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Tierheimhund & einige Fragen

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Hallo,

bin noch ganz neu hier im Forum! :winken:

Wir interessieren uns für einen 7 Monate alten Spitz-BC-Mischling aus dem Tierheim, da ich noch einige grundlegende Fragen habe, dachte ich mir, stelle ich sie einfach mal zur Diskussion, so dass jeder seine Meinung und Erfahrung mit einbringen kann, bin nämlich sehr an anderen Gedanken, Anregungen & Tipps interessiert. ;-)

Der kleine Fratz, um den es geht

- ist anderen Hunden gegenüber manchmal (!) ein bisschen dominant

- ist (noch) nicht kastriert

- ist ein Fundhund (warum man annimmt, es handele sich um einen Spitz-BC-Mischling, weiß ich nicht, rein von der Optik her sieht er eher aus wie ein black tri Spitz), man weiß also nicht, wie/ob er sich mit Katzen verträgt - wir haben aber einen 15-jährigen Kater Zuhause rumlungern

und last but not least, worüber ich mir am meisten Gedanken mache, der BC-Anteil.

Ich könnte am Tag 2x 1 Stunde rausgehen (morgens und abends), mittags könnte/käme er mit zu den Pferden (ca. 2-3 Stunden, variiert immer ein bisschen). Kopfarbeit wäre überhaupt gar kein Problem, da habe ich immer super viele Ideen, mir geht es jetzt in erster Linie wirklich nur um die physische Auslastung.

Ich meine, 7 Monate ist noch jung, da würde man wohl zunächst einmal eh darauf hinausarbeiten, dass Ruhe in den Hund kommt. Diese ganzen hyperaktiven Balljunkies haben, so nachdem was ich gelesen und gesehen habe, schon bereits als Welpen/Junghunde das volle Programm bekommen.

Schwierig, schwierig. Mein Herz hat er längst gewonnen, nur der Verstand hat ausnahmsweise mal nicht direkt ausgesetzt, bzw. schon, aber wie soll man auch klar denken, wenn man so einen kleinen, süßen Knuffel vor sich hat? :D

Dann noch eine Frage zur Katzenverträglichkeit, dass man das im Voraus so nicht sagen kann, ist mir klar, aber wie groß sind denn die Chancen ihm das noch anzugewöhnen? Oder ist der Zug mit 7 Monaten schon abgefahren?

Die Tierheimmitarbeiterin meinte, er müsse bevor er irgendwo als Zweithund einzieht, auf jeden Fall kastriert werden.

Da wir noch eine Hündin haben, käme man da auf kurz oder lang wohl eh nicht dran vorbei, aber welche Vor- und Nachteile kämen da genau auf uns zu? Würde eigentlich googlen, habe gerade aber nicht mehr allzu viel Zeit, deswegen stelle ich die Frage jetzt einfach hier, Sterilisation und Kastration, wo genau liegen da die Unterschiede? Mir hat das, glaube ich, schonmal jemand erklärt, aber ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Einmal 'nur' Durchtrennung und Kastration wäre, wenn die Hoden ganz entfernt werden würden, oder?

Mir stellt sich natürlich auch die Frage, ob es überhaupt vertretbar ist, einen so jungen Hund, der noch gar nicht richtig entwickelt ist, bereits zu kastrieren.

Wie ihr seht, schwirren mir viele Fragen durch den Kopf. :???

Liebe Grüße

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(bearbeitet)

Ich würde wenn, dann einen Hund ohne medizinische Indikation, nur kastrieren lassen nachdem körperliche und geistige Reife abgeschlossen sind. Das bedeutet, dass er mindestens 12 Monate, bei manchen Rassen / Mischungen auch älter ist. Es besteht nämlich die Gefahr, das er in seiner geistigen Entwicklung stehen bleibt - also immer ein Kindskopf bleibt und wer will z.B. schon einen Hund haben, der sich zeitlebens wie ein pubertierendes Exemplar verhält.

Wann wird Eure Hündin das nächste Mal läufig? Besteht für ein oder zwei Läufigkeiten (wenigstens) die Möglichkeit die Hunde streng zu trennen und getrennt oder an der Leine auszulasten?

Wie verhält sich der Jüngling im Tierheim? Ist er dort in sich ruhend oder eher hyperaktiv?

Klar, ein Hund in dem Alter dreht schnell mal im Spiel auf. Aber er sollte in angemessener Zeit wenn nichts los ist wieder runterfahren, also zur Ruhe kommen.

Ein Hund, der im Tierheimzwinger ständig in Action ist, ist eher ein sehr aktiver. Einer, der gerade durch die Reizüberflutung (die anderen Hunde bellen, Besucher laufen vorbei) trotz allem auch mal runterfährt und sich zur Ruhe legt, der kann dies dann auch im neuen Zuhause lernen.

LG Heike

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:winken:

Sterilisation: Samenleiter werden unterbrochen / herausgetrennt, Hoden bleiben erhalten, Hormonspiegel bleibt normal, Hund verhält sich wie ein unkastrierter Rüde, kann aber keinen Nachwuchs zeugen.

