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Hundeforum Der Hund
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Todesangst - überhaupt noch therapierbar?

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Hallo Zusammen.

Mein Hund und ich sind nervlich gerade im Keller.

Seit guten 2 Jahren üben wir Schritt für Schritt das Alleinbleiben.

In dieser Zeit haben wir es geschafft, dass ich einkaufen gehen kann.

Er blieb für 1-2 Stunden ruhig und entspannt liegen (Kamera lief).

Anfänglich hat er schon als ich das Zimmer verlassen habe und er mich noch sah, die blanke Panik bekommen.

Und ich meine Panik- kein Protest Gebelle oder Geheule.

Heute war ich (es ging nicht anders) knappe 3 Stunden weg.

Ich kam wieder und hörte nichts- gutes Zeichen dachte ich.

Doch dann hörte ich ein dumpfes lautes, konstantes Geräusch.

Als ich an die Zimmertür kam bemerkte ich schon, dass er versuchte, sich unter der Tür "durchzugraben".

Auch als ich gegen die Tür geklopft habe, hat er nicht aufgehört.

Die Tür ging auf und Chaos reagierte nicht mal richtig auf mich, er hatte einen Puls, den ich noch nie so gefühlt habe bei einem Hund, hechelte wie blöd... war voller Speichel und stand in seinem eigenen Urin.

Nach einer halben Stunde hat er sich langsam beruhigt weil ich ihn mit Gewalt gepackt und festgehalten habe.

Wenn ich jetzt aufs Klo gehe fiepst er schon wieder und macht einen gestressten Eindruck wenn ich wiederkomme.

Es ist nicht, dass er einen Kontrollwahn hätte- bis dato blieb er wie gesagt auch mal eine Stunde ruhig liegen und schlief auch.

Und wenn ich ihn mir jetzt anschaue sehe ich ein Nervenbündel mit weit aufgerissenen Augen.

Ich hatte die Befürchtung, dass er einen Kollaps kriegen könnte, als ich kam....

Ich werde die Hoffnung wohl begraben, dass er je alleinsein kann.

Ich würde keinen Hund 6-8 Std alleinlassen... dann bräuchte ich keinen haben.... aber es gibt ja durchaus auch ein paar Dinge, die man mal ohne Hund erledigen möchte/muss etc.

Ich weiß auch nicht so richtig was ich jetzt von euch hören will... vllt. wollte ich es auch einfach nur loswerden.... denn theoretisch habe ich alles probiert.

Und nun kann ich wohl auch mit allem wieder von vorn anfangen.

Um vllt. doch mal eine Frage in den Raum zu stellen...ich habe noch keine solche "Todesangst" gesehen ... ihr?

Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

Traurige Grüße

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Oh je....

Ich hab auch keine Tips - bei uns läuft es erst, seit Lemmy seine Kumpels hat, aber einen Zweithund als Therapie... äh, ne ;) Zumal Lemmy keine Angst hat.

Ich drück dich mal ganz lieb und hoffe, dass ihr das zumindest wieder auf eine Stunde bekommt.

Und ich hab von so einer extremen Reaktion auch noch nie gehört. :(

:knuddel

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Hey Mia,

tut mir leid, was da passiert ist. Aber versuche realistisch und ruhig zu bleiben (o.k. das klappt jetzt wohl noch nicht...)

Ich denke nicht, dass dein Hund Todesangst hatte, das sieht wahrscheinlich für uns Menschen nur so heftig aus. Die Trennungsangst in natürlich purer Stress für den Hund und das hast du ihm auch deutlich angesehen.

Lies mal hier: http://www.kirasoftware.com/Trennungsangst.php

Das wird auf jeden Fall wieder besser! Vielleicht hat ihn ein Geräusch erschreckt etc.

Fühl dich mal gedrückt

:kuss:

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Ich würde nicht gleich komplett die Hoffnung aufgeben. Trennungsangst ist deutlich schwieriger als wenn es nur um Kontrollverlust geht aber du hattest ihn ja schon soweit, dass er 1-2 Stunden alleine bleiben konnte.

Tue einfach so als wäre nix vorgefallen und versuche es weiter. Eventuell ist irgendwas gewesen (Geräusch oder was auch immer) was ihn aus der Bahn geworfen hat. Er muss sehen, dass wieder alles normal ist, dann wird er das - hoffentlich - auch wieder vergessen.

Bleib zuversichtlich, du hast schon soviel erreicht!

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Hunde, die "nur" Trennungsschmerz haben sehen so nicht aus.

Das war die blanke Panik und ich hatte wirklich Schiss, dass er mir gleicht tot umfällt.

Er konnte ja nicht mal bellen/heulen/fiepen weil er geradeso hecheln konnte.

Erschreckt haben kann ihn nichts- wir sind hier alleine und man hört auch nichts von draussen.

Ausserdem ist er nicht schreckhaft.

Das war absolut stereotypes Verhalten mit dem buddeln und hätte ich ihn nicht mit Gewalt festgehalten und zur Ruhe gezwungen, wäre er durchgedreht.

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Nur mal so als Zwischenfrage.

Hast du mal versucht ihm mit Artgenossen allein zu lassen? Bleibt er dann unter Umständen besser allein?

Vor allem, wenn er sie gut kennt.

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Wir haben derzeit eine Pflegehündin, die er auch sehr mag.

Hat also keinerlei Einfluss (leider).

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Das ist total schade.

Das ist das Einzige, was mir noch eingefallen wäre.

Ansonsten folgt er dir aber auch in der Wohnung nicht auf Schritt und Tritt?

Lass den Kopf nicht hängen. Wie oft erleben wir mit unseren Hunden herbe Rückschläge und rappeln uns trotzdem immer wieder auf?

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Das mit dem auf Schritt und Tritt folgen habe ich gleich am Anfang abgestellt.

Aber bis er es zu 100% akzeptiert hatte, hat es sicher 3 Monate gedauert (also bis ich ohne fiepen das Zimmer wechseln konnte).

Aber er zeigt seit mindestens einem Jahr null Ambitionen mehr mir zu folgen.

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Wenn er so eine massive Trennungsangst hat, ist das tendenziell eher was für den Verhaltenstherapeuten. Hier kann man ja nicht mit normalen "alleinsein-Trainingsregeln" agieren, da bedarf es einer begleitenden Therapie.

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