Jump to content

Schön, dass Du hier bist!

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. Kostenlos alle Funktionen nutzen!

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
Canim

Warum sind manche Hunde von Natur aus souveräne Führungspersönlichkeiten?

Empfohlene Beiträge

Hallo ihrs :)

Ich frage mich in letzter Zeit immer öfter, warum manche Hunde von Natur aus so extrem souverän sind.

Hängt es nur vom Charakter ab? Oder von Charakter und Erfahrung? Spielen vielleicht noch mehr Faktoren mit rein?

Gibt es Rassen, bei denen solche souveränen Führungspersönlichkeiten häufiger auftreten? Sinds mehr Hündinnen oder Rüden, die so souverän sind?

Vielleicht mal zum Hintergrund wieso ich mich das frage ^^

Ich hab ja ne Hündin die wirklich extrem souverän ist. So ne Austrahlung wie sie hat ist mir noch bei keinem Hund bis jetzt begegnet. Wieso ist das so? Wäre sie bei einem anderen Halter vielleicht ganz anders geworden?

Mich interessieren eure Erfahrungsberichte und Gedanken und vor allem interessiert mich ob sich Parallelen finden lassen deswegen beschreib ich meine Stella mal von Welpenbeinen an, vielleicht sind die Charaktere ja von Beginn an bei souveränen Hunden ähnlich.

Stella kam zu uns da war sie 6 Wochen alt. Sie war eine kleine Welteneroberin, vor nichts und niemand Angst, absolut unerschrocken und neugierig. Sie war immer auf Entdeckertour und die Welt war ein einziger Spielplatz.

Mit Hunden tobte sie für ihr leben gerne herum und wenn ein Hund am Horizont nur zu erahnen war is sie schon hingerannt :Oo

Hündinnen hatten aber von Anfang an eine Abneigung gegen sie. Immer wieder versuchten Hündinnen sie zu mobben, aber meine Draufgängerin hat des so gar nich gejuckt. Die Welt blieb für sie ein Abenteuerspielplatz und alle Hunde waren zum Spielen da.

Tja bis eines Tages eine Rottihündin aus ihrem Garten ausbrach (das Haus lag direkt an der Hundewiese) mit dem einzigen Ziel Stella zu attackieren.

Die Hündin stürzte sich sofort auf Stella drauf und riss ihr einen riesen fetzen Fleisch aus ihrer linken Schulter, meine Mutter konnte den Rotti grade noch so vertreiben und dann gings sofort zum TA.

Jedenfalls war die Situation richtig prägend für Stella, sie war dann nicht mehr der freudige Junghund. Sie war mit einem Schlag Erwachsen und Ernst.

Von dem Tag an forderte sie von jedem Hund Respekt ein und sie bekam von jedem Hund Respekt. Sie regelte so beeindruckend jede Hundebegegnung ich war echt baff!

Ich hab das ja schon in einem anderen Thread beschrieben wie sie das macht, beschreibs hier aber au nochmal :)

Kommt ein Hund auf uns zugeschossen, sie braucht ihn nur Anblicken und er erstarrt auf 10 Meter Entfernung zur Salzsäule, zeigt sich unterwürfig und wird dann kurz beschnüffelt.

Es gibt auch uneinsichtigere Charaktere, die noch paar Meter näher kommen aber dann doch verhaaren ohne zu nah zu kommen.

Ich finde sie hat eine überwältigende Präsenz und es beeindruckt mich immer wieder, wie sie das nur mit einem Blick schafft!

Seit dem Angriff von der Rottihündin war sie so und ist es immer noch. Wäre sie ohne diesen Angriff vielleicht nie so souverän geworden?

Wie war das bei euch?

Wie haben sich eure Hunde zu einer souveränen Führungspersönlichkeit entwickelt?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Aylin, Du beschreibst haargenau meine Kim! :klatsch::D

Warum es so ist, keine Ahnung aber selbst ihr Bruder hatte nicht eine solche Präsenz wie Kim!