Kastration: Hoden kommen weg, Hormonspiegel ändert sich.

Ich kenne viele Jagdhunde (Podencos), die im Erwachsenenalter erfolgreich an ein friedliches Zusammenleben mit Katzen gewöhnt wurden. Der Hund muss nur lernen, dass die Katze zur Familie gehört, die Katze sollte nicht panisch vor dem Hund flüchten.

Was die Auslastung angeht: Du hast ja schon geschrieben, dass der Hund Ruhe lernen muss - das ist der richtige Ansatz, um keine Probleme mit der Auslastung zu bekommen.

Wie ist der Hund denn momentan im Wesen?

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Ich würde wenn, dann einen Hund ohne medizinische Indikation, nur kastrieren lassen nachdem körperliche und geistige Reife abgeschlossen sind. Das bedeutet, dass er mindestens 12 Monate, bei manchen Rassen / Mischungen auch älter ist. Es besteht nämlich die Gefahr, das er in seiner geistigen Entwicklung stehen bleibt - also immer ein Kindskopf bleibt und wer will z.B. schon einen Hund haben, der sich zeitlebens wie ein pubertierendes Exemplar verhält.

Wann wird Eure Hündin das nächste Mal läufig? Besteht für ein oder zwei Läufigkeiten (wenigstens) die Möglichkeit die Hunde streng zu trennen und getrennt oder an der Leine auszulasten?

Genau das habe ich mir nämlich auch gedacht, es bringt ja nichts zu sagen, der Hund ist jetzt ab und an etwas dominanter zu anderen Hunden, also wird er kastriert. Wäre er schon etwas älter, sähe das ja schon wieder ganz anders aus, aber einem so jungen Hund, der noch mitten in der Entwicklung steht, bereits so in den Hormonhaushalt einzugreifen, da kann ich mir echt nicht vorstellen, dass es in seinem Interesse wäre.

Puh, also wann die nächste Läufigkeit ansteht, kann ich jetzt so gar nicht sagen, das ist bei ihr ziemlich unregelmäßig und meistens auch nur sehr schwach ausgeprägt.

Dienstag muss ich mit der Kleinen erst einmal zu unserer Tä, ich bin mir nicht ganz sicher, vermute aber, dass sie zur Zeit scheinträchtig ist, ihre Zitzen sind ganz schön geschwollen und mit Milch oder einer milchähnlichen Flüssigkeit gefüllt, außerdem leckt sie sich ständig den Bauch und frisst nicht mehr soviel wie sonst, davon abgesehen ist sie aber nach wie vor sehr munter, also so wie immer.

Wie verhält sich der Jüngling im Tierheim?
Wie ist der Hund denn momentan im Wesen?

Lieb, neugierig, verschmust und verspielt. Also an sich ist er recht ruhig und möchte am liebsten die ganze Zeit gekrault werden, wenn man mal ein Bällchen wirft, springt er aber freudig hinterher. Danach kommt er sofort wieder, setzt oder legt sich hin und möchte gestreichelt werden.

Ich kenne viele Jagdhunde (Podencos), die im Erwachsenenalter erfolgreich an ein friedliches Zusammenleben mit Katzen gewöhnt wurden. Der Hund muss nur lernen, dass die Katze zur Familie gehört, die Katze sollte nicht panisch vor dem Hund flüchten.

Ja, also ich bin da auch sehr optimistisch, mit 7 Monaten ist er ja noch sehr jung, unser Kater ist, wie oben schon beschrieben, auch schon etwas älter (15 Jahre, wird dieses Jahr 16) und hat was Hunde angeht, so ziemlich die Ruhe weg.

So, um aber nochmal kurz auf die Kastrations-/Sterilisationsfrage zurück zu kommen, angenommen das Th sagt jetzt, er müsse auf jeden Fall noch kastriert/sterilisiert werden, dann wäre eine Sterilisation schonender, richtig? Ich meine, mir wäre es auch am liebsten, die Operation würde erst durchgeführt werden, wenn er schon älter ist, aber ich hab' irgendwie Angst, dass wenn ich das Thema im Th anspreche, die uns den Hund nachher gar nicht mitgeben möchten, weil sie auf die Kastration beharren. :???

Liebe Grüße

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Meist steht es ja im Vertrag, das ihr den Hund kastrieren werdet.

Einklagen kann das kein Tierheim, werden sie auch nicht.

Also könnt ihr den Vertrag mit der Klausel beruhigt unterschreiben und dann wenigstens eine andere Lösung suchen bis er richtig erwachsen ist.

Ihr müsst ja z.B. nicht lügen, bloss nicht die ganze Wahrheit sagen.

"Ja, wir werden ihn kastrieren."

Wenn dann die Frage nach dem Zeitpunkt kommt, kann man sagen das man das macht wenn der Hund sich eingelebt hat. Wird sicher Verständnis hervorrufen.

LG Heike

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