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Hundeforum Der Hund
Amy

Epilepsie beim Hund

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Hallo zusammen!

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Epilepsie beim Hund. Meine Amy hat letztes Jahr im Oktober ihren ersten Anfall bekommen, seit dem hatte sie fünf Stück. Sie bekommt Luminal.Ich bin für jeden Tip oder Rat dankbar.

Grüßle Bärbel

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Hallo,

ich kenn mich zwar nicht aus aber hier hab ich etwas zur Behandlung aus dem Internet:

Behandlung der Epilepsie

Epilepsie kann medikamentös behandelt werden. Krampfhindernde Medizin ist vielfach erprobt, und Ihr Tierarzt kennt sich hier bestens aus.

Um Misverständnissen vorzubeugen: Die Grundlage der primären Epilepsie kann nicht beseitigt werden, aber die Symptome können meistens und deutlich gelindert werden.

Aber ich will um die Frage, behandeln oder nicht (sprich: einschläfern lassen), nicht zu schnell hinweg gehen.

Erstens ist Epilepsie nicht gleich Epilepsie. Es gibt starke und weniger starke Ausprägungen. Aber egal um welche Intensität es sich handelt, denken Sie immer daran, daß das Tier keinen Schmerz spürt. Der Mensch ist es in erster Linie, der mit der Krankheit bzw. seiner Erscheinungsform Probleme hat.

Ich möchte an dieser Stelle den Epilepsie-Experten Dr. Wood zitieren:

"Meiner Meinung nach werden voreilige Entscheidungen zum Einschläfern epileptischer Hunde zuvorderst von Menschen getroffen, die sich davor fürchten, daß ihr Tier einen Anfall hat oder die fälschlicher Weise annehmen, daß das Tier während und nach der Attacke schrecklich leidet. Während eines Anfalls sind die Tiere nicht in der Lage, Schmerzen oder Angst wahrzunehmen, zumindest erinneren sie sich nicht daran. Dies basiert auf Erkenntnissen bei der Epilepsie des Menschen, und ist - obwohl nicht völlig beweisbar - eine verläßliche Extrapolation aus der Human-Medizin. Der Anfall ist fast immer für den Betrachter wesentlich traumatischer als für das Tier selbst.

Das Bemühen, das Tier vor Verletzungen zu schützen (ins Wasser fallen, gegen irgend etwas zu laufen ...) ist alles, um was sich ein Dabeistehender kümmern sollte - nicht darum, daß das Tier während des Anfalls leiden könnte.

In Bezug auf die Lebensqualität muß noch ein anderer Mythos zerstört werden, nämlich daß epileptische Tiere unglücklich und nicht in der Lage sind, ein zufriedenes Leben zu führen. Viele Besitzer berichten von einer andauernden Veränderung im Temperament nach dem ersten Anfall, und einige berichten, daß der Hund anscheinend nicht mehr so glücklich ist, seit er krampfhemmende Medikamente bekommt. Trotzdem ist es völlig normal, daß diese Tiere ein langes und erfülltes Leben haben - mit gelegentlichen oder seltenen Anfällen. Und es scheint mir unmoralisch, den voreiligen Schluß zu ziehen, daß man sich um diese Tiere nicht liebevoll kümmern kann und ihnen nicht erlaubt, friedlich und in der Umgebung ihrer Familie ihr Leben zu verbringen. " Ende des Zitats.

Also nicht aufgeben.

Zur Behandlung konkret. Wie gesagt die Medikamentation erhalten Sie von Ihrem Tierarzt. Eines müssen Sie aber unbedingt selbst sicherstellen:

die konsequente Einhaltung der verordneten Dosis. Ihr Tierazt wird von Zeit zu Zeit die Wirkung überprüfen und die Dosis anpassen. Einer der häufigsten Fehler, die von Hundehaltern in diesem Fall gemacht wird, ist der, daß sie die Dosis unterschreiten (z.B. weil sie von den Nebenwirkungen abgeschreckt werden) anstatt der Steigerung der Dosis, wie sie der Tierarzt verordnet hat, bedingungslos zu folgen.

