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Hundeforum Der Hund
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"Bei Fuß" gehen wie beibringen?

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Wie lernt man einem Hund am besten den Befehl Fuß?

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Hi du,

erstmal Willkommen im Forum ;) Was vorab wichtig ist: Wie willst du das dein Hund Fuß geht. So das du es bei der Begleithundeprüfung benutzen kannst. Also mit Anschauen oder das er einfach bei dir bleibt und neben dir läuft ohne dich anzuschauen.

Für die Begleithundeprüfung haben wir es auf dem Hundeplatz mit Leckerlie geübt.

Den Hund neben einem sitzen lassen und Fuß sagen, sobald er dich anschaut super und Leckerlie rein. Dann nachdem er verstanden hat dich anzuschauen ein bis 2 Schritte laufen. Leckerlie natürlich in der Hand das er bei die bleibt dabei immer wieder "Feines Fuß" oder so was sagen. Hauptsache ist das das Wort Fuß gut verständlich ist und dann wieder Leckerlie geben. Wenn dein Hund dann aber vor läuft und nicht mehr schaut rückwärts laufen. Sobald Hund dich anschaut fein und ihn neben dich holen. Dann aber kein Lecker. .... Ist etwas schwer zu beschreiben. Aber so ungefähr haben wir es innerhalb von 3 Übungsstunden drin gehabt und nach 5 Übungsstunden geht es auch lange ohne Leckerlie.

Vielleicht kann es jemand besser beschreiben. Ach was ganz wichtig ist. Die Leine MUSS immer locker dabei sein.

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Das Kommando "Fuß" ist meist recht schnell erlernbar. Suche Dir für die ersten Übungen einen Abschnitt, wo Dein Hund nicht abgelenkt werden kann. Auch der Garten tut es.

Wie Gatsbylady es bereits beschrieben hat: Hund auf Deiner linken Seite sitzen lassen. Beim "traditionellen" Fuß sollte der Hund Dich anschauen und dabei an einer lockeren Leine laufen. Üben tust Du dies mittels Leckerli oder Spielzeug. Nimm die Leine anfangs ruhig etwas kürzer, aber nicht stramm, in Deine linke Hand. In der rechten hälst Du das Lockmittel in Bauch-, später in Brusthöhe. Der Hund wird dann sein Leckerli oder Spielzeug anvisieren. Läuft er mit Blickkontakt zu dem Hilfsmittel: loben und Leckerli / Spielzeug reichen. Und nie die Aufgaben zuuu oft wiederholen - das langweilt viele Hunde. Lieber nur zwei, drei mal - hat alles geklappt - prima, belaß es dabei. Später kannst Du das "Lockmittel" dann höher halten, um den Blick des Hundes mehr in Deine Richtung zu lenken. Leckerli / Spielzeug müssen danach aber zunehmend wieder abgebaut werden und einer Belohnung mittels Stimme weichen. In Prüfungen und Wettkämpfen sind "Belohnungen" nämlich während der Aufgaben verboten.

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Ich baue das Fußgehen in meinen Gruppen etwas anders auf. Zunächst ist das Kommando selbst total unwichtig. Leine rechte Hand, Futter linke Hand und dann einfach los laufen. Mit viel Körperspannung. Immer, wenn der Hund mich nicht beachtet und irgendwo herum läuft oder zieht, drehe ich mich weg von ihm. Ich achte immer darauf, dass der Hund links von mir geht, also drehe ich mich rechts weg. Die Leine ist vor den Bauch getackert, somit gebe ich keine Rucke außer denen, die durch die Drehung entstehen, wenn der Hund diese nicht mitbekommt.

Ich schaue bei dieser Übung NIE zum Hund nach hinten. Ich drehe mich so lange immer wieder weg, bis mein Hund versucht, links von mir Kontakt mit mir aufzunehmen. Blickkontakt. Diesen ersten Versuch bestärke ich SOFORT mit verbalem Lob, das sehr euphorisch sein darf. Dabei gebe ich im Weitergehen links neben meinem linken Knie auch Futter. Das wiederhole ich so lange, bis mein Hund nur noch links neben mir geht, und mich anhimmelt, um besungen und gefüttert zu werden. Dies bitte IMMER beim Gehen.

Der Hund lernt dabei, dass er nach MIR schauen muss, und nicht umgekehrt. Immer wenn er einen Ruck am Geschirr verspürt, sieht er nur meinen Rücken und muss zusehen, dass er aufschließt. Ich rede niemals mit ihm, wenn er in einer "falschen" Position ist oder unaufmerksam ist, denn reden ist eine Bestätigung und das falsche Verhalten wird somit verstärkt.

Hat mein Hund die Position wirklich verstanden als einen Ort, an dem er Aufmerksamkeit, Lob und Futter bekommt, beginne ich mit dem Kommando Fuß. Ich sage es immer dann, wenn der Hund das Richtige tut. Fuß, Lob und Futter. Verbales lob verlänger ich jedes Mal etwas mehr, bis Futter kommt. Und dann verzufalle ich das Futter. Man kann auch mal mit einem Ball bestätigen, muss nicht immer ein Schnitzel sein.

Wichtig ist, dass man es langsam aufbaut, dass man Unaufmerksamkeit mit menschlicher Arroganz quittiert und dass man nicht ständig mit dem Hundenamen und Kommandos rum labert, so lange der Hund überhaupt noch keine Idee hat, was er tun soll.

Und... Hunde lernen nachhaltiger, wenn sie von sich aus auf die Idee kommen, was richtig sein könnte. Und... Hunde lernen mit Futter, das ihnen direkt vor die Nase gehalten wird, nicht wirklich nachhaltig, außer eben, dem Futter zu folgen.

LG Anja

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