bei solchen Problemen eine Lösung ist.

Früher habe ich meinen läufigen Hündinnen immer Chlorophyll-Tabletten gegeben - die unterdrücken den Geruch nach läufiger Hündin. Sorgt man dann auch noch peinlich dafür, dass keine Kleckerei der läufigen Hündin im Treppenhaus dem Rüden verrät, dass hier eine läufige Hündin gelaufen ist und lässt man besonders in der Läufigkeit seine Hündin nicht direkt vor die Haustür urinieren, so sollte ein Rüde im Haus nicht erregter von dieser Hündin werden als von jeder anderen läufigen in der weiteren Nachbarschaft.

Ein Rüde, der bei jeglichem Geruch nach läufiger Hündin (auch in der Nichtstandhitze) sich so stark erregt, das er dauergestresst ist, jammert, nicht frisst usw. , der leidet auch ohne eine läufige Hündin im eigenen Haus und dessen Halter sollten ( dann wenn es durch Erziehung wirklich nicht abzuändern ist) eh eine Kastration ( probeweise erst einmal eine chemische ) überdenken, um den armen Kerl von seinem Leiden zu erlösen.

LG Heike

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Der Eingriff der Kastration ist beim (erwachsenen) Rüden deutlich geringer als bei der Hündin. Schon das wäre im Zweifelsfall für mich immer ein Begründung dafür eher an die Kastration des Rüden zu denken.

Ich habe ja eine Hündin, die ich vertragsgebunden (pflichtbewusst wie ich bin), nach der ersten Läufigkeit, also im Alter von ca. 11 Monaten beim Tierschutz kastrieren liess. Nun habe ich seit 9 Jahren eine Hündin, die durch die Kastration inkontinent ist, was ich einige Jahre mit homöopathischen Mitteln in den Griff bekam und jetzt aber schon jahrelang an sie Hormone verfüttere.

Ich würde nie wieder einen Hund ohne medizinische Indikation kastrieren lassen.

LG Heike

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Ganz eindeutig juristisch NEIN

Probleme kann es natürlich immer geben, aber sofern die Hundehaltung laut Mietvertrag genehmigt (oder in den vergangenen Jahren geduldet) wurde kann der Vermieter salopp gesagt gar nix .....

( wie das Verhältnix dann vielleicht ist usw.... ist ja nicht die Frage )

Grüße von der Insel

Helge

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Also von fristloser Kündigung war nirgendwo die rede ;)

Der 1. Schritt wäre, bei mehrfacher Beschwerde eine Abmahnung mit Hinweiß der "Abstellung der Störungsursache" (KEINE Kastration) es gibt, wie Heike ja auch schon geschrieben hat, andere Möglichkeiten.

Der 2. Schritt wäre die Aufforderung zur "Entfernung der Störungsursache" in einer angemessenen Frist (in der Regel 14 Tage ab Zustellung)

Der 3. Schritt wäre eine Androhung einer ordentlichen Kündigung (Fristlos wäre nicht gerechtfertigt und dazu bedarf es "anderer" Vorfälle)

Sollte innerhalb der Mietparteien keine Möglichkeit einer Einigung (Schriftverkehr, Gespräche etc.) erkennbar sein, so hat der Vermieter das Recht, die Abschaffung aller sich im Mietobjekt befindlichen Hunde zu fordern. (Habe ich aber noch nicht erlebt)

Auch ich habe Hundehalter als Mieter ... ebenso wie Nichthundehalter. Und da kann ich noch so Tierlieb sein oder sonstwas .... sollte es wirklich mal wiederholt zu Störungen kommen durch welche sich die Nichthundehalter anhaltend belästigt fühlen (Überprüfung der Vorwürfe vorausgesetzt) würde ich wahrscheinlich ähnliche Schritte ergreifen damit meine Einkünfte nicht gefährdet wären.

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