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Hundeforum Der Hund
malu50

Hund hat zugebissen

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Bin total verzweifelt. Habe einen 3 1/2 jährigen größeren Mischling, (Hütehund mit drin, nicht kastrierter Rüde) der immer als sehr sozialisiert galt (laut Hundeschule). Keine großen Raufereien hatte und nicht aggressiv auffiel.

Heute nun hat er sich einen Jack Russel vorgenommen. Diesen kleinen Rüden hat er schon zweimal gesehen, da hat er ihn schon in die Mangel genommen, sprich auf den Boden gezwungen und dann abgelassen.

Heute habe ich diesen Hund zu spät gesehen, meiner direkt hin hat ihn im Genick gepackt und geschüttelt.

Auf mein Direktes "aus" hörte er nicht sofort, bin dann zu ihm hin, da hatte er den Kleinen auch schon wieder losgelassen. Das Ganze war nur Sekundensache, aber der Andere hat natürlich Bisswunden und musste genäht werden.

Anschließend lief meiner "schuldbewusst" neben mir her, ohne groß nach rechts oder links zu schauen.

Weiß nicht, warum er so ein Verhalten an den Tag legt und was ich jetzt machen soll.

Vielleicht weiß jemand Rat?????

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Hallo :winken:

Warum das passiert ist, könnte ich vielleicht beurteilen wenn ich es gesehen hätte, sonst nicht.

In der nächsten Zeit würde ich ihn gut beobachten und bei Anzeichen von Aggression gegen Artgenossen beiseite nehmen. Mehr kann ich aus der Ferne nicht empfehlen ;) .

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Hallo

Hast du mit dem Besitzer des Jackies gesprochen, und den Fall deiner Versicherung gemeldet? Dafür ist sie da, meine nimmt in einem solchen Fall eine Teilschuld beider Hunde an, da sie beide frei waren (war doch so, oder?) und übernimmt 50% der Kosten für den TA. Meine zumindest....

So, erstmal das Zwischenmenschliche geklärt :D

Zu der Frage, warum sich dein Hund den kleinen gepackt hat, kann ich leider nichts 100% richtiges sagen, da ich nicht dabei war und keinen der Hunde kenne. Erlebt habe ich sowas aber schon öfter.

Einmal, schon Jahre her, traf ich mit unserem damaligen 3-jährigen Rüden einen Hovavart. Beide umrundeten sich, beide brummelten und dann zog man seiner Wege. Später am Tag trafen wir ihn erneut, der Hovi sah unseren, die beiden schauten sich kurz an und PENG, der Hovi packt zu und schüttelt und wir mussten dazwischen gehen (oder auch nicht, aber mein Hund schrie halt, und ich wollte ihn gerne lebend wiederhaben)

Das Warum kann ich bis heute nicht ergründen, ausser das zwischen den beiden Hunden bei der ersten Begegnung etwas übermittelt wurde, was wir Menschen nicht erkannt haben. Hunde sind in der Hinsicht weit subtiler als wir.

Mein eigener Hund (nicht der oben erwähnte) hat auch so Hunde, die er anscheinend im Bruchteil von Sekunden als "unverschämt, braucht ne Abreibung" erkennt und dann macht er auch keine halben Sachen. Dass das nicht richtig ist aus unserer Sicht und natürlich auch nicht passieren sollte, ist eine andere Sache - ich achte sehr darauf, das ich es nicht soweit kommen lasse.

Da du den Jacky schon öfter gesehen hast, und dein Rüde ihn bereits einmal deutlich seine Überlegenheit demonstriert hat, KANN es sein (muss nicht!), dass ihm das Auftreten des Jacks zu dreist erschien. Oder er konnte ihn einfach nicht leiden. Das gibt es auch bei Hunden.

Genau wie bei dir hatten wir auch schon eine Situation, in der unser Hund den anderen sah, losging und auf ihn drauf, kein Geknurre, kein Geprolle, Peng. Ich weiß auch da nicht, woran es lag (ich war auch nicht dabei).

Ich hoffe, dem Jack geht es einigermaßen gut, und ich würde deinen Hund bei dem einfach immer anleinen, sobald ihr ihn seht. Sicher ist sicher. Auch an Stellen, die schwer einsehbar sind: Hund anleinen (oder ins sicher "Fuß", wenn er das macht) und dann erst schauen, ob die Luft rein ist.

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Aus Hundesicht betrachtet: Dein Hund konnte den anderen noch nie ausstehen, aus welchem Grund auch immer spielt keine Rolle (für den Hund). Jetzt trifft er den Burschen erneut und sagt ihm deutlich seine Meinung.

Um solche Situationen zu vermeiden, mußt du deinen Hund genau beobachten (können), damit du dann entsprechend handelst. Einfachste Variante - anleinen; wenn Dein Hund eine positive Verknüpfung bekommen soll, dann Ablenkung (z. B. bei Balljunkies immer den Ball rauskramen, wenn der "Feind" kommt; empfehle ich aber nur, wenn der andere keine offensiven Motive aufzeigt, sondern passiv bleibt). Oder eben vorher (vor deinem Hund) den anderen Hund erkennen und dann "dynamisch" eine andere Richtung einschlagen.

