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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Der Reiz und die Leine

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sie rennen los, Frida ist die Anführerin.

nach einigen Sekunden des impulsgesteuerten Rennens

besinnt sie sich und rennt zurück, die beiden andern folgen ihr.

und dann freu ich mich.

und was ist wenn sie sich nicht besinnt? :think: :think:

Ich beneide euch, das ihr das so handhaben könnt, ich hab da so mein Problem mit,

weil ich das Gefühl hab, ich muß meinen Hund immer unter Kontrolle haben.

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Tröte,

ich weiß, daß sie sich besinnt.

sie ist ja meine Frida! ;)

Das soll heißen, sie hat es ja von Anfang so gelernt und so gemacht.

Ich weiß auch, daß das unmöglich ist und nicht geht

und daß sie erst garnicht lospreschen dürften.

Aber da liegt für mich das Problem:

Diesen ersten Impuls total zu kontrollieren halte ich für fast unmöglich.

Sie folgen diesem ersten Impuls, und dann gehorchen sie.

das alles passiert ja innerhalb von einigen Sekunden,

also sie laufen nicht erst zwei Kilometer weg und kommen dann.

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Ohne Leine schön und gut aber das geht leider nicht bei jedem Hund. Solange Hunde ein Welpe / Junghund ist funktioniert das wunderbar, oft ist es dann erstmal vorbei, wenn sie in die Pubertät kommen und eine Königsaufgabe ist es, wenn man einen wirklich jagdorientierten Hund hat, diesen kann man zwar auch ohne Leine laufen lassen aber nur da wo keine Wildreize sind, bzw. es erfordert lange und harte Arbeit so einen Hund überall ohne Leine laufen zu lassen.

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Ich habe Sam auch immer ohne Leine laufen lassen (außer an der Straße) und den Folgetrieb genutzt. Habe dabei aber den Rückruf extrem trainiert.

Dennoch stellte sich in der Pubertät raus, dass er wahnsinnig gerne jagt (leider auch Autos, Jogger, Radfahrer etc.) und Spuren verfolgte.

Deshalb musste ich für einige Wochen im Wald die Schleppleine benutzen und ein verlässliches Abbruchsignal etablieren. Aber ich dachte mir, dass es auch ohne Schlepp funktionieren muss, denn der Hund sollte ja schließlich lernen, auch offline zu mir zu kommen.

Lohn der Arbeit ist ein Hund, der auch in wildreichen Gebieten und Wäldern abgeleint werden kann und zu mir zurück läuft, wenn er ein Auto sieht.

Ich bin damals fast daran verzweifelt und war kurz davor ihn abzugeben, weil ich es teilweise nicht mehr im Griff hatte. Aber da ich wusste, dass es allein meine Schuld war, weil ich die Vorzeichen des Jagens nicht erkennen konnte und einfach zu "blöd" war, mich dem Hund verständlich zu machen, habe ich zum Glück dafür entschieden, ihn zu behalten :D

Deshalb möchte ich mich Fantsmita anschließen:

...es erfordert lange und harte Arbeit so einen Hund überall ohne Leine laufen zu lassen.

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Huhu,

bei Welpen, die ich von klein auf hatte, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie in der Rüpelphase für ein paar Wochen tatsächlich an Taubheit zu leiden schienen und einfach mal so losliefen, da war dann ganz schnell die Leine dran. Man kann nicht einfach weitergehen und den Hund sich selbst überlassen, man ist auch nicht schnell genug, hinzurennen, um ihm eins überzubraten, weil er sich zu weit entfernt hat (was ein Elterntier ja vielleicht mal täte?).

Nach der Rüpelphase war der Hund wieder leinenlos wie vorher, außer an Straßen natürlich.

So etwas ist in der Natur des Hundes nämlich nicht vorgesehen.

Wenn ein Hund im Rudel lebt, wie wird das hier geregelt bzw. wie bringen die Althunde das den Junghunden bei beim Rudel zu bleiben und das ohne Leine?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66443&goto=1395351

Wer sagt denn, dass sich Junghunde nicht mal kurzzeitig auf eigene Faust auf den Weg machen? Ich glaube kaum, dass sie immer sklavisch im 10 - bis 20 - Meter - Radius beim Rudel verbleiben. Das sind aber die Abstände, die wir ihnen abverlangen.

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Danke, dass sich hier schon so viele beteiligt haben und ihre Erfahrungen und Ansicht schildern.

@ Calua: Das ist das, was meinen Gedanken jetzt mit am Ähnlichsten kommt. :)

Leider kann ich von Minos, meinem Junghund, noch nicht sagen, dass er schon so perfekt ist, aber so einige Reize haben sich bei ihm schon relativiert, also auch schon ein Fortschritt.

