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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Der Reiz und die Leine

Empfohlene Beiträge

Danke Sandra! :)

Dann kann man das Thema Jagd wohl gesondert sehen.

So wie du das beschreibst, macht es ja auch Sinn, wenn damit das Überleben gesichert wird.

Jagen, sich Fortpflanzen, damit der Fortbestand der Rasse gesichert ist, das sind ja auch alles extrem hohe Reize bzw. Instinkte.

Vielleicht ist es deshalb für uns Hundehalter auch so schwierig, dem entgegen zu wirken, weil sie eben von Urzeit an verankert sind?

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Astrid, die Frage stelle ich mir auch immer wieder!

Wier haben ja hier mal versucht herauszuklamüsern!

Da war Kathi der Meinung das es daher kommt, das Fine der Meinung ist, sie müsste hier für Nahrung sorgen! ;)
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66443&goto=1396450

Huhu Diana,

so jetzt habe ich mich durch dein Thema geackert. ;)

Wer jetzt genau was geschrieben hat, lasse ich mal außen vor, aber irgendwo stand:

Wenn deine Hunde mit der Gruppe gehen, haben sie genug damit zutun, die Dynamik der Gruppe im Auge zu behalten, neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen ;) usw. usw.

Wenn man jetzt alleine mit seinem Rudel unterwegs ist, passiert da in der Regel ja nichts "Interessantes" innerhalb des eigenen Rudels. Hund 1 kennt Hund 2, Hund 3 weiß Hund 1 einzuschätzen, spielen tun wir ja sowieso täglich miteinander usw.

Da ist es irgendwo logisch, dass der Reiz der Jagd dann wieder höher einzustufen ist.

Gestern waren wir im Wald unterwegs.

Wir haben hier eine Stelle, wo sich wohl viel Wild aufhält und nachdem Minos einmal Hackengas gegeben hat, als ihm ein Kaninchen quasi über die Füße gelaufen ist, mache ich an dieser Stelle jetzt vorsorglich auch erst mal die Leine dran.

Minos scheint ja ein Sichtjäger zu sein, denn nur dann haben wir einen Auslöser.

Ansonsten schnüffelt dieser Hund Spuren ab, was er auch darf, solange er sich nicht hochfährt und vom Weg entfernt.

Uns kam dann an dieser og. Stelle eine Hündin entgegen.

Andere Hunde sind für Minos ein genauso hoher Reiz wie die Jagd. Er wünscht sich Hundekontakt und ist dann glücklich.

Ich habe dann abgeleint und die Beiden haben im Umkreis von uns Hundehaltern gespielt.

Nach ungefähr einer Viertelstunde löste sich Minos von der Hündin und fing an im Umkreis von ein paar Metern die Umgebung abzuschnüffeln.

An dieser Stelle - Spiel mit der Hündin war langweilig geworden - konnte man also direkt wieder sehen, dass der Reiz und die vielen Spuren für ihn doch interessanter waren.

Da der Bursche natürlich auch weiß, dass ich in dem Moment, wo ich mich mit einem anderen Halter unterhalte, nicht die volle Aufmerksamkeit auf ihn lenken kann und ich wiederum weiß, dass er dann auch gerne mal seinen Radius zu mir erweitert, kam die Leine dran und Feierabend. ;)

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Hm, dann ist da wieder der Fall der Gewöhnung! ;)

Ja und das ist nämlich auch hier das Problem weil die Hunde wissen, wo die Kanickel sitzen!

Aber sie geht ja beispielsweise auch in fremden Gebieten flitzen, wenn ich mit unseren unterwegs bin!

Was ich allerdings interessant finde, ist, das er sich selbst durch die Hündin nur kurzzeitig beeinflussen lässt!

Wie reagiert Fly denn?

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Morgen,

die beschriebene Situation kenne ich nur zu gut.

Dana spielt mit fast jedem anderen Hund, aber meist nur 5 Minuten (wenn überhaupt), dann fängt sie an und die Nase geht zum Boden.

Tja, heißt für mich, sobald sie kein Interesse mehr an dem anderen Hund zeigt oder nicht mehr aktiv am Spielgeschehen teil nimmt, rufe ich sie und schicke sie wieder hinter mich, damit Madame gar nicht auf blöde Gedanken kommt.

Im Augenblick etwas schwer, weil ich ja Miro mit da habe. Der will eigentlich immer nur spielen und fordert dann Dana und mich zum Spiel auf, wenn Dana sich hinter mir eingeordnet hat...

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Was ich allerdings interessant finde, ist, das er sich selbst durch die Hündin nur kurzzeitig beeinflussen lässt!