EDIT: wenn Dein Hund auf ein Signal zum Abruf sehr gut konditioniert ist, erleichtert es alle dann von dir eingeschlagenen Methoden ein unschönes Aufeinandertreffen im Keim zu ersticken.

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Hallo

Hast du mit dem Besitzer des Jackies gesprochen, und den Fall deiner Versicherung gemeldet? Dafür ist sie da, meine nimmt in einem solchen Fall eine Teilschuld beider Hunde an, da sie beide frei waren (war doch so, oder?) und übernimmt 50% der Kosten für den TA.

Das seh ich anders. Nur weil beide Hunde frei waren, hat keiner zuzupacken.

Laut BGB unterliegt jeder Halter eines Tieres der so genannten Gefährdungshaftung.

Das heißt also, wenn das Tier einer Person oder auch einem Tier Schaden zufügt,

so ist der Besitzer dafür haftbar zu machen, unabhängig davon ob er schuldig ist oder nicht.

Selbst wenn ein frei laufender Hund auf einen angeleinten zu läuft und der dann beißt,

ist der Halter des angreifenden Hundes dafür haftbar zu machen.

Ob in einem solchen Fall eine Mitschuld eingeräumt wird, liegt wohl am Richter.

Im vorliegenden Fall würde ich allerdings gegen die Versicherung vorgehen.

Denn der Kleine hat ja wohl weder provoziert noch sonst was getan, was den Angriff ausgelöst hätte.

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Denn der Kleine hat ja wohl weder provoziert noch sonst was getan, was den Angriff ausgelöst hätte.

Wo steht das?

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Heute habe ich diesen Hund zu spät gesehen, meiner direkt hin hat ihn im Genick gepackt und geschüttelt.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66571&goto=1398030

Wenn das so ist, solltest du deinen Hund vielleicht an unübersichtlichen Stellen anleinen oder hinter dir gehen lassen, falls er das tut.

Ob der Jack Russell wirklich provoziert hat oder ob es nur sein normales Terriergangwerk war, ist sowieso egal. Ein so großer Hund kann einen kleinen durch Schütteln auch schnell töten und wenn deiner so etwas - für dich unvorhersehbar - macht, musst du dafür sorgen, dass so etwas nicht wieder passiert.

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Das seh ich anders...

...leider kommt es bei der Schuldfrage nicht auf persönliches Empfinden an.

Bei so ziemlich allen Versicherungen ist es so, dass wenn beide Hunde ohne Leine liefen, jeder 50% zahlen muss.

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Heute nun hat er sich einen Jack Russel vorgenommen. Diesen kleinen Rüden hat er schon zweimal gesehen, da hat er ihn schon in die Mangel genommen, sprich auf den Boden gezwungen und dann abgelassen.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66571&goto=1398030

Genau da liegt dein Grund, warum er das gemacht hat. Aus seiner Sicht hat den Jacky bereits 2 mal verwarnt und nun kommt der zum dritten mal und stelzt rum... Tja dann macht er es mal deutlicher.

Jackys gehen oft etwas stelzig und ja mancher ist auch größenwahnsinnig... damit kommt nicht jeder Hund klar.

Das geht natürlich trotzdem nicht, das so etwas passiert. Da hilft nur umsichtiger Gassi gehen. Also erst gucken und dann den Hund ableinen und den Rückruf üben bis das im Schlaf sitzt.

Ersatzweise ein Mauli, bis das klappt.

Gruß Iris

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Ignoriert das, wer lesen kann ist klar im Vorteil :D Ich lass mich hier aus und sabbel rum, nur um zu sehen dass ich Kimbis Post komplett missverstanden habe :zunge:

Kimbi: natürlich hast du Recht, dass nur weil beide frei waren keiner zubeissen sollte, schon gar nicht so. Ist aber nunmal passiert. Nicht jeder Hund mag jeden, und manchmal merkt man das als Halter erst, wenn es Rabatz gibt.

Zu der Aussage:

Ob in einem solchen Fall eine Mitschuld eingeräumt wird, liegt wohl am Richter.

Im vorliegenden Fall würde ich allerdings gegen die Versicherung vorgehen.

Denn der Kleine hat ja wohl weder provoziert noch sonst was getan, was den Angriff ausgelöst hätte

Es steht natürlich dem verantwortungsbewussten Halter des angreifenden Hundes nichts im Wege, den Rest der TA-Kosten aus eigener Tasche zu zahlen. ;) Fände ich auch sehr gut, wenn denn wirklich keine Provokation vorlag.

Auch kann es sein, wenn der Halter des angreifenden Hundes der Versicherung meldet, sein Hund trage die Schuld, dass die Versicherung den gesamten Betrag zahlen (ist bei mir auch schon geschehen, vor allem, wenn es sich um kleinere Beträge handelt)

Aber das muss nicht sein, einige schauen nur auf "Leine dran oder Leine ab".

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