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polar-chat.de  Der Hund
Fiona01

Der Reiz und die Leine

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:winken:

ich denke, dass mit dem Dahinterlaufen ein direktes Dahinterlaufen dicht am Hundeführer gemeint ist, wodurch man seinen Hund sehr wohl im Blick oder im Gespür hat.

Der Hund weiß dann auch, dass er genau dort zu laufen hat und nicht in beliebigem Abstand hinter seinem Menschen.

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Aber da wären wir dann wieder beim Thema: Hunden die Entscheidung überlassen oder?

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Aber da wären wir dann wieder beim Thema: Hunden die Entscheidung überlassen oder?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66443&goto=1397020

Hunde fällen ja vor ihrer Handlung IMMER eine Entscheidung, was sie nun tun.

Oder meintest du was Anderes?

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Es ging hier doch zeitweise darum, das wir die Hunde an die Leine nehmen oder sie selbst entscheiden lassen oder hab ich das falsch verstanden?

Wenn ich den Hund hinter mich bringe nehme ich ihm doch die Entscheidung ab, nach vorne zu gehen und seinem Reiz( Hase z.B.) hinter her zu jagen.

Ist das dann nicht irgendwie das selbe wie die Leine?

Oder bringe ihn hinter mich und er entscheidet selbst dort auch zu bleiben oder wie? :think: :think:

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Meiner Meinung nach, entscheidet er sich dafür, hinter mir zu bleiben. Sei es auf Gründen des Respekts oder meines Führungsanspruches.

Aber entschieden hat er sich dafür auf jeden Fall!

Und ich sehe da schon den Unterschied zu einer Leine, an welcher er ja nicht frei entscheiden kann...

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Für mich wäre die Erklärung' wenn er hinter mir geht, müsste er ja an mir vorbei (ich stehe ihm aber im Weg) und wenn er einmal verstanden hat, dass ich quasi die Barriere bin, wird er sich das überlegen. ;)

Fände ich persönlich mehr als absurd: Als verantwortlicher Hundeführer und hoffentlich auch Rudelführer behalte ich meine Hunde gern im Auge und im Blickfeld, hinter mir weiß ich nicht, höre ich oft nicht und sehe ich schon gar nicht, was sie machen. Die Möglichkeit, den Hund eventuell an einem Umdrehen, seitwärts wegrennen, sich in die Büsche schlagen zu hindern, hab ich dann aber nicht, wenn er hinter mir läuft. Da kann er mehr oder weniger tun und lassen, was er will und entzieht sich mit Leichtigkeit einer eventuellen "Kontrolle". Und wenn mein Hund auf einem ca. 4 m breiten Pfad oder auch Güterweg an mir vorbeiprescht, ist er so schnell, dass meine Reaktion des "Barriere"-Bildens viel zu spät kommt. Ich sehe also am "dahinter" null Sinn, es sei denn, ich hab mehr oder weniger einen Marionetten-HUnd?

Und als Jagdhunde-Führer wärs noch kontraproduktiver, wenn ich möglicherweise "Gefahren" nicht vor ihm erkennen kann! Der Hund lebt ja auch nicht nur nach vorne! Sondern er spürt, hört, sieht und riecht mit seinen viel feineren Sinnen die Reize überall!

liebe Grüße aus Wien

Gini & Rodin
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66443&goto=1396958

Huhu Gini,

in manchen Situationen macht es schon Sinn, die Hunde hinter sich zu nehmen, auch im Freilauf.

Als Beispiel: Hier gibt es ein kleines Waldstück, wo man am Ende auf eine kleine Landstraße kommt, die aber nur von den Besitzern einiger Bauernhöfe befahren wird.

Ein Hof ist genau gegenüber vom Ende des Waldweges.

Dort sitzen auch gerne mal Katzen.

Der Weg ist hier sowieso eng, von Büschen abgegrenzt und weil ich Gefahr laufe, dass Minos hinter einer Hofkatze hersetzt, habe ich ihm beigebracht an dieser Stelle hinter mir zu laufen.