Wie reagiert Fly denn?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66443&goto=1396824

Da macht Minos ganz klare Unterschiede, welche Hündin wir treffen. Ist sie in seinem Alter und ihm bekannt, dann wird ausgelassen gespielt. Dann spielt es noch eine Rolle, ob wir Hundehalter selber in Bewegung sind und weiter laufen.

Ist die Hündin, so wie gestern, nicht bekannt, ist sie natürlich erst mal auf eine andere Art und Weise interessant. ;)

Diese Hündin war kein Junghund mehr, eher schon etwas vernünftiger und wir standen auf einer Stelle. Da wird anders gespielt und von daher nehme ich an, war es dann nach einiger Zeit uninteressant.

Fly interessiert das nicht, ob Minos sich entfernt. Sie selber bleibt immer in einem gewissen Bereich zu mir. Selbst wenn Minos mal losstürmt, hat sie dadurch keinen Auslöser und bleibt bei mir.

Übrigens, das wollte ich noch sagen.

Ich habe die Hunde zu 80 % vor mir, weil ich sie dann im Auge habe. Ob das nun richtig oder falsch ist, kann ich nicht sagen. Irgendwie war das bei meinen Hunden immer so.

Kommen wir an eine für mich nicht einsehbare Stelle, dann allerdings nehme ich zumindest Minos auch hinter mich.

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Kommen wir an eine für mich nicht einsehbare Stelle, dann allerdings nehme ich zumindest Minos auch hinter mich.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66443&goto=1396923

Mal eine kurze Frage, wieso eigentlich hinter einen? Wenn Spike hinter mir ist kann ich doch seine Reaktion gar nicht erkennen.

Ich holen Spike an unübersichtlichen Stellen eher neben mich, ist das falsch?

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Andrea vorab und das weißt du ja auch, ich bin kein Fachmann oder Trainer, ich kann immer nur schildern was ich mache.

Für mich wäre die Erklärung, wenn er hinter mir geht, müsste er ja an mir vorbei (ich stehe ihm aber im Weg) und wenn er einmal verstanden hat, dass ich quasi die Barriere bin, wird er sich das überlegen. ;)

Wenn der Hund neben mir geht, dann ist da keine Barriere.

Aber ich will hier keine Tipps geben und auch niemanden ermutigen, meine Verhaltensweisen nachzuahmen.

Was für mich und mein Team funktioniert, kann woanders in die Hose gehen, deshalb wollte ich hier auch eigentlich nur über das Thema Reiz und die Sichtweise diskutieren. :)

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Okay :kuss:

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Genau so ist es, ich gewinne Zeit zu reagieren!

Außerdem habe ich das Gefühl, seit ich das so handhabe, akzeptiert sie meine Führung besser und überlässt mir Entscheidungen...zu mindest meistens ;)

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Andrea vorab und das weißt du ja auch, ich bin kein Fachmann oder Trainer, ich kann immer nur schildern was ich mache.

Für mich wäre die Erklärung, wenn er hinter mir geht, müsste er ja an mir vorbei (ich stehe ihm aber im Weg) und wenn er einmal verstanden hat, dass ich quasi die Barriere bin, wird er sich das überlegen. ;)

Wenn der Hund neben mir geht, dann ist da keine Barriere.

Aber ich will hier keine Tipps geben und auch niemanden ermutigen, meine Verhaltensweisen nachzuahmen.

Was für mich und mein Team funktioniert, kann woanders in die Hose gehen, deshalb wollte ich hier auch eigentlich nur über das Thema Reiz und die Sichtweise diskutieren. :)


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66443&goto=1396933

Fände ich persönlich mehr als absurd: Als verantwortlicher Hundeführer und hoffentlich auch Rudelführer behalte ich meine Hunde gern im Auge und im Blickfeld, hinter mir weiß ich nicht, höre ich oft nicht und sehe ich schon gar nicht, was sie machen. Die Möglichkeit, den Hund eventuell an einem Umdrehen, seitwärts wegrennen, sich in die Büsche schlagen zu hindern, hab ich dann aber nicht, wenn er hinter mir läuft. Da kann er mehr oder weniger tun und lassen, was er will und entzieht sich mit Leichtigkeit einer eventuellen "Kontrolle". Und wenn mein Hund auf einem ca. 4 m breiten Pfad oder auch Güterweg an mir vorbeiprescht, ist er so schnell, dass meine Reaktion des "Barriere"-Bildens viel zu spät kommt. Ich sehe also am "dahinter" null Sinn, es sei denn, ich hab mehr oder weniger einen Marionetten-HUnd?

Und als Jagdhunde-Führer wärs noch kontraproduktiver, wenn ich möglicherweise "Gefahren" nicht vor ihm erkennen kann! Der Hund lebt ja auch nicht nur nach vorne! Sondern er spürt, hört, sieht und riecht mit seinen viel feineren Sinnen die Reize überall!

liebe Grüße aus Wien

Gini & Rodin

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