Fiona01:

Wenn ein Hund im Rudel lebt, wie wird das hier geregelt bzw. wie bringen die Althunde das den Junghunden bei beim Rudel zu bleiben und das ohne Leine?

Wer sagt denn, dass sich Junghunde nicht mal kurzzeitig auf eigene Faust auf den Weg machen? Ich glaube kaum, dass sie immer sklavisch im 10 - bis 20 - Meter - Radius beim Rudel verbleiben. Das sind aber die Abstände, die wir ihnen abverlangen.

zitieren

Das sagt keiner, dass sich die Junghunde im Rudel nicht auch mal auf Patt machen. Mir ging es aber auch eher um die Reaktion der Althunde, wenn die Junghunde dann wieder kommen. ;)

Was Distanzen angeht, die sich Junghunde von Natur aus in einem wild lebenden Rudel entfernen würden, da habe ich leider keine Ahnung von.

Würden sie nicht aus Sicherheitsgründen sowieso immer relativ nah beim Rudel bleiben?

Somit also wieder ein Punkt für uns, dass es eigentlich in der Natur des Hundes liegt, beim Rudel zu bleiben.

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:winken:

die Frage ist nur: was heißt "relativ nah" bei einem, na sagen wir, acht Monate altem Jungspund?

Ich glaube auch nicht, dass er sich kilometerweit entfernt, aber ein paar Hundert Meter vielleicht schon.

Außerdem muss man sich fragen, inwieweit ein Hund noch "natürlich" funktioniert und womit man sein Verhalten vergleichen will. Mit Straßenhunden auf der Straße wie z.B. den "Pizzahunden"?

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ich wollt das noch ergänzen und dazu schreiben:

ich weiß sehr wohl,

daß mir entgegen kommt,

daß Frida KEIN Jagdhund ist, auch keiner in ihrem Mix drin ist.

und ich bewundere!!! alle,

die einen JAgdhund haben,

und den so gut im Griff haben,

daß er ohne Leine herumlaufen darf.

ich selber hatte früher erst einen kleinen Münsterländer als Pflegehund,

und dann eine Bracke.

da ging es auch nur mit Leine, wenn man an heiklen Stellen vorbeikam.

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Ich finde das Thema auch äusserst spannend. Da ich meine Hunde von Welpen an habe, versuche ich , soweit es die Umwelt zulässt, es ebenso zu handhaben, d.h. Welpe läuft immer frei. ich muss dazu sagen, dass wir hier so ländlich wohnen, dass es auch zu verantworten ist.

Und jetzt kommt das große Aber, ist es nicht vieleicht so, dass uns die heutigen "Umweltbedingungen" nicht mehr erlauben , einem Hund seine eigene Entscheidung zu überlassen und ihn an das natürliche Folgen im Rudel anzugewöhnen.?

Ich habe hier fast einen "Försterstundenplan " liegen, wo ich genau weiss, wann sitzt er auf dem Hochsitz und ich muss die Hunde anleinen!

In Deutschland ging es mir wesentlich schlechter, da waren die Spaziergänger mit oder ohne Hund, die vor Panik fast Herzattacken bekamen, beim Anblick frei laufender Doggen, von Joggern und Fahradfahrern ganz zu schweigen. Okay, ich laufe mit dem Hunderudel, ähnlich nach dem Prinzip von Anita, es ist mittlerweile keine Schwierigkeit mehr andere Hunde und Passanten zu passieren, aaaber, die anderen Hunde sehen das nicht so und dann bekomme ich in Deutschland sofort die gelbe Karte. ( ich bin es ja dann Schuld, wenn Fiffi nicht mehr hört und in mein Rudel reinläuft, auch wenn überhaupt nichts passiert, ausser siehe Herzkasper!)

Ich habe es mir deshalb völlig abgewöhnt in Deutschland solche Spaziergänge zu unternehmen, denn da Müssen die Hunde meist angeleint sein um des lieben Frieden willen.

lg Hilde

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Stimmt schon mit den Umweltverhältnissen.

Früher hatte man viele Wald- und Grünflächen und durfte dort auch mit unangeleintem Hund hin.

Heute sind das Naturschutzgebiete und der Hund ist angeleint zu führen.

Auch habe ich hier im Forum schon festgestellt, dass es von Ort zu Ort, Bundesland zu Bundesland völlig unterschiedlich ist, wie Menschen auf freilaufende Hunde reagieren und eben auch die Möglichkeiten, die dort bestehen.. Das machts dann auch nicht einfacher.

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