Er war der Draufgänger mit der großen Klappe und hat immer nur Streß dadurch provoziert!

Kim ist wie Stella, sie brauch nur gucken und schon sind die anderen Hunde still! :so

Bin mal gespannt was noch für Antworten kommen!

Knuddel Deine Nudel mal und bestell ihr nen Gruß von meiner Omi!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

was du als souverän beschreibst halte ich eigentlich nicht dafür. Dein Hund hat lediglich gelernt dass es sinnvoller ist Situationen zu klären bevor es jemand anders tut. Manche entwickeln sich auch einen Schritt weiter zum Raufer.

Mein verstorbener Tarzan war souverän so wie ich dieses Wort verstehe. Ein fröhlicher Kerl und bis ins hohe Alter für jeden Spass zu haben. In stressigen Situationen war er in seinem Gassirudel einfach der auf den alle gehört haben. Hörte keiner mehr auf Abruf brauchte man nur Tarz rufen und er kam und alle folgten ihm. KAm ein fremder Hund entschied Tarzan ob der erwünscht war oder nicht. Erwünscht war dabei jeder der sich benahm pöbelte ein Fremder gleich rum wurde er zu den anderen gar nicht erst durchgelassen.

Er hat in der RAufergruppe auf dem Hundeplatz so manchen Streit geschlichtet bevor er überhaupt ausbrach und teilte seine Ballis wenn er es für richtig hielt konnte also auch mal andere gewinnen lassen.

Als Tarzan 10 war zog er fast alleine den Wurf einer Tierschutzhündin auf die bei uns unterkam. Diesen Welpen hat er noch auf wunderbare Weise die Welt gezeigt und auch ihre Grenzen.

in seinen elf Lebensjahren habe ich ihn nie erlebt wie er einfach so auf andere zustürmte oder bedrängte. Nur Einmal hat er einem Dobermannrüden die Leviten gelesen als dieser unsere kleine Resi angriff und selbst da machte er mehr Lärm und Show als körperlich zu werden.

Er war ein Meister der Calming Signals und gerade das man diese oft kaum bemerkte wenn man nicht wusste was er tat war immer wieder verblüffend.

Nie war er wütig auf andere oder ungerecht. So einen Hund trifft man nicht alle Tage.

Mein Andiamo wird nie so werden er braucht mich um Dinge zu regeln und wird unsicher wenn ich es nicht tue und dann könnte er auch schon mal Mobben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

[

Was genau unterscheidet denn Tarzan von Stella, mal abgesehen von dem Rudel das Stella nicht hat?

Sicherlich hat sie gelernt, selber zu regeln, vermutlich wegen des Rottweilers. Der Unterschied zu so vielen anderen Hunden ist aber vor allem, dass sie es KANN!

Du sagst ja selber, viele werden dann zum Raufer, wenn sie es nicht können.

Stella kann anscheinend Hundebegegnungen meistern, ohne dass sie "handgreiflich" werden muss, so wie dein Tarzan damals auch.

Unser Marlowe war auch so. Sicherlich, er musste auch mehr selber regeln - damals hatten wir nicht viel Erfahrung mit Hunden. Aber: Er konnte das auch!

Wenn er eine Ansage treffen musste, dann nur EIN Mal. Nie mit Löchern, nur mit Krawall. Meist reichte ein Augenbrauen-Hochziehen.

Auch Marlowe hatte zu Anfang kein Rudel, weswegen natürlich die Dinge, die eine Rudelführungsposition ausmachen eher wegfielen. Erst später kam Butch dazu (Marlowe war da dann 6) und da fing er auch wieder an zu spielen. Wie du es beschreibst, mit Teilen und mit "mal gewinnen lassen".