Und warten sie nicht zu lange: spätestens beim zweiten Anfall sollte mit der Behandlung begonnen werden - je früher, desto größer sind die Erfolgschancen.

Der etwas ruhigstellende Effekt (Sedativum) der Medikamente läßt meist nach ein paar Wochen nach, und die anderen Nebenwirkungen mögen sich schlimm anhören - aber, was ist denn schlimmer: permanente Steigerung der epileptischen Intensität oder kontrollierte Nebenwirkungen?

Zum Abschluß nochmal: achten Sie mit darauf, daß die Möglichkeiten einer sekundären Epilepsie ausgeschlossen, d.h. untersucht worden sind. Sie sind zwar relativ in der Unterzahl, aber es nützt Ihrem Hund wenig, wenn er krampfhindernde Medikamente bekommt, in Wirklichkeit aber eine Korrektur im Stoffwechsel angebracht (und ausreichend) wäre.

Wenn Ihr Tierarzt von Anfang an und ohne weitere Nachfrage von einer primären, vererbten Epilepsie ausgeht - wechseln Sie den Tierarzt (die Damen und Herrn Doktoren mögen mir verzeihen!)

Oder hier ein anderes Forum:

http://www.wer-weiss-was.de/theme92/article975255.html

Vielleicht hilft das ja...und sschnelle Besserung so zu sagen

LG Melanie

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Hi

Ich habe auch einen Hund mit Epilepsie. Was würde dich den alles interessieren? Frag enfach mal vielleicht kann ich dir ja weiterhelfen.

Gruß

Sille mit Susi und Trixi

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hallo Sille !

Das Problem ist bei einem meiner Oldies auch vor Kurzen aufgetreten.

könntest du mir schildern, wie bei deinem Hund die Anfälle auschauen und was der Tierarzt verschrieben hat ?

Wie oft treten die Anfälle auf, gibt es davor Anzeichen usw.

Bei meinem alten Rüden, sind es seit einem halben Jahr 3 Anfälle, ohne vorherigen Stress oder Ähnlichem.

Diese Woche fiel er beim Häufchen machen ganz einfach um, blieb so eine halbe Minute schreiend seitlich , ganz steif, liegen.

Habe ihn dann ins Haus getragen, geduscht, weil er sich da immer anmacht dabei und Alles ist wieder ganz normal.

Da meine Tochter Epileptikerin ( sehr gut mit medikamenten eingestellt ) Ist,

kenne ich es bei Menschen sehr gut.

Bei Hunden ist mir diese Erfahrung neu.

lg

Regina

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Also bei bei meinem Hund waren die Anfälle bis jetzt immer Morgens er ist auch einfach Umgefallen hat gekrampft und eingenässt. Bei ihr ist es so das sie einem nach dem Anfall nicht gleich erkennt. Mich erkennt sie als erstes wieder( Kurz nach Anfall) auf andere Personen reagiert sie vor lauter Panik erstmal agressiv. Da sie die Anfälle (Bis jetzt zwei) im Moment nur alle vier Monate bekommt, musste sie noch nicht Medikamentös eingestellt werden.

Was hast du für einen Hund und wie alt ist er?

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Servus !

Danke für deine Antwort !

Habe vier Wuffis, aber der um den es sich handelt ist ein Shih Tzu Rüde und 14 Jahre alt.

Der erste Anfall trat vor einem 1/2 Jahr auf, dann war bis vor einem Monat Ruhe, jetzt innerhalb von 4 Wochen dafür 2 mal.