Das akzeptiert er auch und macht es auch sofort. Ich rede hier von 1, 2 Minuten, die er hinter mir bleibt.

Ansonsten habe ich meine Hunde auch immer lieber im Auge.

Gerade bei Hunden, die sich Spuren intensiv widmen, muss das meiner Meinung nach auch so sein.

So kann ich den Hund noch dirigieren, wenn er zu intensiv schnüffelt, oder den Radius zu stark vergrößert. Dann gibt es eben auch mal ein "Halt" und "Sitz" und der Hund muss von der Spur ablassen und warten, bis ich wieder aufgeschlossen habe.

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(bearbeitet)

Hallo,

ich greife dieses Thema noch mal auf, weil wir letztes Wochenende noch ein kleines Erlebnis hatten, was "Reize" angeht. ;)

Jagdtrieb ist ja weiterhin ein Thema hier und Minos und ich ackern uns da ja auch weiter durch. ;)

Wieder waren wir in einem Gebiet unterwegs, wo auch oft Wild unterwegs ist. Der Spaziergang war schon fast zu Ende, als wir an einer Stelle vorbei kamen, wo ich aus Erfahrung weiß, dass sich dort oft Wild in Sichtweite befindet, also nicht nur die Spur vorhanden ist.

Minos war die ganze Zeit vorher offline, aber an dieser Stelle hatte ich ihn vorsorglich ins "Fuß" genommen, eigentlich also schon eine Bindung zu mir hergestellt, wenn man so will, nur eben nicht mit der Leine. ;)

Er lief auch brav mit, bis dann 3 m vor uns ein Reh aus einem Gebüsch brach. Ich sah es zuerst, Minos vielleicht dann 1, 2 Sek. später.

Paff und dann konnte man genau sehen, wie der Hund von jetzt auf gleich wie ein kleiner Junkie abgehen wollte.

Konnte er aber nicht mehr, weil meine Hand dank "Bei Fuß laufen" direkt ins Halsband gegriffen hatte. ;)

Ich habe den Hund dann quasi mit Fuß-Kommandos "zugeballert", weil ich wissen wollte, wie extrem ist dieser Reiz jetzt eigentlich und komme ich überhaupt noch zu ihm durch und wann beruhigt er sich wieder.

Die ersten Sekunden war er noch völlig aufgebracht, wollte andererseits aber auch folgen, das konnte man merken.

Also habe ich weiter meine Fuß-Kommandos abgegeben.

Das Reh war mittlerweile schon außer Sicht und dann habe ich es "gewagt" ihn mal loszulassen

.

Ergebnis war, dass Minos sofort wie ein Junkie den Boden absuchte und hektisch von rechts nach links pendelte, aber doch auf dem Weg blieb.

Da mir das aber immer noch zu wuselig war, habe ich dann die Leine dran gemacht und ihn weiter ins Fuß genommen.

Wieder - ungefähr 5 Min später - kam die Leine dann noch mal ab und Minos hatte sich so weit beruhigt, dass ich ihn vor mir laufend "normal" mitlaufen lassen konnte.

Ich fand das mal interessant auszuprobieren, was für Punkte dieser Hund in dieser hohen Reizphase durchschreitet und wie und mit was ich dann noch an ihn herankomme.

Bei der Leine, die in seiner hektischen Schnüffelphase zum Einsatz kam, hatte ich das Gefühl, die ist jetzt nicht mehr nur zum Sichern da, sondern auch eine Hilfe für ihn, sich zu beruhigen, was er dann nach einer gewissen Zeit auch annehmen konnte.

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Da haste aber klasse reagiert in der einen Sekunde :respekt:

Aber ich finde es gut, wie schnell er sich wieder beruhigt hat und wieder ansprechbar war :)

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Susa das fand ich auch gut.

Vielleicht wird es so auch einfacher für uns. :)

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Das wird es bestimmt, denn Du hast eine gutes Auge und Beobachtungsvermögen.

Das macht das "Ganze" soviel einfacher und Minos wird dann auch bald erwachsen,

dann wirds einfacher ;)

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