Butch ist NIE so gewesen. Wollte es auch scheinbar nie sein, er ordnet sich im Rang freiwillig weiter unten ein und ist dort anscheinend sehr zufrieden. Ein Augenaufschlag von Marlowe damals lies ihn verschwinden, oder eben den Ball liegen lassen.

Lemmy IST ein Raufer! Mag sein dass es an der Kastration liegt, dass er sich öfter einen Respekt er"arbeiten" will/muss, den ihm andere Rüden nicht zugestehen. Ich bezweifle es allerdings.

Lemmy wird schnell handgreiflich, viel öfter als Marlowe in seinem ganzen Leben. Ich denke, Lemmy wäre froh, wenn ich das für ihn regeln würde - anscheinend bin ich aber noch nicht so recht dazu in der Lage :(

Bei Marlowe war das nie so extrem. Sicher, er hat eine Zeitlang junge Hunde recht ruppig in die Schranken verwiesen, aber nie mit unnötiger Härte (wie Lemmy es leider tut). Und auch nur eine kurze Phase, so etwa zwischen 3 und 4 Jahren. Danach war er schon durch seine Präsenz nie wieder in Frage gestellt worden.

Genau darum drehte sich ja die Frage. Warum sind manche Hunde zu solch selbsverständlichen, souveränen Führungsverhalten in der Lage, und andere anscheinend nicht.

Du hast ja zwei wunderbare Kontraste, mit Tarzan und Andiamo, ähnlich wie ich mit Marlowe und Butch.

Liegt es an einer Änderung in deinem Verhalten, hast du vielleicht unbewusst bei Andiamo schon von Anfang an mehr geregelt, oder liegt es, wie ich vermute, am Charakter des Hundes.

Ein Hund, der durch seine reine Präsenz einen anderen stoppen kann, BRAUCHT nicht raufen und wird dadurch, so sagen meine Erfahrungen, auch kein Raufer.

Marlowe, dein Tarzan und Stella sind scheinbar solche Hunde.

Kann ein Hund das nicht und ist nicht mit Superfrauchen gesegnet, so regelt er das selber - mit den Zähnen, wenn er nich anders kann oder will. Wie leider Lemmy :(

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nelly ist ein Hund die Verantwortung (Erziehung) übernimmt, aber nicht weil sie das unbedingt will, sondern weil es sich "gehört" und auch weil sie von mir dafür gelobt wird.

Ist ein anderer guter Leithund dabei, ordnet sie sich auch gerne unter und hilft "nur".

Neulich gab es eine "nette" Situation:

Ich laufe ein kurzes Stück mit einer Frau die einen 15 Monate alten Podenco hat. Wir treffen auf einen 8 Monate alten RR.

Die Rüden "spielen" miteinander, die HH sind entzückt. Nelly splittet ständig, bellt die HH an, ich erwähne mal so nebenher: "Das ist kein Spiel".....

Irgendwann war mir der Stress auch für Nelly zu viel..... wir waren noch keine 50 Meter weg und es "knallte" hinter uns.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich denke, dass das es ein Zusammenspiel von Charakter, Sozialisierung, Erfahrung und Aufzucht ist.

Ich kenne einige tolle souveräne Hunde (*Neid*) von ganz unterschiedlichen Haltern, die es einfach "drauf haben", Konflikte unblutig und ruhig zu lösen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Katja:

Ist es denn anscheinend ein Zeichen einer "Führungsperson", wenn der Hund sich in solche Situationen einschaltet?

Ich erinner mich nicht mehr so an Marlowes Zeit, wie gesagt, wir hatten da kein Rudel und die typischen "Hundewiesen-und Spaziergangsituationen" sind mir nicht mehr so im Kopf.