War eh beim Tierarzt, muß aber noch das Ergebnis des Blutbildes abwarten.

lg

Regina

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mein hund hat auch epilepsie und wird zur zeit auf luminal eingestellt,am anfang hatte er starke probleme und die dosis wurde reduziert aber bisher klappt es super nun und es ist seit 5 wochen kein anfall mehr eingetreten

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Bei Skipper wurde im Juni 06 primäre Epilepsie diagnostiziert. Er bekommt Antiepileptika und ich habe seine Ernährung komplett umgestellt. Er bekommt jetzt nur noch Getreide freies Futter. Morgens Trockenfutter (Fenrier) und abends barfe ich (roh).

Bei ihm waren die Anfälle atypisch, d.h. er hat nur 1 Sek. gekrampft, sich also eigentlich nur kurz steif aufgerichtet und dabei Kot/Urin fahren lassen, allerdings fiel er dann jeweils für 6-7 Std in ein tiefes Koma. Der erste Anfall war im Sept. 05, da erlitt er im Anfall auch noch einen Herzstillstand. Ich machte ihm Herzmassage und er atmete wieder, aber ganz flach und unregelmässig. Der Tierarzt stellte später eine starke Untertemperatur fest. Da wir in den Ferien waren und hoch auf einer Alp eine Hütte gemietet hatten, dauerte es eine Weile, bis der Tierarzt (es war Samstag) bei uns eintraf. Ca. eine halbe Stunde später hatte Skipper nochmals - trotzdem er immer noch bewusstlos war - einen Anfall mit Herzstillstand... Ich massierte ihn wieder und seine Atmung kam wieder, aber setzte immer wieder aus... so fuhren wir ins Tal hinunter zum Tierarzt in die Praxis, wo Skipper noch eine Infusion bekam. Der Tierarzt gab ihm eine 20% Überlebenschance, d.h. er rechnete damit, dass Skippers Atmung plötzlich einfach aufhört... Wir haben uns im Ferienhaus zusammen mit dem völlig verkoteten Hund auf eine Decke gelegt und ihn mit unseren Körpern gewärmt. Nach total 6,5 Std kam er wieder zu sich. Anfangs torkelte er zwar, aber erkannte mich gleich und leckte mich ab... Am nächsten Morgen war er sehr müde.

Der zweite Anfall war Anfang Juni 06. Wir waren auf einem Spaziergang und machten nach ca. 3/4 Std ein Picknick. Skipper hatte schon vorher angezeigt, dass er sich nicht wohl fühlte (wollte nicht spielen und rennen, völlig abnormal bei ihm) und erlitt dann beim Picknicksplatz einen Anfall, d.h. er fing an zu torkeln. Ich legte ihn dann hin und massierte ihm die Brust. Mein Mann rannte alles zurück und holte das Auto (es war Sonntag). Wir fuhren dann direkt in die nächste Tierklinik. Auf dem Weg dorthin (ca. 20 Min.) krampfte Skipper kurz auf, liess Urin fahren und fiel wieder ins Koma. In der Tierklinik bekam er Sauerstoff und eine Infusion. Sein Koma dauerte wieder 6 Std und auch die Tierarzt der Tierklinik rechnete nicht damit, dass er wieder zurück kommt... Daraufhin haben wir ihn in der Unitierklinik in Zürich komplett abklären lassen inkl. Herzultraschall usw. Die Diagnose Epilepsie stand relativ rasch fest, trotz der atypischen langen Bewusstlosigket.

Seither hat Skipper keinen Anfall mehr gehabt... Wir hoffen sehr, dass das so bleibt!

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Wir waren auch in dem Tierspital in Zürich und haben dort alles abgeklärt und es stand fest, vererbte Epilepsie. Jetzt bekommt sie die geringste Dosis von Tabletten und bis jetzt (ca. 4 Wochen) gab es zum glück keinen großen Anfall mehr. :)

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Getreide soll bei Hunden mit Epi Anfälle auslösen können. Achte darum darauf, dass Du Amy Getreide frei ernährst!

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