Ich kenne einige Hunde, die dann motzen, wenn sowas passiert, häufiger erlebe ich aber, dass sie mitmischen :Oo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Diana geknuddelt und Gruß ausgerichtet :D Sie grüßt deine Kim zurück :D

was du als souverän beschreibst halte ich eigentlich nicht dafür. Dein Hund hat lediglich gelernt dass es sinnvoller ist Situationen zu klären bevor es jemand anders tut. Manche entwickeln sich auch einen Schritt weiter zum Raufer.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66510&goto=1396468

Falsch da hast du mich wohl gehörig missverstanden! Es ist keineswegs so wie du denkst, dass meine Hündin denkt sie kann sich nicht auf mich verlassen und regelt deshalb selber. Ich regle durchaus auch selber Hundebegegnungen und sie bleibt dann gelassen im Hintergrund.

Sie ist weit sehr sehr weit von einem Raufer entfernt, sie provoziert niemals nicht einen Hund und niemals geht sie zu hart mit einem Hund um.

Ihre klare Forderung von jedem Hund ist Ruhe. Es ist Respektlos wenn ein anderer Hund einfach auf einen Hund zustürmt, dass unterbindet sie. Wäre sie nicht souverän wie sollte sie denn dann bitteschön souverän zurecht weisen?!

Stella geht sehr feinfühlig mit den jeweiligen Hundecharakteren um. So war Anfangs der Hund meiner Freundin ein sehr ängstlicher Vertreter, ein unsouveräner Hund hätte das zu einem Mobbinganlass genommen. Stella nicht! Sie ließ auf unsere Gruppe zustürmende Hunde erst an den Hund meiner Freundin ran, wenn dieser ruhig war, maßregelte den Hund meiner Freundin wenn es nötig war auf sehr feinfühlige Art, also wohl dosiert, zurecht.

Wenn Stella nicht souverän gewesen wäre, wäre der ängstliche Hund meiner Freundin doch noch verunsicherter gewesen, aber dem war nicht so! Sie fühlte sich wohl in Stella`s Anwesenheit, gewann selbst an Sicherheit und ist jetzt kaum mehr ängstlich.

Auch wenn wir in einer Hundegruppe mitlaufen sorgt sie für Ruhe und Ausgeglichenheit. Toben die Hunde ausgelassen miteinander ist alles ok, gibt es nur im Ansatz Probleme geht sie dazwischen und das mit kurzer knapper Ansage. Auch dürfen dann keine wildfremden Hunde in die Gruppe reindonnern, die bremsen immer ab wenn Stella sie anschaut und nach kurzem beschnüffeln darf der Hund dann zum Rest der Gruppe (außer er fährt nicht runter).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hallo,

selber hatte ich noch nie so einen Hund, aber beobachten konnte ich das schon mehrfach.

Diese souveränen Hunde haben es nicht mehr nötig, sich zu beweisen, deshalb raufen sie auch nicht und müssen ihren Status auch nicht beweisen, weil sie ihn einfach inne haben.

Sie regeln, gehen dann aber wieder raus und die Junghunde, wenn sie es nicht sofort akzeptieren, stehen weiter unter Beobachtung. Es ist aber nicht so, dass die Junghunde gemobbt werden, sie werden einfach nur beobachtet und bei Fehlverhalten auf hündische Art und Weise darauf aufmerksam gemacht.

Es ist echt toll für einen Menschen, das zu beobachten, was sich da abspielt. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich hätte da noch die Frage, ob sich der "Führungsstil" von Hündinnen und Rüden unterscheidet.

Marlowe zB waren andere Hunde ziemlich wurscht, ihn hat es auch nicht interessiert, ob sich eine Keilerei anbahnte, wenn es dabei nicht um ihn, oder später um Butch oder ihn ging.

So wie bei Stella oder Nelly hat er nie reagiert.

Liegt sowas daran, dass er ein Rüde ist(war), oder eher daran, dass er eben kein Rudel hatte und wir Menschen scheinbar ganz gut ohne ihn zurecht kamen?

Berichtet mal. Lockenwolf, hast du auch eine Hündin gehabt, die so eine Führungsperson war? War die anders als Tarzan in ihrem Verhalten?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.